Griechen wehren sich gegen Einsparungen

C3rone schrieb:
Natürlich kann man Konkurrenz zu deutschen Produkten schaffen, sonst wäre Deutschland ja in absolut jedem Bereich Monopolist. Das man dafür nicht unbedingt eine gefestigte Wirtschaft und Industrie wie die USA benötigt, hat Japan gezeigt, welche von einem zusammengebombten, belächelten Agrarstaat mit der industriellen Leistung von Atlantis und dem Forschungsstand des Midway Atolls zu einer der führenden Technologie-Nationen der Erde aufgestiegen ist.

Konkurrenz hin oder her, letztlich kommt es auf die Außenhandelsbilanz an. Und da brauche ich nur Deutschland mit China zu vergleichen. Die Chinesen exportieren fast doppelt soviel nach Deutschland, wie wir nach China. 2007 hatten wir ein Saldo von 25 Milliarden €.

Was das bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen, Griechenland lässt grüßen.

Wir haben nur einen Vorteil, wir bomben dafür die EU-Mitgliedsstaaten zu.
 
Deutschland importiert quasi ausschließlich billigen Mist. Den kann ein Inder, Pakistani, Indonesier, Grieche oder auch ein Deutscher genau so in mindestens genau dieser Qualität zusammen basteln.

Deutschland exportiert hingegen quasi nur Güter, die man eben nicht überall sonst könnte herstellen lassen. Einerseits weil dazu 95% aller anderen Staaten die Technologie fehlt, andererseits weil der grundlegende deutsche Arbeiter eben besser (=sorgfältiger, genauer, qualitativer) arbeitet als quasi jeder andere Arbeiter - Konkurrenz machen da in breiter Masse eigentlich nur Schweizer, Österreicher und Japaner. Ein Stück dahinter kommen dann Frankreich, die USA und teile GBs, Italiens, Kanadas usw. Und vor der VR China stehen dann noch die Republik China, Brasilien und andere Staaten.


Was ich damit sagen will? Deutschland (und ALLE anderen Staaten) könnten von heute auf morgen auch in anderen Ländern produzieren lassen. Die Volksrepublik China hingegen hat keinerlei alternativen Absatzmarkt und quasi keine Technologien, mit welchen sie auf andere Märkte drängen könnte - da geht es ja nicht nur um die Industriestaaten, sondern auch um (andere) Schwellenländer.


Was das bedeutet möchte ich sagen, denn ganz offensichtlich können sich viele das eben nicht selbst ausmalen:
Der Westen macht Schulden. Der Westen hat sicher nicht das perfekte Wirtschaftssystem. Aber dem Westen geht es verdammt gut und die Schritte, die man gehen müsste, um einen weiteren Aufwärtstrend herbei zu führen, sind für den Westen nicht so schwerwiegend - für andere Staaten hingegen schon.

Und dieser Schritt wird ja auch schon gegangen, immer mehr Firmen kehren aus den Billigländern wieder in die Heimat zurück. Seien es schließende Callcenter in Indien oder schließende Fabriken in der VR China. Sogar Firmen, die auf eine parallele Produktion setzen, wie z.B. die Auto- oder Flugzeughersteller tun dies nicht, weil es finanzielle Vorteile bringt, sondern weil die Gesetze der VR China (als potentieller Absatzmarkt) dies so vorsehen.
Ergänzung ()

DugDanger schrieb:
Ich bezweifle stark, dass Dummheit, Faulheit und Gewaltbereitschaft zwangsläufig mit griechischer Nationalität oder islamischer Glaubenszugehörigkeit verbunden sind; oder anders ausgedrückt, dass die Griechen und Muslime generell faul und dumm sind. Das verbietet eigentlich die Logik.

Das habe ich so nicht gesagt und auch nicht sagen wollen. Es ging mir rein darum, dass manche Staaten eben zu ihren Fehlern stehen (allen voran Deutschland), andere Staaten die Schuld eben immer bei anderen suchen. Ein kurzer Blick in die Nachrichtenarchive der letzten Jahre hilft dabei, das zu erkennen.

Hat tatsächlich einer geglaubt, dass Italien (isbes. Süd Italien), Portugal, Griechenland oder eben andere "südliche" Staaten die selbe Produktivität, die selbe Effizien an den Tag legen wie "die alten Europäer"?

Nein. Aber offensichtlich war man der Meinung, dass sie dann kürzer treten und nicht Systeme etablieren, die weit verschwenderischer sind als die der wirtschaftlich stärkeren Staaten.

Das sie, insbesondere wenn sie mit uns in einer Währungsunion zusammen konkurieren, den kürzeren ziehen werden war wohl klar.

Nein. Man hätte es auch als Chance sehen können, als Möglichkeit. Deutschland hätte sich auch nach dem 1. und 2. Weltkrieg hinsetzen können und herumweinen. Hat es aber nicht. Andere Staaten halt schon (das waren übrigens auch die, die im Krieg an sich glorreich versagt haben, aber das ist hier nicht Thema), das zieht sich durch wie ein roter Faden.

Das unsere Produkte besser, preisgünstiger usw... produziert werden, und wir daher die "Exportüberschüsse" erzielen war wohl schwer zu erraten; und wo es einen ersten gibt, da gibts auch einen letzten.

Der Letzte heißt aber nicht Griechenland oder Spanien, sondern Mali, Somalia und Kongo, Dubai Peru und Myanmar, Fiji und Kuba...

Zum Beispiel Japan:

Der rasante wirtschaftliche Aufstieg wurde durch teils wahnwitzige Umweltverschmutzung erkauft. Die Arbeits - und Konkurenzsituation in Japan ist wohl nicht erstrebenswert.
Und wieviele Verlierer stehen diesem Beispiel Japan (ach ja, und der "Flächenstaat" Österreich) gegenüber?

Umweltverschmutzungen gibt es immer. Das liegt daran, dass Umweltschutz extrem teuer (bei teilweise zweifelhaftem Nutzen) ist und die gerade am Anfang relativ niedrigen Gewinnmargen auffrisst. Ein Land wird also immer zuerst seine Ressourcen in Infrastruktur stecken, als z.B. in (übertriebenen) Umweltschutz.

Ich weiß nicht, an was machst du Verlierer fest? Ist Frankreich für dich ein Verlierer, weil es weiterhin eine ganze Stufen unter Deutschland steht? Oder müssen wir uns da schon Staaten wie Simbabwe ansehen, denen es ziemlich gut ging, bis man der Meinung war, das Vernichten von Fachkräften und Bürgerkrieg seien ein netter Zeitvertreib?

Welcher Staat hat denn so richtig ohne Selbstverschulden verloren?

Und wie viele Staaten außer Japan muss man dir noch nennen, die sich (wenn natürlich auch nicht ganz so gut) entwickelt haben? Südafrika, Taiwan, Argentinien, Kolumbien, Brasilien, Kanada, viele Staaten in Europa und Nordafrika, aber zunächst auch einige andere Staaten in Afrika und im Nahen/Mittleren Osten.
 
Crone schrieb:
Deutschland importiert quasi ausschließlich billigen Mist.
Das braucht offensichtlich dies reiche Land für ein 'würdiges' Leben seiner immer ärmeren Lohnabhängigen und HartzIV-lern. Oder brauchen die Gewinner den 'billigen Mist', um ihren Luxus zu verfeinern?
Deutschland exportiert hingegen quasi nur Güter, die man eben nicht überall sonst könnte herstellen lassen.
Ja wohl, die teuren Maschinen, die Träger des technischen Fortschritts, die alle ja nötig haben, um günstiger zu produzieren. Siehe dazu in Marx-lesen-thread:
barista schrieb:
Und wie wird diese Konkurrenz geführt? Mit günstig produzierte Waren, die die Konkurrenz unterbietet und so auf Dauer in den Ruin treibt. Wie kann man Waren günstig produzieren? Indem man billige Arbeit anwendet (siehe China), oder indem man neue Maschinen und Verfahren anwendet und so weniger Arbeit bezahlt, also durch technischen Fortschritt.

Crone schrieb:
Es ging mir rein darum, dass manche Staaten eben zu ihren Fehlern stehen (allen voran Deutschland), andere Staaten die Schuld eben immer bei anderen suchen.
Die BWL-VWL hat schon immer gelehrt, dass es in der Wirtschaft nur um die Moral geht und um nichts anderes. Die Länder sollen zu ihren Fehlern stehen, sie sollen nicht lügen und auch nicht erpressen. So etwas tut man nicht, das ist nicht schön, nee?

Aber offensichtlich war man der Meinung, dass sie dann kürzer treten und nicht Systeme etablieren, die weit verschwenderischer sind als die der wirtschaftlich stärkeren Staaten.
Vielleicht haben die 'Eliten' dieser Staaten versucht, genau so etwas hinzukriegen als die 'wirtschaftlich stärkeren Staaten'. Das tut man bekannterweise mit Kredit und Schulden. Es hat nur leider nicht geklappt. Obwohl sie das gleiche Rezept angewendet haben als die 'wirtschaftlich stärkeren Staaten': Die Leute ärmer machen und viel arbeiten lassen und neue Maschinen anwenden. Blöd aber, dass sie das gerade gegen die anderen und besonders gegen die 'wirtschaftlich stärkeren Staaten' tun mussten. Und die haben gelegentlich den Grund der Misere hinter vorgehaltener Hand auch gesagt: d. h. technologischer Vorsprung. Und wie überwindet man als Schwächerer einen Vorsprung? Korrekt, kann man gar nicht.

Der Letzte heißt aber nicht Griechenland oder Spanien, sondern ...
Vielleicht können wir uns einigen, dass diese Konkurrenz eine Sortierung vornimmt, für viele eine sehr schädliche. Was willst du damit widersprechen?

Das liegt daran, dass Umweltschutz extrem teuer (bei teilweise zweifelhaftem Nutzen) ist und die gerade am Anfang relativ niedrigen Gewinnmargen auffrisst.
Wem sagst du das? Übrigens: der Lohn der Leute ist auch Abzug von 'Gewinnmargen', was sonst?

Welcher Staat hat denn so richtig ohne Selbstverschulden verloren?
Darf ich aufmerksam machen - nur der Logik zuliebe: Damit man verlieren kann, muss jemand anders eine Konkurrenzveranstaltung organisieren und in Gang halten. Und zwar zu seinem Nutzen und nicht zum Nutzen der Verlierer. Dann unter der Bedingung einer Konkurrenz mit notwendigen Verlierern könnte man die Frage des 'Selbstverschulden' stellen.

Und wie viele Staaten außer Japan muss man dir noch nennen, die sich (wenn natürlich auch nicht ganz so gut) entwickelt haben?
Die Klammern sind hier irgendwie falsch gesetzt: Die Hauptaussage klammert man nicht ein. Dass sie sich 'entwickelt' haben, widerspricht gar nichts, sondern bestätigt etwas: Lauter Verlierer in der Staatenwelt sind nicht erwünscht, da so für die Gewinner gar kein Gewinn rausspringen würde und sie sich an die Gurgeln gehen würden. Das Bizarre dabei ist es, dass sie sich immer überrascht geben über die Folgen ihrer Konkurrenz, um die sich mit so viel Ansatz, Liebe und Sorgfalt kümmern. Das wäre auch das Geheimnis dieser Erklärung durch 'Selbstverschulden': Das haben die Veranstalter nicht im Sinn gehabt, also selbst schuld ...


da hier offtopic verweise ich auf Marx-lesen Thread.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werde mir im Laufe des Tages überlegen, ob ich auf dich eingehen möchte, Barista. Ehrlich gesagt stehst du (und 2-3 andere hier) aus meiner Sicht so weit links von der Realität, dass ich da keine konstruktive Diskussionsmöglichkeit finde.

Aber, wie gesagt, vielleicht ergibt sich da im Laufe des Tages noch etwas, dann editiere ich den Beitrag hier entsprechend.
 
C3rone schrieb:
Deutschland importiert quasi ausschließlich billigen Mist. Den kann ein Inder, Pakistani, Indonesier, Grieche oder auch ein Deutscher genau so in mindestens genau dieser Qualität zusammen basteln.

Deutschland exportiert hingegen quasi nur Güter, die man eben nicht überall sonst könnte herstellen lassen. Einerseits weil dazu 95% aller anderen Staaten die Technologie fehlt, andererseits weil der grundlegende deutsche Arbeiter eben besser (=sorgfältiger, genauer, qualitativer) arbeitet als quasi jeder andere Arbeiter - Konkurrenz machen da in breiter Masse eigentlich nur Schweizer, Österreicher und Japaner. Ein Stück dahinter kommen dann Frankreich, die USA und teile GBs, Italiens, Kanadas usw. Und vor der VR China stehen dann noch die Republik China, Brasilien und andere Staaten.


Was ich damit sagen will? Deutschland (und ALLE anderen Staaten) könnten von heute auf morgen auch in anderen Ländern produzieren lassen. Die Volksrepublik China hingegen hat keinerlei alternativen Absatzmarkt und quasi keine Technologien, mit welchen sie auf andere Märkte drängen könnte - da geht es ja nicht nur um die Industriestaaten, sondern auch um (andere) Schwellenländer.

Das ist Blödsinn! Weder exportiert China nur Mist, noch importieren wir nur diesen Mist. Ich schlage vo du setzt dich einmal mit den Zahlen und Fakten auseinander.

http://www.destatis.de/jetspeed/por...andel/KonjunkturmotorExport,property=file.pdf

C3rone schrieb:
Was das bedeutet möchte ich sagen, denn ganz offensichtlich können sich viele das eben nicht selbst ausmalen:
Der Westen macht Schulden. Der Westen hat sicher nicht das perfekte Wirtschaftssystem. Aber dem Westen geht es verdammt gut und die Schritte, die man gehen müsste, um einen weiteren Aufwärtstrend herbei zu führen, sind für den Westen nicht so schwerwiegend - für andere Staaten hingegen schon.

Für welche anderen Staaten? China wächst mit über 10 %. Der Westen macht gegenwärtig in großem Stil Schulden, um Wachstumsraten im niedrigen, einstelligen Bereich zu erzielen. Das sind die Fakten!
 
Stefan_Sch schrieb:
Das ist Blödsinn! Weder exportiert China nur Mist, noch importieren wir nur diesen Mist. Ich schlage vo du setzt dich einmal mit den Zahlen und Fakten auseinander.

Welche High-Tech-Artikel exportiert die Volksrepublik denn?

Solar- oder Windenergietechniken? Atomkraft? Spezial- oder allgemeine Maschinen hoher Qualität? Hochqualitative Bauteile für Kraftfahrzeuge, Flugzeuge, Züge oder ähnliches? Motoren? Spezielle Kunststoffe und Chemikalien?

Mir fällt gerade nichts ein, was aus China kommt, und nicht auch in Indien, Bangladesch oder irgendeinem anderen Staat hergestellt werden könnte. Aber da kannst du mir ja jetzt sicher mit genau benannten Beispielen weiterhelfen.


Was Deutschland exportiert macht sogar dein PDF deutlich. Maschinen und generell hochwertige Produkte - Kraftfahrzeuge, Chemikalien, Kunststoffe, Technologien.



Für welche anderen Staaten? China wächst mit über 10 %. Der Westen macht gegenwärtig in großem Stil Schulden, um Wachstumsraten im niedrigen, einstelligen Bereich zu erzielen. Das sind die Fakten!

Jaja, Wachstum. Warum wächst die Volksrepublik (oder auch andere Staaten) denn im zweistelligen Bereich?

Richtig, weil dort Platz zum Wachsen ist. Wer bei 0 startet (oder auch bei 20 oder 50) wächst natürlich schneller und stärker Richtung 100 als ein Staat, der schon bei 90 oder 95 ist.

Ein Wachstum oder auch ein geringes Schrumpfen ist in Industriestaaten wie den USA oder Deutschland eine völlig andere Nummer als ein hohes Wachstum in China oder anderen Schwellenländern.

Verstehst du das so oder muss ich es genauer erklären?

Das China übrigens ebenfalls Schulden macht, sollte nicht unerwähnt bleiben. Und verweise jetzt bitte nicht auf irgendwelche Devisenvorräte, denn solche und auch Goldvorräte etc. gibt es in westlichen Staaten ebenso - und dazu eine eigenständige und kraftvolle Währung.


Edit:
Welche andere Staaten? Nun, wenn der weltweite Handel jetzt zusammenbricht, könnte Deutschland noch immer alles selbst herstellen. Auch die Billigsachen, die man jetzt aus China oder generell anderen Staaten importiert. China hingegen kann nicht plötzlich auch hochwertige Sachen herstellen, die man jetzt auch importieren muss...
Ergänzung ()

barista schrieb:
Das braucht offensichtlich dies reiche Land für ein 'würdiges' Leben seiner immer ärmeren Lohnabhängigen und HartzIV-lern. Oder brauchen die Gewinner den 'billigen Mist', um ihren Luxus zu verfeinern?Ja wohl, die teuren Maschinen, die Träger des technischen Fortschritts, die alle ja nötig haben, um günstiger zu produzieren. Siehe dazu in Marx-lesen-thread:

Du mit deinen immer ärmeren Lohnabhängigen und Hartz4lern gehst mir tierisch auf den Keks.

Ich kenne sehr viele Menschen die auch ohne Studium gut verdienen, einfach nur mit einer ordentlichen Ausbildung und guter Arbeitsleistung. Natürlich verdient eine Friseurin weniger als jemand, der in einem Betrieb für den technischen Ablauf und den Wareneinkauf zuständig ist.

Auch gibt es in quasi jedem Unternehmen mit dem ich zu tun habe freie Stellen, also nicht nur bei uns. Das reicht von eher sehr einfachen Arbeiten wie Palettenschieben bis zu hochqualifizierten Ingenieuren. Ebenso finden in meinem Umfeld auch all die Menschen zügig wieder Arbeit, die entlassen wurden oder gekündigt haben - auch unstudiert und teilweise auch über 50 Jahre alt. Dafür halt mit guten Arbeitszeugnissen, viel Erfahrung und Flexibilität im Arbeitsumfeld. Natürlich alles ohne umziehen oder ewig pendeln, aber selbst das sollte man meiner Meinung nach in Kauf nehmen, wenn man aktuell Hartz4 bezieht.


Von einigen Ausnahmen abgesehen (Behinderung, Krankheit) gibt es eigentlich niemanden, der grundlos Hartz4 bezieht. Seien es so Dinge wie fehlender Schulabschluss, Arbeitszeugnisse jenseits von gut und böse oder einfach nur der Unwillen umzuziehen.

Auch ich bin teilweise beim Bewerbungsverfahren dabei (auch in den USA, daher maße ich mir an, generelle Unterschiede zu kennen) und viele Leute in Deutschland wollen einfach nur ihren Stempel. Und wenn sie das nicht ganz einfach sagen, dann tauchen sie dermaßen versifft auf, dass wir sie nicht mal an die Maschinen lassen könnten, geschweige denn irgendwas mit Kundenkontakt.


In den USA kommen die Leute sogar in Anzug und top gepflegt zu einem Vorstellungsgespräch bei McDonalds. Allerdings gibt es da auch kein Hartz4 welches ein durchaus bequemes Leben so ganz ohne Arbeit ermöglicht.


Die BWL-VWL hat schon immer gelehrt, dass es in der Wirtschaft nur um die Moral geht und um nichts anderes.

Das war weder in Harvard noch in Würzburg so, noch ist das hier auf der Arbeit das einzige Thema.


Die Länder sollen zu ihren Fehlern stehen, sie sollen nicht lügen und auch nicht erpressen. So etwas tut man nicht, das ist nicht schön, nee?

Passt nicht zum Thema und ich kann darin auch gerade keine Aussage finden. Aber natürlich wäre das von dir (wenn auch sarkastisch) gesagte wünschenswert.

Vielleicht haben die 'Eliten' dieser Staaten versucht.....d. h. technologischer Vorsprung.

Dagegen spricht der allgemeine Wohlstand in Staaten wie Deutschland und der Wert der Infrastruktur.

Und wie überwindet man als Schwächerer einen Vorsprung? Korrekt, kann man gar nicht.

Mit hartem Arbeiten, sonst gäbe es keine Schwellenländer wie Brasilien, Japan oder aber auch diverse Staaten im Osten.

Vielleicht können wir uns einigen, dass diese Konkurrenz eine Sortierung vornimmt, für viele eine sehr schädliche. Was willst du damit widersprechen?

Verstehe ich nicht. Was für eine Sortierung? Formuliere das bitte klarer.

An sich sind aber die afrikanischen Staaten ein Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn überall und immerzu nur Bürgerkrieg herrscht. Andere Beispiele dafür sind auch manche Staaten in Mittelamerika und Asien, in Thailand wird gerade wieder wunderbar sinnfrei Lebensstandard vernichtet.

Wem sagst du das? Übrigens: der Lohn der Leute ist auch Abzug von 'Gewinnmargen', was sonst?

Nö, denn der Lohn der Leute fließt in den Geldkreislauf zurück. Umweltschutz hingegen kostet nur und bringt (direkt) nichts. Ähnlich wie Sicherheitsvorschriften.

Darf ich aufmerksam machen - nur der Logik zuliebe: Damit man verlieren kann, muss jemand anders eine Konkurrenzveranstaltung organisieren und in Gang halten. Und zwar zu seinem Nutzen und nicht zum Nutzen der Verlierer. Dann unter der Bedingung einer Konkurrenz mit notwendigen Verlierern könnte man die Frage des 'Selbstverschulden' stellen.

Der Andere muss aber kein anderer Staat sein, das kann durchaus eine Bewegung innerhalb des Staates sein. Und genau sowas haben "erfolgreiche" Staaten eben zu einem großen Teil abgestellt, die unerfolgreichen aber nicht.


Die Klammern sind hier irgendwie falsch gesetzt: Die Hauptaussage klammert man nicht ein. Dass sie sich 'entwickelt' haben, widerspricht gar nichts, sondern bestätigt etwas: Lauter Verlierer in der Staatenwelt sind nicht erwünscht, da so für die Gewinner gar kein Gewinn rausspringen würde und sie sich an die Gurgeln gehen würden. Das Bizarre dabei ist es, dass sie sich immer überrascht geben über die Folgen ihrer Konkurrenz, um die sich mit so viel Ansatz, Liebe und Sorgfalt kümmern. Das wäre auch das Geheimnis dieser Erklärung durch 'Selbstverschulden': Das haben die Veranstalter nicht im Sinn gehabt, also selbst schuld ...

Tja, du suchst die Schuld eben immer bei anderen Staaten, ich hingegen gucke mir an warum in Staaten was scheiße läuft. Aber wer investiert nicht gerne in ein Land, in welchem Bürgerkriege zum guten Ton gehören und immer und immer wieder Menschen und Eigentum vernichtet werden?


da hier offtopic verweise ich auf Marx-lesen Thread.

Ja nein danke, Marx ist zu weit von der Realität entfernt, da halte ich mich lieber an greifbare Dinge.
 
Wenn der Brunnen trocken ist, erkennt man den Wert des Wassers.

Chinesisches Sprichwort
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat aber keine technologischen Gründe, sondern kostentechnische. Für (eventuell mehr Kosten) könnte man die Büromaschinen etc. auch in Indien, Indonesien oder auch Griechenland oder jedem anderen Staat der Welt bauen lassen.

Kashmirwaren kommen ebenfalls hochwertig aus Indien und Pakistan, bei Seide hast du recht, allerdings ist das ebenfalls kein (von Menschen geschaffenes) High-End-Produkt.
 
C3rone schrieb:
Ja nein danke, Marx ist zu weit von der Realität entfernt, da halte ich mich lieber an greifbare Dinge.

Das ist nur konsequent, denn es war nämlich schon immer ein Merkmal des recht einfachen, präformierten und bornierten Geistes, dass er das, was er nicht kennt, im besten Falle als realitätsfern (natürlich Realität in seinem Sinne definiert), im schlechtesten Falle als Teufelswerk, brandmarkte, während er sich fröhlich an das gehalten hat und an das geglaubt hat, was sowieso schon von seinen Machthabern als Devise ausgegeben wurde und was in den Lehrbüchern, die eben auch durch diese Machthaber approbiert wurden, stand.
 
Ihr entfernt Euch immer weiter vom eigentlichen Thema. Dies ist im übrigen eine direkte Folge vom gleichzeitig systematischen wie auch diskussionszerstörenden, fast wahllosen Zerpflücken von Beiträgen anderer in Gestalt von Zitatwüsten. Geht das so weiter, wird nicht nur aussortiert, sondern auch entsprechend verwarnt, denn hier geht es nicht um "Recht haben und Recht bekommen" oder "wer am lautesten seine Meinung artikuliert" sondern um ein spezifisches Thema, das mehr sachliche Aufmerksamkeit und Ernsthaftigkeit verdient als solche eitlen Spielereien.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zeig mir bitte mal einen hochpreisigen Kashmir Pullover aus indischer Produktion der Einzug gefunden hätte in die von Italien seit Generationen dominierte Kaschmirproduktion.

Du redest wieder mal von Dingen, von denen du absolut keine Ahnung hast.
 
C3rone schrieb:
Welche High-Tech-Artikel exportiert die Volksrepublik denn?

Informieren und nicht Unsinn reden! :rolleyes:

Von 1980 bis 2007 ist die Einfuhr chinesischer Waren um mehr als das Siebzigfache gestiegen. Das Wachstum war sehr kontinuierlich, denn die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten der achtziger und neunziger Jahre unterscheiden sich mit 16 und 14% kaum von der seit 2000 mit 17%.

Unter den Importen „Made in China“ waren Mitte der siebziger Jahre vor allem Nahrungsmittel (24% der Einfuhren aus China), land- und forstwirtschaftliche Produkte (21%), Textilien (11%), Bekleidung (8,6%), chemische Erzeugnisse (8,5%) und Holzwaren (7%) von Bedeutung. Aus diesen sechs Gütergruppen setzten sich vier Fünftel der Einfuhren zusammen. 2007 war das eingeführte Warensortiment aus China etwas vielfältiger und zugleich hat sich die Einfuhr von „einfacheren“ Gütern zu technisch hochwertigen Produkten gewandelt. Vier Fünftel der gesamten Einfuhren setzen sich heute aus neun Gütergruppen zusammen: Wichtigste Einfuhrgüter waren 2007 Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräte u. -einrichtungen (19% der Einfuhren) und Produkte aus dem Bereich Nachrichtentechnik, Radio, TV, elektronische Bauelemente (17%). Beide Bereiche sind von 2000 bis 2007 mit 27 bzw. 21 % überdurchschnittlich gewachsen. Drittwichtigste Kategorie auf der Einfuhrseite waren „Möbel, Schmuck, Musikinstrumente, Sportgeräte, Spielwaren, sonstiges“ (10% der Einfuhren). Mehr als die Hälfte davon waren Spielwaren.

http://www.destatis.de/jetspeed/por...008__7HandelChina,templateId=renderPrint.psml

WarenEinfuhr,templateId=renderLarge.psml



C3rone schrieb:
Jaja, Wachstum. Warum wächst die Volksrepublik (oder auch andere Staaten) denn im zweistelligen Bereich?

Richtig, weil dort Platz zum Wachsen ist. Wer bei 0 startet (oder auch bei 20 oder 50) wächst natürlich schneller und stärker Richtung 100 als ein Staat, der schon bei 90 oder 95 ist.

Selbstverständlich wächst China, weil Platz für Wachstum ist. Allerdings wächst China auch qualitativ, wie die oben belegten Zahlen und Fakten beweisen.
 
Ich habe ja erstmal nichts gegen Protest, auch ist hier der Grund durchaus einleuchtend. Aber hat irgendjemand mal gehört, wie sich die Bevölkerung Griechenlands das vorstellt. Ich meine, gibt es von den Protestierenden Alternativen, wie die Verschuldung gestoppt werden kann?

Im Moment höre ich immer nur: "Wir sind dagegen!" Wie wäre es denn wenn mal einer die griechische Bevölkerung fragt: "Wie würdet ihr das denn machen?" - Wahrscheinlich kämen da nur lange Gesichter.

Und noch etwas: Wir haben selbst nicht gerade einen ausgeglichenen Haushalt und seit ein paar Tagen höre ich wieder was von Steuererhöungen und Einsparmaßnahmen hier bei uns.
Aber mehrere Milliarden für die Griechen locker machen, das können wir?! :freak:
In Geld verschenken, ist unser Land echt die Nr. eins! [Ironie] WEITER SO! [\Ironie]
 
C3rone schrieb:
Edit:
Welche andere Staaten? Nun, wenn der weltweite Handel jetzt zusammenbricht, könnte Deutschland noch immer alles selbst herstellen. Auch die Billigsachen, die man jetzt aus China oder generell anderen Staaten importiert. China hingegen kann nicht plötzlich auch hochwertige Sachen herstellen, die man jetzt auch importieren muss...

Was sind denn das für absurde Thesen. Natürlich könnte Deutschland Billigwaren herstellen. Und ob du es glaubst oder nicht, auch die Chinesen können hochwertige Produkte herstellen, die Chinesen sind nämlich nicht dümmer als der Durchschnitts-Deutsche. Was ihnen gegenwärtig noch fehlt, um mit Deutschland gleichzuziehen, ist die Infrastruktur, sowohl was den Verkehr anbelangt, als auch den Bildungspool.

Gegenwärtig ist China noch ein Schwellenland, aber es wandelt sich zu einem Industrieland und das in großen Schritten, wie einst Japan. Auch die Chinesen können heute Satelliten ins All befördern.

Ganz zu schweigen von der Tatsache das es absoluter Unsinn ist, von einem Zusammenbruch des weltweiten Handels zu sprechen. In einer über IT vernetzten Welt ist Wissen global abrufbar geworden.
 
Ein Großteil des Protestes in Griechenland richtet sich ja auch nicht im Kern gegen die Sparmaßnahmen.

Daß diese notwendig sind wird auch von 'den' Protestierenden nicht in Frage gestellt.

Es geht Vielen vielmehr darum, daß sie mit ihrer Regierung uneins sind, wo gespart werden soll.

Und das Rettungspaket des IWF, EZB und DB dient in Erster Linie der Rettung der Spekulation gegen den Euro wie du diese Tage in den Nachrichten verfolgen kannst.

Griechenland, Portugal oder Irland sind nicht der eigentliche Grund für die Krise, GB und die USA stehen um keinen Deut besser da als Spanien oder Italien, zur Zeit gilt es aber mit Spekulation gegen den Euro von den anderen 'Kranken' abzulenken, die Morgen genauso davon betroffen sind.

Griechenland diente dem ganzen sozusagen nur als 'Aufhänger'.
 
Zuletzt bearbeitet:
maksim schrieb:
Griechenland, Portugal oder Irland sind nicht der eigentliche Grund für die Krise, GB und die USA stehen um keinen Deut besser da als Spanien oder Italien, zur Zeit gilt es aber mit Spekulation gegen den Euro von den anderen 'Kranken' abzulenken, die Morgen genauso davon betroffen sind.

Griechenland diente dem ganzen sozusagen nur als 'Aufhänger'.

Dem muss ich vollständig zustimmen. Mich würde prinzipiell interessieren, wer hier mit was den Eurokurs derart drückt.

Man kann nun über eine Vertrauenskrise debattieren, aber die Dynamik der Schwankungen ist doch beachtlich. Der Euro verlor seit Februar massiv an Wert gegenüber dem Dollar. Griechenland trägt nur zu rund 2 % zu der europäischen Volkswirtschaft bei, das rechtfertigt nicht diese massive Abwertung, insbesondere da die USA, GB oder Japan ebenfalls hochverschuldet sind.

Es scheint wohl, als hätte sich hier eine Eigendynamik entwickelt und ich wäre nicht überrascht, wenn der Anstoß dafür von der Finanzmetropole London ausginge. Immerhin erwirtschaftet die "City" mit genau solchen Aktionen mittlerweile einen beträchtlichen Teil des britischen BIP.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es allein aberwitzig, dass Wohl und Wehe ganzer Staaten und ihrer Finanzen überhaupt auf sowas wie Vertrauen aufgebaut sind anstatt auf Diskurs, Planung und faktischer Bedürfnisbefriedigung. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse, seien diese materieller oder immaterieller Natur, im Grunde nur Zufallsprodukte sind, die von den Fliehkräften der Weltmärkte abhängen, die heute so, morgen halt anders sein können. Ist halt alles eine Frage des Vertrauens, wie man in der VWL lernt! Ich frage mich wie lange die Menschen dieser Zumutung noch aufsitzen wollen.
 
Währung und Vertrauen sind unmittelbar miteinander verknüpft. Infolge der geringen Mindestreserve von 2 % der Zentralbanken, würde ein Bankenrun den gesamten Finanzsektor kollabieren lassen.
 
Stefan_Sch schrieb:
Man kann nun über eine Vertrauenskrise debattieren, aber die Dynamik der Schwankungen ist doch beachtlich. Der Euro verlor seit Februar massiv an Wert gegenüber dem Dollar. Griechenland trägt nur zu rund 2 % zu der europäischen Volkswirtschaft bei, das rechtfertigt nicht diese massive Abwertung, insbesondere da die USA, GB oder Japan ebenfalls hochverschuldet sind.

Und die USA hat selbst ihren Pleitekandidat, Kalifornien - das laut Wikipedia 13,5% zum BIP der USA beiträgt. Griechenland dagegen ist in der Tat ein Lacher.
Der Blick auf den Sparkurs von Kalifornien ist auch interessant, die propagieren genau das was z.B. unser Koch kürzlich gefordert hat, an Bildung und co zu sparen und auf keinen Fall die Steuern zu erheben. In Griff bekommt Kalifornien die Verschuldung aber nicht.

So sieht es aus wenn man auf Pump Wirtschaft fördert und leben lässt aber die Wirtschaft möglichst wenig Steuern zahlen lässt.

Auf ARTE+7 gibt es aktuell eine gute Doku zur Finanzblase beim Handel von zeitgenössischer Kunst.
Ein einfarbiges Bild für 20 Millionen Dollar - da kann nur was schief laufen!
Link: Die Millionenblase

Der Finanzmarkt dreht sich schneller und schneller, und wie bei einer ähnliche Doku auf ZDF gesagt wird, vergisst die Finanzindustrie auch schneller und schneller. Back to normal.
 
@Shader

Das liegt primär am billigen Geld. Die Zentralbanken haben den Leitzins auf Rekordniveau gesenkt, die FED sogar auf 0 Prozent.

Gegenwärtig erleben wir eine richtige Geldschwemme. Und da Staatsanleihen offensichtlich nicht mehr der sichere Hafen von einst sind, flieht man in die Kunst und in Immobilien.

Die Verschuldungskrise wird noch ganz anderen Staaten zu schaffen machen, Griechenland war da nur der erste Stein.
 
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