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Hartz4 besserstellung
- Ersteller Metzlor
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Shader
Lt. Commander
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Stormtrooper85 schrieb:Finanzieren könnte man es z.B. wenn man die Vermögenssteuer wieder einführt.
Ich sehe auch viel Potential des Sparens bei den Subventionen, hier mal ordentlich reine zu machen ist bitter nötig. Endlich die Steinkohlesubvention im Ruhrgebiet, was ein reines Verlustgeschäft ist, abschaffen. Da ist schon seit Jahren kein Land mehr zu gewinnen aber da es eine sehr unpopulistische Entscheidung ist, wird das Fass ohne Boden am Leben gehalten.
Oder jetzt die Subvention für Hotels und Pensionen - was uns 1 Mrd. € kostet und uns international besser stellen soll. Würde man z.B. bei Hartz IV Empfängern 20€ des Kindergeldes gewähren und nicht als Einkommen ansehen, würde man nicht nur bei manchen Familien eine Besserung der Situation erbringen (und zudem das Geld ganz sicher in den Konsum investiert wird) sondern es würde auch nur 500.000€ kosten - eine "Subvention" für untere Schichten die es brauchen ist also offensichtlich nicht erwünscht.
(Infos von nachdenkseiten).
Ich sehe auch viel Potential des Sparens bei den Subventionen, hier mal ordentlich reine zu machen ist bitter nötig. Endlich die Steinkohlesubvention im Ruhrgebiet, was ein reines Verlustgeschäft ist, abschaffen. Da ist schon seit Jahren kein Land mehr zu gewinnen aber da es eine sehr unpopulistische Entscheidung ist, wird das Fass ohne Boden am Leben gehalten.
Ob die, die jetzt dort Arbeiten durch subventionen einen Job haben und dadurch steuern zahlen, oder diese Hartz4 bekommen, macht kaum einen Unterschied.
Oder jetzt die Subvention für Hotels und Pensionen - was uns 1 Mrd. € kostet und uns international besser stellen soll. Würde man z.B. bei Hartz IV Empfängern 20€ des Kindergeldes gewähren und nicht als Einkommen ansehen, würde man nicht nur bei manchen Familien eine Besserung der Situation erbringen (und zudem das Geld ganz sicher in den Konsum investiert wird) sondern es würde auch nur 500.000€ kosten - eine "Subvention" für untere Schichten die es brauchen ist also offensichtlich nicht erwünscht.
(Infos von nachdenkseiten).
Hartz4 besserzustellen bringt folgende Probleme:
- Niedriglohnjobs sind gefährdet, schwerer zu besetzen
- Es gibt mehr Leute die aufstocken müssen, da Hartz4 höher ist
- ehrliche Arbeit lohnt sich weniger
Mit 1 € Jobs kann man sein Hartz4 doch schon aufstocken, warum denn noch mehr?
Relict
Admiral
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@Metzlor
Seit wann hat sich ehrliche Arbeit jemals gelohnt?
Die Niedriglohnjobs die gefährdet wären, sind eh eine negative Folgererscheinung durch Hartz-IV und können aus meiner Sicht auch mit ihm wieder untergehen.
Und zu den Aufstockern: Schlimm genug, dass es inzwischen überhaupt Jobs gibt, von denen man nicht mal sein Lebensminimum bestreiten kann. Wenn also dadurch mehr aufstocken müssten, dann wäre das nur sozial gerecht und den aktuellen Lebenshaltungskosten angemessen.
Ich fände natürlich den Weg über einen Mindestlohn den besseren, als solche Flickschusterei, aber besser als gar nichts zu tun, wie bisher.
Seit wann hat sich ehrliche Arbeit jemals gelohnt?

Die Niedriglohnjobs die gefährdet wären, sind eh eine negative Folgererscheinung durch Hartz-IV und können aus meiner Sicht auch mit ihm wieder untergehen.
Und zu den Aufstockern: Schlimm genug, dass es inzwischen überhaupt Jobs gibt, von denen man nicht mal sein Lebensminimum bestreiten kann. Wenn also dadurch mehr aufstocken müssten, dann wäre das nur sozial gerecht und den aktuellen Lebenshaltungskosten angemessen.
Ich fände natürlich den Weg über einen Mindestlohn den besseren, als solche Flickschusterei, aber besser als gar nichts zu tun, wie bisher.
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Shader
Lt. Commander
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Metzlor schrieb:Ob die, die jetzt dort Arbeiten durch subventionen einen Job haben und dadurch steuern zahlen, oder diese Hartz4 bekommen, macht kaum einen Unterschied.
Nicht jeder würde Arbeitslos werden, außerdem würden diese auch erst einmal durch die Arbeitslosenversicherung, also ALGI, aufgefangen wo die sozialversicherungspflichtigen Arbeiter außerdem ja auch fleißig eingezahlt hätten - Hartz IV steht also nicht gleich an. Dann hätten sie für einige Monate gelassen die Chance sich einen neuen Job zu suchen, weiterzubilden ect.
Man hätte ja auch den Jobkahlschlag im Osten nach der Wende auffangen können in dem man die Industrie subventioniert hätte, da hätten wir im Osten dann nicht so viele Arbeitslose. Die hätten dann ja auch schön Steuern gezahlt ...

Menschen die nach der Wende großflächig in Umschulungen gesteckt wurden, vielleicht einen Arbeitsplatz gefunden haben aber oftmals am Ende dasitzen und auf Sozialhilfe angewiesen sind weil die Umschulung heute nichts mehr Wert ist und die DDR-Ausbildung/Lehre meistens nur noch ein Fragezeichen aufwirft. Natürlich trifft das nicht auf alle zu, aber wenn einer dieser fragwürdigen DDR-Arbeiter heute Arbeitslos wird - der kommt im Arbeitsleben garantiert wieder schwer auf die Beine.
Metzlor schrieb:Hartz4 besserzustellen bringt folgende Probleme:
Ich sprach von Kindergeld, nicht von einer allgemeinen Hartz IV Aufstockung.
Es ging nur darum vor allem unseren ärmsten Kindern in den unteren Schichten mehr finanzielle Mittel zu gewähren, 20€ im Monat kann eine Hose mehr oder auch mal ein Auslflug bedeuten - denn bis heute haben Alleinerziehende oder Familien die Hartz IV Beziehen von Kindergeld genau NICHTS. Was ist daran falsch beim Kindergeld ebenfalls einen Freibetrag einzuführen?
Relict
Admiral
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Das liegt aber vorallem daran, dass der Fortschritt und somit die Anforderungen seit der Wende nicht stehen geblieben sind. Der Arbeitslose seit der Wende aber wohmöglich. Durch wen oder was auch immer.Shader schrieb:Natürlich trifft das nicht auf alle zu, aber wenn einer dieser fragwürdigen DDR-Arbeiter heute Arbeitslos wird - der kommt im Arbeitsleben garantiert wieder schwer auf die Beine.
Zudem wandelt sich Deutschland ja eher zu einem Dienstleistungs- und Absatzmarkt. Produktive Arbeit wie in der Industrie verschwindet zusehens ins Ausland.
Grundlegend stand die DDR-Facharbeiterausbildung und die Studienabschlüsse der im Westen keinesfalls qualitativ nach. Wenn ich mir heute so alleine die Allgemeinbildung so manches Schulabgängers anschaue, wird mir leider nicht wohler.
Wird man heutztage als Ex-DDR-ler hingegen erst arbeitslos, dann liegt es kaum an Qualitätsniveau und Bildung - ging ja schließlich die letzen 20 Jahre auch. Eher liegts am Alter, Rationaliserungsmaßnahmen und weiteren diesbezgl. Gründen. Das ist aber dann ein gesamtdeutsches Problem.
Gründe um in Hartz-IV auch noch sich und sein Leben komplett aufzugeben gibt es viele. Einige kann ich durchaus nachvollziehen, andere nicht.
Mehrere Millionen Hartz-IV Empfänger stehen schließlich nicht tagtäglich saufend vorm Supermarkt. Nur ein Bruchteil davon.
Aber gerade diese stehen medienwirksam stellvertretend für alle anderen? Ist das bei unfähigen Mitarbeitern, Heuschrecken, Managern und Politikern genauso?
Man muß halt differenzieren, das aber auch konsequent.
Absolut nichts. Im Gegenteil. Kindergeld bekommen auch die Reichen, während hingegen die Armen dies nicht erhalten. Welch Heuchelei.Was ist daran falsch beim Kindergeld ebenfalls einen Freibetrag einzuführen?
Diese Liste könnte man endlos und auch bei bei so manchem oberflächlich sozialem Vorhaben unserer aktuellen Regierung fortführen.
Raider heißt nun Twix...
@Relict
Niedriglohnjobs sind für die Wirtschaft notwendig! Es gibt genügend Firmen die in schwierigen Lagen sind, sollen die etwa Reinigungskräfte einstellen, die das gleiche Gehalt bekommen wie die anderen? Was ist denn besser ein Arbeitsloser oder ein Niedriglohnarbeiter? Sollen Firmen lieber gar nicht einstellen, als niedriglohnjobs?
Desweiteren gab es schon vor Hartz4 Niedriglohnjobs, allerdings hat sich das Gehalt nicht mit der Inflation erhöht und dadurch gibt es jetzt mehr.
Sozial gerecht wäre es, wenn diese mehr als Hartz4 bekommen, denn diese tun etwas für ihr Geld. Wir sind zwar ein Sozialstaat, aber der Staat hat nicht unbegrenzte Mittel. Unternehmer gründen Firmen auch nicht wegen der Nächstenliebe, diese wollen Gewinn erwirtschaften!
Das Problem ist nicht der Mindestlohn sondern die Höhe des Mindestlohnes. Ein Mindestlohn von 3 € würde doch keinen zufriedenstellen oder?
In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit kriegen wir das Problem nicht so schnell in den Griff.
Seit wann hat sich ehrliche Arbeit jemals gelohnt?
Die Niedriglohnjobs die gefährdet wären, sind eh eine negative Folgererscheinung durch Hartz-IV und können aus meiner Sicht auch mit ihm wieder untergehen.
Niedriglohnjobs sind für die Wirtschaft notwendig! Es gibt genügend Firmen die in schwierigen Lagen sind, sollen die etwa Reinigungskräfte einstellen, die das gleiche Gehalt bekommen wie die anderen? Was ist denn besser ein Arbeitsloser oder ein Niedriglohnarbeiter? Sollen Firmen lieber gar nicht einstellen, als niedriglohnjobs?
Desweiteren gab es schon vor Hartz4 Niedriglohnjobs, allerdings hat sich das Gehalt nicht mit der Inflation erhöht und dadurch gibt es jetzt mehr.
Und zu den Aufstockern: Schlimm genug, dass es inzwischen überhaupt Jobs gibt, von denen man nicht mal sein Lebensminimum bestreiten kann. Wenn also dadurch mehr aufstocken müssten, dann wäre das nur sozial gerecht und den aktuellen Lebenshaltungskosten angemessen.
Sozial gerecht wäre es, wenn diese mehr als Hartz4 bekommen, denn diese tun etwas für ihr Geld. Wir sind zwar ein Sozialstaat, aber der Staat hat nicht unbegrenzte Mittel. Unternehmer gründen Firmen auch nicht wegen der Nächstenliebe, diese wollen Gewinn erwirtschaften!
Ich fände natürlich den Weg über einen Mindestlohn den besseren, als solche Flickschusterei, aber besser als gar nichts zu tun, wie bisher.
Das Problem ist nicht der Mindestlohn sondern die Höhe des Mindestlohnes. Ein Mindestlohn von 3 € würde doch keinen zufriedenstellen oder?
In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit kriegen wir das Problem nicht so schnell in den Griff.
Relict
Admiral
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Metzlor schrieb:Niedriglohnjobs sind für die Wirtschaft notwendig! Es gibt genügend Firmen die in schwierigen Lagen sind, sollen die etwa Reinigungskräfte einstellen, die das gleiche Gehalt bekommen wie die anderen?
...
Unternehmer gründen Firmen auch nicht wegen der Nächstenliebe, diese wollen Gewinn erwirtschaften!
Ach, bekommst Du auch Deine Konsumgüter zu einem Spottpreis vom Händler, weil Du gerade knapp bei Kasse bist, frag ihn mal? Warum sollte sich dann ein Arbeiter so billig verkaufen? Aus Nächstenliebe zum Unternehmer? Viele Arbeitnehmer gehen ja schon Kompromisse ein, aber es gibt Grenzen.
Auch diese wollen/müssen "Gewinn" (angemessenen Lohn) durch ihre Arbeit einfahren.
Die Reinigungskräfte, Verkäuferinnen, Friseurinnen werden nie das gleiche bekommen wie ein Ingenieur. Das war noch nie so. Aber sie sollen davon leben können, ohne staatliche Zuschüsse.
Es kann nicht sein, dass in meiner Umgebung Friseurinnen oder Kassiererinnen mit 700 EUR Netto bei 42 Wochenstunden inkl. teils Feiertage nach hause gehen.
Ein Unternehmen, dessen Existenz aufgrund von Lohndumping und sonstigen Subventionen begründet ist oder durch diese dahin vegetiert, ist kein vernünftiges und beständiges Unternehmen und verzichtbar.
Ich halte nichts von einem Kombilohnmodell, auch keinem Pseudo durch Hartz-IV-Aufstockung. Weil es die Spirale immer weiter nach unten dreht, auch die Staatskasse. Es verzögert nur das unausweichliche dieses Weges.Metzlor schrieb:Was ist denn besser ein Arbeitsloser oder ein Niedriglohnarbeiter? Sollen Firmen lieber gar nicht einstellen, als niedriglohnjobs?
Niedriglohnjobs haben keine Zukunft und verbessern auch nicht die Zukunft. Überhaupt ist es bedenklich, was mittlerweile schon alles zu Niedriglohnjobs gezählt wird.
Arbeit muß sich lohnen. Für ALLE Seiten!
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CyberdyneSystem
Fleet Admiral
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Ich sehe das Problem erst seid dem Euro so intensive. Der hat uns all diese Probleme erst eingebracht. Früher zur DM Zeiten habe ich knappe 3600€uro im Monat auf meinem Konto bekommen. Die Miete hat mich 450DM Monatlich gekostet.
Nun kam der Euro und es wurde gesagt, das sich nichts ändern würde. Stimmt, ich bekomme statt 3600DM ~1800€uro. Das Problem ist allerdings, das meine Miete nun nicht mehr 450DM kostet, sondern nun 450€uro. Die Lebensmittel sind teurer geworden, der Strom hat sich verdoppelt, die Sprit preise sind ins dreifache gegangen. Die ganze Sache könnte man beliebig weiter führen.
Alles ist teurer geworden, nur die Gehälter sind gleich geblieben, und statt 3600DM habe ich nur noch 1800DM^^. Da bleibt nicht mehr viel Übrig wenn man eine Familie zu ernähren hat, und sich auch mal ein wenig was leisten möchte. Nun gehöre ich noch zu den Menschen in D, die Laut Studie noch zu den "Spitzengehälter" gehört.
Nun guckt man sich mal die Hartz4 Empfänger an. Die Miete wird übernommen bis ca. 365€uro? für einen alleinstehenden. Nun bekommt er Monatlich 356€uro und soll damit auskommen. Das sind mit Miete 721€uro die er im Monat bekommt. Rechnet man dies nochmal um in DM Zeiten, ist dies eine Stange Geld, aber leider wie geschrieben ist alles teurer geworden. Das scheinen einige Unternehmer aber auch Politiker nicht sehen zu wollen. Über Mindestlöhne wird gespottet, aber Hartz4 als ein Existenzminimum ansehen.
Stattdessen werden Gesetze für Unternehmer gemacht, in dem Lohndumping mittlerweile immer mehr Legalisiert wird. Feste Arbeitsplätze sind nun Rar, da der Unternehmer die Möglichkeit besitzt auch 400€uro Jobber (Hartz4 Empfänger) einzusetzen. Die Gewinner der heutigen Zeit ist ganz klar der Unternehmer der mehr zahlen könnte, aber nicht will. Sie fahren Jährlich Millionen €uro an gewinne (ich rede jetzt nicht von klein Unternehmer). Die Manager stopfen sich immer weiter die Taschen voll, aber der kleine Arbeitnehmer muss zurück stecken.
Wir brauchen Mindestlöhne in Deutschland, so wie es in anderen Ländern längst üblich ist. Zu finanzieren ist dies auch alles kein Problem, würde man mal die Umverteilung von unten nach Oben stoppen. Klein und Mittel ständige unternehmen müssen vom Staat gefördert werden, wenn sie nachweisen können, das sie die Mindestlöhne nicht finanzieren können. Dies aber auch nur für eine bestimmte zeit, bis der Klein und Mittel ständige Unternehmer genug Plus einfährt, und seine Mitarbeiter selbst Finanzieren kann. (Mehr Arbeitnehmer=mehr Aufträge für den Arbeitgeber=mehr Gewinn)
Hartz4 sollte von 356€uro auf 450€uro erhöht werden, und ein Mindestlohn von mind 8€uro muss eingeführt werden.
Nun kam der Euro und es wurde gesagt, das sich nichts ändern würde. Stimmt, ich bekomme statt 3600DM ~1800€uro. Das Problem ist allerdings, das meine Miete nun nicht mehr 450DM kostet, sondern nun 450€uro. Die Lebensmittel sind teurer geworden, der Strom hat sich verdoppelt, die Sprit preise sind ins dreifache gegangen. Die ganze Sache könnte man beliebig weiter führen.
Alles ist teurer geworden, nur die Gehälter sind gleich geblieben, und statt 3600DM habe ich nur noch 1800DM^^. Da bleibt nicht mehr viel Übrig wenn man eine Familie zu ernähren hat, und sich auch mal ein wenig was leisten möchte. Nun gehöre ich noch zu den Menschen in D, die Laut Studie noch zu den "Spitzengehälter" gehört.
Nun guckt man sich mal die Hartz4 Empfänger an. Die Miete wird übernommen bis ca. 365€uro? für einen alleinstehenden. Nun bekommt er Monatlich 356€uro und soll damit auskommen. Das sind mit Miete 721€uro die er im Monat bekommt. Rechnet man dies nochmal um in DM Zeiten, ist dies eine Stange Geld, aber leider wie geschrieben ist alles teurer geworden. Das scheinen einige Unternehmer aber auch Politiker nicht sehen zu wollen. Über Mindestlöhne wird gespottet, aber Hartz4 als ein Existenzminimum ansehen.
Stattdessen werden Gesetze für Unternehmer gemacht, in dem Lohndumping mittlerweile immer mehr Legalisiert wird. Feste Arbeitsplätze sind nun Rar, da der Unternehmer die Möglichkeit besitzt auch 400€uro Jobber (Hartz4 Empfänger) einzusetzen. Die Gewinner der heutigen Zeit ist ganz klar der Unternehmer der mehr zahlen könnte, aber nicht will. Sie fahren Jährlich Millionen €uro an gewinne (ich rede jetzt nicht von klein Unternehmer). Die Manager stopfen sich immer weiter die Taschen voll, aber der kleine Arbeitnehmer muss zurück stecken.
Wir brauchen Mindestlöhne in Deutschland, so wie es in anderen Ländern längst üblich ist. Zu finanzieren ist dies auch alles kein Problem, würde man mal die Umverteilung von unten nach Oben stoppen. Klein und Mittel ständige unternehmen müssen vom Staat gefördert werden, wenn sie nachweisen können, das sie die Mindestlöhne nicht finanzieren können. Dies aber auch nur für eine bestimmte zeit, bis der Klein und Mittel ständige Unternehmer genug Plus einfährt, und seine Mitarbeiter selbst Finanzieren kann. (Mehr Arbeitnehmer=mehr Aufträge für den Arbeitgeber=mehr Gewinn)
Hartz4 sollte von 356€uro auf 450€uro erhöht werden, und ein Mindestlohn von mind 8€uro muss eingeführt werden.
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Relict
Admiral
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Klein und Mittel ständige unternehmen müssen vom Staat gefördert werden, wenn sie nachweisen können, das sie die Mindestlöhne nicht finanzieren können. Dies aber auch nur für eine bestimmte zeit, bis der Klein und Mittel ständige Unternehmer genug Plus einfährt, und seine Mitarbeiter selbst Finanzieren kann.
Wobei es diese Unternehmersubventionen schon in unzähligen Fördertöpfen gibt und diese auch -ob wirklich nötig oder nicht- bevorzugt beansprucht werden. Es gibt auch Lohnzuschüsse für Langzeitarbeitslose bis zu 50% des Gesamtbruttos.
Leider hat das auch einen starken Mitnahmeeffekt und negative Auswirkungen.
Wie sagte damals mein Ex-Arbeitgeber: Der Staat bescheißt und will offensichtlich beschissen werden und muß es auch. Er förderts doch noch durch seine Politik, wer da nicht mitmacht, ist und wird gearscht.

Auf der anderen Seite profitieren Arbeitslose nicht von Kindergelderhöhungen und sonstigen Leistungen und Einkommen, auch nicht deren Kinder von zb. Ferienarbeit. Wird alles angerechnet.
Woher sollen also die Kinder noch lernen, dass sich (ehrlich) arbeiten gehen lohnt? Sie werden ja erschreckenderweise nicht nur zuhause sondern schon in der Schule manches Problembezirks auf ihre wahrscheinliche Arbeitslosigkeit hin gebildet.
Staat und Gesellschaft ziehen sich eine "tolle" Generation heran.
Die, welche es nötig haben profitieren nicht und die, welche es nicht zwangsläufig bräuchten bekommen noch einen Zuschlag. Doch wer macht denn hierzulande noch die meisten Kinder (abgesehen von Zensursula^^)?
Doch gerade die sogenannte Unterschicht, zu welcher sich übrigens jeder unter 980,- EUR Einkommen bedenkenlos zählen darf.
Verkehrte Welt.
Der deutsche Sozialstaat definiert sich über seine Versicherungssysteme (Kranken, Arbeitslosen, Renten).
Grundsätzlich bieten solche Systeme immer Anreize zum Missbrauch.
Die eine Seite argumentiert hier immer mit den bösen Arbeitgebern, welche die Systeme ungerechtfertigterweise ausnutzen, die andere Seite schimpft auf den faulen Hartz 4 ler der abkassiert und durch Schwarzarbeit zuverdient.
Der einfachste Weg, in diesem Sinne für "Gerechtigkeit" zu sorgen, wäre die Abschaffung aller sozialen Sicherungssysteme - nur mal so als Beispiel.
Man könnte aber auch einfach mal aufhören sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben, Arbeitgeber vs. Arbeitnehmer, Rentner vs. Junge, usw...
Lohndumping trotz Gewinnen in Großkonzernen und Schwarzarbeit trotz Hartz 4 deuten darauf hin, dass es auf beiden Seiten schwarze Schafe gibt. Die genauen Zahlen kennt keiner, das macht die Diskussion mühsig, die Schlussfolgerungen vorschnell.
Grundsätzlich bieten solche Systeme immer Anreize zum Missbrauch.
Die eine Seite argumentiert hier immer mit den bösen Arbeitgebern, welche die Systeme ungerechtfertigterweise ausnutzen, die andere Seite schimpft auf den faulen Hartz 4 ler der abkassiert und durch Schwarzarbeit zuverdient.
Der einfachste Weg, in diesem Sinne für "Gerechtigkeit" zu sorgen, wäre die Abschaffung aller sozialen Sicherungssysteme - nur mal so als Beispiel.
Man könnte aber auch einfach mal aufhören sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben, Arbeitgeber vs. Arbeitnehmer, Rentner vs. Junge, usw...
Lohndumping trotz Gewinnen in Großkonzernen und Schwarzarbeit trotz Hartz 4 deuten darauf hin, dass es auf beiden Seiten schwarze Schafe gibt. Die genauen Zahlen kennt keiner, das macht die Diskussion mühsig, die Schlussfolgerungen vorschnell.
e-ding
Commander
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dbilas dynamic schrieb:und ein Mindestlohn von mind 8€uro muss eingeführt werden.
Am Wochenende hat mich ein Freund aus Luxembourg besucht. Dort existiert ein Mindestlohn von ca. 1700 €/Monat (Akademiker bekommen etwas mehr). Ein Trockenhaarschnitt für Männer kostet dort ca. 30-40 €, ein Besuch im Restaurant zu zweit schnell 70-80€ und wenn das Auto mal abgeschleppt wird, sinds 450€.
Weshalb glaubt hier eigentlich (fast) jeder, dass eine Einführung eines Mindestlohnes mit einer Konsumsteigerung verbunden wäre?
Ich bin übrigens überzeugt davon, dass viele Unternehmer mit sich über einen Mindestlohn reden lassen würden, wenn im Gegenzug z.B. der Kündigungsschutz anders aussehen würde. (so wie in den "tollen", oft als Beispiel angeführten Mindestlohn-Ländern).
BTW: Eine Mietsteigerung von 100% innerhalb eines solchen Zeitraumes ist nicht rechtens. Da solltest Du Dich mal beim Mieterschutzbund erkundigen.
MFG
CyberdyneSystem
Fleet Admiral
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Es geht nicht darum, das die Mieten in der zeit so Teuer wurden, wenn man drin Wohnt, sondern das man allgemein keine Günstige Wohnungen mehr bekommt
. Ich bin seid dem €uro 5x umgezogen
Möchte man nicht gerade in einer Ghetto Gegend alla Neuköln wohnen, muss man mit mind 450€uro Rechnen für eine kleine 2Zimmer Wohnung. Zu DM Zeiten hat man schon welche für 280DM Warm Miete bekommen (das waren noch Zeiten
)
Das zahlt man heute auch schon
Die Regierung hat in Betracht gezogen, das wegen der Krise nur noch bis zu 28std Wöchentlich gearbeitet werden solle. Der Lohn soll sich kaum verkürzen...
was haltet ihr davon?
Meine Meinung: Da ich genaueres noch nicht drüber weiß, habe ich bislang einen bitteren Nachgeschmack. Es wird jedenfalls eine Lohn Kürzung geben, und ich kann mir nicht vorstellen, das jemand der vorher mind 40std in der Woche gearbeitet hat, bei 28std fast das gleiche bekommt.
Es sieht alles fast nach Teilzeit Arbeit aus....
ob es irgendwann auch mal wieder Festeinstellungen geben wird? Es sieht fast so aus, als wenn immer mehr Menschen zu Hartz4 Aufstocker gedrängt werden. Das nenne ich mal Lohndumping..bei unsern jetzigen Regierung aber auch kein wunder
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Möchte man nicht gerade in einer Ghetto Gegend alla Neuköln wohnen, muss man mit mind 450€uro Rechnen für eine kleine 2Zimmer Wohnung. Zu DM Zeiten hat man schon welche für 280DM Warm Miete bekommen (das waren noch Zeiten
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e-ding schrieb:ein Besuch im Restaurant zu zweit schnell 70-80€
MFG
Das zahlt man heute auch schon
Ergänzung ()
Die Regierung hat in Betracht gezogen, das wegen der Krise nur noch bis zu 28std Wöchentlich gearbeitet werden solle. Der Lohn soll sich kaum verkürzen...
was haltet ihr davon?
Meine Meinung: Da ich genaueres noch nicht drüber weiß, habe ich bislang einen bitteren Nachgeschmack. Es wird jedenfalls eine Lohn Kürzung geben, und ich kann mir nicht vorstellen, das jemand der vorher mind 40std in der Woche gearbeitet hat, bei 28std fast das gleiche bekommt.
Es sieht alles fast nach Teilzeit Arbeit aus....
ob es irgendwann auch mal wieder Festeinstellungen geben wird? Es sieht fast so aus, als wenn immer mehr Menschen zu Hartz4 Aufstocker gedrängt werden. Das nenne ich mal Lohndumping..bei unsern jetzigen Regierung aber auch kein wunder
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Relict
Admiral
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@dbilas dynamic
Ist doch klar, dass die Firmen nach weiteren Subventionen und Sozialtransfers schreien, sofern es ihnen weiterhin Vorteile verschafft. So eben auch der Schrei nach mehr Kurzarbeit.
Ob man das Kind nun Kurzarbeit oder Hartz-IV Aufstockung nennt. Im Endeffekt ist es staatlich subentionierter Lohn, kurz Kombilohn. H.W. Sinns Lieblingsmodell.
Ist doch klar, dass die Firmen nach weiteren Subventionen und Sozialtransfers schreien, sofern es ihnen weiterhin Vorteile verschafft. So eben auch der Schrei nach mehr Kurzarbeit.
Ob man das Kind nun Kurzarbeit oder Hartz-IV Aufstockung nennt. Im Endeffekt ist es staatlich subentionierter Lohn, kurz Kombilohn. H.W. Sinns Lieblingsmodell.
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walter09
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nun da bin ich sofort dafür. die vorhandene arbeit verteilen, was will man mehr. und die staatliche subvention aus steuern macht durchaus sinn, weil es nur bedeutet, das die die gewinne machen was abgeben und damit die unterstützen, bei denen es schlecht läuft. das ändert sich nämlich ab und zu, mal läufts besser, mal schlechter, grade bei exportunternehmen weiß man das nie. es ist durchaus gut, wenn es an dieser stelle einen puffer gibt, das betriebe nicht sofort pleite sind, sondern ne chance bekommen eine durststrecke zu überwinden.
am besten wäre natürlich ein grundeinkommen, weil aber das is ja nu bekannt
am besten wäre natürlich ein grundeinkommen, weil aber das is ja nu bekannt
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CyberdyneSystem
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Nur wie heißt es immer so schön? "Arbeit muss sich wieder lohnen". Nur lohnen tut es sich schon lange nicht mehr. Wenn es nach CDU/FDP geht (die übrigens den Spruch gerne angewandt hat), wird nun auch ein Arbeiter/in gezwungen eine Aufstockung zu beantragen, die es vorher nicht "brauchten".
Diese Methode Hilft vielleicht den Unternehmen, aber keinesfalls den kleinen Mann/Frau. Ich sehe starke Amerikanische (die teilweise 3 Verschiedene Jobs haben) Verhältnisse in Deutschland, und diesen weg finde ich nicht Richtig.
PS: nicht zu vergessen was dies für die Rentenkasse bedeutet
Diese Methode Hilft vielleicht den Unternehmen, aber keinesfalls den kleinen Mann/Frau. Ich sehe starke Amerikanische (die teilweise 3 Verschiedene Jobs haben) Verhältnisse in Deutschland, und diesen weg finde ich nicht Richtig.
PS: nicht zu vergessen was dies für die Rentenkasse bedeutet
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Stormtrooper85
Lt. Commander
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Wenn die FDP davon spricht, dass sich Arbeit wieder lohnen muss, dann meinen die wohl eher, dass sich die Arbeit für den Arbeitgeber lohnen muss, sprich möglichst billig sein muss.
CyberdyneSystem
Fleet Admiral
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Richtig, was anderes habe ich auch nicht behauptet. Problem ist nur, das ich genügend Leute kenne, die FDP gewählt haben, und Hartz4 Empfänger sind, und das zeigt doch schon deutlich Volks...(ich spreche es mal nicht aus
)^^Eben weil sie nicht wissen für welche Schicht diese Parteien sind
Edit: Es gibt ja genug Menschen die Klatschen, ohne zu Verstehen was wirklich gemeint ist (um das mal zu verdeutlichen was ich meine
)
Klick Mich

Edit: Es gibt ja genug Menschen die Klatschen, ohne zu Verstehen was wirklich gemeint ist (um das mal zu verdeutlichen was ich meine

Klick Mich
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Odium
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Wählt man denn automatisch immer die Partei, die einem die größten Vorteile verspricht? Davon sind wir doch schon lange ab. Studenten wählen FDP, die für Studiengebühren eintritt. Der Unternehmer wählt links, die für eine andere Umverteilung einstehen.
Wenn du es anders siehst, kannst du mir vielleicht erklären, warum eine Regierungskoalition aus Liberalen und Konservativen inmitten einer Finanzkrise gewählt wird und als eine der ersten Amtshandlungen die Verhältnisse für H4-Empfänger verbessert. Verkehrte Welt?
Wenn du es anders siehst, kannst du mir vielleicht erklären, warum eine Regierungskoalition aus Liberalen und Konservativen inmitten einer Finanzkrise gewählt wird und als eine der ersten Amtshandlungen die Verhältnisse für H4-Empfänger verbessert. Verkehrte Welt?
Stormtrooper85
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Wo hat denn diese regierung die verhältnisse für H4-Empfänger verbessert? Meinst du die Anhebung des Schonvermörgens, wovon vllt. 1% der H4-Empfänger betroffen ist?
Das war pure Symbolpolitik der FDP um ihrem Image als Partei der sozialen Kälte entgegen zu wirken.
Dass gerade in der Zeit einer Wirtschaftskrise eine Partei ein Rekordergebnis einfährt, die wie keine andere für die Denkweisen steht, welche diese Krise verursacht haben, ist imho total unverständlich.
Die FDP vertritt doch schon seit Jahrzehnten ein neoliberales Weltbild, welches darauf abzielt, dass eine kleine Gruppe immer reicher wird während der größere Teil der Bevölkerung immer weiter in Richtung Armut abrutscht.
Und genau diese Entwicklung ist in Deutschland zu erkennen. Jeder der Die aktuelle Situation halbwegs durchschaut, müsste in dieser Situation erkennen, dass wir eine Regierung bräuchten, die den sozialen Ausgleich fördert und damit auch den sozialen Frieden bewahrt.
Es kann doch nicht sein, dass Deutschland einerseits das paradies für Millionäre ist, andererseits immer mehr Leute an der Armutsgrenze leben, obwohl sie arbeiten.
Und dann wählt man eine Regierung, die genau diese Entwicklung noch verstärkt.
Dazu fällt mir eigentlich nur ein Bonmot von Edmund Stoiber ein: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber."
Das war pure Symbolpolitik der FDP um ihrem Image als Partei der sozialen Kälte entgegen zu wirken.
Dass gerade in der Zeit einer Wirtschaftskrise eine Partei ein Rekordergebnis einfährt, die wie keine andere für die Denkweisen steht, welche diese Krise verursacht haben, ist imho total unverständlich.
Die FDP vertritt doch schon seit Jahrzehnten ein neoliberales Weltbild, welches darauf abzielt, dass eine kleine Gruppe immer reicher wird während der größere Teil der Bevölkerung immer weiter in Richtung Armut abrutscht.
Und genau diese Entwicklung ist in Deutschland zu erkennen. Jeder der Die aktuelle Situation halbwegs durchschaut, müsste in dieser Situation erkennen, dass wir eine Regierung bräuchten, die den sozialen Ausgleich fördert und damit auch den sozialen Frieden bewahrt.
Es kann doch nicht sein, dass Deutschland einerseits das paradies für Millionäre ist, andererseits immer mehr Leute an der Armutsgrenze leben, obwohl sie arbeiten.
Und dann wählt man eine Regierung, die genau diese Entwicklung noch verstärkt.
Dazu fällt mir eigentlich nur ein Bonmot von Edmund Stoiber ein: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber."