e-ding schrieb:
Habs doch schonmal geschrieben. Bitte lies meine Posts, bevor Du dermaßen daneben urteilst. Es geht nicht darum, Menschen zu verbieten, Kinder in die Welt zu setzen, sondern die Anreize die es auslösen, zu mindern. Mehr Geldmittel für Hartz IV- Empfänger bedeutet eine Vergrößerung dieser Gruppe.
Es wird auch keine Abiturienten geben, die für 3€ in der Stunde die Haare schneiden.
Nochmal, bitte erst lesen, dann verstehen und wenns Dir nicht klar ist darfst Du gern nachfragen. Deine "Einwände" habe ich bereits vorher aufgegriffen.
Welche Anreize meinst du denn? Die Aussicht einem 13-Jährigen sagen zu dürfen: Urlaub geht nicht,neue Klamotten geht nicht, Friseur geht nicht? Nur mal zur Info:
Der Hartz-Satz für einen 13-Jährigen liegt bei ~ 250 €. Davon zahlst du ALLES.Monatskarte,Essen,Trinken,Klamotten,Friseur,Kino,Sportverein,einfach alles. Kindergeld gibts nicht obendrauf,sondern wird als Einkommen abgezogen. Toller Anreiz.
Das es Leute gibt die im Leben noch keinen Finger krumm gemacht haben ist mit Sicherheit kein deutsches Phänomen. Ich habe mit dieser Klientel kein Problem,denn der Mensch ist nicht zur Arbeit geboren,auch wenn einige das nicht begreifen können oder wollen. Wenn das so wäre hätten wir mindestens 8 Arme und bräuchten keinen Schlaf
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. Hartz 4 ist kein Luxus, ganz im Gegenteil. Soll es ja auch nicht sein.
Natürlich wird es dann keine Abiturienten geben die für 3 € Haare schneiden. Sämtliche Schulabgänger werden Bankdirektoren,ITler,Ärzte,Ingenieure,Atomphysiker und Astronauten. Denn da gibts ja Millionen Stellen die nicht besetzt werden können...
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Du hast meine Argumentation überhaupt nicht verstanden,weshalb ich diese nun nochmals genauer definiere:
Die Berufe wie Kellner,Friseur etc. sind die,welche am Monatsende weniger netto abwerfen als ein Hartzler inkl. Miete im Monat zur Verfügung hat. Für diese Berufe
benötigt man wenig bis gar keine Bildung! Wir brauchen unqualifizierte (ungelernte) Arbeitskräfte. Ohne diese könntest nichtmal ein Auto bauen. Mal in einer Galvanik gearbeitet? Da arbeiten Tamilen,Türken,Russen,sehr viele davon ohne Deutschkenntisse,teilweise sogar Analphabeten. Das ganze im 3-Schicht-Betrieb bei 1000 € netto. Davon ernähren die Frau und Kinder gleich mit. Finde mal einen Deutschen (oder jemand der hier aufgewachsen ist) der diesen Drecksjob macht - und das mit Abitur o.Ä.. Du wirst niemand finden.
Deshalb sollte ein Mindestlohn eingeführt werden, und zwar
mindestens 10 €. Wären ca. 1000 € netto. Das Existenzminimum in D liegt bei 840 oder 860 €. Liegt also nur knapp darüber,und das trotz Vollzeitstelle.
Übrigens wird hier ein Fakt unterschlagen: Wenn man die Löhne so anhebt,das jeder mit Vollzeitstelle nicht mehr "aufstocken" muß,passiert folgendes:
- Länder und Kommunen werden stark entlastet.
- Arbeitnehmer der ML-Klasse zahlen wieder Steuern,höhere Beiträge an die SV,was...
- ...niedrigere SV-Beiträge für ALLE Arbeitnehmer bedeutet,was...
- ... die Lohnnebenkosten senkt.
- Mehr Geld in den Wirtschaftskreislauf pumpt,d.h. ...
- ... höhere Steuereinnahmen für den Fiskus.
- Das BIP steigt.
Jetzt kommt sicherlich wieder das Pseudo-Argument dadurch würden Jobs vernichtet. Meine Antwort dazu vorweg: Diese Jobs braucht niemand,weder aus ökonomischen,noch aus sozialen Gründen. Wobei nicht die Jobs, sondern die Arbeitgeber das Problem sind. Wir brauchen keine Unternehmen a la
Pin. Die Post leistet gute Dienste.
EDIT: Das Umzugsargument ist auch keines in diesem (Niedriglohn-)Sektor. Denn eine Stadt ohne Arbeitslose gibt es nicht. Wenn jedoch ein Malermeister in bspw. Erfurt dringend gesucht wird,jemand gleichzeitig in Frankfurt eine solche Stelle sucht,dann sollte er schon verpflichtet sein dafür umzuziehen oder halt deutlich gekürzt werden. Jemanden für einen 3 €- Job,den JEDER ausführen kann, mehrere hundert KM umziehen zu lassen ist jedoch einfach nur hirnverbrannt. Diese Praxis gibt es nur aus einem Grund: Leistungskürzungen. Denn die ARGEN/Arbeitsämter wissen ganz genau dass kaum jemand für einen Hungerlohn umzieht. So kann man auch sparen...