badday schrieb:
Zum Anderen ist natürlich klar, dass ein kleines Kind, dass zu Hause nur immer sieht, dass die Eltern nichts machen
Nicht nur das. Es hat auch kaum Spielraum, aus diesem Umfeld heraus zu kommen und anderes zu erleben und zu begreifen.
Erst recht nicht, wenn mancher nicht mal am Schulessen teilnehmen kann und stattdessen die Mittagspause auf dem Schulhof verbringt und sich anschließend in der Arche "selbstversorgt".
Hier fängt schon die Ausgrenzung an und geht weiter über Konsumartikel und Freizeitgestaltung. Später dann kommt noch diverser negativer und einseitiger Einfluß aus der Umgebung (Ghettoisierung) hinzu.
Und da auch die Schulen ghettoisieren, suchen sich immer mehr Eltern, welche es sich leisten können, Wohnort und Schule aus. Bevorzugen mittlerweile - aufgrund des miserablen Bildungssystemes - vermehrt sogar Privatschulen. Somit bleibt man unter sich. Auch nicht gerade zuträglich für eine ordentliche Sozialisierung, mit all ihren Licht- und Schattenseiten, übrigens gilt das für beide Seiten.
Woher soll da also ein Umdenken kommen?
Stattdessen seine Hartz-IV Eltern in den Niedriglohnjob treten bringt dem Kind selber ziemlich wenig.
Was lernt es daraus? Etwa das sich ehrliche Arbeit lohnt?
Und es ist noch weniger Zeit für Erziehung und Sozialisierung durch die Eltern zur Verfügung. Für fachgerechte Betreuung ist natürlich auch kein Geld da.
Nun wird das Umfeld umso wichtiger. Aber Pustekuchen.
Andere fühlen sich bislang ja nicht verantwortlich für. Und welche sich "verantwortlich" fühlen, sind dann oft die falschen.
Schule ist ja zum Lernen da, nicht zum Erziehen oder zur Freizeitgestaltung. Das obliegt ja in feinster unangetasteter Tradition den Eltern.
Und so wie überall werden auch hier Kompetenzen und Verantwortung weitergereicht. Am Ende ist dann niemand zur Verantwortung zu ziehen. Doch, das Kind womöglich später im Knast oder trinkend vorm Discounter.
Fazit: Hier ist der Staat gefordert. Alles andere wurde schon versucht, offensichtlich erfolglos.