Gleichstellung von Bachelor und Meister?!

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ascer

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Hey Leute,





http://www.tagesschau.de/inland/ausbildungsrangliste100.html

In dem Bericht aus der Tagesschau vom 31.01.2012 heisst es, dass künftig Bachelor & Meister in der "Ausbildungsrangliste" gleichgestellt werden sollen...was denkt ihr darüber?

Ich würde darin zum einen eine Möglichkeit des Preisdrückens bei Gehaltsverhandlungen für Arbeitnehmer mit Bachelorabschluss sehen, da der Abschluss nun quasi "heruntergestuft" wurde...

...und zum anderen halte ich es generell für wenig zielführend und ziemlich schwachsinnig. Wo ist denn beispielsweise eine Vergleichbarkeit zwischen Tischlermeister und Bachelor in Philosophie gegeben?

Und wer will mir denn erzählen, dass ein Friseurmeister eine vergleichbare Ausbildung ist, verglichen mit z.B. einem Bachelor in Maschinenbau?

Eure Meinung?





grüße,

ascer
 
Hey,

Ich hab davon auch schon gehört und muss sagen, dass man einen Handwerklichen Beruf keinesfalls mit einem akademischen Beruf gleichstellen kann.
Natürlich dauert es sehr lange, bis man einen Meister hat, wenn man von 3 - 3 1/2 Jahren Ausbildung , 2 Jahren Arbeiten und nochmal 1-2 Jahre Meisterausbildung denkt.
Der Bachelor dauert i.d.R. 3-3 1/2 Jahre je nach Hochschule und Fachrichtung. Soweit ich weiß bei Lehramt sogar 4 Jahre. Natürlich spreche ich von Regelstudienzeit.

Dennoch ich finde die Gleichstellung, die meines Wissens von den Handwerkskammern ausging, eine reine Frechheit!
Viele die einen Meister haben hätten niemals eine Bachelorausbildung geschafft, da diese noch anspruchsvoller ist, wenngleich zeitlich kürzer. Aber der Faktort Zeit hier miteinzubeziehen ist purer Unfug. Zudem, wenn man daran denkt, dass man das Abitur benötigt, was auch 2-3 Jahre mehr Schule bedeutet, sind wir zeitlich ja schon wieder fast gleich.

Wenn ich daran denke, welch schönes Leben manche Azubis haben und man selbst als Bachelor teilweise von Morgens um 8 bis Abends um 8 dranhocken muss, um seine Klausuren zu bestehen.

Meines erachtens eine Frechheit! NEIN AUF KEINEN FALL!
 
Sehe ich genauso..

Einen Bachelor in Philosophie beispielsweise kann man sowieso in keinster Weise mit irgendwas handwerklichem vergleichen..

..und mein bereits erwähntes Beispiel "Friseurmeister"..das ist doch ein Witz. Ich will keinem was böses, aber ich habe 2 Bekannte, die Friseurmeister sind. Ihr Abitur hätten die vielleicht mit einer durchschnittlichen Note gerade so noch geschafft, -vielleicht-!
Ein Bachelorstudium nie im Leben, vor allem nichts anspruchsvolles..

Ich selbst studiere ja Physik, Bachelor of Science und hab schon echt viel zu tun...aber mein Beispiel mit dem Bachelor in Maschinenbau.
Ich habe einen Kollegen, der Maschinenbau an der TUHH studiert, der muss jeden morgen spätestens um 8 hoch und er ist nie vor 20 Uhr wieder zu Hause und das ist nur die Zeit, die er für Vorlesungen, Übungsstunden und Tutorien verbrät. Dazu kommen wöchentliche Übungszettel die es zu bearbeiten gilt + Lernen + Vorlesungsvorbereitung + Vorlesungsnachbereitung.
Ich habe echt größten Respekt vor ihm, i.d.R. hat er einen 13-16 Stunden Tag.

Von meinen Bekannten hingegen, die ihren Friseurmeister gemacht haben, weiß ich hingegen, dass sie "nur" ähnlich viel wie für ihren Realschulabschluss gelernt haben. Natürlich sprachen sie durchaus von einem gehobenen Standard, aber viel komplizierter war es für sie nicht, meinten sie...


Wo ist denn da bitte eine Gleichstellung gerechtfertigt?

Empfinde das auch eher als Frechheit..bei technischen Berufen könnte ich es noch Ansatzweise nachvollziehen aber niemals einfach so ganz allgemein!
 
Es geht hier nicht um eine Gleichstellung der Abschlüsse, das ist überhaupt nicht möglich, weil völlig verschiedener Einsatzbereich. Ein Betrieb, der einen Ingenieur braucht, stellt keinen Meister ein und umgekehrt, auch nach dieser Entscheidung. Diese Entscheidung betrifft nur die Einstufung des Meisters in die europäische Bildungsrangfolge, was inbesondere für das Ausland wichtig ist, wo der Meister als Abschluss nicht bekannt ist. Letztlich wird damit der sicher auch nicht einfache Weg zum Meister wertgeschätzt, sodass dieser im Ausland korrekt eingestuft wird. Der Meister ist schließlich, abgesehen vom Techniker, wohl der höchste Abschluss im nichtakademischen Bereich. Er steht jetzt, zusammen mit dem BA auf Stufe 6, auf 7 ist der Master, 8 Promotion.
Für Deutschland hat das keine weitere Auswirkungen...insbesondere wird der Meister dadurch nicht akademisch.

Gruß
 
Selbst wenn es wieder nur für eine Rangfolge in der EU ist, eine Gleichstellung im Rang oder sonst wo, es kann und darf einfach nicht das Gleiche sein.
Wenn die Leute unbedingt eine Vergleichsliste haben wollen, dann sollen sie sich eine für Handwerkliche Berufe, die es auch in anderen Ländern gibt und akademische Berufe einführen. Dort können sie den Meister an die Spitze setzen, das ist mir dann egal.
So aber keines Falls!
 
Sehe ich ähnlich, selbst wenn es nur für Vergleichszwecke auf EU-Ebene dienen soll impliziert man damit ja, dass ein ausländischer Betrieb den Friseurmeister auf gleicher Stufe sehen kann/darf wie den Bachelor-Absolventen des Maschinenbaus...und das ist einfach nicht so, die Leistungsunterschiede sind einfach gewaltig...ich finde einfach nicht, dass das in irgendeiner Art und Weise gerechtfertigt oder überhaupt möglich wäre.
 
Hier sehen einige Bachelor ihre Felle davonschwimmen :D.

Ich sehe das auch kritisch, nicht hier im Lande selbst, sondern im Ausland. Wobei es immer noch an dem jeweiligen Land selber liegen wird ob und wie deutsche Abschlüsse anerkannt werden.

Vielleicht ist diese Maßnahme ja entstanden, um mehr Bachelor in den Master zu führen ;).
 
Sollte ich meinen Bachelor in Physik&Mathematik schaffen, werd ich sowieso definitiv einen Master dranhängen :P

Insofern kann es mir, ob ich ihn nun schaffe oder nicht, relativ egal sein..denke ich zumindest. Aber es gibt ja genug, die bereits ein berufliches Ziel/Branche im Auge haben mit ihrem Bachelorabschluss und ich würde niemals jemanden persönlich diskreditieren, nichtmal ansatzweise, wegen seiner Bildung/Beruf, erst recht nicht meine Bekannten...aber die bereits erwähnten Friseurmeister gleichzustellen im Ranking mit einem MaschBau-Bachelor ist einfach extrem unfair, die Friseurmeister haben weder so viel lernen/tun müssen für ihren Meister noch sind sie in irgend einer Art und Weise ähnlich leistungsfähig...man kann die Berufe einfach genau gar nicht vergleichen, ebenso wie die Qualifikationen.

Die einzige Aussage, die man treffen könnte, ist, dass es deutlich einfacher ist, seinen Friseurmeister zu machen als seinen Bachelor in MaschBau..
 
Ich sehe jetzt aber auch kein Chef zum Bachelor of Engineering sagen "dein Titel ist auf der gleichen Stufe wie Friseurmeister, ich zahl jetzt nur noch die 50% deines jetzigen Gehalts ..."

Also nicht aufregen, in Deutschland regelt man gerne viel, ohne das es dann spürbar Auswirkungen hat.

ne?
 
das stimmt wohl killy^^
 
Umgedreht aber auch nicht. Das ganze wurde ja nur gemacht, damit man den Meister Länderübergreifend besser einordnen kann.
Die Bildungsgrade an sich kann man nicht wirklich vergleichen. Der Bachelor hat ein breites theoretisches Wissen angesammelt während der Meister mit viel praktischer Erfahrung in seinem Aufgabengebiet punkten kann.

Unter Strich denke ich nicht das nun vermehrt Meister auf Ingenieurstellen kommen, dafür sind sie einfach nicht geeignet.
Auf der anderen Seite sieht man dann aber auch was der Bachelor für einen Stellenwert hat als niedrigster akademischer Grad.
 
Aber ist dies nicht allein der Umstand des in naher Zukunft einhergehenden Fachkräftemangel?
Man sollte auch nicht die teiweise lange Berufserfahrung, die gewerblich oder industrielle Ausbildung zustätzlich vernachlässig.
Innlands dürfte es keine großen Probleme mit der Unterscheidung geben, große Internationale Unternehmen dürften mit der Unterscheidung doch auch keine Probleme haben.
Und wie ein Unternehmen letztendlich eine Stelle besetzt obligt doch allein deren Entscheidung. Und die wird schon die Voraussetztungen vorgeben die zu erfüllen sind.
 
Zuletzt bearbeitet: (Beitrag sachlich korregt überarbeitet)
Wir nähern uns eigentlich nur dem amerikanischen Modell an, treu dem Motto: "studiert hat jeder, die frage ist nur wo"...

Deutscher Meister und deutscher Diplom-Ingenieur waren halt noch etwas wert im Ausland, jetzt hat jeder nen Bachelor :-)

Der Master wird also zum Standard-Abschluss an der Uni/FH... wer sich etwas abheben möchte muss promovieren, was der Doktortitel noch wert ist sieht man ja in der Politik..

Eigentlich sollten wir einfach alle unseren "Dokthor-Berg"-Titel :-) schon von Geburt an bekommen, dann gibts auch keinen Fachkräftemangel mehr.

Gruß Hanussen
 
Zuletzt bearbeitet:
Viele die einen Meister haben hätten niemals eine Bachelorausbildung geschafft, da diese noch anspruchsvoller ist, wenngleich zeitlich kürzer.
Umgekehrt dito. Hat sich einer von euch Möchtegernakademiker einmal die Ausbildung zum Handwerksmeister genauer angesehen? Die meisten von euch würden scheitern. Abitur ist nicht alles, eigentlich nichts. Hat der Bachelor Betriebsführung gelernt? Kennt er sich mit Ausbildung und Personalführung aus?
Natürlich gibt es Unterschiede beim Meister, aber bei der Bachelor Ausbildung ist genau so.
Für mich ist dieses Schmalspurdiplom eventuell noch eine bessere Technikerausbildung aber keinen Deut mehr Wert als eine solider Handwerksmeister!
Für den internationalen Vergleich ist diese Einstufung vollkommen in Ordnung. Bei der Einstufung in einem Unternehmen ist die eigentliche Qualifikation entscheiden. Die findet sich nicht mit einem Titel.
 
Ich mache auch den staatl. gepr. Techniker in der Fachrichtung Elektrotechnik.
Was machen die dann daraus wenn der Meister zum Brückenglied wird? Werden wir dann auch Bachelor? Oder Senior-Bachelor? Vielleicht doch Fachingenieure? Obwohl der Ingenieur ja abgeschafft werden sollte....

Alles ein wenig Konfus. Eine standfeste Bewertung des Ganzen finde ich jedoch in Ordnung. Man sollte endlich mal anfangen und das in tatsächliche Zahlen ausdrücken. Ganz oben steht dann der Dipl.-Ing mit dem Master und dann gehts bergab. So ist es doch immer ein hin und her.

@phil.
Den Techniker kannst du da nicht mit reinnehmen. Mit dem Techniker brauchst du nämlich ebenso Berufserfahrung, musst eine abgeschlossene Ausbildung hinter dir haben bzw. Berufsschulabschluss. Von daher hattest du da dann schon Praxis. Als reiner Bachelor oder halt Studium hast du ggf. überhaupt keinen Bezug zu einem Unternehmen und zur Arbeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
NuminousDestiny schrieb:
Viele die einen Meister haben hätten niemals eine Bachelorausbildung geschafft, da diese noch anspruchsvoller ist, wenngleich zeitlich kürzer.


Wunderbar da zeigt sich wieder das theoretische Wissen unserer heutigen Jungend, klar hast du nun den wuderbaren Titel welcher dir ein theoretisches Wissen nachweist aber ob du zwei linke "Pfoten" hast mußst du nicht beweisen .
Kannst ja alles auswendig lernen in deinem ach so streßigen Studentenleben,aber in der Praxis mußt du es noch beweisen .
Den Meistertitel hier so herabzuwürdigen mit deinen Aussagen ist mehr als fragwürdig, und zeugt von einer recht "beschränkten " Sichtweise .
Ich hab neben der Arbeit 3 Jahre die Meisterschule besucht und weiß um was es geht .

MFG
 
D.h. du hast nicht studiert und weißt nicht wie das Studium aussieht.. Beschränkte Sichtweisen kann es auf beiden Seiten geben.


Vor allem.. warum wird den Studenten mangelnde Praxiserfahrung vorgeworfen? Das (Universitäts)Studium erhebt nichtmal den Anspruch darauf. Junge Menschen nach der Promotion haben auch oft keine Praxiserfahrung. Soll das heißen der Doktor ist genauso wenig wert?
OHne jetzt werten zu wollen. Aber man sollte mal genau überlegen welche Art der Ausbildung welches Ziel verfolgt, bevor man hier anfängt rumzustänkern. Und in der heutigen Gesellschaft wird eine generalistische geistige Ausbldung in dem ein Mensch einfach sein Potential beweist eigtl höher angesehen als ein Meistertitel, der im Prinzip nur die nächste Stufe ncah dem GEsellen darstellt + eine gewisse betriebswirtschaftliche Ausbildung. Da kann ich verstehen, dass die Leute gegen die neu Anpassung sind. Vor allem sind diejenigen, die den Meister jetzt verteidigen, doch auch immer die, die gegen die BWLer stänkern und sagen "wer nichts wird, wird Betriebswirt"
 
phil. schrieb:

Würde ich so nicht unterstreichen. Ohne Berufserfahrung, sicherlich nicht, aber das ist nur eine Frage der Zeit nicht des Könnens.
Die beruflichen Praxiserfahrungen kann jeder mit einiger Arbeitszeit sammeln in einer Branche die ihm gefällt und mit dem Bachelor hat derjenige schon bewiesen, dass er -deutlich- schwierigere Theorieaufgaben bewältigt.

Insofern, solange derjenige natürlich 2-3 Jahre Praxiserfahrung gesammelt hat in einer Branche seiner Wahl, würde wohl jeder Bachelorabsolvent auch einen Meistertitel ohne Probleme schaffen.



phil. schrieb:
Hat der Bachelor Betriebsführung gelernt? Kennt er sich mit Ausbildung und Personalführung aus?

Zum einen hat das nicht jeder Meister, gerade (um bei meinem ewigen Beispiel zu bleiben *g*) die Bekannten Friseurmeister z.B. nicht, da sie beide in kleinen Betrieben arbeiteten und nur wenig Erfahrung auf dem Gebiet der Führung und des Finanziellen besitzen.

Und zum anderen muss ein Bachelor-Absolvent das zwar nicht haben, KANN er aber durchaus.
Ich beispielsweise habe mein Abitur, also allgemeine Hochschulreife, an einem Wirtschaftsgymnasium erlangt. Dort hatte ich 3 Jahre lang BWL, VWL und Rechnungswesen.
Ebenso wurde neben der Schulzeit ein JUNIOR-Unternehmen gegründet, ein Schülerunternehmen, dass von der Führung her an einer AG orientiert ist.
Dieses Schülerunternehmen genauso wie eine AG geführt mit sehr ähnlichen Reglementierungen. Es werden echte Konten eingerichtet, es werden echte Anteilsaktien für das Startkapital verkauft, es werden echte Produkte von den Schülern produziert oder weiterverkauft, es werden echte Löhne gezahlt. Das ganze für die Dauer von 1-2 Jahren.

Ich war der Vorstandsvorsitzende unseres Schülerunternehmens an denen 2 Klassen beteiligt war, somit hatte ich etwa 60 "Arbeitnehmer" in Teilzeit unter mir.

Wir haben uns um Produktion, Steuererklärung, Finanzen, Marketing, Verkauf, Technik, etc. pp. gekümmert und am Ende der 2 Jahre auch einen Gewinn gemacht.


Insofern würde ich einfach mal, da ich die Bekannten recht gut kenne, dreisterweise behaupten: Ich habe deutlich mehr Führungserfahrungen als sie.
Besonders in der Buchführung/Rechnungswesen, in BWL, im planen von Sitzungen, im organisieren eines etwas größeren Unternehmens, im verhandeln mit Banken, anderen Unternehmen, etc. pp.


Sollte ich also meinen Bachelor schaffen, wäre ich ein Bachelor-Absolvent mit deutlich mehr Erfahrung in Unternehmensführung, Buchhaltung, BWL, etc. pp. als die Friseurmeister meiner Bekanntschaft.





EDIT:

relam 75 schrieb:
welcher dir ein theoretisches Wissen nachweist aber ob du zwei linke "Pfoten" hast mußst du nicht beweisen.

Sicher, aber i.d.R. würde doch jemand später in einem ähnlichen Umfeld arbeiten. MaschBau-Studenten z.B. müssen mehrere Praktika absolvieren, wo sie z.B. Schweißen lernen und ewig viele andere Sachen.
Unsere Informatiker haben von der Uni aus 1 Praktikum und 2 freie Praktika, wo sie zu IBM oder sonstwohin müssen, Praxiserfahrung sammeln..

Natürlich ist das nicht mit 3,4,5 Jahre Arbeit/Meister in der Praxis vergleichbar ABER in dem Umfeld, in dem ich später arbeiten möchte, habe ich ja nunmal in aller Regel keine 2 linken Hände.
Klar Ausnahmen bestätigen die Regel, aber normalerweise würde beispielsweise JEDER MaschBau-Bachelor, 2-3 Jahre Praxiserfahrung im Beruf danach vorrausgesetzt, im Anschluss auch LOCKER dazu in der Lage sein, seine Meisterprüfung abzulegen.

Umgekehrt ist das aber nicht der Fall.
Das theoretische Wissen setzt eben vorraus, dass man den Stoff versteht und abstrakte Probleme bearbeiten kann, dass kann nicht jeder.
In einem Bereich wo jemand aber gerne arbeiten möchte, folglich also wohl keine 2 linken Hände hat, ist Praxiserfahrung nichts besonderes, da es nur eine Frage der Zeit nicht des Könnens ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Locker Leute.

Der Witz liegt doch darin, dass es eigentlich gar nicht anwendbar ist. Wie soll man alles zusammen werfen und dann vereinheitlichen? Das geht nicht. Nehmt nur das allseits beliebte "College" in Amerika. Alle hören davon, was die da aber teilweise "lernen" hat uns unser Englischlehrer aus leidiger Erfahrung mitgeteilt. Er meinte, dass dort so gut wie kein Duales-Ausbildungssystem existiert, dass die Lebensläufe ansich lächerlich sind, da ohne tatsächliche Ausbildung direkt im Beruf angefangen wird. Also direkt unter die Leute mischen, den Job ausüben, und sich nachher damit eine Berufsbezeichnung aussuchen.

So geht es hier nicht, und das sollten wir schon einmal gut finden. Leider kann es auch nicht gehen, dass man den Meister/Techniker/Bachelor unter den Teppich fallen lassen sollte. Denn im Ausland gibt es diese ganzen staatlichen Abschlüsse, Weiterbildungen und Berufsbezeichnungen gar nicht. Das heißt nicht, dass D-Land keine kompetenten Leute hat, das Ausland versteht nur die Berufsbezeichnungen nicht, weil die es eben nicht kennen.

Damit soll ja nicht der Meister z.B. mit einem Bachelor von der Qualifikation gleichgesetzt werden. Sondern nur in der Art der Besoldung/bezahlung und evtl. Wissensstand Vergleichbarkeit.

Mal eben so Meister oder Bachelor werden ist halt einfach nicht drin. Dafür muss man schon etwas geleistet haben, auch wenn es für die einen popelig ist, eine 3 Jahre Duale-Ausbildung + Praxis + Meister machen zu müssen, für die Anderen wiederum nur zur Schule gegangen zu sein, ohne vielleicht 1 Std. Praxis gehabt zu haben (und Ausnahmen gibt es auf beiden Seiten). Daher sollten wir uns doch eher freuen, dass versucht wird die Berufe nicht schlechter dastehen zu lassen als sie sind.

Wie will man das auch regeln bei den tausenden von Berufsbildern in D-Land? Bei dem es auch noch Spezialisierungen gibt auf einen bestimmten Teilbereich des Berufes?

PS: Da fällt mir noch was zu ein. Hier mal ein Beispiel:

Abgeschlossene Berufsausbildung, Meister, Techniker, technischer Betriebswirt, Bachelor,Ingenieur, Master, Dipl. Ingenieur.

Na, geht das so einfach? Ist doch ein wenig schwerer oder? ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier wird viel von Ausnahmen und persönlicher Leistung geredet.
Noch einmal, die Unterschiede beim Meister gibt es auch beim Bachelor.
Es geht lediglich um die Wertschätzung der verschiedenen Ausbildungswege. Und da muß sich der Handwerksmeister nicht hinter einem Bachelor verstecken. Schon gar nicht im internationalen Vergleich.
Denn nur darum geht es in diesem Ranking. Warum hat der (angehende) Bachelor nur ein Problem damit?
 
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