Guttenberg: Alles Schein und Trug?

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@maksim

Das mag für echte Zeitungsartikel gelten, aber nicht fürs Netz. Als ich 2007 meine Diplomarbeit abgegeben habe, war es verpflichtend bei Internet-Quellen aufgrund der Schnelllebigkeit ein Datum und Autor/Artikel anzugeben. Das habe ich bei anderen nicht anders gesehen ... und schon biste maksim-plag. Das wäre dann eine "Seite".

Aus deinen anderen Beiträgen lese ich nur Freude, Neid und Häme.
 
Nein, denn er hat seine Quelle angegeben und sie nicht verschleiert bzw. die enthaltenen Gedanken als seine eigenen ausgegeben. Möchtest Du Dich jetzt ernsthaft über Details von Zitierregeln, die je nach Fachrichtung variieren können und mit der Frage "Plagiat oder nicht" nichts zu tun haben, unterhalten?

Abgesehen davon nimmst Du es ja selbst noch weniger genau und brüstest Dich damit auch noch:

Sebl schrieb:
Meine Diplomarbeit enthielt neben Zitaten auch einige umgeschriebene Seiten von anderen Werken ^^. Das kam so gut wie bei jedem Diplomanden vor den ich kannte. Bei einer Doktorarbeit wird es wohl ähnlich sein, besonders wenn es um allgemeinere Themen geht. Umschreiben ist für mich das Gleiche wie kopieren, nur blöd wenn man erwischt wird ... aber hier wird aus ner Mücke ein Elefant gemacht.

Während Du zu Guttenbergs massenhaftes Plagiieren verteidigst und die Fakten nicht zur Kenntnis nehmen willst, versäumst Du keine Gelegenheit, anderen Vorwürfe an den Kopf zu werfen. Ganz großes Kino. :rolleyes:

Wie gesagt, Du beweist jetzt zum wiederholten Mal, dass Du darüber nicht sachlich zu entscheiden in der Lage bist. Wie wäre es dann, wenn Du Dich eines Urteils darüber enthältst?
 
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Ja, weil ich weiß das sowas so gut wie bei jedem vorkommt. Bei Guttenberg ist es natürlich extrem, weil es so vieles war. Das der Dr. aberkannt werden muss ist klar. Aber wenn man alle Doktorarbeiten so akribisch kontrollieren würde ... hätten wir ein paar tausend weniger.

Quellen angeben reicht eben nicht immer und wenn man schon so auf Korinthenkackerei macht dann bitte richtig.
 
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@Sebl

Eine Internet Quelle ist nicht mit einem Zeitschriftenartikel gleichzusetzen, da mußt du schon differenzieren.

Zitate aus dem Internet sind, jedenfalls für die Philosophisch-Historischen Fakultät nicht Standard, mit Ausnahme, daß diese per se zum Thema gemacht werden. Da ihre Inhalte über einen längeren Zeitraum nicht sichergestellt werden können, stellen sie i.A. keine zuverlässige Quelle dar.

Wenn das in deiner Fakultät so gehandhabt wurde sei's drum, es bleibt, daß die Überprüfbarkeit trotz Nennung von Autor, Datum und Artikels keine gesicherte Überprüfbarkeit darstellt.

Und genau darum geht es ja bei der Zitation im Kern, daß der Leser sich selbst bei der Quelle überzeugen kann.
 
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maksim schrieb:
@Sebl

Eine Internet Quelle ist nicht mit einem Zeitschriftenartikel gleichzusetzen, da mußt du schon differenzieren.

Ähm, tue ich ja? Wie gesagt, du meintest richtig zitieren ist ja nicht so schwer. An deinem Beispiel sieht man wie schwer es werden kann.

@rumpel

Außerdem brüske ich mich damit nicht. Bei einigen Themen bleibt einem einfach gar nichts übrig. Z.b. ein geschichtlicher Überblick über XXX im 19.Jh. . Entweder man nimmt nen Standardwerk und kopiert die 20 Seiten und gibt es als Zitat an(Direkt nach der Einleitung 20S Zitat?) , oder man schreibt es etwas um und gibt die 20 Seiten als Quelle an. Aber das wäre ja nach einigen Wissenschaftlern hier wieder ein Plagiat, weil es wäre ja nur umgeschrieben. Selber dabei im 19.JH war ich zwar nicht und Schriftsteller bin ich auch nicht, also was bliebe dann noch anderes übrig?
 
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@Sebl

Und genau das habe ich ja auch getan.

Es ist nun wirklich nicht schwer "richtig" zu zitiern:

Der link bringt dich und jeden Leser zu besagtem Artikel und entspricht so allen Regeln der Zitation zum Nachweis der Quelle, ohne diese als mein geistiges Eigentum auszugeben oder ihren Ursprung vorzuenthalten, wie dies z.B. im Fall der Täuschungen bei Guttenberg und Co. der Fall ist.

So einfach ist das ;)

Edit:

Solange du für die Zusammenfassung die Quelle angibst ist es kein Plagiat.

Guttenberg wird vorgeworfen, daß er eben dies unterlassen hat. Und das nur das ist unwissenschaftlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
maksim schrieb:
Es ist nun wirklich nicht schwer "richtig" zu zitiern:

Der link bringt dich und jeden Leser zu besagtem Artikel und entspricht so allen Regeln der Zitation zum Nachweis der Quelle, ohne diese als mein geistiges Eigentum auszugeben oder ihren Ursprung vorzuenthalten, wie dies z.B. im Fall der Täuschungen bei Guttenberg und Co. der Fall ist.

So einfach ist das ;)

Nö ist es nicht. Hier noch mal für dich:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zitieren_von_Internetquellen

Also doch alles nicht so einfach wie du es dir vorstellst.
 
Bei einigen Themen bleibt einem einfach gar nichts übrig. Z.b. ein geschichtlicher Überblick über XXX im 19.Jh.

Die erste Frage, die sich daraus ergibt, ist folgende: wozu brauchst Du einen so ausführlichen Abriss der "Geschichte von XXX im 19. Jh.", insbesondere dann, wenn es schon ausführliche Werke dazu gibt? Daraus kann man wieder folgende Konsequenzen ziehen: a) ich kann nichts Neues beitragen, also schreibe ich keine 20 Seiten, sondern fasse in max. 3-5 Seiten den Forschungsstand zusammen und diskutiere die dazu geäußerten Meinungen, die relevant für meine Fragestellung und meinen Forschungsgegenstand sind; b) ich kann Neues beitragen, also referiere ich dazu ebenso kurz die Forschungsmeinungen und baue auf der Grundlage der von der Sekndärliteratur herangezogenen, historischen Quellen eine neue Forschungsmeinung (Überraschung - Sekundärliteratur kann ja irren), nämlich meine eigene; Oder c) ich brauche die 20 Seiten, um meine Arbeit "voll" zu bekommen, habe keine Ahnung, was ich wie machen soll und mich interessiert das Thema nicht bzw. möchte Zeit sparen und wähle daher den Weg des geringsten Widerstandes: ich übernehme überflüssigerweise seitenlang den Sermon anderer und tue so, als sei das auf meinen eigenen Mist gewachsen.

Du kannst Dir aussuchen, welche Konsequenz bei der Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbei Du wählst, nur mache man sich klar: Alternative c) ist keine Wissenschaft.

-------------------
Willkommen bei maksimplag.

Nein, immer noch nicht. ;)
 
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Sebl schrieb:
Nö ist es nicht. Hier noch mal für dich:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zitieren_von_Internetquellen

Also doch alles nicht so einfach wie du es dir vorstellst.
Wikipedia ist nun wirklich alles andere als genau und zuverlässig :rolleyes:

Ich habe z.B. bis jetzt nur einen Prof. bei mir erlebt der das Internet überhaupt als Quelle zulässt und das auch nur weil wir eine Ausarbeitung über die Einhaltung des Fernabsatzgesetz eines Internetshops schreiben sollen...
Bei allen anderen werden Quellen das dem Internet strikt abgelehnt und uns wird auch immer wieder nahegelegt auch zum lernen lieber ein gutes Buch zu nehmen als im Internet nachzuschauen... :rolleyes:
 
Fonce schrieb:
Bei allen anderen werden Quellen das dem Internet strikt abgelehnt und uns wird auch immer wieder nahegelegt auch zum lernen lieber ein gutes Buch zu nehmen als im Internet nachzuschauen... :rolleyes:

Warum? Jeder Depp darf ein Buch schreiben und veröffentlichen, ebenso jeder Depp einen Wikipedia-Artikel verfassen.
Allerdings verfassen zuweilen auch Genies Artikel im Internet.

Wie kann man denn Wissen anhand des Mediums pauschal vorverurteilen?
 
haudrauff, schätz doch mal wie alt die Menschen sind, die diese Regelungen treffen?

ich denke da liegt die Antwort begraben. das wird sich Regeln wenn wir an der Macht sind :D
 
Haudrauff schrieb:
Warum? Jeder Depp darf ein Buch schreiben und veröffentlichen, ebenso jeder Depp einen Wikipedia-Artikel verfassen.
Allerdings verfassen zuweilen auch Genies Artikel im Internet.

Wie kann man denn Wissen anhand des Mediums pauschal vorverurteilen?

Zumal viele (Fach-)Bücher auch nur von anderen (Fach-)Büchern abgeschrieben sind. Ebenfalls nur Plagiate. Besonders auffällig ist dies wenn sich ein und der selbe Fehler fortpflanzt. Aber so wirds heute anscheinend gemacht.

Ich habe in meiner Diplomarbeit auch nicht peinlichst genau darauf geachtet ob ich nun wirklich jede Stelle gekennzeichnet habe. Dieses auferzwungene hat mich tierisch genervt. Man mag mir nun ebenfalls nicht wissenschaftliches Arbeiten vorwerfen, ok, kann ich mit leben. Ich lass dann auch meine Titel ruhen ;)

Die ganzen Investigatoren dürfen sich ruhig mal alle anderen Doktorarbeiten vornehmen. -> Schwupp, da haben wir den Fachkräftemangel!
 
Ich glaube die, die diesen Minister verteidigen, tun dies, weil sie nicht zugeben wollen, dass sie auch von ihm getäuscht worden sind. Eine andere plausible Erklärung finde ich nicht.

In dieser Sache als etwas neutraler Mensch in dieser Gesellschaft kann ich objektiv beurteilen (das denke ich zumindest). Ich gehöre weder einer Partei an, noch bin ich Bürger dieses Landes (darf also nicht wählen), aber lebe in diesem Land.

Für mich sollte ein anständiger und ehrenhafter Mann Lügen als Lügen aussprechen und Betrügereien als solche identifizieren. Auch wenn das einen selbst trifft. Unfehlbar und perfekt ist niemand. Man sollte deswegen nicht so tun als ob man perfekt wäre. Aber er versucht krampfhaft trotzdem sein Image zu bewahren, also perfekt zu sein.

Man muss wirklich blöd sein (tut mir Leid, wenn sich jemand angesprochen fühlt), um nicht erkennen zu können was ihm eindeutig wichtiger ist und zwar die Stelle als Politiker. Egal wie und egal was geschah, Hauptsache man bleibt im Amt, weil man ja so unentbehrlich (!) ist. Und diese Arroganz ist das Schlimmste überhaupt. So jemanden ein Amt ausüben zu lassen, würde mir nicht passen, sei er der Vorstandsvorsitzender eines Betriebes, oder ein einfacher Maurermeister.

Leute aus allen Berufen, die eine Position nur des Ruhmes oder Images wegen übernehmen und nicht der Fähigkeiten wegen, haben in der Position nichts zu suchen.
Das gilt egal für wen, auch für die Mods hier im Board z.B. .


Ob er jetzt abgeschrieben hat oder besser gesagt es abschreiben ließ ist die eine Sache, aber was er nun daraus macht ist die andere. Und er zeigt nochmals gesagt eindeutig, dass er die Sache einfach ignoriert und so ein Doktortitel einfach abgibt (obwohl das eig. nicht gehen dürfte, man bekommt es anerkannt also kann es auch nur aberkannt werden).


Einer der was auf dem Kasten hat, hat nichts zu befürchten, weil er weiß was er kann. Demzufolge kann er auch ehrlich zugeben was er gemacht hat und trotzdem darauf hinweisen, dass er ein guter Politiker ist und diese Titelgeschichte nichts mit seinen Fähigkeiten zu tun hat. Aber er macht genau das Gegenteil. Befürchtet, dass diese Geschichte ihm ein Strich in seine Rechnung machen kann und versucht sich daraus irgendwie raus zureden. Damit letztendlich nicht herauskommt was für einer er wirklich ist.

Als Wähler würde ich mich ehrlich gesagt vollkommen verarscht fühlen. Nicht also direkt, weil er seinen Titel "erkauft" hat, sondern weil er ein Platzhalter ist, was er ja indirekt zugibt wie oben versucht zu erklären.


mfg
 
@Haudrauff

Im Internet kann jeder unter einem Pseudonym (fast) Alles veröffentlichen. Natürlich auch die Genies, sofern es solche heute noch geben sollte. ;)

Auf der anderen Seite hast du z.B. bei Fachverlagen wie beispielsweise dem Deutschen Archiv für Erforschung des Mittelalters, die Herausgeberschaft, die durch Auswahl und Überprüfung der Artikel einen (gewissen) wissenschaftlichen Standard vorab sichert.

@Feuerferkel

In der Populärwissenschaft vielleicht, da habe ich zu wenig Einblick.

Bei fachspezifisch, wissenschaftlichen Beiträgen, die wirklich für die Forschung von Relevanz sind wohl kaum, da achten die Fach Kollegen zu sehr auf Publikationen die in ihren Bereich fallen, spätestens in der Rezension in den zuständigen Fachzeitschriften würde dann der Betrug auffallen.
 
Zuletzt bearbeitet:
cerasus schrieb:
Ich glaube die, die diesen Minister verteidigen, tun dies, weil sie nicht zugeben wollen, dass sie auch von ihm getäuscht worden sind.

Wie konnte er mich den täuschen, wenn ich bis zu diesem Skandal gar nichts von seinm Dr. Titel wußte?
Wird wohl vielen so gehen, dass sie das eine mit dem anderen nicht im zusammenhang sehen.

cerasus schrieb:
...weil man ja so unentbehrlich (!) ist...

Hm, in der CDU/CSU scheint er unentbehrlich zu sein. Als Sympathieträger, Kronprinz ect pp
Vielleicht auch als Sündenbock und Prügelknabe. Dieser Skandal lenkt sehr schön ab. Wer weiß was Merkel jetzt grad alles ausheckt und in die Wege leitet.

Und die nächste Frage ist doch, wer macht den nächsten Kanzlerkanditat, wenn Merkel mal abgewählt wird? Von der Leyen? Bitte nicht. Aber danach siehts doch aus. Die eine Hälfte der CDU besteht aus Rentnern, die andere Hälfte hat kein Format. mMn


PS: Oke, Frage geklärt. Danke!
 
@Haudrauff

Das heißt du bist ein "Verteidiger" von Herrn Guttenberg? Denn ich habe die angesprochen, die es sind.

Und es geht doch nicht um seinem Dr. Titel. Es hätte auch herauskommen können, dass er 2 uneheliche Kinder hat oder drogensüchtig ist. Es geht darum, dass viele in ihm den perfekten Menschen bzw. Politiker gesehen haben, oder zumindest hatte ich den Eindruck, dass viele ihn deshalb mögen. Und nun, da dieses Image beschädigt ist, wollen viele einfach dies nicht wahr haben und sind blind auf der Seite von ihm, damit sie nicht eingestehen müssen, dass sie sich geirrt haben in ihm. (ist nur meine Erklärung, nicht allgemeingültig).

Hm, in der CDU/CSU scheint er unentbehrlich zu sein. Als Sympathieträger, Kronprinz ect pp
Vielleicht auch als Sündenbock und Prügelknabe. Dieser Skandal lenkt sehr schön ab. Wer weiß was Merkel jetzt grad alles ausheckt und in die Wege leitet.
Du beweist mir doch genau das was ich ihm vorwerfe. Er ist unentbehrlich, weil er der Sympathieträger schlechthin ist und nicht aufgrund seiner Fähigkeiten, was ich ja kritisiert habe. Es war also sarkastisch gemeint, als ich sagte:
Egal wie und egal was geschah, Hauptsache man bleibt im Amt, weil man ja so unentbehrlich (!) ist.
.
 
Zuletzt bearbeitet:
cerasus schrieb:
Das heißt du bist ein "Verteidiger" von Herrn Guttenberg?.

Ja, bin ich.
Für mich macht ihn dieser Fehler nur menschlicher.
Der geschniegelte Herr von und zu ist genauso ein kleiner Betrüger wie ich.
Passt, den wähl ich.

Außerdem hat er sich durch dieses Plagiat nur sich selbst geschadet, niemand anderen sonst.
Auß diesem Grund kann ich es ihm auch verzeihen.
Eine politische Fehlentscheidung, welche Millionen von Menschen betrifft, wiegt da für mich schwerer (Thema Schwarzgeldkonten und dergleichen).


Ich halte mich also an das "C" in der CSU

"Vater verzeih ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun"
Quelle
 
Haudrauff schrieb:
(...)
Außerdem hat er sich durch dieses Plagiat nur sich selbst geschadet, niemand anderen sonst.
Auß diesem Grund kann ich es ihm auch verzeihen.
(...)

Sich die Leber kaputtsaufen, ok da schadet man (erstmal) nur sich selbst. Die Leistungen/Errungenschaften anderer als die eigenen ausgeben zu wollen ist dagegen etwas, das den Originalautoren schadet (indem beispielsweise nicht diese, sondern der "Abschreiber" zitiert wird). Zusätzlich kann man doch jetzt jedes einzelne Zitat aus anderen Arbeiten heraus auf die Guttenberg-Diss nochmal überprüfen und ggf. anstelle dieser dann die korrekte Quelle angeben, da man schließlich auf den Erstautor und nicht auf irgend ein Zwischenstück verweisen muss.
 
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