.Sentinel.
Admiral
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- Okt. 2007
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- 8.646
Es ist mal wieder, wie bei so vielen Dingen in unserem Gesellschaftsgefüge.
Würde sich jeder an die derzeit bestehenden Verkehrsregeln halten, so hätten wir weniger Staus, sicherere Straßen und ein entspannteres Fahren hier in Deutschland.
Man muss sich doch immer erst mit der Zweckmäßigkeit von neuen Gesetzen auseinandersetzen, bevor man diese für gut oder schlecht befindet.
1. Thema Sicherheit:
Ein Groß der Gefährdung auf den Autobahnen geht unter anderem von folgenden Szenarien aus:
-Rechtsfahrgebot wird nicht eingehalten
-Leute halten den gebotenen Sicherheitsabstand nicht ein
-Beim Fahrstreifenwechsel wird nicht geblinkt
-Auf den zum Überholvorgang gedachten Fahrstreifen wird nicht mit der gebotenen Geschwindigkeitsdifferenz überholt
-Es wird sich auf die Autobahn begeben, um sich wie auf einem Floß im "Verkehrsfluss" mittreiben zu lassen.
Alle oben angesprochenen Punkte sind in der STVO geregelt. Jedoch hält sich in der Praxis kaum einer an die Gesetze/Gebote.
Nehmen wir an, die Geschwindigkeitsbegrenzung würde eingeführt. Wo hätten wir, die oberen Punkte betreffend eine Verbesserung zu erwarten?
-Auch dann würde das Rechtsfahrgebot nicht eingehalten
-Auch dann würde Leute den gebotenen Sicherheitsabstand nicht einhalten (im Gegenteil- es ist erwiesen, dass durch die Monotonie der gleichbleibenden Geschwindigkeit der Sicherheitsabstand verringert würde)
-Auch dann würde beim Fahrstreifenwechsel wird nicht geblinkt
-Auch dann würde auf den zum Überholvorgang gedachten Fahrstreifen nicht mit der gebotenen Geschwindigkeitsdifferenz überholt
-Den Floßfahrern, also der unkonzentrierten und hochgefährlichen "ich will nichts hören, ich will nichts sehen"- Fahrweise wird weiter Vorschub geleistet.
Wir sehen also sehr schnell, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung, auch durch die Erhöhung der Flussdichte) das Potenzial in sich birgt, die Gefahrenlage eher zu erhöhen. Dass belegen auch Unfallzahlen, die nirgends so niedrig sind, wie prozentual gesehen auf unseren, von der Geschwindigkeit unbegrenzt ausgewiesenen Autobahnabschnitten.
Man könnte sogar noch weiter gehen:Im Umkehrschluss könnte man die Schlussfolgerung ziehen, dass diejenigen, die eine Geschwindigkeitsbegrenzung fordern, allen übrigen Autofahrern den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben versuchen, um ihren eigenen Unwillen, konzentriert und nach den bestehenden Verkehrsregeln zu fahren, zu legitimieren.
Diverse Studien haben es belegt, und die Schweizer haben es streckenweise vorgemacht: Will man eine Geschwindigkeitsbegrenzung, die sich an einem Optimum von Verkehrssicherheit, Verkehrsfluss und Umweltbelastung zusammensetzt muss eine Begrenzung auf 80km/h her- alles Andere hat minimale Effekte.
Nur was sagen die wehementen Geschwindigkeitsbegrenzungsbefürworter dazu?
Da argumentieren sie plötzlich wie die Gegner einer generellen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130:
-Die meisten halten nichts davon, weil man ja dann nicht mehr vorwärts käme und die Autobahn ihren Sinn verlieren würde.
-Die erhöhte Fahrzeit, die man braucht um sein ziel zu erreichen, wird zur Übermüdungs- und Konzentrationsfalle.
Der allgemeine Tenor lautet:Man müsse es ja nicht übertreiben....
Also wo bleibt die Konsequenz dieser Leute?
2. Umwelt
Inzwischen hat sogar die Regierung selbst zugegeben, dass eine Geschwindigkeitbegrenzung bezüglich der Umweltverschmutzung nur symbolische Charakter hätte.
Würde man den Gedanken der Umweltverträglichkeit jedoch weiterverfolgen und eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung ausschließen wollen, so wäre der einzig gangbare Weg, dass man Autos entsprechend ihrer tatsächlichen Umweltbelastung drosselt.
Ein Schwellwert müsste festgelegt werden. Ein Auto dürfte dann nur so schnell fahren, dass dieser Schwellwert nicht überschritten würde.
So ist gewährleistet, dass ein Mensch in zukunft, mit entsprechenden finanziellen mitteln, ein High- Tech Gefährt fahren könnte, welches auch bei Tempo 200 nur 100g/KM co2 ausstößt.
Dies würde die Industrie in einen Wettbewerb zwingen, das schnellste Auto mit wenig Umweltbelastung zu bauen- Eine für unsere Umwelt recht positive Entwicklung würde angestossen.
3.
Zuguterletzt stellt sich wieder die Frage...
Wenn eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung die Hauptfaktoren für die Unsicherheiten auf unseren Straßen nicht oder kaum minimiert- was soll dann damit bewerkstelligt werden?
-Bürokratie:Angleichung an die EU?
-Senken des Neidpotenzials bzw. Gleichmacherei der Verkehrsteilnehmer?
-Mehreinnahmen:Schaffen der grundlagen für eine höhere Überwachungsdichte der Autofahrer (die neuen Maßnahmen müssen ja auch durchgesetzt werden). Vielleicht durch Geschwindigkeitskontrollen über Mautbrücken?
-Zwang, die deutsche Autoindustrie vom PS- Wahn zu heilen? (Wobei dies wiederum der Deutschen Wirtschaft das Genick brechen könnte)
-Aktionismus um Wählerstimmen zu erhaschen (Prestiegeprojekt SPD/Grüne).
Wer weiß, wer weiß.....
Würde sich jeder an die derzeit bestehenden Verkehrsregeln halten, so hätten wir weniger Staus, sicherere Straßen und ein entspannteres Fahren hier in Deutschland.
Man muss sich doch immer erst mit der Zweckmäßigkeit von neuen Gesetzen auseinandersetzen, bevor man diese für gut oder schlecht befindet.
1. Thema Sicherheit:
Ein Groß der Gefährdung auf den Autobahnen geht unter anderem von folgenden Szenarien aus:
-Rechtsfahrgebot wird nicht eingehalten
-Leute halten den gebotenen Sicherheitsabstand nicht ein
-Beim Fahrstreifenwechsel wird nicht geblinkt
-Auf den zum Überholvorgang gedachten Fahrstreifen wird nicht mit der gebotenen Geschwindigkeitsdifferenz überholt
-Es wird sich auf die Autobahn begeben, um sich wie auf einem Floß im "Verkehrsfluss" mittreiben zu lassen.
Alle oben angesprochenen Punkte sind in der STVO geregelt. Jedoch hält sich in der Praxis kaum einer an die Gesetze/Gebote.
Nehmen wir an, die Geschwindigkeitsbegrenzung würde eingeführt. Wo hätten wir, die oberen Punkte betreffend eine Verbesserung zu erwarten?
-Auch dann würde das Rechtsfahrgebot nicht eingehalten
-Auch dann würde Leute den gebotenen Sicherheitsabstand nicht einhalten (im Gegenteil- es ist erwiesen, dass durch die Monotonie der gleichbleibenden Geschwindigkeit der Sicherheitsabstand verringert würde)
-Auch dann würde beim Fahrstreifenwechsel wird nicht geblinkt
-Auch dann würde auf den zum Überholvorgang gedachten Fahrstreifen nicht mit der gebotenen Geschwindigkeitsdifferenz überholt
-Den Floßfahrern, also der unkonzentrierten und hochgefährlichen "ich will nichts hören, ich will nichts sehen"- Fahrweise wird weiter Vorschub geleistet.
Wir sehen also sehr schnell, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung, auch durch die Erhöhung der Flussdichte) das Potenzial in sich birgt, die Gefahrenlage eher zu erhöhen. Dass belegen auch Unfallzahlen, die nirgends so niedrig sind, wie prozentual gesehen auf unseren, von der Geschwindigkeit unbegrenzt ausgewiesenen Autobahnabschnitten.
Man könnte sogar noch weiter gehen:Im Umkehrschluss könnte man die Schlussfolgerung ziehen, dass diejenigen, die eine Geschwindigkeitsbegrenzung fordern, allen übrigen Autofahrern den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben versuchen, um ihren eigenen Unwillen, konzentriert und nach den bestehenden Verkehrsregeln zu fahren, zu legitimieren.
Diverse Studien haben es belegt, und die Schweizer haben es streckenweise vorgemacht: Will man eine Geschwindigkeitsbegrenzung, die sich an einem Optimum von Verkehrssicherheit, Verkehrsfluss und Umweltbelastung zusammensetzt muss eine Begrenzung auf 80km/h her- alles Andere hat minimale Effekte.
Nur was sagen die wehementen Geschwindigkeitsbegrenzungsbefürworter dazu?
Da argumentieren sie plötzlich wie die Gegner einer generellen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130:
-Die meisten halten nichts davon, weil man ja dann nicht mehr vorwärts käme und die Autobahn ihren Sinn verlieren würde.
-Die erhöhte Fahrzeit, die man braucht um sein ziel zu erreichen, wird zur Übermüdungs- und Konzentrationsfalle.
Der allgemeine Tenor lautet:Man müsse es ja nicht übertreiben....
Also wo bleibt die Konsequenz dieser Leute?
2. Umwelt
Inzwischen hat sogar die Regierung selbst zugegeben, dass eine Geschwindigkeitbegrenzung bezüglich der Umweltverschmutzung nur symbolische Charakter hätte.
Würde man den Gedanken der Umweltverträglichkeit jedoch weiterverfolgen und eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung ausschließen wollen, so wäre der einzig gangbare Weg, dass man Autos entsprechend ihrer tatsächlichen Umweltbelastung drosselt.
Ein Schwellwert müsste festgelegt werden. Ein Auto dürfte dann nur so schnell fahren, dass dieser Schwellwert nicht überschritten würde.
So ist gewährleistet, dass ein Mensch in zukunft, mit entsprechenden finanziellen mitteln, ein High- Tech Gefährt fahren könnte, welches auch bei Tempo 200 nur 100g/KM co2 ausstößt.
Dies würde die Industrie in einen Wettbewerb zwingen, das schnellste Auto mit wenig Umweltbelastung zu bauen- Eine für unsere Umwelt recht positive Entwicklung würde angestossen.
3.
Zuguterletzt stellt sich wieder die Frage...
Wenn eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung die Hauptfaktoren für die Unsicherheiten auf unseren Straßen nicht oder kaum minimiert- was soll dann damit bewerkstelligt werden?
-Bürokratie:Angleichung an die EU?
-Senken des Neidpotenzials bzw. Gleichmacherei der Verkehrsteilnehmer?
-Mehreinnahmen:Schaffen der grundlagen für eine höhere Überwachungsdichte der Autofahrer (die neuen Maßnahmen müssen ja auch durchgesetzt werden). Vielleicht durch Geschwindigkeitskontrollen über Mautbrücken?
-Zwang, die deutsche Autoindustrie vom PS- Wahn zu heilen? (Wobei dies wiederum der Deutschen Wirtschaft das Genick brechen könnte)
-Aktionismus um Wählerstimmen zu erhaschen (Prestiegeprojekt SPD/Grüne).
Wer weiß, wer weiß.....
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