sc00ty schrieb:
Mindestlohn ist auch wieder ein anderes Paar Schuhe. Aber ich denke, dass der Druck der Medien und der Gesellschaft in den nächsten Jahren zu einem gesetzlichen Mindestlohn führen wird/muss. Daraus folgende Probleme sind dann allerdings eine steigende Inflation (logisch, alle Niedriglöhner haben mehr in der Tasche -> Preise steigen an).
Ein Mindestlohn kann eine Hilfe sein, muss es aber nicht zwangsläufig.
Was gebraucht wird ist, das derjenige der den niedrigsten Lohn für Arbeit anbietet keinen Pool an Arbeiter bekommt. Das also eine Art marktwirtschaftliches Mechanismus "Nachfrage nach höheren Löhnen" führt zu mehr Angebot an höheren Löhnen.
Wodurch wird dieser Mechanismus, den es vor Hartz IV ohne Zweifel gegeben hat, ausgehebelt?
Durch Hartz IV, den Zwang
jedwede Arbeit annehmen zu müssen ansonsten droht die Keule (Sanktionierungen). Dem sollte man sich auch bewusst werden, nur dadurch wurde es möglich den Niedriglohnsektor anfeuern zu können und eine Schieflage im Arbeitsmarkt erzeugen zu können.
sc00ty schrieb:
Ich verstehe allerdings nicht, wo du eine "Hetze" siehst?
Die Formulierungen von Westerwelle könnten aus der Zeit des Kalten Krieges, als es hieß gegen den bösen Kommunismus anzukämpfen. Der Zeitgeist den dieser Mensch um sich hat ist in heutiger Zeit Hetze. Wenn hier etwas an römischen Absturzverhältnissen zu tun hat dann jene wie man die Elite behandelt - wie die Römer soll auch heute die Elite (nicht die Mittelschicht) weiter in Prunk leben, egal ob aus dem Osten Barbaren über das römische Reich herfielen und die Unterschicht vor Aussichtlosigkeit sich erhob.
sc00ty schrieb:
Zudem darf man nie vergessen - und das wird irgendwie bei solchen Diskussionen immer vergessen: Deutschland ist pleite.
Weitere Ausgaben treiben uns nur noch mehr in die Misere. Klar sollte man an anderen Ecken sparen, als bei den Sozialleistungen, aber momentan muss einfach überall gespart werden.
Haben wir eine (Hyper)Inflation? Haben die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit von Deutschland herabgestuft? Nein - dann sind wir auch nicht Pleite.
Die Hartz IV "Hetze" scheint zu fruchten (vor allem Die Welt prischt hier voran, die jenen Politikern ein Sprachrohr bietet die sagen Hartz IV Sätze müssen runter), unser Sozialstaat vernichtet uns - das dem dt. Staat die Bankenhilfe mehr Wert ist als die Wiedervereinigung Deutschlands will man z.B. nicht sehen. Barack Obama will mit einem vernichtend niedrigen Zins von der Bankrettung (etwa 0,15% auf Geldbewegungen) etwas Geld zurückholen - das hat die USA aber auch wirklich bitter nötig, der Staatsdefizit der USA ist gigantisch:
380,7 Mrd. US-Dollar. Die Reserven der FED? Welche Reserven? - wie man da in anbetracht dessen den Dollar als stabil und Leitwährung sehen kann, naja.
Wie unsere Politiker und Finanzleute ein weiter so mit den Schulden propagieren, notfalls mit Geld drucken (wieder FED) - kann ich nicht nachvollziehen. Griechenland soll nun gerettet werden, es geht dabei nicht um Griechenland sondern um uns - unsere Deutsche Bank ist mit der größte Gläubiger Griechenlands. Schon mal hinterfragt wie die Deutsche Bank so gut über die Krise kam? Weil der Staat die Bank mit Milliarden indirekt gestützt hat, die HRE Abwicklung ging z.B. über die Deutsche Bank.
Frankreich will in Verbindung einer möglichen Rettung Griechenland gleich noch militärische Ware nach Griechenland verkaufen, Wirtschaft auf Pump!
sc00ty schrieb:
Die FDP ist übrigens nicht die einzige Partei, die auf Gegenleistung Spenden empfängt
Deswegen wird gefordert das jegliche große Spenden transparent veröffentlicht werden müssen.
Der Register in der EU ist ein Lacher, schließlich läuft er auf frewilliger Basis.
Die USA ist hier etwas besser - der Geldsumpf ist es trotzdem nicht.