Integration in Deutschland (war: Vereinigte Migrantenpartei gegründet)

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moment mal: die einwanderer die wir in europa haben, sind wirtschaftsmigranten (nur ein ganz kleiner prozentsatz sind politisch verfolgte, für die das folgenende nicht gilt: )

die türken und araber kommen hier nach europa aus ökonomischen gesichtspunkten, um hier zu arbeiten, oder wenn das nicht klappt, von sozialleistungen hier verleichsweise gut zu leben. daraus ergibt sich im umkehrschluß, das die aufnehmende europäische gesellschaft die gleichen ökonomischen massstäbe anlegt, und genau durchrechnet, ob die einwanderung einen wirtschaftlichen gewinn oder verlust darstellt. in usa und kanada ist die einwanderung ein gewaltiger gewinn für die volkswirtschaft, in europa trifft das nur noch auf die schweiz zu. uns kostet der spass viele milliarden jährlich, und man sieht ja, das die politk das thema einfach nur verschleppt, bis .. tja warum eigentlich?
 
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@AeS
Die Ursachen der Integrationsproblematik sind ein gesamtgesellschaftliches Phänomen und nicht nur in kulturellen Differenzen oder mangelndem Integrationswillen der Einwanderer zu vermuten. Natürlich tragen auch genügend Migranten ihren Teil dazu bei, indem sie unseren Rechtstaat nicht vollständig anerkennen. Es reicht aber einfach nicht, die Gründe nur bei "den Migranten, die sich dem deutschen Staat verweigern", zu suchen. Wir erleben hier in Deutschland die langfristigen Folgen einer katastrophalen und ideologiegeleiteten Einwanderungspolitik, die in massiven sozialen Ungleichheiten resultierte, woraus nun ein großer Teil der Probleme erwachsen. Und darum war Sarrazins Statement schlecht.
 
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AeS schrieb:
Totschweigen löst allerdings auch keine Probleme.

Vollkommen richtig!
Auch die politische Linke muss endlich die Realitäten anerkennen und darf dieses Feld nicht den Rechten überlassen. Den Begriff -Überfremdung- haben die Rechten gepägt. Dieses Multkulti-Gequatsche der Grünen kann ich nicht mehr hören. Eine Debatte ist längst überfällig, aber nicht so!

Ich selbst wollte übrigens auch nicht in Berlin wohnen und wenn das so weitergeht, wie bisher bekommen wir bald ganz erhebliche Probleme mit Gettos und "no go areas" und brennenden Vorstädten. Selbst die ausländischen Mitbürger die es zu etwas gebracht haben grenzen sich auch von ihren Landsleuten ab.

Bei uns ist über Jahrzehnte was schief gelaufen und wer darf es ausbaden? Bestimmt nicht Herr Sarrazins und Co. sonder Du und ich.
Für mich gehört ER mit zu den Brandstiftern die jetzt Feuer, Feuer rufen.
 
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nun haben die im parteiprogramm das bedingungslose grundeinkommen, das macht sie gleich sympathischer (würde sich auch auf die immigranten auswirken, kulturell, auf vielfache weise)
 
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Die Migrantenpartei hat also das bedingungslose Grundeinkommen im Wahlprogramm!? Na so eine Überrschung!:freak: Warum eigentlich nicht: "Leistung muss sich wieder lohnen!"?
Ich empfinde es allerdings als merkwürdig. Eine solche Partei zu gründen ist für mich kein Zeichen, sich integrieren zu wollen. Das jetzige Parteienspektrum deckt auch die Interessen dieser Gruppe ab.

@Sarrazin
So ist er halt der Tilo. Rau aber pointiert. Als Berliner muss ich ihm leider in jedem Punkt Recht geben. Natürlich waren auch die Reaktionen absehbar aber ohne wüsste man ja auch nicht, dass man richtig liegt.;)

MFG

edit:
Hier nochmal das gesamte Interview mit dem Tilo. Hilft vielleicht ein wenig, sich eine Meinugn zu bilden:
http://fact-fiction.net/?p=2990#more-2990
 
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Dieser Herr Sarrazin hat nach meinem Empfinden etwas zu radikale Ansichten, auch wenn er im Kern viellecht sogar recht haben mag. Er bietet allerdings keine Lösungen an und führt nur das auf, was viele ehe schon wissen.

Hat er nicht auch schon mal behauptet, dass man sich für knapp über 3 Euro täglich ausgewogen und gesund ernähren könne?

Ich halte von solchen Menschen wie ihn nicht viel, die die Probleme zwar ansprechen, selbst aber gar nicht betroffen sind und keine oder nur schwer umsetzbare Lösungen bieten.
 
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Micha45 schrieb:
Dieser Herr Sarrazin hat nach meinem Empfinden etwas zu radikale Ansichten, auch wenn er im Kern viellecht sogar recht haben mag.

Na was denn nun? Entweder zu radikal oder hat er Recht? Beides geht nicht. Über die Art und Weise kann man gern streiten, nicht aber über Inhalte.

BTW: Mit den 3€ pro Tag, bin ich gut durchs Studium gekommen, schön wars aber nicht.

MFG
 
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Er bietet allerdings keine Lösungen an und führt nur das auf, was viele ehe schon wissen.
ja doch, er meint - ohne das wort zu benutzen - ausweisung. etwas, was alle staaten außerhalb europas praktizieren

Die Migrantenpartei hat also das bedingungslose Grundeinkommen im Wahlprogramm!? Na so eine Überrschung! Warum eigentlich nicht: "Leistung muss sich wieder lohnen!"?
Ich empfinde es allerdings als merkwürdig. Eine solche Partei zu gründen ist für mich kein Zeichen, sich integrieren zu wollen. Das jetzige Parteienspektrum deckt auch die Interessen dieser Gruppe ab.
die probleme bei diesen leuten entstehen ja hauptsächlich aus patriarchalischen strukturen. das grundeinkommen würde diese traditionen auflösen, könnte also an dieser stelle echt helfen
ansonsten isses doch ok, wenn so eine partei entsteht, jeder hat das recht darauf. dann kommen die ein- und wertvorstellungen wenigstens ans licht. das wird ja momentan alles von der journallie vorgefiltert, damit muss endlich mal schluß sein

edit:
wäre nicht uncool, wenn sararzzin ne partei gründen würde (er wird wohl bei der spd rausfliegen) nach dem vorbild von geert-wilders/ in holland
 
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Also bei uns ist es so, daß ca. 50% der FPÖ Wähler(weit, weit Rechts) von Migranten(besser Personen mit Migrationshintergrund) kommen!

Warum?
Weil die "alten GastARBEITER" sehen, daß nur Zuwanderer kommen, bei denen die Herkunftsländer sehr froh sind, daß sie auswandern! (z.B die Kurden-Türken, kommen ja kaum Türken Türken aus Instanbul, sondern vorwiegen Ostanatolische Ziegenhirten aus dem Grenzgebiet Türkei/Iran/Irak/Schwarzmeerstaaten.

Wobei in Österreich die größte Einwanderungsgruppe die Deutschen sind, was negative Auswirkungen auf unseren Arbeitsmarkt hat!
Immerhin ist ein ostdeutscher Hilfarbeiter am Bau um 2-4 Euro(Schwarz) billiger als ein alteingesessener Jugoslawe!

Interessante Entwicklung finde ich.

Hätte eine "Ausländer rein" Partei eine Chance, dann würden unsere Grünen wohl bei 30% liegen.... weil soviel Bevölkerung mit Migrationshintergrund haben wir LOCKER.
(Bei in der Innenstadt 100% kein Wort Deutsch Schulklassen)
 
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e-ding schrieb:
Na was denn nun? Entweder zu radikal oder hat er Recht? Beides geht nicht. Über die Art und Weise kann man gern streiten, nicht aber über Inhalte.
Man kann durchaus in der Sache recht haben, aber in Sachen Lösungsvorschläge trotzdem zu radikal vorgehen.

BTW: Mit den 3€ pro Tag, bin ich gut durchs Studium gekommen, schön wars aber nicht.
Man wird vielleich satt von einer Mahlzeit, die man für 3 Euro bekommt.

Allerdings geht es hierbei ja auch noch um die viel wichtigeren Aspekte "ausgewogen" und "gesund", neben der Eigenschaft "Sättigung".

Ich wollte auch nur damit sagen, dass die Ansichten dieses Herrn entweder völlig absurd sind, oder er einfach nicht in der Lage ist, wirklich umsetzbare und angemessene Problemlösungen zu präsentieren.
 
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Hat der nicht gesagt dass die Rumänen faul sind? "Die Rumänen", und der Typ ist immer noch im Amt. Armes Deutschland. Aber in diese Richtung geht es schon seit Jahren, nicht nur in D.
 
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Da verwechselst Du was.
Das mit den "faulen Rumänen" hat der selbsternannte Arbeiterführer der CDU, und Ministerpräsident von NRW Jürgen Rüttgers gesagt. Der redet auch viel dummes Zeug wenn der Tag lang ist, aber er glaubt es selber nicht.
http://www.juergen-ruettgers.de/
 
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walter09 schrieb:
die probleme bei diesen leuten entstehen ja hauptsächlich aus patriarchalischen strukturen. das grundeinkommen würde diese traditionen auflösen, könnte also an dieser stelle echt helfen

Möglich! Könnte aber auch nach Hinten losgehen, da den Familienoberhäuptern der Druck genommen wird, für die Familie zu sorgen oder ggf. auf eine Frau als Arbeitkraft zurückzugreifen. Der Zufluss von Geld festigt m.E. eher solche Strukturen, als sie aufzubrechen.

walter09 schrieb:
ansonsten isses doch ok, wenn so eine partei entsteht, jeder hat das recht darauf. dann kommen die ein- und wertvorstellungen wenigstens ans licht. das wird ja momentan alles von der journallie vorgefiltert, damit muss endlich mal schluß sein

Ok, die Seite hab ich nicht gesehen. Stimmt eigentlich!

Micha45 schrieb:
Man kann durchaus in der Sache recht haben, aber in Sachen Lösungsvorschläge trotzdem zu radikal vorgehen.

Ok, hab dich da falsch verstanden. Zustimmung!


MFG
 
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Also erstmal sollte es jedem klar sein, dass dieses Problem nicht allein in Deutschland existiert. Schaut euch doch mal die westlichen Nachbarn von DEU an: Holland, Belgien, Frankreich, Spanien, England, (USA). Ich würde sagen in Deutschland geht es uns Ausländern im Vergleich zu den anderen genannten Ländern am besten. Deswegen solltet ihr stolz dadrauf sein, denn das ist lobenswert. Ja, die Politik hat viel zu wenig getan, aber dafür habt ihr Deutschen Bürger viel Gutes getan. Dafür danke ich euch.

Nun was ich allgemein in der Politik nicht gerecht finde ist, dass Ausländer, die in einem Land geboren sind, die dort arbeiten / zur Schule gehen, Steuern zahlen etc. nicht wählen dürfen. Nicht nur in Deutschland, überall ist es leider so. Ich mein ich kann zum Beispiel nicht mitbestimmen wie meine Zukunft aussehen soll, obwohl ich genauso viel betroffen werde wie all die anderen Staatsbürgern. Ihr bestimmt über unsere Zukunft. Deswegen fände ich es besser, wenn man nicht nach Staatsangehörigkeit wählen dürfte, sondern wo man seine Steuern zahlt, also wo man ansässig ist. Ich kann zum Beispiel in der Türkei wählen gehen, aber was bringt mir das? Ich lebe nicht dort, ich arbeite nicht dort, aber ich kann die Zukunft der Wohnenden dort von hier aus beeinflussen, obwohl es mich nichts angeht.

Die Vereinigte Migrantenpartei ist ein Witz meiner Meinung nach. Als ob das einzige Problem in Deutschland die Migranten wären. Ich mein allein dadurch, dass sie sich selbst ausschließen indem sie sich Migrantenpartei nennen (-->nur für Migranten gedacht), ist doch das ein Widerspruch zur Integration der Migranten.

Und viele behaupten hier, dass viele Ausländer nicht Deutsch lernen wollen und es immer daran liegt. Nein, das ist 1. falsch und 2. nicht relevant meiner Meinung nach. Die meisten können einfach nicht eine zusätzliche Sprache lernen (ich spreche aber nicht von der 3.Generation, die hier aufgewachsen ist). Meine Eltern zum Beispiel, die haben nur die Grundschule besucht gehabt in der Türkei (5Jahre). Nun wie sollen jetzt diese Leute, die eine fast keine nennenswerte Bildung hatten, eine zusätzliche Sprache lernen? Und in dem Alter? Und eine Sprache ist auch schon so schwer, auch wenn man eine ordentliche Bildung hatte. Und überhaupt wie relevant ist es die Amtssprache zu sprechen? Warum sollte eine Hausfrau gut Deutsch sprechen können? Solange sie einkaufen kann, einen Smalltalk führen kann und ans Telefon gehen kann, gibt es doch kein Problem oder? Wofür mehr?
Und der Teil (meistens Männer), der arbeiten muss, der muss ja auch nicht gut Deutsch reden können. Wieso? Denn auch wenn sie perfekt die Sprache sprechen könnten, bekommen sie doch ohne einen Abschluss, ohne einen Beruf nie einen "guten" Job.

Bei der 3. Generation sieht die Sache etwas anders aus. Ich gehöre zu der Generation, also die Generation, die hier aufgewachsen ist. Das Problem ist, dass das nicht einfach ist mit 2 Sprachen aufwachsen zu müssen. Man versucht erstmal seine Muttersprache zu beherrschen, was unmöglich ist, da man ja nur durch seine Eltern die Sprache lernen kann. Also hat man einen verkorksten Start, also von Anfang an ist die eigene Muttersprache mangelhaft. Nun dann versucht man auf diesen Basis Deutsch zu lernen. Ihr musstet ja auch alle Englisch lernen, also wisst ihr ungefähr wie es ist eine Sprache zu lernen. Man fängt ja ungefähr so an, dass man mit Gedanken erst auf Deutsch die Sätze bildet und dann das übersetzt und mit der Zeit läuft das automatisch ab. Was aber, wenn ihr eure eigene Muttersprache nicht richtig könnt? Wie lernt man dann Englisch?
So ist das bei uns nämlich, wir können nicht mal "unsere" Sprache richtig, wie sollen wir nun Deutsch richtig sprechen? Ich mein, ich bin ein Türke, soll ich meine Herkunft, unsere Traditionen, unsere Sprache vergessen, weil ich in einem anderen Land lebe? Deswegen sollte es euch klar sein, dass das nicht so einfach ist die Amtssprache zu beherrschen. Man muss ja aber dann noch zusätzlich Englisch lernen und fürs Abi Französisch/Latein... Und nicht jeder ist sprachlich begabt. Deswegen haben die meisten Ausländer einen Realabschluss.

Wenn wir zum Thema zurückkehren. In jeder Partei gibt es ja Abteilungen nur für eine spezifische Gruppe (z.B. für Jugendliche). Ich denke jede Partei sollte auch Abteilungen für Ausländer haben, falls es sie natürlich noch nicht gibt. Wie gesagt, da ich sowie so kein Wahlrecht habe, interessiere ich mich auch überhaupt nicht für Politik und deswegen habe ich auch recht wenig Ahnung davon.
 
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cerasus schrieb:
Nun was ich allgemein in der Politik nicht gerecht finde ist, dass Ausländer, die in einem Land geboren sind, die dort arbeiten / zur Schule gehen, Steuern zahlen etc. nicht wählen dürfen. Nicht nur in Deutschland, überall ist es leider so. Ich mein ich kann zum Beispiel nicht mitbestimmen wie meine Zukunft aussehen soll, obwohl ich genauso viel betroffen werde wie all die anderen Staatsbürgern. Ihr bestimmt über unsere Zukunft. Deswegen fände ich es besser, wenn man nicht nach Staatsangehörigkeit wählen dürfte, sondern wo man seine Steuern zahlt, also wo man ansässig ist. Ich kann zum Beispiel in der Türkei wählen gehen, aber was bringt mir das? Ich lebe nicht dort, ich arbeite nicht dort, aber ich kann die Zukunft der Wohnenden dort von hier aus beeinflussen, obwohl es mich nichts angeht.
Ähm, nö.
Es sollen nur die Staatsangehörigen wählen und nicht die, die Steuern zahlen.
Das ist richtig so.
Wenn du hier arbeitest, lebst und nach deinem Text gehe ich davon aus, das du hier bleiben und nicht zurückgehen willst, warum holst du dir nicht den deutschen Pass?
Dann darfst du auch wählen und mitbestimmen.
So läuft das m.E. in jedem Land der Welt.


zur Sprachproblematik (da ein Zitat zu machen war sinnlos, da zu viel...)
Das Druchbrechen der Sprachbarriere halte ich für sehr wichtig und ist in meinen Augen ein Bestandteil einer erfolgreichen Intergration.
Wer in ein anderes Land geht, muss sich auch mit den dortigen Verhältnissen arrangieren. Und dazu gehört vorallem die Sprache.
Von Kultur ist noch nicht mal die Rede.
Keiner sagt, dass man seine Wurzeln (Herrkunft, Traditionen, Sprache) vergessen soll!
Eine gewisse Anpassung an die neuen Gegebenheiten gehört nun mal dazu.
Vergessen Nein, anpassen Ja.

Nun höre ich zum ersten Mal, das Mehrsprachigkeit ein Nachteil ist oder so ausgelegt wird.
Wenn ich sehe, wie bei mir in der Gegend die Kinder so 'mir nichts, dir nichts' zwischen russisch und deutsch wechseln...
...da kommt Neid auf. Deren Eltern sind benachteiligt, keine Frage. Aber das liegt eher an der Politik in diesem Lande.
 
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oSi schrieb:
Nun höre ich zum ersten Mal, das Mehrsprachigkeit ein Nachteil ist oder so ausgelegt wird.
Wenn ich sehe, wie bei mir in der Gegend die Kinder so 'mir nichts, dir nichts' zwischen russisch und deutsch wechseln...
...da kommt Neid auf.
So ist es. Meine Frau ist Spanierin und unsere beiden Kinder sind zweisprachig (deutsch-spanisch) aufgewachsen. Ein nicht zu uinteschätzendes Gut, zumal Kinder damit überhaupt keine Probleme haben und sich sehr schnell beide Sprachen simulltan verinnerlichen.
 
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Die SPD ist ja lustig... da haben sie einen der offensichtlich das ausspricht, was große Teile der Bevölkerung auch denken, und dann werfen sie ihn dafür raus. Irgendwie haben die noch nicht kapiert dass sie die Wahlen verloren haben...

Ich find's ausserdem erstaunlich, dass man ihm inzwischen nicht mal vorwirft etwas falsches zu behaupten, sondern dass man ihm vorwirft dass das Aussprechen dieser Fakten zu zu radikalen Lösungsvorschlägen führen könnte. Also lieber schweigen und die Probleme ignorieren? Jetzt auf ihm rum zu hacken ist ja so als würde man den Überbringer einer schlechten Botschaft für die Botschaft bestrafen.
 
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-oSi- schrieb:
Wer in ein anderes Land geht, muss sich auch mit den dortigen Verhältnissen arrangieren. Und dazu gehört vorallem die Sprache.

Eine gewisse Anpassung an die neuen Gegebenheiten gehört nun mal dazu.
Vergessen Nein, anpassen Ja.

Wir arrangieren uns mit den Verhältnissen in einem anderen Land, anpassen genauso. Ich verstehe einfach nicht was ihr noch wollt? Wir können ausreichend Deutsch zum Beispiel um hier arbeiten zu können. Die meisten haben (ich rede von der 3. Generation) auch ein Abschluss, nur Hauptschule/Realschule ist in dieser Zeit nicht mehr ausreichend. Ich verstehe wirklich nicht mehr was ihr unter Integration versteht.

Ihr behauptet immer wir dürfen unsere Kultur, unsere Traditionen etc. behalten, aber zugleich beschwert ihr euch genau über solche Sachen. Ja, es gibt auch genug Ausländer, die nicht integriert sind, allerdings schaut euch doch mal deren Umfeld bitte an. Die Deutschen, die in Neuköln/Kreuzberg etc. leben, stecken genauso tief in der Scheiße, nur deren Pass ist Deutsch und somit sind sie automatisch integriert. Was versteht ihr unter Integration? Keine Dönerbuden? Keine Türken, die so rumlaufen, als ob ihre Eier geschwollen sind? Laufen die so rum, weil sie ihre Männlichkeit unter Beweis stellen wollen oder doch den Deutschen Angst einjagen wollen? Ist euch das erste oder das zweite lieber? Wenn die perfekt Deutsch könnten, werden sie nicht mehr so rumlaufen?

Das Problem ist, dass die Ausländer keine guten Rolemodels haben, also keine Vorbilder. Sie wissen einfach nicht, wie sie sich verhalten sollen oder an wem sie sich orientieren sollen. In Deutschland werden sie als Ausländer bezeichnet, in der Heimat werden sie als Ausländer bezeichnet, somit wissen sie gar nicht wohin sie sollen oder wohin sie hingehören.

Meiner Erfahrung nach ist das größte Problem das Umfeld der Ausländer. Das Umfeld eines Menschen beeinflusst fast komplett das Leben des Jeweiligen. Nur die Weisen kommen daraus, also die, die sich klar machen, die sich bewusst sind, was sie aus dem Leben machen wollen. Nur das ist ein geringer Teil.

Ich mein schaut euch doch mal eure Kindern an. Ich wachse zur Zeit mit euren Kindern auf, und ich sehe genauso dasselbe, was mit den Ausländern passiert. Das Umfeld bestimmt über alles. Nur bei "euch" geht das in eine andere Richtung als bei uns.
Ihr trägt H&M Sachen, Ed Hardy & Co, TV-Total und MTV sind die Brüller, die meisten Jungs machen entweder Handball oder Fußball, Religion ist für euch ein Fremdwort. House Music ist der Knüller, jedes Wochenende seid ihr blau etc. . Natürlich gilt das nur für die Jugendlichen, denn ich weiß nicht wie es bei den Älteren aussieht.

Ja ich stecke Leute in Schubladen, allerdings kann ich es anders nicht erklären was ich meine. Ich beobachte jeden Tag die Leute um mir herum, und ich sehe sehr oft dieselben Eigenschaften. Die Wenigsten sind originell. Die Meisten laufen einfach Anderen hinterher. Gilt für jeden. Nur problematisch wird es eben bei Ausländern, die arbeitslose Eltern haben, die Freunde haben deren einziger Existenz Frauen anmachen ist, und die Freunde haben, die die Schule hin geschmissen haben. Das hat wenig mit Integration zu tun, das hat mit der Gesellschaft zu tun, das hat mit den Menschen selbst zu tun. Es wurde auch über Ausländerkriminalität gesprochen hier im Forum (war vor langer Zeit), genau dasselbe Problem: Umfeld.

Deswegen müssen die Politiker in DEU ein Vorbild sein. Es leben ca. 7 Millionen Ausländer und niemand kümmert sich in der Politik um sie, niemand bürgt für sie. Denn die können nicht wählen, somit werden sie außer Acht gelassen.(Die, die auf Papier Deutsche sind, werden genau so wenig angesprochen) Versteht ihr ansatzweise was ich meine?

Wir können einfach nicht zur unseren Heimat zurück, weil wir nicht mehr dort zurecht kommen würden, aber hier kommen wir auch nicht zurecht, da wir ignoriert werden. Was also tun? Integration? Integriert wie? Solange wir arbeiten sind wir integriert? Solange wir zur Schule gehen? Und dann nicht mehr? Deswegen brauchen wir Vorbilder. Vorbilder, die uns sagen wie wir uns integrieren sollen. Vorbilder, die uns zeigen wie schön es ist in Deutschland zu leben. Z.b. habt ihr Schwarz-Gelb gewählt, weil die eure Vorbilder sind, aber ich wurde keineswegs von ihnen ansatzweise angesprochen. Ja, Arbeitslose, Wirtschaftskrise etc. davon sind wir alle betroffen, nur weiter? Ausländer sollten keine Extra-Würste sein, nur wie jede Gruppe (Rentner, Jugendliche, Arbeitnehmer, Arbeitgeber) sollten wir auch in den Parteiprogrammen drin sein. Und so lange wir kein Wahlrecht haben, werden wir auch außer Acht gelassen, deswegen war mein Vorschlag, dass jeder Steuer-zahlender wählen darf.

Deswegen betrachte ich oft uns, die Ausländer, als verlorene Seelen, die ohne ein Plan herumschwirren.

Und nein, ich möchte keinen deutschen Pass. Ich sehe keinen Grund dafür. Wahlrecht hätte ein Grund sein können, nur ich möchte kein Deutscher werden, nur damit ich wählen kann. Oder würdet ihr Ausländer Willkommen heißen, die deutsche Staatsbürger werden um wählen zu können, also das ausnutzen...?



Blöd nur, dass bei den meisten Ausländern die Eltern nicht aus verschiedenen Ländern kommen @Micha und @osi. Somit bin ich nur mit einer Sprache aufgewachsen bis zum 5. Lebensjahr (Kindergarten). Allerdings habe ich erst in der Grundschule (mit 8) so richtig angefangen Deutsch zu reden und zu verstehen, nur ich musste erst 1 Jahr in die Vorschule gehen wegen Mangel an Deutsch... Somit beneide ich auch die Kinder, die mit 2 Sprachen aufwachsen.
 
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cerasus schrieb:
Und nein, ich möchte keinen deutschen Pass. Ich sehe keinen Grund dafür. Wahlrecht hätte ein Grund sein können, nur ich möchte kein Deutscher werden, nur damit ich wählen kann. Oder würdet ihr Ausländer Willkommen heißen, die deutsche Staatsbürger werden um wählen zu können, also das ausnutzen...?

Naja, zumindest wäre es ein Zeichen dafür, sich integrieren zu wollen.
Welche Gründe sind denn für Dich entscheidend, kein Deutscher zu werden?

Integration bedeutet, ersteinmal in der Bringschuld zu stehen, unabhängig von dem zukünftigen Umfeld. Das ist nicht immer einfach aber die Rahmenbedingungen, die man in Deutschland vorfindet, sind gut.

Es wird immer darüber gesprochen, seine Wurzeln, seine Kultur, seine Sprache, etc. nicht aufgeben zu müssen, wenn man sich integrieren möchte. Das ist falsch. Natürlich muss man Teile davon aufgeben. Das bedeutet nicht, dass man zum "Deutschen" mutieren muss. Man sollte aber bereit sein, sich auf die neue Kultur einzulassen. Es ist somit utopisch anzunehmen, so weiterleben zu können, wie man es in seinem Heimatland getan hat.

Wer mit diesen Erwartungen und Ansprüchen hier lebt, wird enttäuscht und wird sich hier auf Dauer auch nicht wohlfühlen.

MFG
 
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Ich stimme dir vollkommen zu. Man kann nicht und man wird nicht so leben wie man es gewohnt war. Also es ist vollkommen klar, dass man gewisse Teile seiner Wurzeln verlieren wird, das ist unvermeidlich. Ich mein allein das ich meine Muttersprache nicht richtig beherrsche zeigt das ja, deswegen kann man das auch nicht erzwingen, man wird automatisch mit der neuen Kultur konfrontiert und man nimmt sie auch automatisch zum Teil an. Nur manche wollen einfach diesen unvermeidlichen Prozess nicht akzeptieren, somit herrscht ein Konflikt. Wieso sie das nicht annehmen wollen, habe ich schon erläutert (-->Umfeld / Vorbilder).


Und welche Gründe für mich entscheidend sind, kein Deutscher zu werden?
Ich weiß nicht. Welche Gründe hast du denn, kein Brasilianer oder Taiwaneser zu sein?
Ich meine, ich bin als Türke geboren, ich fühle mich auch wie ein Türke, aber bin in Deu geboren und schätze dieses Land. Macht es was aus, wenn ich auf Papier ein Deutscher werde? Bin ich dann besser integriert oder ist das wirklich ein Zeichen dafür? Ich meine bei mir wäre es im Grunde genommen egalh, aber wenn die "assi" Türken auch Deutsche Staatsbürger werden, sind sie dann besser integriert? Werden die sich dann nicht mehr wie Türken fühlen?

Es kommt also immer auf die Identität und die Mentalität eines Menschen an. Papierkram dient nur der Statistik. Die Menschen, die eine gute Bildung haben (ABI und aufwärts), sind schon automatisch integriert meiner Meinung nach, da man gewisse Barrieren und Hürden einfach nicht kennt oder durch den Verstand sie überspringt. Aber der größte Teil der Ausländer kommt gar nicht so weit und bleibt auf halber Strecke stehen. Nun wenden sie sich an ihre Familien oder an Freunde, aber da oft auch die auf halber Strecke stehen geblieben sind, landen sie in einem Teufelskreis. So wird recht früh geheiratet, da es so "üblich" ist. Jobs werden mit körperlicher Arbeit in Zusammenhang gebracht oder man öffnet gleich eine Dönerbude, da auch das so "üblich" ist. Man trifft sich in Moscheen oder in Kaffeehäusern. Autos dienen als Statussymbol. Man ist es halt eben so gewohnt, man kennt es einfach nicht anders.
Das trifft fast auf jede türkische Familie in Deutschland zu, ich weiß aber nicht wie es mit den anderen Ausländern aussieht. Das sind "interne" Informationen, die ich euch hier gebe. Wenn ihr türkische Freunde habt, sie werden das alles bestätigen, falls sie natürlich keine gute Bildung genossen haben. Falls doch, haben sie das alles übersprungen und sind moderner/integrierter.

Das alles hört sich vielleicht komisch an oder viel zu viel klischeehaft, aber das ist die Realität. Ich lebe es, ich sehe es, ich bin es.

Zurück zu deiner Frage was für Gründe ich habe kein Deutscher zu sein. Ich denke allein, dass ich eine Option habe in der Heimat zu leben, ist doch ein Grund. Sonst vielleicht wegen dem Bund würde ich lieber Türke bleiben, also jetzt auf Bürokratie-bezogen. Schließlich bin ich so oder so ein Türke, mit oder ohne meinen Türkischen Pass. Sonst fällt mir kein Grund ein. Aber das hat nichts mit Deutschland selbst zu tun, wenn ich in Afghanistan geboren worden wäre, würde ich genauso denken oder genauso handeln.

Die Frage sollte eigentlich lauten, was für Gründe ich habe ein Deutscher zu sein, wie gesagt solange meine Identität sich nicht verändert, und ich meine nicht auf Papier, ist es doch scheiß egal oder nicht? Und ich sehe keinen Grund mich als "Deutscher" zu fühlen. Versteht mich bitte nicht falsch, das soll nicht herablassend klingen, aber jeder hat mehr oder weniger nationalistische Adern, jeder ist stolz auf seine Heimat und niemand würde einfach so seine Identität aufgeben. Ich genauso wenig und ich denke, das ist jedem klar und hat nichts mit Integration zu tun.
 
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