HUK24 schickt im laufenden Jahr teureren Versicherungsschein

banshing

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Hallo zusammen,

ich habe ein Anliegen und bisher leider keine Antwort auf meine Frage. Vielleicht ist ja hier jemand dabei, der sich besser mit dem Thema auskennt.

Ich habe Ende November eine KFZ Versicherung (Vollkasko) bei HUK24 für ab 01.01.2025 abgeschlossen und auch meine Bestätigung mit Versicherungsschein etc. erhalten. Vor ein paar Tagen bekomme ich eine Email mit einem "neuen Versicherungsschein" und in diesem sehe ich eine "Restforderung" von ca. 80€ und der Jahresbeitrag entsprechend erhöht um 80€. Ich habe den Rest kontrolliert. SF Klasse gleich. Kilometerleistung gleich etc. also es kann eigentlich keine Änderung der alten Versicherung sein, die andere Daten übermittelt haben.
Die Haftpflicht und die Vollkasko haben einen Euro Betrag in der Aufschlüsselung. Mir kommt es also jetzt so vor, als hätte Huk24 im laufenden Vertragsjahr die Preise nachträglich nochmal erhöht.

Habt ihr damit Erfahrung? Übersehe ich etwas?
Ich habe dem Support bereits geschrieben, allerdings noch keine Antwort erhalten. Vielleicht könnt ihr meine Fragezeichen ja schneller beseitigen.

Danke!
 
banshing schrieb:
Übersehe ich etwas?
Wenn es eine Beitragserhöhung war, haben sie sicher auf das Sonderkündigungsrecht hingewiesen?

Ich würde denen einfach ne Nachricht schicken und dem neuen Versicherungsschein widersprechen und auf die Gültigkeit der bestehenden Versicherung hinweisen. Dann abwarten was geschieht.

Ich würde ein SEPA Mandat widerrufen und den vorher vereinbarten Beitrag bezahlen.
 
Grundsätzlich ist eine Erhöhung des Versicherungsbeitrags während der Vertragslaufzeit nicht zulässig, es sei denn, es wurde vertraglich etwas anderes vereinbart.
banshing schrieb:
Ich habe dem Support bereits geschrieben,
Das ist IMO die richtige Vorgehensweise.
 
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Da würde mich das Ergebnis interessieren. Ich denke auch, dass Du erstmal alles richtig gemacht hast in dem Du Dich an den Vertragspartner gewendet hast. Das berühmte Fass kann man nach Info immer noch aufmachen.
Für mich sieht das so aus, weil Du Ende November schreibst, dass der "alte Beitrag" mit alten Regional- und Typklassen berechnet wurde und der "neue Beitrag" mit den gültigen ab 1.1.25.
In wieweit das zulässig ist, wenn man den Vertrag im Nov24 für Jan25 abschließt, kann ich nicht sagen.
Ich habe den KFZ Versicherer nicht gewechselt und da ist die Beitragsänderung die Ende November/Anfang Dezember mitgeteilt wird ein ganz normaler Vorgang inkl. Recht auf Kündigung natürlich, allerdings endet mein Vertrag natürlich zum 31.12 inkl. automatischer Verlängerung wenn ich nicht einen Wechsel vornehme.
 
Ich widerspreche solchen Erhöhungen auch erstmal gerne pauschal. Oft kommt dann (i) eine Rücknahme der Erhöhung oder (ii) eine umfangreiche Begründung zurück. Die Begründung nutze ich dann wiederum um die Erhöhung etwas mehr im Detail anzugreifen. :D

Warum soll ich mir auch gleich viele Gedanken machen, wenn ich das an irgendeine Butze outsourcen kann?
 
Hier kommt die Antwort:

Ihr Fahrzeug ist einem anderen Zulassungsbezirk zugeordnet. Den Wohnort des Halters berücksichtigen wir bei der Beitragsberechnung, es ergibt sich ein neuer Beitrag. Wir versichern Ihnen, dass wir Ihren Beitrag individuell nach Ihren persönlichen Angaben berechnen.

Tatsächlich ist mein Wohnort den ich bei der Versicherung angegeben habe ein anderer Bezirk, als der vom Kennzeichen. Vermutlich gehen sie davon aus, dass ich das Auto automatisch ummelde und berücksichtigen dies. Habe ich bisher aus bequemlichkeit nicht gemacht. Eventuell macht das nun doch Sinn, auch wegen Einsparen von guten 70-80€.
 
banshing schrieb:
Ihr Fahrzeug ist einem anderen Zulassungsbezirk zugeordnet. Den Wohnort des Halters berücksichtigen wir bei der Beitragsberechnung

Bedeutet dass, das das Fahrzeug auf einen früheren Wohnsitz von dir angemeldet ist und du inzwischen umgezogen bist? Wenn ja: Dann musst du es ummelden. Ein unter veralteter Adresse angemeldetes Fahrzeug kann zu einem Verwarngeld führen, vgl.: https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/kfz-zulassung/auto-ummelden/

Dann hat wohl dein aktueller Wohnort eine höhere Regionalklasse als der frühere?
 
banshing schrieb:
Vermutlich gehen sie davon aus, dass ich das Auto automatisch ummelde
Dazu bist Du verpflichtet, kannst dabei aber das alte Kennzeichen behalten, wenn Du möchtest:
https://www.tuvsud.com/de-de/presse-und-medien/2022/september/umzug-mit-dem-kennzeichen

In der Zulassungsbescheinigung den Teil 1 („Fahrzeugschein“) wird dann der neue Wohnort eingetragen.

Und natürlich möchte Dein jetziger Zulassungsbezirk das Geld von Dir. Die gehen genauso wie die Versicherung davon aus, dass das Auto überwiegend im Bezirk Deines Wohnortes bewegt oder geparkt wird.

Spätestens, wenn sich die KFZ-Steuer ändet, sie nicht per Lastschrift eingezogen wird und Du den neuen Bescheid nicht bekommst, wird das ganze auffallen.
 
Ganz klar ist nicht, ob das Auto nicht umgemeldet wurde oder die Versicherung auf Basis des Kennzeichen berechnet wird und nicht anhand des echten Wohnort.

Nicht ummelden kostet übrigens auch ein paar Mark Bußgeld.
 
Als meine Frau und ich umzogen, hatten wir so viel um die Ohren, dass wir nicht sofort ihr Auto umgemeldet haben. Hat nicht lang gedauert, bis wir eingeladen wurden, das nachzuholen, widrigenfalls, so versprach das Schreiben, würde uns ein Bußgeld von 300 Euro winken. Das war natürlich ein gewisser Ansporn, es sofort zu erledigen. :p Ist jetzt auch schon wieder fast 10 Jahre her, kann also mittlerweile deutlich höher sein.

Ich würd's zügig ummelden...
 
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