Holocaust-Gedenktag: Reine Mitleidspropaganda?

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DonMasterChief

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Nachdem unser Bundespräsident Christian Wulff am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus konstatierte, dass "eine historische Verantwortung, vollkommen unabhängig ist von individueller Schuld", erinnerte mich dies wieder an die Kollektivschuld.

Ich möchte von Anfang klarstellen, dass ich zwar stolzer Patriotist dieses Landes, dennoch aber kein Befürworter des NS-Regimes bin!

Des Weiteren bitte ich sämtliche plakativen Aüßerungen zu unterlassen, als auch antisemitische und rassistische Kommentare. Das Ziel dieses Threads ist, sich auf einem sachgemäßen Niveau über Christian Wulffs Zitat sowie der angeknüpten Umstände auszutauschen und ggf. eine gemeinsame, einvernehmliche Lösung zu finden.

Sollte jemand explizit zum Thema Kollektivschuld oder deutschem Patriotismus beitragen wollen, so verweise ich auf diesen Thread.

Meine persönliche Ansicht
Ich weiß nicht was diese ganze Mitleidspropaganda soll. Nur wieso wird immernoch nach 66 Jahren zu ein "Wohei darum gemacht"? Hand auf's Herz, die Überzahl von euch hat wie gewohnt ihren Tag begonnen, ohne auch nur einen Gedanken an die Shoa bzw. den vergangenen Gedenktag zu verlieren.

Die Shoa ist seit Jahrzehnten in aller Munde. Doch was ist mit...
  • Pol Pot und seinem Schlachten in Kambodscha, welches ca. 2 Millionen Opfer forderte?
  • Mao und den knapp 100 Millionen Opfern?
  • den Millionen Opfern während des Imperialismus (v.A. durch England)?
  • den Opfern der Sklaverei in den USA?
  • den Opfern des Vietnamkriegs?
  • den Millionen Opfern unter Stalin?

Über das alles spricht oder gedenkt keiner auf der Welt - bzw. die Wenigsten!
Ständig sind es die Juden, an die wir gedenken müssen. Ich sag euch ehrlich, das Gedenken an nur eine einzige Sache ist für mich Heuchelei und absolute (Mitleids)Propaganda seitens der Politik und sämtlicher Medien. Entweder ganz oder garnicht!

Doch worum geht es dann?
Es geht darum eine Wiederholung vermeiden. Jenes erreicht man aber nicht indem man jedem Deutschem die Nazikeule überzieht, der sich gegen die linke Gedankenpolizei stellt und islamofaschistische Hassprediger walten lässt. Ganz im Gegenteil! Der Islamofaschismus würde lieber heute als morgen einen neuen Holocaust veranstalten. Dass die links-grünen Sonderlinge dies nicht begreifen, ist unbegreiflich. Die Gestapo des Jahres 2011 heisst "Political Correctness".

Unsere Politik
Auf wirtschaftlicher Ebene unterstützt Deutschland den Iran. Unsere Polikter reden aber ungerne über die rassistische Lage im dortigen Staat. Henryk M. Broder schreibt: "Wer über Ahmadinedschad nicht reden will, der sollte über Hitler schweigen. Auch am 27. Januar.". Für mich misst unser Staat mit zweierlei Maß. Offenbar weiss Wulff nicht, dass "die Deutschen" ebenso Opfer waren. Ich gebe den Juden und allen anderen Opfern mein Mitgefühl, mehr kann ich nicht anbieten - aber auch nicht weniger.

Dennoch
Ein normaler junger Deutscher steht heute genauso fassungslos und moralisch bedrängt in Ausschwitz, Buchenwald, Treblinka... wie sein polnischer, französischer, chinesischer Alterskamerad.
Wenn ein Deutscher mehr Verantwortung hätte, wäre der Erbschuldthese und dem "Nazigen" (was u.a. Antifa verortet) Tür und Tor geöffnet. Verantwortung einzufordern ist notwendig und dafür besteht Bereitschaft. Wenn man nicht aufhört, das schlechte Gewissen wachzurufen, zu demütigen und ominöse Geldforderungen zu stellen, läuft man Gefahr: "die (antijüdischen) Geister, die ich rief, werd ich nicht mehr los".

Fakt ist
Dieses schlimme Ereignis in der Menschheitsgeschichte muss die Chance haben, auch Geschichte werden zu können. Etwas, dass vor 66 Jahren endete darf nicht noch so allgegenwärtig sein wie es in den Medien der Fall ist. Es zerstört das Selbstbewusstsein, welches unser Land und unsere Bürger bitter nötig haben. Nach zwei Generationen muss man einen kleinen Schritt zur Seite treten können. Es muss uns als Beispiel dafür dienen, dass sich ein solches Verbrechen nicht neu ereignet. Aber es darf nicht zu einem Mittel werden, mit dem man das Selbstbewusstsein einer ganzen Nation nach belieben wieder "in den Keller dreschen kann". Wir sollten lieber schauen, dass niemand mehr ein solches Verbrechen begeht. Lasst uns lieber dafür sorgen, dass die Shoa endgültig Geschichte wird!

Vielleicht hat Wulff in Auschwitz die richtigen Worte gesprochen, aber er hat sie nicht verstanden.​

Zuletzt noch abschließend
Immer doch schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten; Dem Erschlagenen entstellt der Sieger die Züge, aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge. -Betrolt Brecht

Nun seit ihr gefragt! :)
 
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Bin deiner Meinung.
Wer über Ahmadinedschad nicht reden will, der sollte über Hitler schweigen. Auch am 27. Januar.
Ja aber selbst eine Opfergruppe im 2.WK(die Juden) machen heute ähnliches in Gaza.
Die Deutschen, wir, sollen dafür sorgen, dass soetwas nie wieder passiert und Reue zeigen.
Das Geschehene ist nun über 60Jahre her. Dafür kann ich sicher was und sicher muss ich auch Reue zeigen.
Ja Mitleid habe ich, aber auch nur ein wenig, da es langsam bis zum Hals raushängt. Jedes Jahr die gleiche Leier. Und die Gräuel, die damals begangen wurden, waren sicher schlimm, aber ich kann nicht jedes Jahr "trauern" oder Mitgefühl zeigen.

Die Shoa ist seit Jahrzehnten in aller Munde. Doch was ist mit...

* Pol Pot und seinem Schlachten in Kambodscha, welches ca. 2 Millionen Opfer forderte?
* Mao und den knapp 100 Millionen Opfern?
* den Millionen Opfern während des Imperialismus (v.A. durch England)?
* den Opfern der Sklaverei in den USA?
* den Opfern des Vietnamkriegs?
* den Millionen Opfern unter Stalin?
Das trifft es perfekt
 
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Die Frage sollte immer sein "Wozu können Menschen fähig sein" und nicht "Wozu waren Deutsche fähig?" Jedes Land hat so seine blutige Vergangenheit, aber ich würde es unterlassen zu quantifizieren, welcher Genozid schlimmer als ein Anderer gewesen ist. Eines der Hauptprobleme unserer moderneren Geschichte ist es aber, dass es darüber Bildmaterial gibt, dass im Fernsehen gezeigt wird. Und das ist nun einmal das Massenmedium überhaupt.
 
Vielleicht ist es die Einzigartigkeit industrieller Vernichtung einer ganzen Ethnie, die es gebietet, das Erinnern für immer wach zu halten. Es steht außer Frage, dass rational betrachtet es viel größere Formen des Mordens gab - vielleicht aber nicht präzisere.
Meine Meinung ist, dass wir als Deutsche den Schneid haben müssen, die Verbrechen unserer Ahnen im öffentlichen Gedächtnis zu halten - auch, weil wir es können. Wir sind in der Lage, als gutes Beispiel voranzugehen, wohingegen dies andere schuldige Kulturen nicht schaffen.
Ich bin froh, dass Roma und Juden wieder frei ihrer Kultur und ihren Traditionen nachgehen können, gerade weil diese Kulturen einen Beitrag zur Vielfalt des Deutschtums darstellen. Der Holocaust bzw. das Erinnern daran ist unüberwindbar ebenfalls ein Teil des Deutschtums geworden.
 
Warum nicht hier?

"Forum » Sonstiges » Politik und Gesellschaft"

Ich finde dies passt genau.
Allerdings äußere ich meine Meinung nicht zu diesem Thema.
 
Man bedenke mal wieviel Deutsche Soldaten (die nicht unbedingt harte SS Bolzen waren, sondern einfach nur ihren Dienst geleistet haben und keine Juden Jäger waren, die einfach nur in ihrem Bunker oder Graben saßen) haben ihr Leben verloren um ihr Land zuverteidigen. Wir wurden am Ende nicht anders abgeschlachtet bzw. behandelt von den AMIS und den RUSSEN, trotz weißer Fahne gab es oft Kopfschuss! Ich habe kein Mitleid mit diesem Pack, das sich heute als Geldgeile Monster demonstriert und sich auf die Schandtaten von Hitler und einigen SS Mitarbeitern stützt, und sagt ihr bösen Deutschen! Deswegen fand ich auch den Schritt von der Schweiz richtig!
 
wir haben den krieg halt verloren und nachdem es keinen friedensvertrag gibt müssen wir die kriegsmaschinerie israels noch lange finanzieren. darum die "mitleidspropaganda"

http://de.wikipedia.org/wiki/Gulag
ganz wichtig! hast du bei deiner aufzählung vergessen.
 
ganz einfach Geschichte wird immer von Siegern geschrieben ...!

was geschehen ist war schlimm, sollte in der Schule gelehrt werden damits ned in Vergessenheit gerät, aber schämen ein Deutscher zu sein ? Nein Danke!
 
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Es geht darum eine Wiederholung vermeiden. Jenes erreicht man aber nicht indem man jedem Deutschem die Nazikeule überzieht, der sich gegen die linke Gedankenpolizei stellt und islamofaschistische Hassprediger walten lässt. Ganz im Gegenteil! Der Islamofaschismus würde lieber heute als morgen einen neuen Holocaust veranstalten. Dass die links-grünen Sonderlinge dies nicht begreifen, ist unbegreiflich. Die Gestapo des Jahres 2011 heisst "Political Correctness".

Dass es hier nicht um einen sachlichen Austausch gehen kann, sieht man diesem Absatz, aber auch an anderen. Wie so oft wird hier eine "Nazikeule" ausgepackt bzw. unterstellt, bei der man fragen muss, wer sie eigentlich schwingt? Allein durch das Gedenken? Und wer spricht überhaupt von Kollektivschuld in diesen Tagen, wer fordert das? Und warum geht es "nur um die Juden", wenn am Feiertag ausdrücklich die Sinti und Roma ebenfalls in den Blick gerückt wurden? Und warum werden mal wieder andere Verbrechen herangezogen, um das Geschehene zu relativieren? Wird es dadurch weniger schlimm? Weil andere "Ihre" Geschichte als "stolze Patrioten" nicht bereit sind, aufzuarbeiten ist Deutschland davon freigesprochen?

Man kann zu Jahrestagen und Gedenkriten stehen wie man will (ist der Tag der Deutschen Einheit auch eine "Patiotismusmitleidspropaganda"?), sie sind ebenfalls Bestandteil einer bürgerlichen Gesellschaft, die sich an bestimmten Tagen zu bestimmten Dingen bekennen oder daran erinnern möchte. Dieses "ritualisierte" Gedenken könnte man losgelöst von Broder, Patriotismus und Ahmadinedschad schon mal kritisch beleuchten. Aber ich sehe hier kein Thema, außer einigen revisionistischen Gedanken, platten Parolen und der üblichen Tendenz zur Provokation ohne Grundlage.

*closed*
 
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