Hartz4 besserstellung

mich wundert am meisten, dass es noch so viel arbeit gibt. liegt glaube daran, das sehr vieles doppelt und dreifach gemacht wird, da gibt es noch menge rationalisierungspotential.

frage ist, ob man tatsächlich alle menschen in der wirtschaft unterbringen muss, oder ob es auch andere tätigkeitsfelder gibt
 
Auch die hetzte gegen 1 € Job.

Bei einem Verdienst von 1500 € Brutto und 38,5 Std./ Woche bleiben 1050 € Netto über, Lohnsteuerklasse 1.

Wenn ich jetzt den Hartz4 Satz abziehe (so machen die Hartz4 bezieher das ja)

1050 - 650 = 400 € / 165 = 2,42 € / Std.

2,42 € / Std., dagegen klingt der 1 € Job gar nicht mehr so unaktrativ.
 
@Metzlor

Zeig uns doch mal den Link wo steht das Schwarz/Gelb, die 400€ zu 100% anrechnungsfrei machen.
 
Metzlor schrieb:
Und wo soll das hinführen?
Geben wir den ungelernten mehr, beschweren sich andere(mit Ausbildung z. B.), das sie ganz unten stehen an der Gehaltskette. Dann müssen wir fast jeden der Arbeitet mehr Geld geben. Soll eine ungelernte Kraft genausoviel verdienen wie einer mit einer Ausbildung? Das klappt einfach nicht, desweiteren sind wir Exportweltmeister, unsere Firmen können sich nicht einfach umstellen, weil im Binnenmarkt nicht genügend Nachfrage existiert.

Du spricht das Problem an, wir sind Exportorientiert - ich hab aber schon ein paar Seiten vorher gesagt das dies uns nicht ewig funktionieren wird. Wir hatten Glück das die DM so unterbewertet war, wir haben auch jetzt noch Glück das wir die bevölkerungsstärkste, und durch die DM am Besten da stehende Kraft in Europa sind. Der hohe Wert des Euro belastet uns jedoch mehr und mehr, der US-Markt könnte bald signifikant einbrechen, wenn er dies nicht schon macht und in Asien wie China wird man auch bald soweit sein das man seine Maschinen selbst entwickelt und herstellt - dann braucht man uns nicht mehr. Wir können versuchen weiterhin möglichst den Export anzutreiben in dem die Arbeit im Land billiger wird, Löhne eingefroren werden, soziale Absicherungen gestrichen werden damit wir mit Taiwan und co konkurrenzfähig bleiben. Das wird unser Land langfristig ausbluten lassen, denn das wird unsere Grundfeste wie Bildung und Gesundheit angreifen, genau so wie unseren sozialen Frieden. Schaut man in den Koalitionsvertrag gesteht unsere Regierung den Konzernen mehr Freiheiten zu weniger Steuern zu zahlen, es wurde nichts am Instrument geändert das VW oder co bei Honduras und co ihre Steuern zahlen, die eigentlich in unserem Land hingehören. Die Gewinner sind Großkonzerne, nicht Klein oder mittelgroße Betriebe um die Ecke. Das Mantra kennen wir - dies schafft Arbeitsplätze und sorgt unterm Strich für mehr Wohlstand für alle, das hat mit Schwarz-Rot nicht funktioniert und wird auch jetzt nicht funktionieren.


Metzlor schrieb:
Wenn das Unternehmen nicht gut läuft, dann kann man nicht gut bezahlen. Ein Unternehmer hat Geld investiert, ist ein Risiko eingegangen, und will Rendite.

Es ist normal das man mit Investitionen Gewinn erwirtschaften möchte aber vor allem geht es darum Konkurrenzfähig zu bleiben. Wenn eine Deutsche Bank jedes Jahr 25% Rendite einzufahren will hat nichts mehr mit moralischen Gewinn und Wirtschaften zu tun.

Metzlor schrieb:
Man soll ja auch nicht auf gut Glück umziehen, sondern sich erst einen Job suchen und dann umziehen. Dann wird dir die ARGE auch nicht im Weg stehen.

Ich ging auch nicht davon aus auf gut Glück loszuziehen, selbst wenn du einen Arbeitsplatz in einem anderem Land gefunden hast brauchst du erst einmal Geld. Denn wie ich schon einmal gesagt hab, die Ämter schießen nie das Geld vor sondern erst im Nachhinein.
 
@Shader
Shader schrieb:
Du spricht das Problem an, wir sind Exportorientiert - ich hab aber schon ein paar Seiten vorher gesagt das dies uns nicht ewig funktionieren wird. Wir hatten Glück das die DM so unterbewertet war, wir haben auch jetzt noch Glück das wir die bevölkerungsstärkste, und durch die DM am Besten da stehende Kraft in Europa sind. Der hohe Wert des Euro belastet uns jedoch mehr und mehr, der US-Markt könnte bald signifikant einbrechen, wenn er dies nicht schon macht und in Asien wie China wird man auch bald soweit sein das man seine Maschinen selbst entwickelt und herstellt - dann braucht man uns nicht mehr. Wir können versuchen weiterhin möglichst den Export anzutreiben in dem die Arbeit im Land billiger wird, Löhne eingefroren werden, soziale Absicherungen gestrichen werden damit wir mit Taiwan und co konkurrenzfähig bleiben.

Das Problem ist nicht der Export sonderen unsere Gesellschaft, wer achtet denn noch irgendwo auf Made in Germany? Das was zählt ist der Preis. Einige fahren zig km um im Ausland zu tanken und 5 Cent/Liter zu sparen, das dadurch dem Fiskus 80 Cent / Liter Einnahmen entgehen wovon die Strassen gebaut werden interessiert nicht.

Es muß sich auch lohnen zu produzieren. Für den Binnenmarkt ist das Problem, das der Preis das Kaufargument Nr. 1 ist. Solange Deutsche Fabriken gegen z. B. osteuropäische Fabriken konkurrieren müssen, wo die Löhne unter den Hartz4 Regelsatz liegen, da lohnt sich es nicht hier eine Deutsche Fabrik aufzubauen, da das Risiko viel zu hoch ist. In Deutschland zählt nur die Qualität und die Bildung und produkte die kaum durch Qualität herausstechen und für die Bildung unnötig ist, da lohnt sich eine Deutsche Produktion einfach nicht.


Shader schrieb:
Das wird unser Land langfristig ausbluten lassen, denn das wird unsere Grundfeste wie Bildung und Gesundheit angreifen, genau so wie unseren sozialen Frieden. Schaut man in den Koalitionsvertrag gesteht unsere Regierung den Konzernen mehr Freiheiten zu weniger Steuern zu zahlen, es wurde nichts am Instrument geändert das VW oder co bei Honduras und co ihre Steuern zahlen, die eigentlich in unserem Land hingehören. Die Gewinner sind Großkonzerne, nicht Klein oder mittelgroße Betriebe um die Ecke. Das Mantra kennen wir - dies schafft Arbeitsplätze und sorgt unterm Strich für mehr Wohlstand für alle, das hat mit Schwarz-Rot nicht funktioniert und wird auch jetzt nicht funktionieren.

Man will halt Investoren aus dem Ausland anziehen um so mehr Arbeit zu schaffen, ob das klappt liegt immer an verschiedenen Faktoren.
 
Zuletzt bearbeitet:
FaK schrieb:
deshalb nun mal meine frage an dich: was würdest du denn statt hartz iv machen?
Man soll Hartz4 zumindest als das verkaufen, was es eigentlich ist. Ein staatliches Instrument, um den Niedriglohnsektor auszubauen. Und nicht etwa als eine notwendige Reaktion auf die angeblich millionenfach vorhandenen Faulenzer, die lieber den Sozialstaat ausplündern anstatt arbeiten zu gehen.
Dass man die Globalisierung nicht aufhalten kann, ist mir schon klar. Und auch, dass der Preis für Lohnarbeit eigentlich nicht höher als im Ausland sein kann, da es sonst die Spielregeln der kapitalistischen Wirtschaftsordnung gebieten, die Produktion dahin abzuziehen, wo es billiger ist. Der einzige Weg aus dieser Misere lautet Bildung. Nur mit hochqualifizierten Jobs können wir es noch schaffen, unseren sich verflüchtigenden Wohlstand zu sichern. Neben den hiesigen Bildungsschancen ist Hartz4 auch hierfür ein zusätzliches Hindernis, denn bei der Berechnung des Regelsatzes wurde z.B. für Bildung 0 Euro mit eingeplant. Dass das eine Fehlentwicklung ist, sollte eigentlich jedem sofort klar werden.
 
@morphium
"beamter"
"ich werde nicht arbeitslos... wenn ich es aber werden würde, würde ich alles daran setzen, eine neue arbeitsstelle zu finden... und wenn ich dafür ins ausland gehen muss! man findet immer arbeit, und selbst wenn man nur soviel verdient wie ein h4 jetzt, dann kann man immer noch zu sich sagen "du hast für dein geld gearbeitet!"

Ja, das mag für dich zutreffen. Für eine Familie mit nem Kind, oder 2 oder mehr jedoch nicht. Du würdest da auch nicht ins Nirvana ziehen und den Umzugsstress, deine Kinder mit der Umgewöhnung und dergleichen auf dich nehmen wenn du dort genausoviel bekommen würdest als das Amt dir gibt. Es geht hier auch nicht um "normal bezahlte Jobs" sondern um die Leute die eben keine hohe Bildung haben, die eben in den letzten 20 -30 Jahren gearbeitet haben und z.B. keine Ausbildung hatten oder Möglichkeit eine zu genießen.

Aber diese Leute abzugrenzen von "Sozialschmarotzern" ist eben nicht ohne weiteres möglich. Man könnte das Ganze an die geleistete Arbeitszeit in Jahren/Monaten festmachen und nach dem Alter. Und auch die Dauer und Länge der Zahlung.

Dann wäre es evtl. auch etwas gerechter für die, die wirklich lange geackert haben um jetzt auf der Straße zu stehen.

Als Beispiel die Quelle-Mitarbeiter. Da sind sicher Leute bei, die 30 Jahre bei denen als Verkäufer gearbeitet haben. Sind jetzt evtl. 50 Jahre alt und sind vom "Eimräumboy" zum Verkäufer geworden. Haben keine Ausbildung und sind zu alt um wirklich noch Arbeit zu finden. Haben sich nen Haus auf Pump gekauft und jetzt? Alles wech.
Tjoar, aber er kann ja ins Ausland gehen und arbeiten, oder aber nen Job annehmen, am besten einer, der vom Amt mitfinanziert wird. Dann kann er dort 9 Monate arbeiten und das Unternehmen sucht sich noch jemanden aus "der Sparte" um wiederum vom Amt einen Zuschuss zu bekommen. Herrlich.

Und genau das sind dann die Fälle die eben kaum ans Tageslicht kommen, denn es macht viel mehr Spaß an den typischen 30-jährigen kein-Bock-Arbeitslosen zu denken der unseren Staat ausbeutet.

@Metzlor
Wenn man auf die Ölpreise an der Tankstelle guckt: Am Montag 1,10 und am Dienstag morgen auf einmal 1,21. Soviel Schwankungen kann es nicht geben. Da müsste der Staat auch mal einschreiten...
 
@Exar_Kun
Exar_Kun schrieb:
Man soll Hartz4 zumindest als das verkaufen, was es eigentlich ist. Ein staatliches Instrument, um den Niedriglohnsektor auszubauen. Und nicht etwa als eine notwendige Reaktion auf die angeblich millionenfach vorhandenen Faulenzer, die lieber den Sozialstaat ausplündern anstatt arbeiten zu gehen.

Man muß den Niedriglohnsektor notgedrungen ausbauen, denn die Mehrheit der Hartz4 Bezieher hat keine hohe Qualifikation. Das diese keine gut bezahlten Jobs bekommen, sollte jedem klar sein.

Exar_kun schrieb:
Dass man die Globalisierung nicht aufhalten kann, ist mir schon klar. Und auch, dass der Preis für Lohnarbeit eigentlich nicht höher als im Ausland sein kann, da es sonst die Spielregeln der kapitalistischen Wirtschaftsordnung gebieten, die Produktion dahin abzuziehen, wo es billiger ist.

Dem kann ich nur zustimmen.
Exar_kun schrieb:
Der einzige Weg aus dieser Misere lautet Bildung. Nur mit hochqualifizierten Jobs können wir es noch schaffen, unseren sich verflüchtigenden Wohlstand zu sichern. Neben den hiesigen Bildungsschancen ist Hartz4 auch hierfür ein zusätzliches Hindernis, denn bei der Berechnung des Regelsatzes wurde z.B. für Bildung 0 Euro mit eingeplant. Dass das eine Fehlentwicklung ist, sollte eigentlich jedem sofort klar werden.

Das ist nicht richtig.
Die Arge finanziert Weiterbildungen, Umschulungen usw. auf Antrag und nach Prüfung.
Klar wird im Regelsatz keine Bildung einberechnet, denn wieviele würden dies wirklich für Bildung nutzen? Das dies eine kleine Minderheit wäre, sollte jedem klar sein.

Ich war 1 Monat zwischen Schule und Studium arbeitslos (ALG1) und wurde sofort zu einem Bewerbungstraining geschickt, obwohl das Studium fest war. Dort waren auch viele ALG II bezieher.

@onkelhitman
onkelhitman schrieb:
Ja, das mag für dich zutreffen. Für eine Familie mit nem Kind, oder 2 oder mehr jedoch nicht. Du würdest da auch nicht ins Nirvana ziehen und den Umzugsstress, deine Kinder mit der Umgewöhnung und dergleichen auf dich nehmen wenn du dort genausoviel bekommen würdest als das Amt dir gibt. Es geht hier auch nicht um "normal bezahlte Jobs" sondern um die Leute die eben keine hohe Bildung haben, die eben in den letzten 20 -30 Jahren gearbeitet haben und z.B. keine Ausbildung hatten oder Möglichkeit eine zu genießen.

Aber diese Leute abzugrenzen von "Sozialschmarotzern" ist eben nicht ohne weiteres möglich. Man könnte das Ganze an die geleistete Arbeitszeit in Jahren/Monaten festmachen und nach dem Alter. Und auch die Dauer und Länge der Zahlung.

Dann wäre es evtl. auch etwas gerechter für die, die wirklich lange geackert haben um jetzt auf der Straße zu stehen.

Dagegen wird auch keiner etwas haben, aber dann müsste es immer noch Hartz4 geben, für die die noch nie gearbeitet haben, denn diese gibt es auch. Gegen eine Abgrenzung habe ich auch nichts. Aber generell für alle erhöhen wäre auf jeden Fall falsch.

onkelhitman schrieb:
Als Beispiel die Quelle-Mitarbeiter. Da sind sicher Leute bei, die 30 Jahre bei denen als Verkäufer gearbeitet haben. Sind jetzt evtl. 50 Jahre alt und sind vom "Eimräumboy" zum Verkäufer geworden. Haben keine Ausbildung und sind zu alt um wirklich noch Arbeit zu finden. Haben sich nen Haus auf Pump gekauft und jetzt? Alles wech.
Tjoar, aber er kann ja ins Ausland gehen und arbeiten, oder aber nen Job annehmen, am besten einer, der vom Amt mitfinanziert wird. Dann kann er dort 9 Monate arbeiten und das Unternehmen sucht sich noch jemanden aus "der Sparte" um wiederum vom Amt einen Zuschuss zu bekommen. Herrlich.

Und genau das sind dann die Fälle die eben kaum ans Tageslicht kommen, denn es macht viel mehr Spaß an den typischen 30-jährigen kein-Bock-Arbeitslosen zu denken der unseren Staat ausbeutet.

Diese bekommen aber auch erst mal mind. 1 Jahr lang ALG I, bevor sie in ALGII rutschen. Die Zeit ist ja auch dafür gedacht das diese sich einen neuen Job bekommen. Ok bei solchen Fällen ist es schwierig einen neuen Job zu bekommen.
Ich z.B. streite ja auch gar nicht ab das es auch diese Fälle gibt. Das dies nicht gerecht ist, ist mir auch klar, aber das rechtfertigt nicht gleich Hartz4 Erhöhungen für alle oder?

onkelhitman schrieb:
@Metzlor
Wenn man auf die Ölpreise an der Tankstelle guckt: Am Montag 1,10 und am Dienstag morgen auf einmal 1,21. Soviel Schwankungen kann es nicht geben. Da müsste der Staat auch mal einschreiten...

Klar, aber das wäre wieder ein Thema für ne neue Diskussion ^^, kannst ja einen neues Thema dazu eröffnen =).
 
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Metzlor schrieb:
Ich z.B. streite ja auch gar nicht ab das es auch diese Fälle gibt. Das dies nicht gerecht ist, ist mir auch klar, aber das rechtfertigt nicht gleich Hartz4 Erhöhungen für alle oder?

Um wieviel gehts denn jetzt?
Es fehlt immernoch der Link von dir, wo bestätigt wird das Schwarz/Gelb den Freibetrag von 100€ auf 400€ erhöhen will.

Was wohl so nicht stimmt.
Jemand anders sagte schon das es nur um den Anrechnungsbetrag geht, der eventuell von 20% jetzt, auf dann bis zu 40% steigt.

Was maximal 60€ mehr wären, und auch nur für die die einem 1€/400€ job nachgehen.

Also nix mit pauschal Erhöhung für alle.
 
Metzlor schrieb:
@Exar_Kun
Man muß den Niedriglohnsektor notgedrungen ausbauen, denn die Mehrheit der Hartz4 Bezieher hat keine hohe Qualifikation. Das diese keine gut bezahlten Jobs bekommen, sollte jedem klar sein.
Durch die Vergrößerung des Niedriglohnsektors baut man gleichzeitig die Unterschicht aus. Jobs für Menschen ohne oder mit niedriger Qualifikation, die von staatlicher Seite bezuschusst werden müssen, werden uns aber nicht helfen, unseren relativen Wohlstand abzusichern. Dass man das kurzfristig nicht reparieren kann, sollte klar sein, und das eigentlich schlimme daran sind meiner Meinung auch die langfristigen Folgen, denn der Bildungsweg der Nachkommen ist durch die soziale Herkunft weitesgehend vorbestimmt. Durch Hartz4 wird die soziale Mobiltität noch weiter eingeschränkt. Es fehlt die Nachhaltigkeit.

Metzlor schrieb:
Das ist nicht richtig.
Die Arge finanziert Weiterbildungen, Umschulungen usw. auf Antrag und nach Prüfung.
Klar wird im Regelsatz keine Bildung einberechnet, denn wieviele würden dies wirklich für Bildung nutzen? Das dies eine kleine Minderheit wäre, sollte jedem klar sein.

Ich war 1 Monat zwischen Schule und Studium arbeitslos (ALG1) und wurde sofort zu einem Bewerbungstraining geschickt, obwohl das Studium fest war. Dort waren auch viele ALG II bezieher.

Wenn jemand erst langzeitarbeitslos geworden ist, dann ist das Kind doch schon in den Brunnen gefallen. Nehmen wir ruhig mal das Beispiel von Onkelhitman, den niedrigqualifizierten Handelsfachpacker von Quelle, der nach 30 Jahren plötzlich auf der Straße steht. Was will man denn da mit Bildung noch erreichen? Ich meinte eigentlich, dass verbesserte Bildung dort ansetzen muss, wo der Nachwuchs der "Unterschicht" durch Bildungsschranken auf den Weg der Eltern geleitet wird. Diese Entwicklung beginnt im Grunde schon vor dem Kindergarten und fängt in der Grundschule erst richtig an. Das Ziel müsste aber sein, deutlich mehr Hochschulabsolventen hervorzubringen als das bisher der Fall ist, und das sollte vor allem über mehr Chancengleichheit beim Zugang zu einer Hochschulausbildung erreicht werden.

Dass mit einer Erhöhung des Regelsatzes nicht unbedingt Abhilfe geschaffen wird, ist mir schon klar. Aber wie wäre es z.B. mit Gutscheinen für Lehrmaterialien oder Nachhilfe?
 
Zuletzt bearbeitet:
@Metzlor

Was du sagts da stimmt nicht.

Es gibt viele Ingineuere und hoch Qualifizierte H4ler aber sind entweder zu alt oder sind keine Arbeitsplätze da.

Bildung lohnt es sich IMMER statt zwangsarbeit(schaumal die ARD Doku "Die Armutsindustrie "bei Youtube nach..

H4 ist unsozial und fordert Lohndumping.

Scmarotzer wird es immer geben ABER 8 millionen Menschen leben von H4 sind die alle Faul?NATURLICH NICHT!
Aber ihr weisst dass H4 Verfassungswidrig alleine wegen §12 die Grundgeseztes.

ZB EGV und "Zwangsarbeit" mit 1 € Jobs...
 
Zuletzt bearbeitet:
@Black_Sun
ok das war vorschnell, hörte sich in den Nachrichten, wo das nebenbei erwähnt wurde erst so an

@Exar_kun
Exar_Kun schrieb:
Durch die Vergrößerung des Niedriglohnsektors baut man gleichzeitig die Unterschicht aus. Jobs für Menschen ohne oder mit niedriger Qualifikation, die von staatlicher Seite bezuschusst werden müssen, werden uns aber nicht helfen, unseren relativen Wohlstand abzusichern.
Dass man das kurzfristig nicht reparieren kann, sollte klar sein, und das eigentlich schlimme daran sind meiner Meinung auch die langfristigen Folgen, denn der Bildungsweg der Nachkommen ist durch die soziale Herkunft weitesgehend vorbestimmt. Durch Hartz4 wird die soziale Mobiltität noch weiter eingeschränkt. Es fehlt die Nachhaltigkeit.

Was willst du denn ändern? Es liegt in den meißten Fällen nicht am Geld, das die soziale Herkunft, die Schulbildung beeinflusst.

Exar_kun schrieb:
Wenn jemand erst langzeitarbeitslos geworden ist, dann ist das Kind doch schon in den Brunnen gefallen. Nehmen wir ruhig mal das Beispiel von Onkelhitman, den niedrigqualifizierten Handelsfachpacker von Quelle, der nach 30 Jahren plötzlich auf der Straße steht. Was will man denn da mit Bildung noch erreichen?Ich meinte eigentlich, dass verbesserte Bildung dort ansetzen muss, wo der Nachwuchs der "Unterschicht" durch Bildungsschranken auf den Weg der Eltern geleitet wird.
Diese Entwicklung beginnt im Grunde schon vor dem Kindergarten und fängt in der Grundschule erst richtig an. Das Ziel müsste aber sein, deutlich mehr Hochschulabsolventen hervorzubringen als das bisher der Fall ist, und das sollte vor allem über mehr Chancengleichheit beim Zugang zu einer Hochschulausbildung erreicht werden.

Das Beispiel passt aber nicht.
Einer der 30 Jahre gearbeitet hat, hat normalerweise keine Kinder mehr im Vorschulalter, diese stehen kurz vorm Schulabschluss bzw. haben schon einen.

Mehr Hochschulabgänger wären wünschenswert, aber es würde schon etwas bringen, wenn wir weniger Hauptschüler bzw. Schulabgänger ohne Abschluss haben.

Exar_kun schrieb:
Dass mit einer Erhöhung des Regelsatzes nicht unbedingt Abhilfe geschaffen wird, ist mir schon klar. Aber wie wäre es z.B. mit Gutscheinen für Lehrmaterialien oder Nachhilfe?

Nachhilfe kann man beantragen. Jugendamt bzw. ARGE hilft da auch.

Exar_kun schrieb:
@Metzlor
Was du sagts da stimmt nicht.

Es gibt viele Ingineuere und hoch Qualifizierte H4ler aber sind entweder zu alt oder sind keine Arbeitsplätze da.

http://www.focus.de/finanzen/news/a...schuetzt-vor-arbeitslosigkeit_aid_331376.html

Menschen mit einfachen Bildungsabschluss sind 5 x häufiger Arbeitslos als ein Ingenieur.

pookpook schrieb:
Bildung lohnt es sich IMMER statt zwangsarbeit(schaumal die ARD Doku "Die Armutsindustrie "bei Youtube nach..

H4 ist unsozial und fordert Lohndumping.

Scmarotzer wird es immer geben ABER 8 millionen Menschen leben von H4 sind die alle Faul?NATURLICH NICHT!

Warum H4 unsozial ist, kannst du ja gerne nochmal erläutern. Viele Arbeiten und bekommen nicht viel mehr, soll man deswegen allen mehr Geld geben, damit der relative Wohlstand noch weiter schwindet? Denn im Endeffekt führt dies zur Inflation.

Aber ihr weisst dass H4 Verfassungswidrig alleine wegen §12 die Grundgeseztes.

ZB EGV und "Zwangsarbeit" mit 1 € Jobs...
Grundgesetzt schrieb:
Artikel 12

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.
Wird jemand gezwungen Arbeit anzunehmen? Nein, nur weil viele nicht auf Hartz4 verzichten können, werden sie nicht gezwungen.
Das 1 € Job nicht wenig ist habe ich ja schon mehrmals vorgerechnet.
 
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Metzlor schrieb:
@Exar_kun
Was willst du denn ändern? Es liegt in den meißten Fällen nicht am Geld, das die soziale Herkunft, die Schulbildung beeinflusst.
Ja, das ist in der Tat eine schwierige Frage. Dass die soziale Schichtung eine ökonomische Kategorie ist, kann man wohl nicht von der Hand weisen. Die Statistik belegt eindeutig, dass Kinder aus Arbeiterhaushalten um ein vielfaches schlechter im Bildungssystem abschneiden als Kinder aus z.B. Akademiker-Haushalten. Ich würde mir nicht anmaßen zu behaupten, die exakten Ursachen oder die Lösung der Problematik zu erkennen, aber eines glaube ich dennoch: dass dieses Phänomen größtenteils nicht mit genetischen Faktoren zu begründen ist, den Betroffenen also wahrscheinlich nicht mit "in die Wiege gelegt" worden ist. Dazu möchte ich auch noch mal ein berühmtes Zitat eines berühmten deutschen Philosophen aus dem 19. Jhdt. herauskramen, um zum Nachdenken anzuregen.

Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.


Metzlor schrieb:
Das Beispiel passt aber nicht.
Einer der 30 Jahre gearbeitet hat, hat normalerweise keine Kinder mehr im Vorschulalter, diese stehen kurz vorm Schulabschluss bzw. haben schon einen.
Das Beispiel war natürlich nur für den ersten Teil meiner Aussage gedacht. Ich wollte sagen, dass eine Bildungsoffensive bei einem niedrigqualifizierten ü50-jährigen Langzeitarbeitslosen nicht mehr wirklich sinnvoll ist, sondern dass beim Nachwuchs des Prekariats (allgemein gesehen) angesetzt werden muss, damit sie im Bildungssystem besser abschneiden und einen anderen Weg auf dem Arbeitsmarkt einschlagen können.

Metzlor schrieb:
Mehr Hochschulabgänger wären wünschenswert, aber es würde schon etwas bringen, wenn wir weniger Hauptschüler bzw. Schulabgänger ohne Abschluss haben.
Ja.

Metzlor schrieb:
Nachhilfe kann man beantragen. Jugendamt bzw. ARGE hilft da auch.
Beantragen kann man vieles, aber das Problem hierbei ist, dass es dafür keinen klar definierten Anspruch in den Sozialgesetzbüchern gibt, der regelmäßige Nachhilfe ermöglichen könnte. Es ist liegt also im Ermessen der Behörde, solche Hilfen zu gewähren. Das ist alles andere als eine gute Lösung, weil man so ganz sicher davon ausgehen kann, dass solche Hilfeleistungen nur in homöopathischen Dosen bei denen ankommen, die davon profitieren würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Exar_kun schrieb:
Ja, das ist in der Tat eine schwierige Frage. Dass die soziale Schichtung eine ökonomische Kategorie ist, kann man wohl nicht von der Hand weisen. Die Statistik belegt eindeutig, dass Kinder aus Arbeiterhaushalten um ein vielfaches schlechter im Bildungssystem abschneiden als Kinder aus z.B. Akademiker-Haushalten. Ich würde mir nicht anmaßen zu behaupten, die exakten Ursachen oder die Lösung der Problematik zu erkennen, aber eines glaube ich dennoch: dass dieses Phänomen größtenteils nicht mit genetischen Faktoren zu begründen ist, den Betroffenen also wahrscheinlich nicht mit "in die Wiege gelegt" worden ist. Dazu möchte ich auch noch mal ein berühmtes Zitat eines berühmten deutschen Philosophen aus dem 19. Jhdt. herauskramen, um zum Nachdenken anzuregen.

Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.

Geld sehe ich da kaum als Problem an. OK es mag fälle geben, wo wegen Geldmangel die Kinder so schnell wie möglich ausziehen sollen. Allerdings bekommen diese mehr Geld kann es umgekehrt so sein, das einige Kinder dies als Vorbild sehen, meine Eltern leben gut und machen nichts, das will ich später auch machen.

Exar_Kun schrieb:
Beantragen kann man vieles, aber das Problem hierbei ist, dass es dafür keinen klar definierten Anspruch in den Sozialgesetzbüchern gibt, der regelmäßige Nachhilfe ermöglichen könnte. Es ist liegt also im Ermessen der Behörde, solche Hilfen zu gewähren. Das ist alles andere als eine gute Lösung, weil man so ganz sicher davon ausgehen kann, dass solche Hilfeleistungen nur in homöopathischen Dosen bei denen ankommen, die davon profitieren würden.

Das einfachste wäre, wenn die Schulen das anbieten. Das Nachmittags 1 Lehrkraft für 1 Std. da ist und je nach Bedarf Aushilfen auf 400 € Basis, für individuellere Fälle. Allerdings gehe ich davon aus, das dies wenige in Anspruch nehmen würden. Vorteil wäre noch: Das einige Kinder das von sich aus annehmen würden, wo es den Eltern gar nicht interessiert, weil ein Freund hingeht, gehen diese mit.

Das mit den Krippenplätzen ist ja der Hammer von Schwarz Gelb, ab 2011 Eltern 150 € / Monat zu geben, wenn sie keinen in Anspruch nehmen. Da besteht große Gefahr, das Eltern das Geld für sich verwenden und sich um die Kinder kaum kümmern.
 
Irgendwie glaube ich nicht so daran, dass man alle geistig gesunden Erwachsenen in Deutschland für voll geschäftsfähig hält. Da ist der Vorschlag wegen den 150€ und einem gesparten Krippenplatz wieder auf dem Tisch, da wettert der eine was von "Unterschicht versäuft das" und an anderer Stelle tönt es ebenso.
Gut, kann ja sein, dass einige Eltern etwas von geregelter Haushaltsführung noch nie gehört haben. Dass sie ihre Schulden bei Neckermann verschleiern und in den Urlaub fahren, obwohl die Mahnungen sich stapeln, alles möglich. Ist das denn die Regel? Brauchen wir wieder Essens- und Kleidermarken für unsere armen Unterschichtler, die so hoffnungslos überfordert sind von der Konsumgesellschaft 2010?

Also entweder hab ich eine völlig falsche Vorstellung davon, ob und wie arme Menschen mit Geld umgehen können oder unseren Entscheidungsträger kitzelt es in den Fingern, das Leben von solchen Menschen mitbestimmen zu können.
 
Das ist wieder die typische Pauschalisierung von Hartz4-Empfängern als versoffene Faulenzer. Allerdings ist der Vorschlag mit dem Betreuungsgeld nun wirklich nicht durchdacht, da die "Unterschicht" größtenteils ihresgleichen reproduziert und genau dies eigentlich durch professionelle Betreuung verhindert werden sollte. Buschkowsky hat diesen schwarz-gelben Vorschlag ziemlich treffend als "Konservierung der Unterschicht" bezeichnet.
Übrigens gibt es seitens der Behörden längst die Möglichkeit, den Regelsatz in Form von Sachleistungen oder Gutscheinen auszubezahlen. Bei Empfängern mit Suchterkrankung wird davon oft Gebrauch gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lese immer was von Sozialschmarotzern und faulen Alkoholikern.
Selbst wenn, es ist ja nicht so, dass die das Geld anhäufen, sondern es direkt wieder ausgeben.

Wenn irgendwelche Manager durch Fehlspekulationen und was weiß ich noch an Geldern praktisch in das Feuer schmeißen und dann noch eine hohe Abfindung kassieren, dann redet man hier natürlich nich von Sozialschädlingen.

Die Heuchelei stinkt bis zum Himmel hoch.
 
Das traurige an der Sache ist, daß es anscheinend sehr einfach ist auf eine Gruppe von Leute draufzuhauen, die sich praktisch nicht wehren können.
Es werden Vorwürfe in die Luft geschleudert, und die Beweislaßt liegt dann einfach, bei den Beschuldigten.

Ich möchte dabei nur eins herausheben. Wenn sich schon so viele ach so aufregen über die sog Schmarozer, dann können dieselben Ankläger aber nicht verleugnen, daß es auch Menschen gibt, die vollkommen unverschuldet in diese Situation hineingeraten.

Wenn ich mir auch nur einige, wenige Beispiele näher anschaue, von denen die nun Gefahr laufen durch unser soziales Netz durchzufallen, wegen der allgegenwärtigen und breit akzeptierten Mißachtung von Menschenrechte, dann wäre mir erstens sehr Wichtig, daß wir als Gesellschaft zusammenhalten und denen, den es eben hart getroffen hat, zumindest soweit helfen, daß sie weiterhin ein Leben in Würde führen können.

Und zweitens, habe ich soweit verstanden, daß es weit mehr Korruption gibt, die sowohl den Armen als auch den ehrlichen Menschen zum Nachteil ist.

Was ich damit sagen will, man kann sich auf die sog Schmarozer konzentrieren, und verlangen, daß die Unterstützung zum Lebensunterhalt so schwer wie nur möglich gemacht wird, um Mißbrauch zu verhindern.
Aber man könnte auch zu den wirklichen Opfern halten und sagen, daß wir niemanden durch das soziale Netz hindurchfallen lassen, unabhängig ob er dieser Hilfe würdig ist oder nicht.

Denn der erste Weg bedeutet automatisch die ungerechte Behandlung derjenigen (Mehrheit), die es nicht verdient so behandelt zu werden.

Wenn ich die durch unsere Gesellschaft durchzogene Ungerechtigkeiten ansprechen darf, dann finde ich, daß wir den Schwachen dies Schuldig sind, denn wir alle haben uns bereits dadurch schuldig gemacht, daß wir es zugelassen haben.
Ich bin sicher, daß jeder in diesem Forum über die Scheere Bescheid weiß, die unser Volk in Verliere und Gewinner einteilt.
Wenn wir schon von mehr Gerechtigkeit reden, dann laßt uns dabei bitte nicht die schlimmsten Verbrecher aus den Augen verlieren.
Ich vermute, daß ihr wißt von welchen Menschen ich rede.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das traurige an der Sache ist, daß es anscheinend sehr einfach ist auf eine Gruppe von Leute draufzuhauen, die sich praktisch nicht wehren können.
Es werden Vorwürfe in die Luft geschleudert, und die Beweislaßt liegt dann einfach, bei den Beschuldigten.

Man kann von Hartz4 leben und das nicht zu schlecht, selbst Luxusgüter, die in unserer Gesellschaft schon als selbstverständlichkeit gelten kann man sich leisten.

Ich möchte dabei nur eins herausheben. Wenn sich schon so viele ach so aufregen über die sog Schmarozer, dann können dieselben Ankläger aber nicht verleugnen, daß es auch Menschen gibt, die vollkommen unverschuldet in diese Situation hineingeraten.

unverschuldete gibt es aber das ist die Minderheit und mit genügend Anstrengung kommt man dort auch raus.

Wenn ich mir auch nur einige, wenige Beispiele näher anschaue, von denen die nun Gefahr laufen durch unser soziales Netz durchzufallen, wegen der allgegenwärtigen und breit akzeptierten Mißachtung von Menschenrechte, dann wäre mir erstens sehr Wichtig, daß wir als Gesellschaft zusammenhalten und denen, den es eben hart getroffen hat, zumindest soweit helfen, daß sie weiterhin ein Leben in Würde führen können.

Missachtung von Menschenrechte, welche z. B. ?
Mit Hartz4 kann man mit Würde leben.

Und zweitens, habe ich soweit verstanden, daß es weit mehr Korruption gibt, die sowohl den Armen als auch den ehrlichen Menschen zum Nachteil ist.

Klar gibt es korruption und diese sollte auch härter bestraft werden, aber darum geht es hier nicht!

Was ich damit sagen will, man kann sich auf die sog Schmarozer konzentrieren, und verlangen, daß die Unterstützung zum Lebensunterhalt so schwer wie nur möglich gemacht wird, um Mißbrauch zu verhindern.
Aber man könnte auch zu den wirklichen Opfern halten und sagen, daß wir niemanden durch das soziale Netz hindurchfallen lassen, unabhängig ob er dieser Hilfe würdig ist oder nicht.

Jeder wird aufgefangen!

Denn der erste Weg bedeutet automatisch die ungerechte Behandlung derjenigen (Mehrheit), die es nicht verdient so behandelt zu werden.

Wer hat es denn nicht verdient so behandelt zu werden!

Wenn ich die durch unsere Gesellschaft durchzogene Ungerechtigkeiten ansprechen darf, dann finde ich, daß wir den Schwachen dies Schuldig sind, denn wir alle haben uns bereits dadurch schuldig gemacht, daß wir es zugelassen haben.

Den Schwachen, wer sind die Schwachen?

Ich bin sicher, daß jeder in diesem Forum über die Scheere Bescheid weiß, die unser Volk in Verliere und Gewinner einteilt.
Wenn wir schon von mehr Gerechtigkeit reden, dann laßt uns dabei bitte nicht die schlimmsten Verbrecher aus den Augen verlieren.
Ich vermute, daß ihr wißt von welchen Menschen ich rede.

Es geht hier um die Besserstellung von Hartz4 und das es schon viele gibt die bald aufhören könnten zu arbeiten, weil Hartz4 genausogut leben können.
 
@ Metzlor

Ich glaube nicht, daß es Sinn macht mit Dir zu diskutieren, aber da Du mir so ausfürlich geantwortet hast, werde ich auch Stellung nehmen.


Metzlor schrieb:
Man kann von Hartz4 leben und das nicht zu schlecht, selbst Luxusgüter, die in unserer Gesellschaft schon als selbstverständlichkeit gelten kann man sich leisten.
Das ist eine grobe Verallgemeinerung.
Für Deine Meinung, daß man von 359.- Euro pro Monat "nicht schlecht" leben kann, gibt es viele Gründe, warum diese Summe einem Hartz IV Bezieher nicht erlaubt, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Öffentliche Verkehrsmittel, Kleidung, Hygiene Produkte, Telefon / Internet, Strom, Zeitung, etc etc .. all das kostet Geld welches von dem Regelsatz bezahlt werden muß.

Deine Aussage ist wie eine Ohrfeige für die Bedürftigen und zeigt ein rücksichtsloses und sehr unreifes Verhalten.
Ich verstehe auch nicht, warum immer auf die sog. Luxusgüter rumgeritten wird.
Schon mal darüber nachgedacht, daß jemand nicht mit Harz IV geboren wurde, sondern eine gute Arbeit hatte, von der er seine "Luxusgüter" bereits bezahlt hat ?


Unverschuldete gibt es, aber das ist die Minderheit und mit genügend Anstrengung kommt man dort auch raus.
Noch eine Unverschämte Behauptung ohne Hintergrundwissen.
Du behauptest einfach zu wissen, wer Schuld an seiner Situation ist und wer nicht.
Daß diejenigen, welche Schuld sind an ihre Situation auch die Mehrheit ausmacht, hast Du Dir einfach so aus aus den Findern gesogen.


Missachtung von Menschenrechte, welche z. B. ?
Mit Hartz4 kann man mit Würde leben.
Das sagst Du nur, weil Du keinen blassen Schimmer hast, wovon Du redest.
Befasse Dich mal mit dem Thema ausführlicher, bevor Du unverdautes von Dir gibst.


Klar gibt es Korruption und diese sollte auch härter bestraft werden, aber darum geht es hier nicht!
Das ist sehr beliebt unter den Kritiker, vom Thema abzulenken oder eine verbale Nebelbombe zu werfen.
Natürlich hat Korruption mit der Unterstützung der Hilfebedürftigen zu tun.
Wenn Du etwas Ahnung hättest, würdest Du wissen, daß gerade die Verflechtungen zwischen Staat und Wirtschaft (Korruption) unsere finanzielle Lage im höchsten Maße negativ beinflußt.


Jeder wird aufgefangen!
Durch diese Bemerkung von Dir brauche ich keine weiteren Beweise mehr dafür, daß Du von Tuten und Blasen keine Ahnung hast.


Wer hat es denn nicht verdient so behandelt zu werden!
Um das zu verstehen, müßtest Du zuerst zur Kenntnis nehmen, daß es Firmen gibt, die ihre Angestellten, welche über lange Zeiträume ihrem Arbeitgeber treu wahren, entlassen.
Weiterhin solltest Du das Faktum anerkennen, daß es mehr Arbeitssuchende gibt als Arbeitsplätze.
Jetzt kommt der Staat in Form einer ARGE, und zwingt die Arbeitslosen dazu. etwas zu finden was es unter Umständen nicht mehr gibt.
Es kann durchaus passieren, daß der Regelsatz gekürzt wird (für drei Monate) und danach ganz gestrichen.

Jetzt sag Du mir doch mal, was jemand macht, dessen Unterstützung zum Lebensuntergalt auf 0.- Euro gekürzt wurde, und das für ein weiteres viertel Jahr.
Warum ist der Staat dann nicht wenigstens so konsequent und bietet aktive Sterbehilfe an ?
Jemanden elendig verrecken zu lassen ist nicht menschlich, also sollten wir da nicht daran denken, Gaskammern (Tötungsanstalten) anzubieten, für diejenigen welche durch das soziale Netz glatt durchfallen ?


Den Schwachen, wer sind die Schwachen?
s.o.


Es geht hier um die Besserstellung von Hartz4 und das es schon viele gibt die bald aufhören könnten zu arbeiten, weil Hartz4 genausogut leben können.
Dann solltest Du mal anfangen darüber nachzudenken, daß vielleicht diejenigen, welche trotz Arbeit noch entweder "aufstocken" müssen, oder auch um das Existenzminimum leben müssen, zu wenig Lohn bekommen - im Gegensatz sich zu beschweren, daß Harz IV zu hoch ist.
 
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