Guttenberg: Alles Schein und Trug?

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Exar_Kun schrieb:
Der Tagesspiegel hat was Neues über Guttenberg.

Was ist an dem Typen eigentlich echt? :D
Sein Großvater Karl Theodor Maria Georg Achaz Eberhardt Josef Freiherr von und zu Guttenberg war von 1967 bis 1969 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskanzleramt.
1946 war er Mitbegründer der CSU in seinem Heimatort Stadtsteinach. Bis 1972 blieb er Vorsitzender des dortigen CSU-Kreisverbands. In der CSU war er weiterhin von 1957 bis 1972 Mitglied des Vorstandes des Bezirksverbandes Oberfranken und gehörte von 1961 bis 1972 dem Landesvorstand an. Kurz vor seinem Tod wählte ihn dieser zum Ehrenvorsitzenden.

Wenn das nicht wieder nach filzigen Filz aussieht :D
 
Exar_Kun schrieb:
[...]
Was ist an dem Typen eigentlich echt? :D

Warum liest du den Text nicht noch weiter?

Aus der Fakultät hieß es weiter, die Zulassung eines „befriedigend“-Kandidaten sei „nicht ungewöhnlich“. Dass der Kandidat dann aber die Bestnote „summa cum laude“ erziele, sei möglich, aber jedenfalls „nicht der Regelfall“

Wahrscheinlich wird man bald rausfinden, dass sein Fahrlehrer auch in der CSU war . . . was für ein gigantischer Betrug!

Also, langsam aber sicher wird es albern. :rolleyes:
 
mdave, albern ist dein Argument. Du kannst auch mit keiner abgeschlossenen Schulausbildung deinen Führerschein machen. Zu promovieren mit dieser Note benötigt aber Unterstützung und geht einfach nicht so leicht. Insofern frage ich mich, warum es dir so wichtig ist, mit einem so billigen Versuch Guttenberg in Schutz zu nehmen?
 
Haudrauff schrieb:
Nur fürs Ego freiwillig einen 18h-Arbeitstag?

Ich glaube, gerade weil KTG schon alles im überfluß hat (Geld, Macht, ein Auto ein Haus, ein Boot), unterstellt ihm die große Mehrheit der Wähler eben nicht die einfachen, habgierigen, machthungrigen Motive wie es bei Rest der Politker gern gemacht wird.

Habe ich Gaddafi oder Berlusconi jetzt völlig mißverstanden?
Ich meine, die haben auch genug Geld, haben's also garnicht nötig, also machen sie ehrliche Politik? Oh Gott, die Argumente werden hier auch immer besser :D
 
Canopus schrieb:
Zu promovieren mit dieser Note benötigt aber Unterstützung und geht einfach nicht so leicht. Insofern frage ich mich, warum es dir so wichtig ist, mit einem so billigen Versuch Guttenberg in Schutz zu nehmen?


Zunächst einmal nehme ich niemanden in Schutz. Ich bin nur der Ansicht, man sollte solche Dinge mit etwas gesunden Menschenverstand betrachten.
Da steht nun, es sei "nicht ungewöhnlich", dass jemand mit solchen Noten zugelassen wird.
Das ist aber Exar_kun und dir anscheinend egal, oder ihr seid nich in der Lage das zu verstehen.

Ein anderes Beispiel:

Irgendwo in Deutschland an einer Universität gibt es einen Paragraphen in der Prüfungsordnung der besagt, ein Teilnehmen an Prüfungen aus dem 4. Semester+ sei bei offenen Prüfungen aus den vorigen Semestern nicht möglich. Ausnahmen können nur wegen besonderen Gründen erteilt werden.
Der Prüfungsauschuss erkennt die Unsinnigkeit dieser Regelung und lässt jeden Studenten zu den Prüfungen zu, der einen Antrag einreicht.
Ein paar dieser Studenten schneiden jetzt in diesen Prüfungen mit 1,0 ab.
Fragt man nun die Uni danach, könnte sie sagen, die Teilnahme an den Prüfungen sei nur unter besonderen Vorraussetzungen möglich, was richtig ist.
Genauso richtig ist aber auch, dass die Zulassung nicht ungewöhnlich ist, sehr wohl aber das Abschneiden mit 1,0.
Wenn der 1er-Kandidat nun zufällig in der selben Partei wie ein Mitglied des Prüfungsausschusses ist, ist es dann vernüntig auszuschließen, dass es sich dabei um einen Zufall handelt?
Ich würde eher annehmen, es zeugt von Voreingenommenheit und/oder einer sehr beschränkten Sichtweise . . .
 
simple10 schrieb:
Habe ich Gaddafi oder Berlusconi jetzt völlig mißverstanden?

Nein, du hast mich völlig mißverstanden.
Ich habe gesagt, dass es bei KTG so wäre. Ich habe nicht gesagt, dass es übertragbar auf alle anderen Politiker weltweit wäre.

Und wenn du Guttenberg mit Gaddafi vergleichst, dann hast du wohl nicht richtig verstanden wie beide zu ihrem Amt gekommen sind.

Ich unterstelle jetzt mal Guttenberg und Gaddafi völlig andere Beweggründe in Bezug auf ihre Finanzen.
 
Das war Polemik, findet man in deinen Beiträgen übrignes auch des öfteren ;)

Und ich maße mir mal nicht an die Beweggründe von Guttenberg zu kenen.
Dass er eine Doktorarbeit jedoch scheinbar nicht aus wissenschaftlichen Interesse gemacht hat, sondern des Dr.-Titles wegen, verleitet zu Rückschlüssen hinsichtlich seiner Motivation im politischen Feld.

Und eine PR-Reise mit Kerner ist nun auch nicht umbedingt ein Indiz dafür, dass die Politik im Vordergrund stehen wurde ... :rolleyes:
 
Der Politologe Franz Walter auf spiegel.de bietet eine alternative Erklärung weswegen Guttenberg evtl doch stürzen könnte. Nicht wegen der medialen Empörung, sondern aufgrund von handfesten Interessen eines ganzen Standes: den Wissenschaftlern, die selbst Subjekte der Konkurrenz sind und darauf angewiesen sind dass ihr Dr. etwas 'zählt'.

"Aber seinen Stuhl und Posten wird der fränkische Edelmann womöglich am Ende deshalb räumen müssen, weil er die meritokratischen Ansprüche und Stellungen des hiesigen Bildungsbürgertums elementar gefährdet. In solchen Fällen aber bleibt die arrivierte Mittelschicht in Deutschland, bleibt die akademische Klasse nicht still. Es geht um handfeste Interessen; und um die wird ebenso robust wie dauerhaft gekämpft. In diesem Fall trifft es zumindest den Richtigen. Moral und Interessen - daraus bilden sich immer noch die wirksamsten Bündnisse, die weiter reichen als der sonst bekannte mediale Erregungszyklus."
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748079,00.html
 
@ th3o

Na, wo sie recht haben, haben sie recht.

Einen Euro für jeden Schüler, der mir schon gesagt hat, es sei doch nichts dabei, wenn er vom Nebenmann abkupfert, wo der Verteidigungsdingsbums doch noch was ganz anderes gemacht hat. :p
 
@ Haudrauff
Nur fürs Ego freiwillig einen 18h-Arbeitstag?
Mal völlig frei von der Person - hast Du mal gesehen, wie Politiker Ihre Arbeitszeit rechnen?

Morgens aufstehen, Zeitung lesen (Arbeitszeit beginnt), jede Pause gehört zur Arbeitszeit, jede Fahrt von A nach B gehört zur Arbeitszeit, jedes Telefongespräch gehört zur Arbeitszeit, abends in die Kneipe mit Kollegen - gehört zur Arbeitszeit!

Es wird Zeit auch hier mal aufzuräumen. Ja, ein Politiker ist eingebunden in seinen Kreis der Leute mit denen er arbeitet. Die Arbeit an sich ist allerdings in den allermeisten Phasen kaum der Rede wert, meine Meinung. Würde ich so rechnen, hätte ich auch fast jeden Tag 18 Stunden Arbeit!
 
@ Lars_SHG

Es gibt sicherlich solche, die ihre Arbeit sehr ernst nehmen und sich viel mehr aufhalsen, als sie müssten.

Umgekehrt gibt's auch jene, die z.B. nebenher Partner bei einer gut laufenden Anwaltskanzlei sind (Uhl ist ein Beispiel). Die haben als Politiker sicherlich keinen 18-Stunden-Tag.
 
@ DDM_Reaper20
yep, auf Dorf oder Kleinstadtebene!
Aber unsere Volksverdreher? Nicht zu vergessen, dass fast jeder der führenden Politiker noch 5 - 10 Posten in der Wirtschaft nebenbei hat! Diese werden dann auch oft mit 50-160 Stunden pro Monat angegeben - ich denke wir haben hier den ersten Hinweis auf eine neue Art Mensch!
Sie brauchen keinen Schlaf mehr und haben keine persönlichen Interessen!

Aber mal im Ernst, je höher ein Politiker steigt, desto weniger macht er und desto mehr sagt er würde er tun! Ich würde mich wirklich freuen, wenn ich einen Politiker kennen würde, der es ernst mit seinem Job meint, und der auch tatsächlich dem Wohl des Volkes dienen würde.

Das sehe ich schon seit vielen Jahren nicht mehr.......Parteiübergreifend!
 
Das 'kleinen Prädikat' sprich befriedigend, bei Guttenberg ein gerade noch befriedigend, stellt an und für sich ja eine Promotion schon in Frage. Hier haben wohl die Guttenbergschen Spendengelder kleinere Wunder wie die Promotionszulassung und größere wie das summa cum laude bewirkt.

Peinlich für den Doktorvater, peinlich für die Uni. Der Ruf ist erstmal ruiniert.


Zum Arbeitsaufwand von Politikern, Managern und ähnlichen 'Leistungsträgern' der Gesellschaft.

Jeder laotische Tagelöhner, der 365 Tage jahrein jahraus in der Tropenhitze auf einem der Reis- oder Maniokfeld arbeitet und mit 58 einfach an den frühzeitigen Abnutzungserscheinungen stribt hat, nach meinem Dafürhalten, in einem Jahr seines Lebens mehr gearbeitet, als jeder dieser selbst ernannten 'Leistungsträger' in seinem ganzen Leben zusammen.

Darüber hinaus ist seine Arbeit auch noch sinnvoll, denn sie ernährt nicht nur ihn und seine fleißigen Mitmenschen, sondern auch so manchen Blender aus dem Lager der selbsternannten 'Leistungsträger'.

Solche Menschen verdienen meinen Respekt - Menschen wie Guttenberg und Co nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
mich wundert, dass sein Doktorvater nichts abkriegt.... der hat schliesslich die arbeit gelesen und - würde er sich wirklich intensiv damit auseinandergesetzt haben - wäre ihm die schlamperei aufgefallen. aber korrekturlesen machen ja heutzutate eh nur die assistenten...
 
Ich finde es persönlich sehr Schade, das er zurücktritt.
Der Grund ist sehr einfach: Er ist der erste Minister, der ehrlich und mit Leib und Seele zur Truppe stand.
Leute die gedient haben, wissen evtl was andere Verteidigungsminister mit der Truppe gemeinsam hatten, meist extrem wenig, Sie waren nur scharf auf den Bundesministertitel.


Und die Uni und sein "Vater" sollten sich an die eigene Nase fassen, Guttenberg hat sich ja den Doktortitel nicht selbst verliehen, oder? Wenn man hier starke Kritik üben möchte, sollte man erst an die gehen, die die Arbeit abgesegnet haben.
 
Zeit wurde es auch. Nur hat sich selbst Merkel nun noch mehr ins schlechte Licht rücken lassen, da Sie Guttenberg weiterhin unterstütze...
 
Der Grund ist sehr einfach: Er ist der erste Minister, der ehrlich und mit Leib und Seele zur Truppe stand.
Leute die gedient haben, wissen evtl was andere Verteidigungsminister mit der Truppe gemeinsam hatten, meist extrem wenig, Sie waren nur scharf auf den Bundesministertitel.
Naja zuallererst hat er sich damit auch prima selbst profiliert. Mal eben auf Druck der Bild-Zeitung innerhalb weniger Stunden die Meinung geändert und den Gorch-Fock Kommandanten entlassen. Und laut noch nicht veröffentlichtem Untersuchungsbericht der Bundeswehr, gibts keinerlei Diszi-Maßnahmen gegen diesen. Da hätte sich Gutti wieder unangenehme Fragen stellen lassen müssen.
Nur hat sich selbst Merkel nun noch mehr ins schlechte Licht rücken lassen, da Sie Guttenberg weiterhin unterstütze...
Das ist in der Tat so. Und gerade von ihr als promovierte Naturwissenschaftlerin hätte ich mir auch ein besseres Umgehen gewünscht. Allein dieser Satz: "Die Uni Bayreuth liegt damit auf der Linie, dessen was Guttenberg vorgegeben hat" ist ein riesen Unding.

Und die Uni und sein "Vater" sollten sich an die eigene Nase fassen, Guttenberg hat sich ja den Doktortitel nicht selbst verliehen, oder? Wenn man hier starke Kritik üben möchte, sollte man erst an die gehen, die die Arbeit abgesegnet haben.
"Die Uni"? Es gibt nen Erst- und nen Zweitgutachter, ansonsten hat "die Uni" mit der eigentlichen Arbeit nichts zu tuen. Den Gutachtern kann man in der Tat ankreiden, dass sie die Doktorarbeit nicht nochmal auf Plagiate überprüft haben. Andererseits ist Guttenberg ja nunmal jemand, der sich sehr gut selbst darstellen kann und insofern haben die Gutachter mit sowas wohl einfach nicht gerechnet. Daher noch perfider von Guttenberg, hier ein Vertrauensverhältnis so zu missbrauchen.
Und seit wann ist derjenige, der den Fehler bei Überprüfung nicht findet, der Hauptschuldige? Wenn ich nen Restaurant mit gravierenden Hygienemängeln betreibe. Wer ist dann der Schuldige? Ich oder der Lebensmittelkontrolleuer, der weil er mich schon 20 Jahre kennt, seine regelmäßige Kontrolle nur schlampig ausführt und mich nich meldet?
 
Zuletzt bearbeitet:
Endlich tritt der Lügner und Betrüger zurück.

Dave X, woher weißt du dass er ehrlich (was für ein Hohn) und mit Leib und Seele zur Truppe stand? Hat er dir das erzählt? Wenn ja, woher willst du wissen, dass er dich nicht angelogen hat?
Die Uni Bayreuth hat angekündigt Untersuchungen laufen schon. Zudem hat der Dr. Vater von Guttenberg in 1. ermöglicht zu promovieren, was ja Aufgrund seiner schlechten Note nötig war und 2. 7 Jahre lang begleitet. Da wächst ein Vertrauensverhältnis heran, was der Lügner und Betrüger schamlos ausgenutzt hat.
 
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