@Keshkau
Nun, ich denke was du gesagt hast, sind allesamt unbestrittene Tatsachen.
Stellt sich nur die Frage, in wieweit die Wähler das so wollten. Sprich ob das Ergebnis auch nur annähernd dem Wunsch der Wähler entspricht. Das mag ich doch mal anzweifeln!
Frustwähler, die die FDP wählen. Diese Perversität muss man sich nur mal kurz vor Augen halten, um zu verstehen was in Hessen passiert ist. Wobei sie nichts wirklich falsch gemacht hat.
Die SPD machte sich lächerlich, und bekam die Quittung.
Die CDU hat hier mit Sicherheit auch nicht gewonnen, sondern unsere Demokratie in den Schmutz gezogen. Wieso sonst sind "Hessische Verhältnisse" inzwischen in aller Munde. Und da spielt ein Herr Koch, den kaum jemand haben wollte, selbst alte CDU Wähler (so weit ich das aus Gesprächen mitbekommen habe)
Die Grünen haben ebenfalls vom Frust der Wähler profitiert.
Und die LINKE. Nun, sie hat im Prinzip wenig falsch gemacht. Und ist trotzdem nicht an der Regierung beteiligt.
Ich denke, das wahre Ergebnis dieses Debakel werden wir bei der nächsten Wahl in Hessen erst so richtig erahnen können.
Was aber alle Parteien aus dieser Wahl gelernt haben sollten ist doch das, das ein sachlicher Umgang mit der LINKEN mehr als nur notwendig ist.
Ohne diesen, wird die Republik noch sehr lange "Hessische Verhältnisse" haben
Denn warum haben wir denn eine große Koalition im Bundestag?
Mit Sicherheit nicht, weil es Sachlichkeit in Bezug zur LINKEN gibt. Dass beispielsweise die FDP und CDU nicht mit der LINKEN koalieren wollen, ist recht verständlich. Warum die SPD das will, ist eigentlich auch klar (Konkurrenz im eigenen Lager, wobei man sich doch die Frage stellen muss, warum die Idee weniger wichtig ist als Alleinherrschaft). Doch warum die Grünen sich da so schwer tun, ist mir ein Rätsel. Insbesondere wenn man die Geschichte dieser Partei (und dessen Gründer) betrachtet.