Hessen: Endlich sachlicher Umgang mit den Linken ?

Um mal zum Topic ("Endlich sachlicher Umgang mit den Linken?") zurueckzufinden:

Wie sollte man mit der Linken sachlich umgehen? Seit Jahren vermeidet sie es tunlichst, ein Programm zu verabschieden - warum auch, waere damit doch das Hintertuerchen der Beliebigkeit zugeschlagen, durch das man derzeit in die Parlamente einzieht. Wie soll ich sachlich mit einer Partei umgehen, die Leute mandatiert, die sich "so ein Organ" (gemeint war das Ministerium fuer Staatssicherheit) zurueckwuenschen? Eine Partei, die 80 (in Worten: achtzig) Prozent Steuer fuer Reiche (das neue Feindbild) fordert? Eine Partei, die sich gerne als Antikriegspartei darstellt, aber Wochen nach Ausbruch des Krieges gegen Georgien noch sprachlos blieb? Eine Partei, deren Mitglieder nur handverlesene Versionen ihrer Lebenslaeufe dulden und andernfalls auch schon mal das Internet abschalten lassen? Eine Partei, die Wein verspricht (Gysi, Lafontaine, ...), aber sehr wohl weiss, dass fuer mehr als Leitungswasser kein Geld da ist (Sarazzin)?

Die Liste liesse sich endlos fortsetzen.

Die Linke formuliert Protest, mehr nicht. Protest verdient es, gehoert zu werden - aber eine politische Kraft ist er nicht. Dazu braucht es mehr: einen Gegenentwurf.
 
Sie vermeiden es ein Programm zu verabschieden?Geh mal auf die Homepage der Linken,da kannst es downloaden.

Die Linke wünscht sich die Stasi zurück?Sag mir mal wo das steht bitte.

Die Linke fordert 80% Einkommenssteuer für Reiche?Wo hast du denn den Blödsinn her?
Richtig ist das sie 50% Höchstsatz fordern wie es früher mal der Fall war.Und in vielen anderen Staaten derzeit der Fall ist.

"Eine Partei, die sich gerne als Antikriegspartei darstellt, aber Wochen nach Ausbruch des Krieges gegen Georgien noch sprachlos blieb"

Dazu müsste man auch mal lesen was die Linken dazu zu sagen haben http://www.presseportal.de/pm/41150/1253443/die_linke/

Wenn Lutz Heilmann findet das Unsinn über ihn geschrieben wird dann ist es sein gutes Recht dagegen an zu gehen,Ziel war es einen bestimmten Artikel über ihn zu korrigieren,das letztendlich das komplette Portal der de Domain gesperrt wurde ist bedauerlich aber ich bezweifle das das sein Anliegen war.

Natürlich fordern die Linken einiges und das das ganze nicht ganz billig ist wissen sie auch und machen auch keinen Hehl daraus wo sie das Geld hernehmen wollen,steht alles im Parteiprogramm.
Vorbild sind dabei die Skandinavischen Länder in denen die Abgabenlast ziemlich hoch ist dafür aber die zufriedensten Einwohner haben.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,591421,00.html

Natürlich formuliert die Linke Protest,was denn sonst?
Für die meisten Menschen sieht die Zukunft nicht all zu Rosig aus in Deutschland,sinkende Löhne,sinkende Renten,zunehmend prekäre Arbeitsverhältnisse,schwindende Mittelschicht,ausufernde Überwachungsmentalität usw. ich kann mir jedenfalls nicht erklären weshalb die Regierungsparteien noch soviel Zuspruch bekommen.
 
Pzion schrieb:
Sie vermeiden es ein Programm zu verabschieden?Geh mal auf die Homepage der Linken,da kannst es downloaden.

Ein direkter Link waere zauberhaft. Ich finde da naemlich nichts.

Pzion schrieb:
Die Linke wünscht sich die Stasi zurück?Sag mir mal wo das steht bitte.

Hier.

Pzion schrieb:
Die Linke fordert 80% Einkommenssteuer für Reiche?Wo hast du denn den Blödsinn her?

Von Oskar selbst.

Pzion schrieb:
"Eine Partei, die sich gerne als Antikriegspartei darstellt, aber Wochen nach Ausbruch des Krieges gegen Georgien noch sprachlos blieb"

Dazu müsste man auch mal lesen was die Linken dazu zu sagen haben http://www.presseportal.de/pm/41150/1253443/die_linke/

Der Link fuehrt nicht zur Webpraesenz der Linken; zum Zeitpunkt der "News" war der Krieg schon drei Wochen alt. Insoweit hast Du meine Aussage allenfalls untermauert. Danke schoen dafuer.

Pzion schrieb:
Wenn Lutz Heilmann findet das Unsinn über ihn geschrieben wird dann ist es sein gutes Recht dagegen an zu gehen,Ziel war es einen bestimmten Artikel über ihn zu korrigieren,das letztendlich das komplette Portal der de Domain gesperrt wurde ist bedauerlich aber ich bezweifle das das sein Anliegen war.

Allenfalls die Negativpublicity seines Hirnwindes und der schale Beigeschmack, dass es da etwas zu verbergen gibt, duerften nicht sein Anliegen gewesen sein. Ansonsten heiligt der Zweck traditionell die extremen Mittel. Ob das zersaegte Schienen, mit Pflastersteinen beworfene Polizisten oder eben abgeschaltete Websites sind.

Pzion schrieb:
Natürlich fordern die Linken einiges und das das ganze nicht ganz billig ist wissen sie auch und machen auch keinen Hehl daraus wo sie das Geld hernehmen wollen,steht alles im Parteiprogramm.

Zu dem ich, wie gesagt, gerne einen Link haette.

Pzion schrieb:
Vorbild sind dabei die Skandinavischen Länder in denen die Abgabenlast ziemlich hoch ist dafür aber die zufriedensten Einwohner haben.

Beschaeftige Dich etwas eingehender mit den skandinavischen Sozialsystemen. Ich bezweifle, dass es das ist, was der deutsche Linke-Waehler erwartet.

Pzion schrieb:
Natürlich formuliert die Linke Protest,was denn sonst?

Alternativen. Zum Hochhalten eines "Dagegen"-Schildes braucht es kein teuer bezahltes Mandat.

Pzion schrieb:
Für die meisten Menschen sieht die Zukunft nicht all zu Rosig aus in Deutschland,sinkende Löhne,sinkende Renten,zunehmend prekäre Arbeitsverhältnisse,schwindende Mittelschicht,ausufernde Überwachungsmentalität usw. ich kann mir jedenfalls nicht erklären weshalb die Regierungsparteien noch soviel Zuspruch bekommen.

Moeglicherweise deshalb, weil die Mehrheit die Situation rationaler als Du einschaetzt?
 
Ich springe mal für Pzion in die Bresche:

Hier steht auf mind. 50% aber nicht 80% :rolleyes:
http://die-linke.de/politik/themen/positionen_a_z/i_o/managergehaelter/



Thema: SED Vermögen
http://die-linke.de/politik/themen/positionen_a_z/p_t/sedvermoegen/

Thema:Einkommensteuer
http://die-linke.de/politik/themen/positionen_a_z/e_h/einkommensteuer/


Hier kann man sich das Bundetagswahlprogramm runterladen als pdf :
http://die-linke.de/politik/themen/bundestagswahlprogramm/

Anonsten auf www.linke.de findet man alles was sonst zu wissen gibt.


Der Spiegel und ander Maganzine, sind ja auch dafür bekannt ihre Interviewpartner nicht gerade ad litteram zu zitieren. ;)

Übrigens JePE es ist die Hirnwinde und hieße dann korrekt:
seiner Hirnwinde
Obwohl ich kenne eigentlich nur: die Gehirnwindungen, denn mit einer wären wir echt arm dran ;)

Oder geht es hier um Winde im Gehirn. Aus welcher Richtung wehen sie denn? :rolleyes:

Also Jepes:
Bevor man seine Feinde angreifen kann muss sich erst gut über informieren. Ansonsten lässt man es lieber bleiben.
 
MunichRules schrieb:
Hier steht auf mind. 50% aber nicht 80% :rolleyes:

Tja. In meinem Link steht unwidersprochen die Zahl 80.

MunichRules schrieb:
Thema: SED Vermögen

Ich entsinne mich nicht, dass SED-Vermoegen je thematisiert zu haben. Ist es am Ende das schlechte Gewissen, dass Dich hier praeventiv argumentieren laesst ... ?

Mal abgesehen davon, dass die von Dir verlinkten Ausfuehrungen unvollstaendig sind. Von der "Arbeitsgruppe zum Schutz des Vermoegens der SED/PDS" steht da naemlich leider nichts. Schade eigentlich - hat die doch beim Geld-verschwinden-lassen eine Effizienz entwickelt, die so manchen Banker heute neidisch machen duerfte: Spenden teils in Millionenhoehe (DDR-Mark) an Anglertreffs, fingierte Mahnschreiben aus dem Ausland ("Putnik") und eine sehr grosszuegige Darlehensvergabe. Im ersten Halbjahr 1990 hat die PDS ihr Geldvermoegen von 9,5 auf 3,5 Milliarden DDR-Mark geschrumpft; uebrige Sachwerte (Inventar, Fuhrpark etc) verloren von 0,5 Milliarden auf 4 Millionen. Untersuchungskommissionen haben Konten u. a. in der Schweiz und Liechtenstein gefunden - Laender, die fuer die Linke heute eine Achse des Boesen bilden. Ihre Immobilien wies die PDS mit einem Wert von 642 Millionen aus (was bereits beachtlich ist), Schaetzungen gingen dagegen von ca. 10 Milliarden aus.

MunichRules schrieb:
Hier kann man sich das Bundetagswahlprogramm runterladen als pdf :

Das Bundestagswahlprogramm 2005, um genau zu sein. Ich warte unveraendert auf ein (aktuelles) Parteiprogramm. Es sei denn, Du wolltest mir sagen, die Linke sei ewig gestrig ... ?

Nicht, dass mir dieser Verdacht nicht ohnehin schon gekommen sei.

MunichRules schrieb:
Der Spiegel und ander Maganzine, sind ja auch dafür bekannt ihre Interviewpartner nicht gerade ad litteram zu zitieren. ;)

Ach so ist das.

MunichRules schrieb:
Oder geht es hier um Winde im Gehirn. Aus welcher Richtung wehen sie denn? :rolleyes:

Ich meinte Hirnwinde im Sinne von intelektueller Flatulenz. Man koennte auch Geistesfurz dazu sagen.

MunichRules schrieb:
Bevor man seine Feinde angreifen kann muss sich erst gut über informieren. Ansonsten lässt man es lieber bleiben.

Mal abgesehen davon, dass diesem Satz etwas fehlt (ich schiebe das jetzt mal gnaedig auf die Uhrzeit) - Du siehst, ich bin informiert. Selbst eine einstweilige Verfuegung gegen wikipedia.de hat mich nicht von der Informationsbeschaffung abhalten koennen.
 
JePe schrieb:
aber sehr wohl weiss, dass fuer mehr als Leitungswasser kein Geld da ist (Sarazzin)?
Sarazzin zu zitieren ist in etwa so tiefgreifend, als wenn du gar nichts hinschreibst. Der Mann verspielt Millionen von Steuergeldern und sagt es ist kein Geld für Sozialleistungen da.

Und wieder stellt sich die Frage, wieso 500Mrd. Euro für Banken da sind, obwohl kein Geld da ist?

Zu den Linken im allgemeinen kann man stehen wie man will. Die Verteufelung kann ich nicht verstehen. Sie haben nicht mehr Leichen im Keller, als alle anderen größeren Parteien auch (Stichwort Spendenaffäre). Sie fordern nicht mehr Unsinn, als alle anderen Parteien (Stichwort Rente ab 70, Abschuss von Flugzeugen, Bahnprivatisierung). Sie fordern halt mehr für den Bürger und weniger für die Wirtschaft. Genau deshalb stehen sie in den privaten Medien schlechter da.
 
@chriwi
Sie fordern halt mehr für den Bürger und weniger für die Wirtschaft

Das stimmt nicht. Du verallgemeinerst den Terminus "Bürger" in unzulässiger Weise.
Denn unter den Begriff Bürger fällt z.B. auch ein Wirtschaftsboss.

Was die Linke betreibt, ist das Schüren von Neiddebatten.
Und im neidisch sein, sind wir deutschen aufgrund unseres hohen Lebensstandards und des umfangreichen
Konsumangebots Weltmeister.

Ohne Leistung- kein Überleben. Wer sich diesem Naturwissenschaftlichen Grundsatz verweigert, der verneint die Realität.
Eine Kartoffel erntet sich einfach nicht von selbst.
Das Leistungsprinzip, auf dessen Grundlage unser Staatssystem basiert, wird in Frage gestellt.
Der Hang zu Enteignung, der in erheblichem Maße auch durch unsere aktuellen Machthaber vorangetrieben wird, wird zusätzlich forciert.
Derjenige, der Vermögenswerte schafft, die ja auch wiederum dem Wirtschaftskreislauf zugute kommen, wird immer stärker bestraft. Das darf nicht sein. Hohe Leistung und Risikobereitschaft muss sich immer auszahlen. Sonst wird diese irgendwann nicht mehr erbracht.
Und ohne Leistungsträger in der Gesellschaft, wird selbige zugrunde gehen.


Es wird Stimmung gegen die Wirtschaft gemacht.
98% der "Wirtschaft" wird durch das Fehlverhalten von weltweiten Konzernen, Banken etc., deren Macht inzwischen selbst die der Politik übersteigt, durch Parteien wie der Linken zu unrecht abgestraft.
Die Mehrzahl an Unternehmen wird durch Steuerbelastung, Lohnnebenkosten, Krankenversicherung, hohe Energiepreise wie eine Zitrone ausgequetscht. Woher kommt denn die Vielzahl an Unternehmenspleiten?
An jeder Unternehmenspleite hängen geplatzte Träume, schlaflose Nächte, Überlebenskampf etc.! Vergesst das NIE! Freiwillig und ohne bis zum Untergang gekämpft zu haben geht keiner in die Insolvenz!

Wer bringt Euch denn die Butter aufs Brot? Was wären wir ohne den Mittelstand und die Existenzgründer, die ein enormes Risiko tragen und jeden Tag erneut um jeden Auftrag und Arbeitsplatz kämpfen?
Es findet auch aufgrund von Medienberichten diesbezüglich eine für mich unfassbare Verzerrung der Realitäten in der deutschen Wirtschaft statt.

Die Linke ist ein Unruhestifter in unserem System, welche durch Aufgreifen von Stimmungen und Tendenzen, die im Volk durch einseitige Berichterstattung der Medien geschührt werden, ihren Erfolg erzielen.
Wir kann man für eine Partei sachlichen Umgang fordert, welche sich ihrerseits nicht mit den durch die Realtität implizierten Gegebenheiten
sachlich auseinandersetzen will?

Im Gegensatz zu allen Anderen hier, fürchte ich, dass wenn die Linke an der Macht wäre, die Geldumverteilungsmaschinerie von unten nach oben erst richtig anspringt.
Nur dass die Partei dann entscheiden kann, wer Nutzniesser der Verteilung wird, was wiederum deren Macht vorschub leisten würde.



Just my 2 cents
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Chriwi

Die 500 Mrd. sind Bürgschaften. Weisst du was das ist? Das Geld ist also in dem Sinne nur weg , wenn die Banken, die die Bürgschaft in Anspruch genommen haben, pleite sind. Das wurde hinreichend in dem Thread hier erläutert und es nervt, dass sich wieder welche einklingen, die dass ganze von neuem Versuchen aufzurollen, ohne dabie zu beachten, was ne Bürgschaft genau ist! Zu deinem Einwand, dass jeder, der eine Aktie des entsprechendes Unternehmens hält davon profitiert, ist genauso blödsinnig und zeigt, dass du absolut nicht verstehst, wovon du redest. Die Aktieninhaber profitieren eigentlich gar nicht davon. Geht die Firma pleite, haben die Schuldner anrecht auf die Bürgschaft, die Aktieninhaber sind aber keine Schuldner! Sondern die inhaber der Firma un die haben dann nichtzs mehr wenn das Unternehmen pleite ist. Davon abgesehen, kann jeder eine Aktien an dem Unternehmen erwerben, auch die ganz "kleinen". Deine Behauptung stimmt also egal wie man es betrachtet nicht.
 
Mustis schrieb:
@ Chriwi

Die 500 Mrd. sind Bürgschaften. Weisst du was das ist? Das Geld ist also in dem Sinne nur weg , wenn die Banken, die die Bürgschaft in Anspruch genommen haben, pleite sind.

50 Mrd. sind schon weg. Schau dir mal die Hypo Real an. Sicher Bürgschaft klingt besser und ein Teil kommt sicher zurück, oder wird nicht verwendet, aber ein Teil ist weg. Darauf kann man sich verlassen.
 
So, dann wäre das mit den Bürgschaften geklärt, nur verstehe ich nicht was das mit einem sachlichen Umgang mit den Linken zu tun hat. Bürgen die etwa?


Edit:
Die Linke ist ein Unruhestifter in unserem System, welche durch Aufgreifen von Stimmungen und Tendenzen, die im Volk durch einseitige Berichterstattung der Medien geschührt werden, ihren Erfolg erzielen.

Interessant, sind jetzt also die Medien schuld am Erfolg der Linken?
 
Zuletzt bearbeitet:
ZeroZerp schrieb:
@chriwi
Sie fordern halt mehr für den Bürger und weniger für die Wirtschaft

Das stimmt nicht. Du verallgemeinerst den Terminus "Bürger" in unzulässiger Weise.
Denn unter den Begriff Bürger fällt z.B. auch ein Wirtschaftsboss.

Du hast recht. Ich stimme dir zu.

ZeroZerp schrieb:
Ohne Leistung- kein Überleben.
Wer sich diesem Naturwissenschaftlichen Grundsatz verweigert, der verneint die Realität.
Eine Kartoffel erntet sich einfach nicht von selbst.
Aber Geld arbeitet.
ZeroZerp schrieb:
Das Leistungsprinzip, auf dessen Grundlage unser Staatssystem basiert, wird in Frage gestellt.
Der Hang zu Enteignung, der in erheblichem Maße auch durch unsere aktuellen Machthaber vorangetrieben wird, wird zusätzlich forciert.
Die Linken, so weit ich das weiß, wollen das Leistungsprinzip nicht abschaffen. Sie setzen nur durch was im Grundgesetzt steht. Eigentum verpflichtet. Enteignet werden zum Beispiel wir alle, wenn die Bahn für viel zu wenig Geld privatisiert wird, Staatsimmobilien verkauft und danach zurückgemietet werden. Das kostet viel Geld, obwohl absehbar ist, wie Geld gespart werden soll. Das müssen dann alle tragen.
ZeroZerp schrieb:
Und ohne Leistungsträger in der Gesellschaft, wird selbige zugrunde gehen.
Sagt wer? Wer definiert wer Leistungsträger sind. Ich finde Einkommen ist ein ganz schlechtes Maß dafür.

ZeroZerp schrieb:
Es wird Stimmung gegen die Wirtschaft gemacht.
98% der "Wirtschaft" wird durch das Fehlverhalten von weltweiten Konzernen, Banken etc., deren Macht inzwischen selbst die der Politik übersteigt, durch Parteien wie der Linken zu unrecht abgestraft.
Da gebe ich dir Recht. Das Mammutfehlverhalten liegt bei den großen, welche nicht fallengelassen werden da sie zu groß sind. Den Rahmen setzt die Politik. Wenn alle den gleichen Rahmen haben ist keiner benachteiligt.

ZeroZerp schrieb:
Die Mehrzahl an Unternehmen wird durch Steuerbelastung, Lohnnebenkosten, Krankenversicherung, hohe Energiepreise wie eine Zitrone ausgequetscht. Woher kommt denn die Vielzahl an Unternehmenspleiten?
Da alle Unternehmen diese Kosten an den Verbraucher weitergeben und alle Unternehmen die gleichen Probleme haben sollten kommt die Vielzahl der Unternehmenspleiten dadurch, dass die Unternehmen Dinge produzieren die zu wenig gekauft werden. Das immer auf die Lohnnebenkosten und Steuern zu schieben ist kurzsichtig gedacht.

Lohnebenkosten --> Rente + Krankenverischerung --> es gibt Firmen welche Krankenhausbedarf produzieren, etc. --> Einnahmequelle

Steuer --> es werden Straßen gebaut --> es gibt Baubetriebe
 
@ZeroZerp

was meinst du, wie ist in den ehemaligen ostblockstaaten die kartoffel geerntet worden? oder die butter aufs brot. auch die "kommunistischen" regierungen wußten, das sich leitung auch lohnen muß. die umsetzung desselben war dann doch was anderes.
lohnnebenkosten? gibt es nicht. krankenversicherungskosten zu hoch? steuern zu hoch? und wovon soll alles bezahlt werden, wenn nicht duch steuern und abgaben?
unruhestifter im system? so ähnlich hat man sicher von den "bürgerbewegten" und "dissidenten" im ex-osten gereden. was ist draus geworden?
und tu nciht so, als ob alles, was vom aktuellen gesellschaftsmodell abweicht, den untergang des abendlandes hervorruft. den untergang macht die gesellschaft schon selbst.


und mal zu hessen, haben sich die zu wählenden schon auf irgendwelche wahlaussagen hinreisen lassen?
 
hal9000 schrieb:
haben sich die zu wählenden schon auf irgendwelche wahlaussagen hinreisen lassen?
Was erwartest Du? Die letzten Wahlen waren doch erst im Januar 2008. Bis dahin haben die einzelnen Parteien ihre Marschrichtung für die kommenden fünf Jahre kommuniziert. Es ist kaum davon auszugehen, dass sich daran grundlegend etwas geändert hat, etwa in Bezug auf Themen wie Bildung oder Verkehr.

Und mittlerweile wird auch der letzte Hinterwäldler in Hessen verstanden haben, dass man im Vorfeld einer Wahl nur wenig Konkretes über spätere Kooperationen oder gar Koalitionen versprechen kann. Denn darüber entscheiden erst einmal die Wähler. Die Parteien können sich anschließend nur in dem Umfeld des Wählervotums bewegen. Wenn bestimmte Farbkombinationen nicht zu einer Mehrheit führen, muss man sich entweder neu orientieren oder in die Oppositin gehen.
 
was ich erwarte? naja, hessen ist (für mich) weit weg. irgendwelche koalitionsaussagen, wermit wem könnte oder möchte und wer mit wem nicht? ob man noch dabei bleibt, den hesslichen koch ablösen zu wollen oder ob das mitlerweile relativ gleichgültig geworden ist? macht man sich ggf. gedanken darüber, was man zu machen gedenkt, wenn ein ergebnis wie bei der letzten wahl raus kommt?
 
@chriwi
So weit liegen wir garnicht auseinander...

Da alle Unternehmen diese Kosten an den Verbraucher weitergeben und alle Unternehmen die gleichen Probleme haben sollten kommt die Vielzahl der Unternehmenspleiten dadurch, dass die Unternehmen Dinge produzieren die zu wenig gekauft werden. Das immer auf die Lohnnebenkosten und Steuern zu schieben ist kurzsichtig gedacht.
Dies mag der Fall in einem in sich selbst geschlossenen Wirtschaftskreislauf sein.
Wenn in Deutschland also die Grenzen für Zuwanderung, Im- und Exporte geschlossen würden, dann könnte Deine Rechnung vielleicht sogar aufgehen.
Wir stehen aber im internationalen Wettbewerb mit Ländern und spätestens dann ist es Essig mit "alle Kosten können einfach immer an den Endkunden abgeschoben werden" und auch die Ursachen, warum Dinge nicht mehr abgesetzt werden können sind dadurch um ein vielfaches mannigfaltiger und nicht auf ein "Versagen" der Firma zurückzuführen bzw. darauf, dass der Markt das Produkt nicht benötigt.

@hal9000
und wovon soll alles bezahlt werden, wenn nicht duch steuern und abgaben?
Ich bin keineswegs gegen Steuern und Abgaben. Jedoch bin ich für Transparenz. Für die Zweckgebundenheit eben dieser.
Ich bin der Meinung, dass die Steuern im Interesse eben jener, die in der Lage und willens sind diese sozialen Gelder zu erarbeiten, so gering wie möglich gehalten werden müssen.

Eigentum verpflichtet. Da bin ich einverstanden damit. Aber man sollte es nicht so weit treiben, dass man durch Eigentum versklavt wird.
Sonst schafft sich dieses Eigentum irgendwann keiner mehr. Und was dann? Wer baut die Häuser in einem sich dadurch degenerierenden Konsumfluss und dadurch resultierender Flaute bei Einnahme der Steuern?

Übermäßiger Sozialismus führt sich durch die Misachtung der Menschlichen Natur früher oder später immer selbst ad Absurdum.
Das ist so, bleibt so und wird immer so sein.
Der Mensch sucht immer seinen Vorteil. Er bewegt sich, wenn er muss, oder sich etwas davon verspricht.
Das wurde ja auch schon oft genug in diesem Thread erörtert. Und keine Doktrin der Welt, kann diesen Urtrieb oder den Antrieb des Lebens stoppen oder verbiegen.
 
und was fangen wir mit den (ca.) 20 mio rentnern an? die wenigsten von diesen erarbeiten irgendwelche werte. oder kinder, schüler, studenten? kranke? und wie sollen einkommens- und umsatzsteuern zweggebunden werden? zumal in solch einen fast feudalistisch-kleinstaatlich organisierten staatsgebilde? da gebiert jede antwort tausend neu fragen. so wie die frage nach der menschlichen natur. was ist diese und warum soll übermäßiger (was ist das) sozialismus diese menschliche natur mißachten? im 21. jahrhundert haben wir jahrtausende der kriege und des elendns hinter uns gelassen. nur leider noch nicht überwunden. was in alle den jahren war die menschliche natur?

klar bewegt sich der mensch. schon um das tagtägliche leben finanzieren zu können. dazu gehört aber auch, das sich leistung lohnen muß. ackern für lau oder fast nix würde dann der menschlichen natur entsprechen? dann könnte sich die gesellschaft z. b. das herumhaken auf denen, die nicht mit akern dürfen, sparen?

sorry, ich weiche ab ;)
 
@hal9000
und was fangen wir mit den (ca.) 20 mio rentnern an
Gute Frage. Die jetzige Rentnergeneration hat aber bereits in die Rentenkasse einbezahlt.
Diese fallen also nicht zur last.
Dafür, dass die Politik die Rückstellungen für Rentenzahlungen verschossen hat, können die ja nichts. Deswegen sage ich ja- je weniger Geld man dem Staat zur verfügung stellt, umso besser.
Dass dieser nämlich mit Geld überhaupt nicht umgehen kann und dass Milliardenbeträge durch Kumpanei, Schiebung und auch bloßer Unfähigkeit versacken, zeigt jährlich allein die schwarze Liste des Bundesrechnungshofes.
Kinder, Schüler und Kranke werden von mir sehr gerne mit meinen Steuerzahlungen unterstützt. Die Aufgabe der Grundabsicherung ist eine essenziell wichtige.

Auch gegen eine Umsatzsteuer etc. habe ich nichts. Auch nicht gegen derer freien Verwendung. Ich habe etwas gegen Steuergeflechte, die die eklatant hohe Steuerlast in Deutschland verschleiern sollen. Ebenso habe ich etwas dagegen, wenn Steuern auf Steuern erhoben werden.
Nehmen wir mal einen Hausbau.

Das Haus wird gebaut mit bereits komplett verteuertem Geld.
Für Material und Dienstleistung fallen, obwohl das Geld bereits versteuert ist nochmal 19% MwSt. an. Grundsteuer, Erschliessungskosten, Gutachten etc. alles Kohle, die der Staat darüber hinaus einstreicht.
Bis das Haus steht hat man also locker mal 50% der Kosten dem Staatsmoloch in den Rachen geschoben. Wenns dann nach den ganzen Neidern geht (Erbschaftssteuer), dann werden von den 50% nochmal 25-50% vom Staat enteignet.
Und dann wird noch von vielen neidern rumgequäkt, dass es den Besitzenden soooooo gut geht und merken garnicht, dass sie den Ast absägen, auf dem sie sitzen.

Verrückte Welt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Linken haben schon ihre Existenzberechtigung. Die sticheln halt mal schön ins Wespennest und es kommt ein bischen Bewegung auf ;)
Demokratie ist ja was für Mitläufer, einer sagt wo es lang geht und der Rest muss folgen ;)

Trotz Pseudo-Revolution in Bayern (Man ersetzt die alte Generation durch die Junge aber Hauptsache die wichtigen Positionen gehen an die Oberbayern :D) haben die Linken bei uns keine Erdbeben ausgelöst. 4,7% hätten zwar für den Landtag in Sachsen gereicht aber nicht bei uns ;)

Sonst fällt mir zu dieser späten Stunden nur zu Hessen ein :

Liewer Dregg am Stegge als wie im Dregg schdegge.
:D:D:D
 
@munichrules
Die Linken haben schon ihre Existenzberechtigung. Die sticheln halt mal schön ins Wespennest und es kommt ein bischen Bewegung auf

Das tun "die Rechten" auch ;)
Doch beide tun das in meinen Augen leider auf eine zu radikale Art und Weise, die an der gesellschaftlichen Grundordnung der BRD kratzt.
 
MunichRules schrieb:
Die Linken haben schon ihre Existenzberechtigung. Die sticheln halt mal schön ins Wespennest und es kommt ein bischen Bewegung auf ;)

Ueberall da, wo die Linke in Regierungsverantwortung stand / steht oder eine Minderheitsregierung ermoeglicht hat, hat sie wahlweise einen Scherbenhaufen hinterlassen (Sachsen-Anhalt) oder sich den Wirklichkeiten angepasst (Berlin). Weder kann ich hieraus eine Existenzberechtigung herleiten noch irgendeine Bewegung zum Guten erkennen?
 
Zurück
Oben