Hessen: Endlich sachlicher Umgang mit den Linken ?

Nein ich muss keine Kinder ernähren, aber ich bekomme auch kein Kindergeld. Und nein ich hab keine Großanschaffungen, dafür musste ich regelmäßig in den Waschsalon (~10Euro im Monat), mir einen Drucker kaufen und den immer mit frischem Papier versorgen, regelmäßig in den Copyshop, Skripte kosten mittlerweile auch 5Euro....... Dazu noch Schreibkram, Bücher und Verwaltungsgebühren, insgesamt kostete mich die Uni im Schnitt ~70Euro im Monat, das sind Kosten die ein Hartz4-Empfänger nicht hat.

Und zum Thema Mindestlohn:
Die Berufe, die 2 bis 3Euro die Stunde bekommen, werden ohnehin vom Staat aufgestockt und haben daher unter dem Strich defintiv deutlich mehr. Weiterhin halte ich es für völlig falsch, in den Arbeitsmarkt dahingehend einzugreifen, dass der Preis für die Arbeit nicht mehr durch Angebot und Nachfrage (mit teilweiser Reglementierung durch Tarifverträge), sondern durch den Staat festgelegt wird. Man konnte doch in den letzten Jahren schön beobachten, dass es sich sehr positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt, wenn die Arbeit durch Lohnzurückhaltung und Senkung der Lohnnebenkosten "billiger" wird. Die Einführung eines Mindestlohns geht genau in die andere Richtung: Im Bereich der Geringqualifizierten, die es ohnehin schon schwer haben einen Job zu finden, würde der Mindestlohn die Arbeit drastisch verteuern. Die Nachfrage würde entsprechend sinken und wir hätten deutlich mehr Arbeitslose. Und die Theorie, dass ja alles zurück in den Wirtschaftskreislauf flösse, ist so auch nicht richtig, da wie bereits erläutert die Abreitnehmer effektiv nur geringfügig mehr in der Tasche hätten, nur dass jetzt eben alles vom Arbeitgeber kommt und nicht ein Teil vom Staat. Und da sich die Arbeitslosigkeit durch den Mindestlohn erhöhen dürfte, würde sich unter dem Strich eine geringere Kaufkraft der Gesamtbevölkerung ergeben.
 
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|MELVIN| schrieb:
Und zum Thema Mindestlohn:
Die Berufe, die 2 bis 3Euro die Stunde bekommen, werden ohnehin vom Staat aufgestockt und haben daher unter dem Strich defintiv deutlich mehr. Weiterhin halte ich es für völlig falsch, in den Arbeitsmarkt dahingehend einzugreifen, dass der Preis für die Arbeit nicht mehr durch Angebot und Nachfrage (mit teilweiser Reglementierung durch Tarifverträge), sondern durch den Staat festgelegt wird.
Was jetzt genau durch die Aufstockung mittels Hartz 4 passiert. Es wird dem Unternehmer ermöglicht seine Kosten auf die Allgemeinheit abzuwälzen.
|MELVIN| schrieb:
Man konnte doch in den letzten Jahren schön beobachten, dass es sich sehr positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt, wenn die Arbeit durch Lohnzurückhaltung und Senkung der Lohnnebenkosten "billiger" wird.
Was durchaus gut für die Exportindustrie, sowie die Unternehmensgewinne war und auch ist, aber die Binnenkaufkraft unglaublich geschwächt hat.

|MELVIN| schrieb:
Die Einführung eines Mindestlohns geht genau in die andere Richtung: Im Bereich der Geringqualifizierten, die es ohnehin schon schwer haben einen Job zu finden, würde der Mindestlohn die Arbeit drastisch verteuern.
Die Nachfrage würde entsprechend sinken und wir hätten deutlich mehr Arbeitslose.
Laut allen Markregeln soll die Arbeit welche zu teuer ist nicht gemacht werden. Das heißt doch, wenn sie gemacht werden muss wird sie jetzt zu schlecht bezahlt. Viele der schlechter qualifizierten Arbeitskräfte können gar nicht ausgelagert werden. Ein Verkäufer, Altenpfleger, Kindergärtner, Gärnter, Pförtner,... muss in Deutschland beschäftigt werden. Die Nachfrage ist aber da.



|MELVIN| schrieb:
Und die Theorie, dass ja alles zurück in den Wirtschaftskreislauf flösse, ist so auch nicht richtig, da wie bereits erläutert die Abreitnehmer effektiv nur geringfügig mehr in der Tasche hätten, nur dass jetzt eben alles vom Arbeitgeber kommt und nicht ein Teil vom Staat. Und da sich die Arbeitslosigkeit durch den Mindestlohn erhöhen dürfte, würde sich unter dem Strich eine geringere Kaufkraft der Gesamtbevölkerung ergeben.
Das stimmt ja so auch nicht ganz. Erst mal hätten die Arbeitnehmer etwa vielleicht genauso viel in der Tasche, aber der Staat kann ja die frei gewordenen Gelder investieren. Sinken würden eventuell die Unternehmensgewinne.
 
chriwi schrieb:
Was jetzt genau durch die Aufstockung mittels Hartz 4 passiert. Es wird dem Unternehmer ermöglicht seine Kosten auf die Allgemeinheit abzuwälzen.

Nein, denn bei Mindestlohn würde der Arbeitsplatz wahrscheinlich verloren gehen und der Arbeitnehmer wird komplett vom Staat versorgt. Unter dem Strich ist die Aufstockung also ein Gewinn für die Allgemeinheit.

chriwi schrieb:
Was durchaus gut für die Exportindustrie, sowie die Unternehmensgewinne war und auch ist, aber die Binnenkaufkraft unglaublich geschwächt hat.

Die Binnenkaufkraft ist insgesamt konstant geblieben, da die Menschen einzeln zwar nicht mehr verdienen, es aber mehr Einkommensbezieher gibt.

chriwi schrieb:
Das stimmt ja so auch nicht ganz. Erst mal hätten die Arbeitnehmer etwa vielleicht genauso viel in der Tasche, aber der Staat kann ja die frei gewordenen Gelder investieren. Sinken würden eventuell die Unternehmensgewinne.

Der Unternehmer investiert seine Unternehmensgewinne doch auch?! Und ich möchte sagen das meistens sogar sinnvoller als der Staat.
 
Wenn man jedoch den größten gemeinsamen Konsens, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahre 1948, zugrunde legt, finde ich die Linke nach wie vor schwierig.

Menschenrechte? Wenn du diverse Dokus bezüglich Verhalten unserer Regierung gegenüber illegalen Flüchtlingen,die teiwleise ewig lange am Flughafen festgehalten werden etc. anschaust, dann sehe ich die Gefgahr für Menschenrechte nicht in der Linken. Oder nicht nur.

Auch verstehe ich einen Punkt nicht: Die Linke hat sich bewusst und offen zur Bundesrepublik und somit zum GG entschieden. Das esind er Linken krasse Denker am Rande gibt ist doch noch lange kein Grund diese pauschal als "Böse" oder nicht regierungsfähig darzustellen. Denn sonst siehts wohl für jede Partei schlecht aus.

Die CDU hat Teile ihrer Wurzeln in einer Partei,die Hitler an die Macht geholfen hat. Die SPD war noch 1933 nicht zu knapp antisemitisch. Die Grünen waren 68er Potheads und die FDP will den Sozialstaat und die soziale Marktwirtschaft abschaffen.

Wenn man bestimmet Aspekte zuspitzt, so hat keine Partei eine wiklrich reine Weste.
Daher,und um wiederden Schwänker zum Thema zubekommen, sollte man schon etwas sachlicher werden, wenn man über die Linke redet.
Entweder man hat etwasgegen ihre Vorschläge und deren Begründung oder nicht. Aber nicht ständig der Bezug zur SED bitte!
Zumal die WASG nicht so viel mit der SED zutun hatte.
 
Helios co. schrieb:
... und die FDP will den Sozialstaat und die soziale Marktwirtschaft abschaffen.

.....sollte man schon etwas sachlicher werden, wenn man über die Linke redet.

Den ersten Kommentar hätte ich gern begründet, sonst macht der zweite keinen Sinn.

MFG
 
Helios co. schrieb:
Auch verstehe ich einen Punkt nicht: Die Linke hat sich bewusst und offen zur Bundesrepublik und somit zum GG entschieden. Das esind er Linken krasse Denker am Rande gibt ist doch noch lange kein Grund diese pauschal als "Böse" oder nicht regierungsfähig darzustellen. Denn sonst siehts wohl für jede Partei schlecht aus.
Ich stimme Dir zu, dass auch die anderen Parteien nicht immer das beste Verhalten an den Tag legen.

Wieso ich Die Linke weiterhin für eine nur schwer tolerierbare und gefährliche Partei halte, habe ich an dieser Stelle bereits ausgeführt und möchte das nun nicht wiederholen. Hab dort auch extra einige Google-Quellen verlinkt um die mühselige Diskussion um die Glaubwürdigkeit einzelner Quellen zu vermeiden.
 
|MELVIN| schrieb:
Nein, denn bei Mindestlohn würde der Arbeitsplatz wahrscheinlich verloren gehen und der Arbeitnehmer wird komplett vom Staat versorgt. Unter dem Strich ist die Aufstockung also ein Gewinn für die Allgemeinheit.

Ich möchte mal eine Statistik sehen die genau diese Aussage belegt. Frankreich, England, (eine ganze Reihe anderer europäischer Staaten), die USA haben einen Mindestlohn. Wenn es so schlecht ist wie du sagst, warum haben sie ihn dann?

Im Endeffekt ist es für die Wirtschaft egal wer das Geld hat, wenn alles Geld verkonsumiert und nichts dem Kreislauf entzogen wird. Da die Spitzenvermögen aber genau das machen, wäre der Mindestlohn eine Methode einen Teil der Gewinngelder im Kreislauf zu behalten.

Und eine dritte Sache hätte ich noch. Letztendlich bezahlen sich die Leute teilweise selbst. Ich hoffe das ist dir klar.



|MELVIN| schrieb:
Die Binnenkaufkraft ist insgesamt konstant geblieben, da die Menschen einzeln zwar nicht mehr verdienen, es aber mehr Einkommensbezieher gibt.
Bei wachsender Wirtschaft ist das mehr als schlecht.

|MELVIN| schrieb:
Der Unternehmer investiert seine Unternehmensgewinne doch auch?! Und ich möchte sagen das meistens sogar sinnvoller als der Staat.
Ich sage es wird nur ein kleiner Teil investiert. Die Rendite für die Unternehmen auf den realen Märkten waren teilweise zu gering und so zogen sie sich fleißig auf den Kapitalmarkt zurück und legten da ihr Geld an. Ebenso die Aktionäre. Viele von ihnen investieren nicht, sondern spekulieren lieber auf dem Kapitalmarkt. Das Geld ist entzogen. Außerdem stellt sich dann immer die Frage warum man bei steigenden Gewinnen weiter investieren sollte, wenn die Kaufkraft der Kunden konstant bleibt.
 
Den ersten Kommentar hätte ich gern begründet, sonst macht der zweite keinen Sinn.
Nun, dass die FDP den Sozialstaat deutlich schrumpfen lassen wollte und es teilweise auch getan hat ist doch hoffentlich kein Geheimnis, oder?

Aussagen diesbezüglich hört man doch ständig auch von Westerwelle. Ziel ist es das Geld welches momentan dafür verwendet wird in die Wirtschaft (angeblich den Mittelstand, wobei ich mich frage was Westerwelle als Mittelstand interpretiert) zu stecken und auf diese Weise Arbeitsplätze zu schaffen, so dass der Sozialstaat seine Grundlage (imjetzigen Umfang) verliert.

Eine Logik die meiner Meinung nach hochgradig verfehlt ist,wenn man Länder betrachtet, die kaum Sozialstaat haben, aber dennoch eine hohe Arbeitslosenquote.
Insbesondere sind solche Länder viel stärker Sprüngen unterworfen. Geht es der Wirtschaft gut, so sinkt hier meist rapide die Arbeitslosenzahl. Analog aber wenn es auch nur droht schlechter zu werden.So steigt die Quote direkt und massiv an.
Dann ist auch noch interessant dass gerade diese Länder eine unglaubliche Kriminalität aufweisen und massive Kosten für Staatssicherheit ausgeben. (Ein Zusammenhang der vielleicht wissenschaftlich untersucht werden sollte)

Beispielländer sind China, USA, Russland um mal die wichtigsten zu nennen.

Was man ihnen zu Gute halten muss: Wenn man den Mittelstand stärken würde, so würde dies tatsächlich zu einer Steigerung der Wirtschaftskraft führen. Aber die LINKE propagiert nichts Anderes!
Wer schreit denn seit Jahren,dass die Binnenwirtschaft gestärkt werden muss? Gysie!
Nur will dieser undsomit die LINKE zugleich den Spitzensteuersatz nicht senken und generell das obere Drittel des Kapitals stärker in die Pflicht ziehen. Nicht um sonst gibt es da so einen Absatz: Eigentum verpflichtet!

In dem Zusammenhang frage ich mich nochmals, was Westerwelle unter Mittelstand versteht!? Da zahlreiche Vorschläge der FDP nicht direkt und explizit darauf abzielen diesen zu stärken. Auch stehen die aktuellen Aussagen massiv im Kontrast zu denen von vor einpaar Jahren, als Westerwelle den Export und somit die Großindustrie als Mittelpunkt seiner Ideologie ansah und propagierte.

Aber als seine lächerliche 18+ Wahlpropaganda massiv im Boden versackte, entdeckte er den Mittelstand und die Binnenwirtschaft.
(zumindest in seinen Reden, wie es im Programm der FDP aussieht kann ich nicht beantworten, und dürfte auch nicht relevant sein, wenn man betrachtet wieviel ein solches Programm noch wert ist, wenn eine Partei plötzlich in der Regierung sitzt)


Im Zusammenhang mit der angeblichen Gefahr durch die LINKE kann ich nur entgegnen, dass es noch in der DDR diverse Blockparteien gab,die sanft in die Pendats der BRD übergegangen sind. Von diesen Leuten ging und geht nicht weniger Gefahr aus als von der LINKEN.
Dann muss man auch betrachten, dass die Führung der LINKEN (hier sehe ich in erster Linie Gysie) offen während der Wende für die Wiedervereinigung und eine massive Reform wenn nicht gar Abschaffung (da bin ich mir nicht sicher) der SED eingetreten ist. Das auch bei Kundgebungen.
Ein Aspekt der allzugerne vergessen wird.

Auch wird gerne vergessen, dass es keine DDR mehr gibt! Und die Vereinigung nun 20 Jahre her ist! Noch 5 Jahre und es ist eine Generation! Was ich damit sagen will: Solange die LINKE nicht plötzlich anfängt Umsturzpläne zu schmieden und zu propagieren sehe ich keine Gefahr die von dieser Partei ausgeht. Ähnliches gilt meiner Meinung nach aber für jede Partei!
Wenn man sich Schill und Koch anschaut, dann sollte man sich eher fragen,wieviel Gefahr von diesen Leuten ausgeht! Jemand der massiv Ausländerfeindlichkeit als Wahlmittel nutzt, ist für mich eine Gefahr. Und eine demokratische Partei,die hier nicht einschreitet, ist nicht weniger gefährlich!
 
Wenn man sich für ein marktwirtschaftliches System entscheidet, dann bietet die FDP eindeutig das beste Programm, um in diesem System den größt möglichen Wohlstand zu generieren - theoretisch zumindest.
Das Programm der FDP (welches im Gegensatz zum Programm der Linkspartei verständlich geschrieben ist) schafft einfach am meisten Anreize um Einkünfte zu erzielen. Es konzentriert sich ganz klar auf die Mechanismen der Marktwirtschaft, Unternehmer und Arbeiter finanziell stärken. Z.B. Vereinfachungen und Senkungen im Steuersystem, mehr Wettbewerb im Gesundheitssystem, kapitalgedecktes Umlageverfahren im Rentensystem usw....
All dies sind ganz klare Schritte in Richtung Marktmechanismus. Klar bleibt bei dieser Art von Programm der Umverteilungsaspekt hinten an. Da liegt auch nicht der Fokus.

Deshalb ist die FDP die konsequenteste Partei - Wenn die Linke eine andere Wirtschaftsordnung fordern würde wäre sie ebenso konsequent und glaubwürdig.

So betreibt die Linke aber nur Flickschusterei, sie will ein System reparieren, das Sie im Grunde gar nicht wollen kann. Hier liegt für mich die Kruks. Aufgrund der Machtgier (die haben alle Parteien gemein) spricht die Linke dies eben nicht aus.
 
Hmm, wenn die Linke offen von einer stärkeren Einbeziehung "der Reichen" am Allgemeinwohl spricht, so behaupten fast alle, dass dies zu einer Auswanderung desKapitals führen würde. Auf der andren Seite haben erst vor einigen Tagen CSU und SPD ähnliche Töne von sich gegeben. Hier übrigens nochmals Bezug zu meiner Aussage, bezüglich Linksrutsch in Deutschland.

dann bietet die FDP eindeutig das beste Programm, um in diesem System den größt möglichen Wohlstand zu generieren - theoretisch zumindest.
Und genau hierliegt der Haken meiner Meinung nach. Welche Partei das beste Programm hat hängt ganz klar davon ab, in welcher Situation der Beurteilende ist.

Für sich allein hat jede der großen Parteien ein durchaus schlüssiges Konzept.Dumm nur, dass kein Programm bei einer Zusammenkunft mit der Realität überstehen kann.

Die FDP will amerikanische Verhältnisse. Das ist es was Westerwelle einmal recht wörtlich bei Hart aber Fair gesagt hat. Dies geschah in dem Kontext, als es den USA wirtschaftlich sehr gut ging und die Arbeitslosenquote sehr niedrig war.
Ich bezweifle stark, dass man es jetzt nochmals hören würde.

Wenn jemand die Gewerkschaften abschaffen will, zugunsten betrieblicher Sonderlösungen, so kann man doch nicht mehr von einer Mittelstands-freundlichen Politik sprechen.

Aber wir weichen massiv vom Thema ab, und letztlich begeben wir uns auf ein Terrain, auf dem jeder Recht und zugleich unrecht hat.
 
Helios co. schrieb:
Dies geschah in dem Kontext, als es den USA wirtschaftlich sehr gut ging und die Arbeitslosenquote sehr niedrig war.
Ich bezweifle stark, dass man es jetzt nochmals hören würde.

Wieso sollte man das jetzt nicht mehr hören? Die Arbeitslosenquote in den USA ist immernoch niedriger als die in Deutschland, und das obwohl dort die Wirtschaftskrise bereits voll auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen hat und hier noch nicht.
 
Die Arbeitslosenzahl in den USA ist auf den höchsten je gemessenen Stand gestiegen. In der Woche bis zum 17. Januar erhielten saisonbereinigt 4,78 Millionen Menschen Arbeitslosenhilfe, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Beginn der statistischen Erfassung 1967.

Dies ist vom 29.01.2009

In Anbetracht der größeren Wirtschaft, ist das ein hoher Wert. Der Binnenmarkt ist einfach stärker.
Wenn du dafür zugleich nach China schaust, so siehts hier anders aus. Von dem was ich persönlich in letzter Zeit gehört habe (ich lasse mich hier gerne eines Besseren belehren), siehts hier katastrophal aus. Über Nacht schließen ganze Straßen oder Betriebe verschwinden schlicht und hinterlassen Trümmerwüsten.

Auch möchte ich an dieser Stelle nochmals den Bezug zur Kriminalität im Zusammenhang mit einem schwachen oder nicht vorhandenen Sozialstaat bringen.

Auf die Gesamtbevölkerung der USA bezogen, ergeben diese Zahlen einen Gefangenen auf jeweils 143 Einwohner. In Deutschland war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Anfang 2002 nur jeder 1.357. Einwohner inhaftiert.
Ist dir klar, wieviele Leute in den USA im Gefängnis sitzen?
Stellt man die Kosten dafür und die wesentlich höheren Kosten für die Sicherheitsstrukturen gegen die Kosten für einen Sozialstaat, so glaube ich spontan gesagt nicht, dass der Sozialstaat wesentlich teuerer ist oder wäre (im Falle der USA).

Oder was glaubst du, was passieren wird, wenn es von heute auf morgen kein Hartz 4 mehr geben wird?
Glaubst du die Leute werden plötzlich von 400€ leben können? Vorausgesetzt sie kriegen überhaupt einen solchen Job? Das sollte man ja zu mindest hoffen, denn sonst hätte die Wirtschaftsidee der FDP ja gar keinen Sinn.

Auch spiegelt die letzte Aussage die Realität in den USA dar. Extrem viele Menschen brauchen mehrere Nebenjobs, um die Miete zahlen zu können.

An dieser Stelle will ich nicht sagen, dass die Ideen der LINKEN wesentlich besser sind. Es lassen sich auch hier genügend Gegenargumente finden!
 
Helios co. schrieb:
In Anbetracht der größeren Wirtschaft, ist das ein hoher Wert.

Ich würde eher sagen, da die USA 300Mio. Einwohner haben ist das verglichen mit Deutschland ein kleiner Wert! Wenn man diese 4,8Mio mal auf die deutsche Einwohnerzahl von 82Mio runterrechnet käme man auf ~1,8Mio! Und die etwas "günstigere" Altersstruktur der amerikanischen Bevölkerung (prozentual mehr Menschen im erwerbsfähigen Alter) ist dabei noch gar nicht berücksichtigt!

(Ich weiß dass die Rechnung so natürlich nicht korrekt und stark vereinfacht ist, sie sagt aber finde ich dennoch einiges aus.)
 
Einhörnchen schrieb:
Einige (nur wenige) Beispiele:
Laut Verfassungsschutz kooperieren sie auch inoffiziell mit ETA, FARC und PKK (einfach danach googeln, stand auch mal im Focus).

Meines Wissen beruhen die Focus Artikel bloß auf Behauptungen, die von Karl-Theodor Guttenberg(CSU) aufgestellt worden sind. Die Behauptungen sind bei weitem nicht belegt und das auch im Verfassungsschutz darüber berichtet wurde ist mir neu.

Einhörnchen schrieb:
Artikel 17 (Eigentum) lässt sich mit Enteignung, ebenfalls oft von den Linken gefordert, auch nicht vereinbaren.

Kommt darauf an was als Privates Eigentum defeniert wird. Wenn der Artikel wirklich "Eigentum"(auch Gemeinschaftliches) vor Enteigung schützt, wieso wurden dann im Kosovo die ganzen Staatbetriebe von UNMIK so schnell privatisiert?
 
@Marlino

Ähm, vielleicht weil der Kosovo kein Grundgesetz mit einem Artikel 17 hat?

MFG
 
e-ding schrieb:
Ähm, vielleicht weil der Kosovo kein Grundgesetz mit einem Artikel 17 hat?

Einhörnchen bezog sich in seinem Beitrag auf die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" der UN, die zumindest für die UNMIK(United Nations Interim Administration Mission in Kosovo) in irgendeinerweiße auch gielt(als politische Kraft), vielleicht nicht verpflichtetend. ;)
 
(Ich weiß dass die Rechnung so natürlich nicht korrekt und stark vereinfacht ist, sie sagt aber finde ich dennoch einiges aus.)

1.8 Mio findest du wenig in Anbetracht dessen was ich als Randbedingungen alles aufgezählt habe?
Sorry, aber "stark vereinfacht" ist hier wirklich stark vereinfacht ;)

Nun, Enteignungen sind auch durch GG legitimiert, so lange sie mit einer Entschädigung verbunden sind und dem Wohle der Gemeinschaft dienen.
Auch sollte hier der Aspekt der Enteignung nicht zu sehr ins falsche Licht gedrückt werden.

Bitte den Kontext und die Person nennen, die das gefordert hat.

Es ist doch schon ein Unterschied zu sagen, dass ein Manager der mit Absicht einen Konzern in den Sand setzt notfalls mit dem Mittel der Enteignung dafür geradestehen muss, oder wenn man die Enteignung eines unbescholtenen Milionärs fordert, was meines Wissens nach noch nicht gefordert wurde.
:)
 
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Eine Partei, die den unsäglich inkompetenten Peter Sodann als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl aufstellt, demonstriert doch nur, dass sie sich selbst keine höheren Ziele als den Stimmenfang bei grenzdebilen Leistungsempfängern gesetzt hat. :freak:
Von Willen zu echter Politikgestaltung kann ich bei derart katastrophalen Personalentscheidungen nichts erkennen. :(
 
Die Arbeitslosenzahlen der USA kann man nicht mit der hiesigen vergleichen da eine ganz andere Zählweise genutzt wird.In den USA kann man nicht einfach zum Amt gehen und sich Arbeitslos melden,dort muss man erst nachweisen das man sich 7 Tage aktiv um Arbeit bemüht hat.Wer Krank ist oder kurzfristig resigniert fällt aus der Statistik,selbst wer nur eine Stunde pro Woche Arbeitet gilt nicht als arbeitslos.Die meisten Arbeitslosen der USA werden von Angehörigen durchgefüttert und sind statistisch nicht erfasst.
Wie hoch die tatsächliche Arbeitslosenstatistik der USA ist wissen die selber nicht.
 
Helios co. schrieb:
Es ist doch schon ein Unterschied zu sagen, dass ein Manager der mit Absicht einen Konzern in den Sand setzt notfalls mit dem Mittel der Enteignung dafür geradestehen muss, oder wenn man die Enteignung eines unbescholtenen Milionärs fordert, was meines Wissens nach noch nicht gefordert wurde.
:)


Welcher Manager hat mit Absicht einen Konzern in den Sand gesetzt? Also vorsätzlich? Grobe Fahrlässigkeit oder einfache Fahrlässigkeit sind etwas völlig anderes. Und seit wann Angestellte (scheinen doch die meisten gerne mal zu vergessen, dass Manager angestellt sind) mit ihrem persönlichem Vermögen haften bzw. warum das immer wieder welche fordern verstehe ich nicht. Wenn das so rechtens wäre, müsste jeder kleine Angestellte persönlich dafür haften, wenn er Mist baut in seiner Firma. Aber rechtliche Gleichbehandlung hört ja bei vielen da auf, wenn das Einkommen der betroffenen Person nur hoch genug ist, siehe Postchef usw, da soll man dann doch bitte ein Exempel statuieren, weil verdient haben sies ja eh. -.-
 
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