Hessen: Endlich sachlicher Umgang mit den Linken ?

Gleichheit vor dem Gesetz
Die großartige “Gleichheit vor dem Gesetz” verbietet den Reichen wie den Armen, unter Brücken zu schlafen, auf den Straßen zu betteln oder Brot zu stehlen.

Anatole France (1844 - 1924), “Le lys rouge”, 1894, (deutscher Titel: “Die rote Lilie“), Nobelpreisträger für Literatur 1921
 
@chriwi
Dieses Schicksal muss ja in Deutschland aufgrund des hervorragenden sozialen Auffangnetzes niemand fürchten.

Um noch einmal das Stichwort Medien und deren in meinen Augen großen Macht aufzugreifen.
Die Medien sind mit die Hauptfaktoren der Stimungsmache hier in D.
Diese stürzen sich leider immer selektiv auf ein Thema, welches gerade "in" ist und schlachten dieses bis zum Exzess aus.
Wie sehr die Presse z.B. das Wahlverhalten des Ottonormalbürgers beeinflussen kann zeigt vielleicht folgendes Beispiel.

Thema Fremdenfeindlichkeit und die damit verbundenen Konsequenz die Rechten zu wählen.
Wenn eine populäre Tageszeitung -nehmen wir mal die mit den 4 Buchstaben- gezielt täglich Berichte in die Zeitung streuen würde, die von Ausschreitungen ausländischer Mitbürger handeln, so wird beim Volk auf Dauer eine Stimmung erzeugt.
Wenn dann eine rechte Partei diese Stimmung auffängt, so erhält sie mehr Stimmen, obwohl vielleicht statistisch gesehen die Gesamtzahl der Übergriffe von Ausländern gleich geblieben ist.
Das Wahlverhalten hat sich also nur geändert, weil die Presse den Fokus auf das Thema Gewaltausübung durch Ausländer gerichtet hat.

Noch ein Beispiel:
Finanzkrise, Bankenkrise. Nehmen wir mal an, die Medien würden die übertrieben Negativberichterstattung lassen und hätten von Anfang an die Krise kleingeschrieben.
Von der Normalbevölkerung und den Unternehmen würden 80% noch nicht mal mitkriegen, dass unsere Wirtschaft im Begriff ist unterzugehen. Die Frage ist, ist sie das wirklich?
Wenn ich mich in unserem Kundenumfeld umsehe, so ist die Stimmung entgegen allgemeiner Berichterstattung sogar sehr gut, was Geschäft und Umsatz angeht. Es werden auch keinerlei Einbrüche erwartet. Viele unserer Kunden werden aber vorsichtig. Investitionen werden heruntergefahren, Rücklagen gebildet, weil man nicht weiß, was man von diesen ganzen Hiobsbotschaften halten soll.
Mir kommt es schon fast so vor, als ob mit aller Gewalt diese Wirtschaftskrise herbeigebetet wird.
Warum und wieso? Vielleicht um eine riesige Geldsumme wie auch immer bewegen zu könen? Das ist alles Spekulation. Jedoch lässt sich auch hier erkennen, wie groß die Macht der Medien ist.
Sie können eine Negativ- Stimmung erzeugen, obwohl die Realitäten anders aussehen.

Diese Medienhörigkeit ist für mich ein ganz kritisches Thema. Stimmungsmache und Potenzieren eines Themas durch Fokussierung, welche an den Realbedingungen oftmals vorbei geht.

Die extremen Parteien sind die Parasiten der Stimmungsmache der Medien.
Die Linke ist eine davon...
 
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ZeroZerp schrieb:
Dieses Schicksal muss ja in Deutschland aufgrund des hervorragenden sozialen Auffangnetzes niemand fürchten.

Hmm komisch wieso gibt es dann in der BRD mehrere Hunderttausende Obdachlose?

"Nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe e.V. in Bielefeld waren im Jahr 2004 etwa 345.000 Menschen in Deutschland wohnungslos. Darunter waren ca. 55 % Männer, ca. 23 % Frauen und ca. 22 % Kinder und Jugendliche."

Scheint wohl einige Lücken zu haben, dieses "hervorragende soziale Auffangnetz".

ZeroZerp schrieb:
Die extremen Parteien sind die Parasiten der Stimmungsmache der Medien.
Die Linke ist eine davon...

Na klar in den bürgerlichen Medien wird ja auch rund um die Uhr Werbung für DIE LINKE gemacht :freak:
 
Ähem, niemand ist gezwungen die sozialen Leistungen anzunehmen. Solange du aber gar keine Gründe anführst, warum diese Menschen nicht in den Genuss von Sozialleitungen kommen, ist die Darstellung, dass sie diese aus Prinzip nicht bekommen würden, schlicht extrem ungenau, denn die Gründe dafür sind doch sehr unterschiedlich und hat auch oft Gründe in anderen Bereichen, warum sich Betroffenen erst gar nicht um Sozialleistungen bemühen (können).

Solltest du Bedarf haben, die Gründe näher zu erläutern, wäre dass sicherlich auch mal hilfreich für eine Diskussion. So isses halt nur eine Behauptung unter vielen und eine Tatsache, die auch mit den Linken vermutlich kaum einen Deut besser würde.

Weiterhin hast du den Satz nicht verstanden smacked2. Die Linke profitiert von einem Stimmungsbild, dass in Deutschland vorherrscht und durch die Medien aufgegriffen und verstärkt wird. Es wäre also wenn dann nur sehr indirekte Werbung und vermutlich so nicht mal beabsichtigt (die "direkte" Werbung läuft im Netz dafür auf anderen Seiten). Andererseist tun das auch andere Parteien im Prinzip, aber niemand arbeitet mehr mit dem Thema soziale Absicherung als die Linke. In zeiten, wo gerade die Unsicherheit über die Zukunft mehr und mehr zunimmt, ist das ein Thema was ankommt. Ob man die Linke dafür nun verurteilen sollte als extreme Partei, sei mal dahingestellt, als Populisten betätigen sie sich definitiv.

Ansonsten: Hessen und die Linke ist das Thema, immer noch. Also nicht ganz aus den Augen verlieren, selbst wenn die Linke in Hessen nicht mehr arg viel sagt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Andererseist tun das auch andere Parteien im Prinzip, aber niemand arbeitet mehr mit dem Thema soziale Absicherung als die Linke.

@Happy Mutant, warum muss man der Linken daraus einen Vorwurf machen?

Zum einen können dieses Thema alle anderen Parteien genau so aufgreifen zum anderen scheint es notwendig zu sein darüber nachzudenken ob die sozialen Absicherungssystem so wie sie gegenwärtig sind effektiv sind.

Bei allen außer den Linken ist dies offensichtlich der Fall, oder schweigen sie s nur tod weil sie keine Lösung anbieten können?

Wenns nicht wichtig ist braucht sich auch keiner drüber aufregen oder?
 
OMaOle schrieb:
@Happy Mutant, warum muss man der Linken daraus einen Vorwurf machen?

Hab ich das? Du glaubst sicherlich, dass ich das hätte, aber es ist einfach nur eine Feststellung gewesen, der du ja auch grundsätzlich zustimmst.

Meine einzige Einschränkung war die, dass sie das Thema populistisch angehen, also Versprechungen machen, die schwierig werden zu halten. Was sie aber auch nicht müssen, da sie in nächster Zeit nicht in die alleinige Regierungsverantwortung kommen werden, also als Opposition, als Koalitionspartner oder schlicht als Potential Wählerstimmen anderen Parteien wegzunehmen, nur Kompromisse erzwingen könnten.
 
smacked2 schrieb:
Hmm komisch wieso gibt es dann in der BRD mehrere Hunderttausende Obdachlose?

"Nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe e.V. in Bielefeld waren im Jahr 2004 etwa 345.000 Menschen in Deutschland wohnungslos. Darunter waren ca. 55 % Männer, ca. 23 % Frauen und ca. 22 % Kinder und Jugendliche."

Erst lesen, dann quoten. Die "BAG Wohnungslosenhilfe e. V." spricht von wohnungs-, nicht odachlosen. Als wohnungslos wird definiert, wer keinen mietvertraglich gesicherten Wohnraum hat - also auch Asylbewerber, Aussiedler oder Selbstzahler in Pensionen. Das haettest Du so auf der Website des "BAG Wohnungslosenhilfe e. V." nachlesen koennen, anstatt ein paar Buzzwords in die Runde zu werfen.

MunichRules schrieb:
Die Diskussion ist mir zu einseitig.

Dann bereichere sie doch um die Dinge, die mir bislang entgangen sind. Etwa um Kommunen oder Laender, die Dank linker Administration prosperieren.

MunichRules schrieb:
Welche Existenzberechtigung hast du denn Jepe ?

Eigentlich ist die Frage zu dumm, um sie durch eine Antwort aufzuwerten. Sei´s drum: die des kritischen Waehlers, der ueberzeugt werden moechte.

MunichRules schrieb:
Die nächste 40 Jahre sind wohl für Frau Merkel und Company neun Legislaturperioden zu viel, da für ihren beschränkten Verstand nicht überschaubar. Da trifft man sich lieber mal schnell in Triest mit Berlusconi auf einen Latte Macchiato.

Oder postet in irgendeinem Forum anonym polemischen Humbug, ohne selbst eine erkennbare Position zu beziehen. Ach, waerst Du doch Kanzler.
 
HappyMutant schrieb:
Ansonsten: Hessen und die Linke ist das Thema, immer noch. Also nicht ganz aus den Augen verlieren, selbst wenn die Linke in Hessen nicht mehr arg viel sagt.

Da hast du Recht, um DIE LINKE in Hessen ist es sehr still geworden in letzter Zeit. Dennoch hat sie in der kurzen Zeit einiges erreicht, wie z.B. die Abschaffung der Studiengebühren.
 
Was ebenso eine Forderung der SPD und der Grünen war und die damit offensiv den Wahlkampf geführt haben. Das die Abschaffung nur mit Hilfe der Linken funktionierte ist richtig, leider hat sich die SPD mit dieser Konstellation nicht als Ganzes anfreuden können.
 
Da gibt es halt zu viele GenossInnen in der SPD die in dogmatischen Ablehnungspositionen gefangen sind.
Bleibt nur zu hoffen das die CDU jetzt nicht gleich meint die Studiengebühren wieder einführen zu müssen. Sollte es dazu kommen wird es sicher wieder ordentlich Krawalle geben. Das sollten sich Koch & Konsorten also 2x überlegen ;)
 
smacked2 schrieb:
Sollte es dazu kommen wird es sicher wieder ordentlich Krawalle geben. Das sollten sich Koch & Konsorten also 2x überlegen ;)

Und sich dem randalierenden Mob beugen? Weimar, Reloaded.

Ganz abgesehen davon, dass ich mich an die letzten Ausschreitungen noch entsinne, die unter dem Deckmaentelchen eines "Protestes" gegen das Bildungssystem stattfanden - Antifa-Krakeler, die juedische Ausstellungen verwuesten und alkoholisierte Minderjaehrige.
 
Kritik ist doch nicht der Anspruch, Dinger selber besser tun zu können, dazu fehlt mir die Macht. Sondern auf bestehende Missvervältnisse aufmerksam zu machen, die hier aber von ingoranten und ewig-gestrigen Systemgewaschenen. Wer halt wohl den besseren Überblick einer im System oder einer der ausserhalb oder drüber steht ?
Die Regierende machen es sich einfach zu leicht, alles bleibt beim Alten und man denkt gerade maximal vier Jahre voraus. Für einen der in den Tag hineinlebt, mag das ja schon Weitsicht sein. Für mich ist das reine Volksverdummung. Der größte Teil unserer mündigen Gesellschaft ist ja nicht ohne Grund Nichtwähler. Ergo haben nicht 40% der Wahlberechtigen die Partei der Merkel gewählt sondern weniger als 20%. Somit werden wir von den Vorstellungen einer Minderheit regiert.
Politik ist einfach nur eine Farce der priviligerten so was schon zu Monarchie Zeiten oder zu ZEiten des HRE oder noch früher. Ein reines Machtspiel. Das ist halt so, heisst es immer. Aber das einer sagt es muss abe rnicht so sein, esgeht auch anders das sagt keiner. Da muss man sich ja anstrengen und selber mitdenken. Oh Gott, oh Gott.

Und sich dem randalierenden Mob beugen? Weimar, Reloaded.

da spricht die rechte ZUnge. ;) Die Weimarer Republik hat doch gerade erst bewirkt was wir heute Demokratie nennen. EIn Snob sieht nur den Mob, ein freier MEnsch sind den Menschen dahinter. :mad: Ohne Weimarer Republik kein FreiStaat Bayern. Der Enthronte TEnnis-spielende Blaublut OPa-Prinz sieht das wohl anders.

Weimar Reloade, pfff die Weimarer Republik mit "The Matrix" zu vergleichen ist ja so stringent :rolleyes:


Soll doch die Ypsilanti OPel retten, sie ist doch so stolz darauf, dass sie "der Sohn eines Opel-Arbeiters ..."

Ansonsten, wozu soll ich Flagge bekenne oder eine feste Position beziehen. Dann bin ich doch genauso wie ihr. Und euch kritisiere ich doch, weil ihr so festgefahren seid. Und an einen Stammtisch bekommen keine zehn Pferde.

Die Ypsilant dreht sie ja auch nur wie eine Fahne im Wind ! ;-) Aber der Münte verteidigt sie ....
 
Zuletzt bearbeitet:
MunichRules schrieb:
Der größte Teil unserer mündigen Gesellschaft ist ja nicht ohne Grund Nichtwähler. Ergo haben nicht 40% der Wahlberechtigen die Partei der Merkel gewählt sondern weniger als 20%. Somit werden wir von den Vorstellungen einer Minderheit regiert.

... und der Anteil der auf Die Linke entfallenen Stimmen waere geradezu esotherisch. So viel zum Thema "von einer Minderheit" regiert.

MunichRules schrieb:
da spricht die rechte ZUnge. ;)

Wenn sonst nichts geht - die Nazikeule geht immer. So leid es mir tut: mir tut sie nicht weh. Weil ich weiss, dass ich keiner bin.
 
Freiheit herrscht dann, wenn ich Menschen zum wählen zwinge, damit ich legitimiert bin. :D
 
Würd ich so nicht stehen lassen, gerade extreme Randparteien, sowohl Rechts als auch Links, mobilisieren jeden Mann damit er zur Wahl geht, hier wird man wohl nur wenige finden, welche nicht ihre Stimme abgeben. Somit stellen sie an sich sogar noch einen viel kleineren Teil dar! Schaffen es also nur zu überleben, weil viele Wähler der großen Parteien entweder desinteressiert sind oder meinen ihre Stimme würde eh nicht mehr viel ändern, oder gar sich nicht entscheiden können.

MunichRules schrieb:
Der größte Teil unserer mündigen Gesellschaft ist ja nicht ohne Grund Nichtwähler. Ergo haben nicht 40% der Wahlberechtigen die Partei der Merkel gewählt sondern weniger als 20%. Somit werden wir von den Vorstellungen einer Minderheit regiert.

Siehe zum einen oben, zum anderen, wer nicht zur Wahl geht ist selbst Schuld und akzeptiert es offensichtlich, dass andere über ihn entscheiden! Auch würde ich mich hüten, von einer Regierung einer Minderheit zu reden, da wie gesagt die extremen Parteien ihre Wähler in großen Zahlen an die Urnen bringen. Somit bleiben wohl nur Stimmen der großen Parteien welche fehlen und diese führen vllt zu einem nicht eindeutigen Bild der Einstellung der deutschen Bürger, aber unterm Strich kommt es meist eh zu ähnlichen politischen Entscheidungen.

MunichRules schrieb:
Politik ist einfach nur eine Farce der priviligerten...

Aha und wieso bitte schön? Jeder hat die selbe möglichkeit sich zu informieren und jede Stimme zählt gleich viel! Daher würde mich einmal interessieren, wie du zu dieser Ansicht gelangst. Doch wohl hoffentlich nicht nur Aufgrund der Wahlbeteiligung...
 
Mustis schrieb:
@ Chriwi

Die 500 Mrd. sind Bürgschaften. Weisst du was das ist? Das Geld ist also in dem Sinne nur weg , wenn die Banken, die die Bürgschaft in Anspruch genommen haben, pleite sind. Das wurde hinreichend in dem Thread hier erläutert und es nervt, dass sich wieder welche einklingen, die dass ganze von neuem Versuchen aufzurollen, ohne dabie zu beachten, was ne Bürgschaft genau ist! Zu deinem Einwand, dass jeder, der eine Aktie des entsprechendes Unternehmens hält davon profitiert, ist genauso blödsinnig und zeigt, dass du absolut nicht verstehst, wovon du redest. Die Aktieninhaber profitieren eigentlich gar nicht davon.

Rechne mal zusammen wie viel schon weg ist bitte. Man muss nur ein wenig warten. Mit der Commerzbank und der Hyporeal komme ich schon auf knapp 140Mrd.. Als Gegenleistung gehört dem Staat 25% der Commerzbank. Die hatte einen Wert von noch knapp 4Mrd und wir alle haben 18Mrd bezahlt um ein viertel zu bekommen. Das die Aktieninhaber nicht profitieren ist Quatsch. Die Kurse steigen, wenn der Staat einspringt oder nicht?
 
Das Problem der Wahl war nicht die linke, sondern ypsilanti, die
1: gesagt hat, dass sie sich nicht von der Linken unterstützen lassen wird, obwohl die ziele der beiden Parteien eine große schnittmenge haben.
2: sie dann ihre Haltung nicht konsequent durchgezogen hat.

Sie hat sich einfach festnageln lassen und damit der spd das vertrauen der Wähler entzogen hat.

Und jetzt haben wir den Salat in Hessen... Koch weiter an der macht uns es würde mich nicht Wundern wenn er es noch schafft die Studiengebuhren wieder einzuführen (die sein Vater seineezeit abgeschafft hat).
 
MunichRules schrieb:
Der größte Teil unserer mündigen Gesellschaft ist ja nicht ohne Grund Nichtwähler. Ergo haben nicht 40% der Wahlberechtigen die Partei der Merkel gewählt sondern weniger als 20%. Somit werden wir von den Vorstellungen einer Minderheit regiert.

Das sehe ich anders. Nichtwähler sind aus freien Stücken nicht zur Wahl gegangen. Damit nehmen sie bewusst jedes Wahlergebnis in Kauf.
Entscheidend ist das reale Ergebnis.

Deine Spekulationen über Anteile ist nichtssagend, da Du nicht deren politische Richtung kennst.

MFG
 
Tragik der Geschichte: DIE LINKE ist in Hessen nicht nur angetreten, um Koch abzulösen. Ihr war außerdem Frau Ypsilanti nicht "links" genug, gleichwohl man gerne mit ihr zusammengearbeitet hätte.

Doch im Endeffekt hat DIE LINKE nicht nur die hier im Forum schon als neue, sozialdemokratische Hoffnungsträgerin gepriesene Ypsilanti (indirekt) abgeschossen, sondern gleichzeitig die Regierung Koch gestärkt.

Ganz ohne DIE LINKE als Wahlmöglichkeit hätte es die SPD gegen Koch womöglich geschafft.
 
@Keshkau
Nun, ich denke was du gesagt hast, sind allesamt unbestrittene Tatsachen.
Stellt sich nur die Frage, in wieweit die Wähler das so wollten. Sprich ob das Ergebnis auch nur annähernd dem Wunsch der Wähler entspricht. Das mag ich doch mal anzweifeln!

Frustwähler, die die FDP wählen. Diese Perversität muss man sich nur mal kurz vor Augen halten, um zu verstehen was in Hessen passiert ist. Wobei sie nichts wirklich falsch gemacht hat.

Die SPD machte sich lächerlich, und bekam die Quittung.

Die CDU hat hier mit Sicherheit auch nicht gewonnen, sondern unsere Demokratie in den Schmutz gezogen. Wieso sonst sind "Hessische Verhältnisse" inzwischen in aller Munde. Und da spielt ein Herr Koch, den kaum jemand haben wollte, selbst alte CDU Wähler (so weit ich das aus Gesprächen mitbekommen habe)

Die Grünen haben ebenfalls vom Frust der Wähler profitiert.

Und die LINKE. Nun, sie hat im Prinzip wenig falsch gemacht. Und ist trotzdem nicht an der Regierung beteiligt.

Ich denke, das wahre Ergebnis dieses Debakel werden wir bei der nächsten Wahl in Hessen erst so richtig erahnen können.
:)

Was aber alle Parteien aus dieser Wahl gelernt haben sollten ist doch das, das ein sachlicher Umgang mit der LINKEN mehr als nur notwendig ist.
Ohne diesen, wird die Republik noch sehr lange "Hessische Verhältnisse" haben ;)

Denn warum haben wir denn eine große Koalition im Bundestag?
Mit Sicherheit nicht, weil es Sachlichkeit in Bezug zur LINKEN gibt. Dass beispielsweise die FDP und CDU nicht mit der LINKEN koalieren wollen, ist recht verständlich. Warum die SPD das will, ist eigentlich auch klar (Konkurrenz im eigenen Lager, wobei man sich doch die Frage stellen muss, warum die Idee weniger wichtig ist als Alleinherrschaft). Doch warum die Grünen sich da so schwer tun, ist mir ein Rätsel. Insbesondere wenn man die Geschichte dieser Partei (und dessen Gründer) betrachtet.
 
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