Integration in Deutschland (war: Vereinigte Migrantenpartei gegründet)

AW: Vereinigte Migrantenpartei gegründet

Ich lese hier häufiger die Forderung nach Integration durch Anpassung an die deutsche Kultur und finde das problematisch. Dies ist im Grunde genommen ein Relikt des Nationalstaatsdenkens aus dem 19. Jahrhundert, als Deutschland nur als Flickenteppich vieler kleinerer Länder oder Fürstentümer existierte und nach Gemeinsamkeiten gesucht wurde, um eine größere Nation zu begründen. Da wurde dann kurzerhand die Eigenart und Einheitlichkeit der Kultur herausgestellt und die Kulturnation war geboren. Der Vorstellung einer multikulturellen Gesellschaft setzt aber nun gerade da an, was doch bisher die Grundlage der Einheit deutschen Nation gewesen sein soll.

Dieses Problem könnte man vielleicht überwinden, indem man den Kulturbegriff in drei Dimensionen aufteilt: Politische, persönliche und ethnische Kultur.

- Politische Kultur... wird in diesem Kontext die wichtigste Funktion zuteil. Damit ist unsere Demokratie, die Verfassung und der Rechtstaat gemeint. Diese politische Kultur ist einheitlich und verbindlich für alle Mitglieder der Gesellschaft, ohne wenn und aber, sozusagen das "gemeinsame Wir". Aus unserem Grundgesetz, das geprägt ist von den universalistischen Werten des Westens (Menschenwürde, Demokratie, Freiheit), bezieht jeder einerseits Abwehrrechte gegen den Staat, im positiven Sinne aber auch Entfaltungsrechte. Das ist die Grundlage unserer pluralistischen Gesellschaft. Aus der Anerkennung dieser politischen Kultur würde ein Mitglied der Gesellschaft, egal ob Einheimischer oder auch Ausländer, folglich die Legitimation beziehen, sich im Bereich der ethnischen und persönlichen Kultur frei entfalten zu dürfen.

- Persönliche Kultur... ist also der Bereich, in dem sich jeder frei nach seinen Vorlieben entfalten kann (z.B. Musikgeschmack, Interesse für bestimmte Literatur, Vorliebe für bestimmte Speisen oder Kleidung, usw.) - hier gibt es keinerlei nationale Abgrenzungen mehr, keine Kultur, an die man sich anpassen könnte. Jedes Individuum ist Mosaikstein einer riesigen, denationalisierten Kultur mit kosmopolitischen Charakter.

- Ethnische Kultur... hat in dieser Sichtweise die Funktion, Menschen auf ihre Wurzeln zu verweisen und ihnen dabei helfen, Identitäten zu bilden, Folklore oder Mythen von Generation zu Generation zu transportieren und damit zu bewahren.

Ich finde, bevor man eine Anpassung an unsere Kultur zwecks Integration fordert, sollte man sich erst mal überlegen, was genau man damit überhaupt verlangt, ob es eine rein deutsche Kultur überhaupt noch gibt - und wenn ja, in welchen Bereichen -, ob solche Forderungen in einer pluralistischen Gesellschaft überhaupt erlaubt sind und ob man einen Teil der Integrationsleistung nicht auch mal von sich selber einfordern sollte. Denn wenn es zu einer ethnischen Vermischung der Gesellschaft kommt, erfordert das doch eigentlich von allen eine Anpassungsleistung, und nicht nur von manchen, oder? Vielleicht wären Ausländer dann schon ein Stück weniger fremd in unserer Gesellschaft und würden weniger Barrieren vorfinden, auch wenn sie sich von den vorherrschenden assimilativen Tendenzen abgrenzen konnten und ihre persönlichen und ethnischen Eigenarten bewahrt haben.... und damit anders sind.
 
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Naja, als Anpassung würde ja schon genügen Ehrenmorde nicht als kulturbegründetes Kavaliersdelikt zu sehen.

Die ganze Problematik betrifft wahrscheinlich keine 10% der Migranten, mehr sinds ja nicht die ungut auffallen.

Die Sache ist halt die:
Unliebsame Inländer kann man nicht abschieben, leider
Unliebsame Ausländer im Prinzip schon.
Die Türkei z.B. schiebt aber auch Massenhaft unliebsame INLÄNDER ab!
Kurden und andere Minderheiten.


Hauptproblem ist wohl auch die Geschwindigkeit der Zuwanderung und Einbürgerung bei uns.
Bei mir in der Volksschule, vor 27 Jahren, gabs nicht EINEN Ausländer oder auch nur ein Kind mit Migrationshintergrund, ok, vielleicht 3 Jugoslawen von 300 Kindern.

Jetzt in der gleichen Schule sind 65% der Kinder mit Migrationshintergund und sprechen kaum Deutsch.
Warum ich das weis?
Weil nächstes Jahr die Einschulung meiner Tochter ansteht, die jetzt wohl vor der Schule ein paar Brocken arabisch/türkisch/jugoslawisch lernen sollte.

Meine Tante ist Kindergärtnerin in der Innenstadt und hat fast 100% Kinder die kein Wort Deutsch können, die arbeiten mit 5 verschiedenen Dolmetschern...
:)
 
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Ob das die Schuld der Ausländer ist das unsere Deutsche ihren Arsch nicht hochkriegen beim Kinder kriegen?

Imho ein großes Problem, den damit die Ausländer deutsch lernen müssen sie auch mit deutschen Kindern zusammen sein und dabei die Ausländer in Unterzahl. Würde die Sprachschwierigkeiten deutlich minimieren.

Nur geht der Trend halt in die falsche Richtung.
 
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kinder sind das grösste armutsrisiko
 
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Das stimmt. Und wenn der Staat Kinder fördert unterstützt er mehr oder weniger nur "ausländische" Mitbürger, deren Kinder meistens keine gute Ausbildung bekommen.

Das sollte mal jemand öffentlich ansprechen, aber naja dann wird man wohl als "Rechter" abgestempelt.

Unseren Ausländern sollte man mal mitteilen, dass Integration nicht bedeutet, soviele Kinder wie möglich zu machen! Lieber 2 Kinder und eine gute Ausbildung, als 10 und alle auf der Straße.
 
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@fairy ultra
Der Grund für solche Entmischungen liegt nicht bei den wenigen Geburten, sondern hat hauptsächlich andere Gründe. Grundschulklassen werden nach festgelegten Bezirken zugewiesen. Diese Bezirke sind oft sehr ungleichmäßig gezogen und das führt dazu, dass Kinder aus Stadteilen, die vom sozialen Wohnungsbau geprägt sind, in den neuen Schulklassen unter sich bleiben. In solchen soziökonomisch schwachen Gegenden hat man oft einen hohen Migrantenanteil, und so kommen dann die besagten Schulklassen zustande.
Grundschulklassen, die extrem hohe Konzentrationen von Migrantenkindern haben, schneiden auch bei den Übergangsquoten auf das Gymnasium sehr schlecht ab. Die Variation geht von ca. 10% bei Klassen mit hohem Ausländeranteil und bis zu 80% bei Klassen mit hohem Anteil deutscher Schüler. Das wiederrum trägt zusammen mit anderen Bildungsschranken dann zu der erhöhten Konzentration von Migrantenkindern auf den Hauptschulen bei.
 
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Marius schrieb:
Die ganze Problematik betrifft wahrscheinlich keine 10% der Migranten, mehr sinds ja nicht die ungut auffallen.
Solche Sätze sollen dienen doch lediglich der Vorbeugung um sich nicht als Rechter beschimpfen zu lassen. Ich persönlich glaube zum Beispiel ganz ehrlich nicht, dass schon 10% in der Lage wären, so negativ auf zu fallen. Da gehören meiner Meinung nach deutlich mehr als 10% dazu. Vielleicht sind's aber tatsächlich nur 5% und ich liege mit meiner subjektiven Wahrnehmung völlig falsch, möglicherweise sind's aber auch 80%. Fakt ist aber: Niemand weiß hier genaue Zahlen, da solche Statistiken praktisch nicht erhoben werden.
 
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Fairy Ultra schrieb:
Ob das die Schuld der Ausländer ist das unsere Deutsche ihren Arsch nicht hochkriegen beim Kinder kriegen?

Das liegt wohl eher an der Art und Weise der staatlichen Alimentierung von Kindern in Deutschland.
Dies ist allerdings kein Herkunfts- sondern ein Schichtenproblem.

Die Geburtenrate bei HartzIV-Empfängern jeglicher coleur ist höher, als bei der arbeitenden Bevölkerung. Während ärmere Bevölkerungsteile so durchaus ihr Einkommen aufbessern, ist es für Menschen ab einem gewissen Einkommen ein Minusgeschäft.

MFG
 
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Es gibt überall, weltweit und auch in Deutschland eine starke Korrelation zwischen Bildung und Anzahl der Kinder, insbesondere bei den Frauen.
Wie oben schon gesagt wurde, sind Migranten unterdurchschnittlich gebildet und kommen zudem aus einer Kultur, in der Kinderreichtum verbreiteter ist als bei uns. Was Sarrazin daher die Übernahme Deutschlands gesagt hat, kann man auch nachrechnen. Es gibt Hochrechnungen, wonach 2050 in Deutschland jeder fünfte ein Muslime sein wird. Dem gegenüber steht die sinkende Anzahl der Christen.
 
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@odium, eine Hochrechnung die 40 Jahre in die Zukunft reicht hat eine Aussagekraft von genau Null, du hast Angst vor einer Übernahme Deutschlands, dann tuhe was dagegen ;)

in sehr vielen Beiträgen lese ich, "die Immigranten wollen sich nicht Integrieren", so einen Unsinn bekommt ich oft zu hören und direkt weiß ich die jenigen haben mit Ausländern nichts zutun, aus Angst oder Unverständnis. So wie Ausländer von Einheimischen behandelt werden ist es auch kein wunder das sie sich abgrenzen, wer fühlt sich willkommen wenn das Wort "türke" schon als Beleidigung gleichgesetzt wird oder eher einer Herabstuffung gleicht. Jeder der so denkt wie oben beschrieben hat eine Teilschuld an dem Schlamassel. Es kann doch nicht sein das viele glauben das Menschen auswandern in ein neues Land und sich da nicht einbinden wollen, das sie ihre Religion behalten wollen is nur logisch, aber der Wille zum Zusammenleben ist da, stösst Derjenige aber auf Abneigung folgt die Abgrenzung.

mir ist klar das es einfacher ist die Schuld den Anderen zu geben, obwohl man selber Mitverantwortlich ist, nur die Folge ist eine nochmalige Abgrenzung, denn das wird den durch solche Aussagen erreicht und es wird niemandem geholfen! Wovon war die Schuldfrage einer Bevölkerungsgruppe nochmal der Anfang?

jetzt wollen sie ihren Probleme durch eine eigene Partei lösen, ist ja auch kein wunder den es gibt kein Partei die ihre Probleme lösen will, das ist Demokratie warum die Angst?
 
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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Integration in Deutschland für Menschen, die sich integrieren wollen, unkompliziert verläuft.
Siehst du, und ich eben nicht!
Und die extrem hohe Anzahl an versagten/misslungenen Integrationsversuche beweist zunächst meine Ansicht. Man kann wohl kaum davon ausgehen, dass so viele Ausländer sich von Anfang an nicht integrieren wollten.
Bestes Beispiel sind zahlreiche Russland-Deutsche. Hier können sehr viele die Deutsche Sprache in ausreichender Qualität. Dennoch haben die Wenigsten auch deustche Freunde.
Die meisten bleiben im Privaten unter sich. Und mit diesem Personenkreis teilen wir Kultur und Religion. Was nicht auf jede Imigrantengruppe zutrifft.


Antisemitismus gibts schon deutlich länger als den Nationalsozialismus... Stand das etwa nicht in deiner Literatur
Und du glaubst, dass Faschismus und Antisemitismus gänzlich von einander getrennt sind?
Warum sind so viele Faschisten auch Antisemiten?
Offensichtliche Aussagen wie diese, ändern nichts an dem was ich gesagt habe, findest du nicht?


drei Grundausprägungen des Antisemitismus
lol, darf ich fragen ob diese 3 Auspärgungen von allen Historikern akzeptiert werden? ;) Kleiner Tip: Aber über das worüber wir reden gibt es keine festen Definitionen. Und erst Recht nicht über deren Gründe und Ausprägungen. Nimm drei Bücher unterschiedlicher Autoren und wirst 3 verschiedene Ansichten vorfinden. Wobei jede gänzlich oder zum Teil die jeweils beiden anderen widerlegt.
Und selbst wenn es diese gegen sollte, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis diese überworfen werden, durch so ´genannte neue Erkenntnisse in der Forschung ;)

Die gemeinsame Basis, die Du angesprochen hast, sollte maßgeblich sein. Ich habe allerdings das Gefühl, dass dies nicht immer der Fall ist.
Da sind wir uns einig! Aber hier gilt: Diese wird von beiden Seiten nicht eingehalten!
Die einen denken, dass sie auch hier noch ihre Töchter zwangsberheraten dürfen, und wollen diese Tradition auch nicht ablegen und die anderen wollen, dass die Imigranten alles ablegen und "Deutsch" werden. Wobei sich hierbei die Frage stellt, was "Deutsch sein" überhaupt bedeutet.

Mittlerweile ist aus der Integrationsunterfinanzierung, die Du angesprochen hast, schon ein beachtlicher Haushaltsposten geworden.
Das mag sein. Ich habe dazu keine aktuellen Zahlen. Noch vor einigen Jahren sah es jedoch katastrophal aus. Wie gesagt, Sprachkurse mussten selbst finanziert werden. Und zu dem damaligen Zeitpunkt war es so, dass beispielsweise skandinavische Länder einen deutlich höheren Etat für die Förderung der Imigranten hatten. Deutschland unter den EInwanderungsländern (was das anbetrifft) ziemlich weit unten in der Rangliste.


Unseren Ausländern sollte man mal mitteilen, dass Integration nicht bedeutet, soviele Kinder wie möglich zu machen! Lieber 2 Kinder und eine gute Ausbildung, als 10 und alle auf der Straße.
Lol, solche Aussagen sind nun einmal rechts oder zumindest hochgradig pauschalisierend. Denn du blendest offenbar aus, dass es normal ist, dass die unteren sozialen Schichten einen höheren Kindersegen haben ;)
//Aber wie ich gerade erst sehe wurde da sbereits gesagt

Und die meisten Ausländer gehören eben in solche Schichten.
Dann kommen noch solche, denen es aus religiösen Gründen nicht erlaubt ist Verhütungsmittel zu benutzen.
Dasselbe gilt übrigens auch für Katholiken (siehe Papa Ratzis Aussagen diesbezüglich), nur interessiert es uns nicht mehr so wirklich, was die Kirche sagt. Diese Leute interssiert es hingegen durchaus.

stösst Derjenige aber auf Abneigung folgt die Abgrenzung.
Sehe ich genauso. Und das Tragische daran: Die Abneigung beginnt bereits ganz ganz früh. Am Beginn des Integrationsprozesses.
Als es noch keine verpflichtenden Sprachtests gab, wurde den Leuten beispielsweise auch kein Übersetzer oder Berater zur Seite gestellt um beispielsweise organisatorische Probleme zu klären (ich meine damit den bürokratischen Aspekt der Integration).
Die Folge war, dass einerseits die Sachbereiter hochgradig genervt waren von den Imigranten und es diese haben auch spüren lassen.
Für die Imigranten war dies folglich kein Zeichen des Willkommen seins.
In ähnlicher Form ging es dann weiter. Arbeitsamt, auf der Arbeit selbst etc.

Die schlechte Förderung der Imigranten und mangelnde Forderung an das was Imigranten mitbringen müssen (sprich gewisse Sprachkenntnisse), oder das was einige als qualitative Imigration hier bezeichnet haben, sind letztlich daran Schuld, dass das deutsche Volk Imigranten auch ablehnt. Im ganz großen Stil. Und dann kommt noch die normale herablassende Haltung den Imigranten gegenüber hinzu.

Lol, wir haben es nach 20 Jahren nicht einmal geschafft Ostdeutsche zu "integrieren". Was erwarten wir dann von Türken, Russen, Polen etc.
 
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Wer Türke ist, einen türkischen Namen oder so aussieht, hat es im Beruf schwerer. Wurde in einer Reportage mal so gesagt, deckt sich mit meinen Erfahrungen und ist auch logisch, wenn man an die Vorurteile denkt. Wie gesagt, in anderen Ländern gibt es ähnliche Vorurteile gegenüber Ausländern, positiv und negativ. Wie soll man daran etwas ändern?
Solche Meinungen entstehen über einen längeren Zeitraum. Und meistens steckt auch Wahrheit hinter dahinter, sonst könnten sich solche Vorurteile gar nicht so lange halten. Deutsche gelten im Ausland als pünktlich. Koreaner haben in den USA den Ruf, fleißig zu sein. Italienische Geschäftsleute sind in der Regel hervorragend gekleidet.
Natürlich sollte man versuchen, objektiv zu bleiben. Aber man kann unmöglich ein ganzes Volk dazu erziehen, so zu denken. Die meisten benutzen Schubladen.

Die Gründung einer Vereinigten Migrantenpartei ist in meinen Augen der völlig falsche Weg. Besser wäre es, die Migranten soweit zu kriegen, dass man anhand Sprache, Aussehen, Beruf und Lebensweise nicht mehr sagen kann, woher sie einst stammten. Wenn sie hierherkommen, werden sie ein Teil des Landes und das Land verändert sich auch. Sie gestalten Deutschland mit. Es muss doch auf Vollintegration hinauslaufen und wenn man Vereine oder Parteien bildet um dem entgegen zu wirken, wird das eigentlich Problem doch bloß verstärkt.
 
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Helios co. schrieb:
Siehst du, und ich eben nicht!
Und die extrem hohe Anzahl an versagten/misslungenen Integrationsversuche beweist zunächst meine Ansicht. Man kann wohl kaum davon ausgehen, dass so viele Ausländer sich von Anfang an nicht integrieren wollten.

Nö, das beweisst eher das Gegenteil.
Der relative Anteil "misslungener Integration" ist schlicht bei Türken, Arbabern ungleich höher, als bei anderen Migranten. Woran liegts?
Die Türken, mit denen ich zusammen studiert habe sind nahezu ausnahmslos beruflich gut untergekommen. Vielleicht lag es daran, dass sie sich engagiert haben und ausnahmslos sehr gut Deutsch sprechen. Das Thema Integration Ja/Nein gabs dort nicht.


Helios co. schrieb:
lol, darf ich fragen ob diese 3 Auspärgungen von allen Historikern akzeptiert werden? ;)
Ähh, was ist das denn für eine komische Frage. Wolltest Du wissenschaftlich arbeiten oder nicht? Egal! Antisemitismus ist hier nicht das Thema.

Helios co. schrieb:
Da sind wir uns einig! Aber hier gilt: Diese wird von beiden Seiten nicht eingehalten!
Die einen denken, dass sie auch hier noch ihre Töchter zwangsberheraten dürfen, und wollen diese Tradition auch nicht ablegen und die anderen wollen, dass die Imigranten alles ablegen und "Deutsch" werden. Wobei sich hierbei die Frage stellt, was "Deutsch sein" überhaupt bedeutet.

Niemand muss deutsch sein. Mir würde es schon ausreichen, wenn die hiesigen Gesetze Beachtung finden würden, insbesondere das Grundgesetz.
Wenn Religion oder Kultur eines Einwanderers hier Reibung erzeugen, so muss sich der Einwanderer anpassen und nicht anders herum.


Helios co. schrieb:
Lol, wir haben es nach 20 Jahren nicht einmal geschafft Ostdeutsche zu "integrieren". Was erwarten wir dann von Türken, Russen, Polen etc.

Ähm, wiede so eine komische Bemerkung. Bis auf einen Großteil der Türken ist der Rest schon recht gut integriert.

MFG
 
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Na klaro! In meiner Umgebung gibt's 'nen Stadtteil mit einem russischen Supermarkt, einer russischen Bücherei und einer russischen Videothek. Weder versteht man die Produkte, noch die Sprache. Und interessanterweise sprechen diese "Deutschen" auch größtenteils kein Deutsch oder nur wenig.

Super integriert, da haste voll recht...
 
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Es gibt Hochrechnungen, wonach 2050 in Deutschland jeder fünfte ein Muslime sein wird. Dem gegenüber steht die sinkende Anzahl der Christen.

Es gibt durchaus begründete Befürchtungen vor einer Überfremdung (den Begriff hat übrigens die NPD geprägt) Aber für den Rückgang der bekennenden Christen kann man nicht die Muslime verantwortlich machen. Wir sollten uns in diesem Zusammenhang auch mal an die eigene Nase fassen und darüber nachdenken ob es sich bei der propagierten Leitkultur nicht eher um eine Light-Kultur handelt.

@Deliberation
Die Abschottung bei russischen Zuwanderern ist auch nach meinen Beobachtungen stark ausgeprägt. Man bleibt unter sich, dies ist auch verständlich und kein Vorwurf. Das größte Problem ist und bleibt die Sprache, sie ist der Schlüssel zur Integration.
 
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Der Punkt ist doch der, das es sich keiner Leisten will (nehmen wir mal Politiker oder andere Leute die im öffentlichen Leben stehen) das Kind beim Namen zu nennen. Die Gefahr ist viel zu groß, das Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen oder falsch zitiert werden.

Richtig ist, Herr Sarrazin hat seine Aussagen mehr als Unglücklich gewählt und den Bogen überspannt, jedoch wird meines Erachtens nach die Hauptaussage von einem Großteil der Bevölkerung so getragen.

Verlogen sind jene (Politiker, Presse, selbst ernannte Experten, Leute die meinen sie seinen wichtig) die sich jetzt bei Meischberger, Will und wie sie alle heißen im Wortgefecht duellieren, Betroffenheit miemen aber nix passiert.

Und wenn ich dann noch auf Spiegel-Onlinel lesen muß das Zitat "...die eigentlich selbstverständliche Forderung an Migrantenkinder, wenigstens in der Schule deutsch zu sprechen, noch vor kurzem als "Zwangsgermanisierung" verhöhnt wurde" da greif ich mich an den Kopf.

Ich finde das Ausländer unser Land bereichern und willkommen sind (habe und hatte selbst Kollegen aus allen Herren Ländern und geh auch gern zum Türken um die Ecke Brot kaufen) jedoch sollte es wohl als selbstverständlich und nicht als rassistisch gelten, wenn man Sprachkenntnisse und Bildung vorraussetzen kann oder ebend die Bereitschaft dort hin.
 
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@gsx-r: ich würde sogar noch weiter gehen und sagen, wir sind ein Land aus Ausländer. Und ich finde das auch nicht problematisch, solange wir uns auf eine Kultur des Zusammenlebens verständigen. Und dazu gehört eben, dass jeder seinen Beitrag leistet, indem er wie jeder andere auch malochen geht. Und mir kann keiner erzählen, dass der türkischstämmige Handwerker es besser als der deutsche Handwerker findet, wenn er für "ich arbeite doch nicht" Ausländer mehr Steuern zahlen muss. Wenn man aber Teil der Wirtschaft sein will, muss man die gemeinsame Sprache verstehen. Wobei das nicht nur ein Problem der Migranten ist. Schlechte Deutschkenntnisse ist einer der Topgründe, warum Ausbildungsplätze an *deutsche* Bewerber nicht vergeben werden.
 
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Deliberation schrieb:
Na klaro! In meiner Umgebung gibt's 'nen Stadtteil mit einem russischen Supermarkt, einer russischen Bücherei und einer russischen Videothek. Weder versteht man die Produkte, noch die Sprache. Und interessanterweise sprechen diese "Deutschen" auch größtenteils kein Deutsch oder nur wenig.

Super integriert, da haste voll recht...

Das Vorhandensein von türkischen, russischen oder asiatischen Lebensmittelläden, Videotheken, etc. ist kein Indikator für den Grad der Integration. Weshalb müssen Migranten dieselben Filme schauen oder "Bratwurst" essen?

Da hast Du eine falsche Vorstellung von dem, was Intagration bedeutet.
Exar_Kun hat das hier im Thread schonmal ganz gut differenziert.

MFG

edit:
Wo soll denn dieser Stadtteil liegen? Wenn Russen untereinander Russisch sprechen ist das doch ok. Wenn sie sich darüber hinaus nicht verständigen können, dann ist das durchaus ein Integrationsproblem, da gebe ich Dir Recht!
 
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Öh, es ist also kein Indikator für misslungene Integration, wenn ich mich in einem Stadtteil in Deutschland nur noch auf Russisch unterhalten kann? Entschuldige mal, das ist Blödsinn!
 
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Odium schrieb:
Die Gründung einer Vereinigten Migrantenpartei ist in meinen Augen der völlig falsche Weg. Besser wäre es, die Migranten soweit zu kriegen, dass man anhand Sprache, Aussehen, Beruf und Lebensweise nicht mehr sagen kann, woher sie einst stammten. Wenn sie hierherkommen, werden sie ein Teil des Landes und das Land verändert sich auch. Sie gestalten Deutschland mit. Es muss doch auf Vollintegration hinauslaufen und wenn man Vereine oder Parteien bildet um dem entgegen zu wirken, wird das eigentlich Problem doch bloß verstärkt.

Ich stimme dir zu, dass der Migrantenpartei der falsche Weg ist.
Allerdings sagst du, dass man die Migranten soweit kriegen muss, dass man sie anhand ihrer Sprache, Aussehen, Beruf und Lebensweise nicht mehr erkennen soll woher sie stammen.

1. Ist das demokratisch?
2. Findest du es richtig Leuten etwas (hier: Kultur) aufzuzwingen?
3. Falls du die oberen Fragen bejahen solltest, wieso sollten wir den Deutschen nicht aufzwingen so wie wir sich zu kleiden, so wie wir auszusehen, etc. etc. ?



e-ding schrieb:
Nö, das beweisst eher das Gegenteil.
Ähm, wiede so eine komische Bemerkung. Bis auf einen Großteil der Türken ist der Rest schon recht gut integriert.

Ich finde diese Aussage diskriminierend ehrlich gesagt. Du sagst offen, dass nur die Türken "ein Problem" haben.
1. Sehe ich das nicht so, weil es nicht Lands abhängig ist, sondern Umgebungs abhängig.
2. Ist die Anzahl der Türken recht groß, d.h. man muss eine Relation zwischen der Masse und den nicht Integrationswilligen bringen. Sprich prozentual sehen.
3. Nach deiner Behauptung siehst du die Araber also nicht als ein Problem, wenn du aber rüber zu den Franzosen schaust, siehst du, dass sie genau Araber (Marokaner, Tunesier, etc) als ein Problem sehen. Also das ist doch ein Widerspruch oder nicht? Sollen wir ab jetzt eine Teilung machen? "Die Deutschland-Araber sind im Gegensatz zu den Frankreich-Arabern integrationswilliger." ?

Also das hat nichts damit zu tun, woher die Ausländer stammen, sondern wie viele von denen in Deutschland (oder irgendwo auf der Welt) leben. In USA sind das die Latinos (oder Afrikaner) zum Beispiel. Sollte man einen Latino, der in DEU lebt, auch mit dem Vorurteil abstempeln, dass seine Landsleute nicht integrationswillig sind?


MrPsst schrieb:
Komisch ist das doch schon das man mit Migranten aus Asien eigentlich so gut wie keine Probleme hat.

Also ich hatte noch nie Probleme mit Japanern, Koreanern, Thais und so weiter......Das liegt vielleicht am Karma

Aber mit den Islamischen Gruppen rasselt man regelmäßig aneinander, ist das jetzt immer schuld der Deutschen :freak:

Auch dir möchte ich nochmal sagen, dass die Masse bzw. die Umgebung eine große Rolle spielt.

Ich wette die Amerikaner würden nicht dasselbe behaupten wie du (für Chinesen zum Beispiel). Denn dort wohnen im Gegensatz zu Deutschland viele Asiaten und es gibt dort asiatische slums oder asiatisch geprägte Ortsteile (Beispiel: China town). Kennst du in Deutschland dagegen eine große Ansammlung von Asiaten in einem Ort? Oder kennst du asiatische Ghettos oder Banden in Deutschland?

Also bitte nicht Lands abhängig werden, denn das ist rassistisch.



Und warum befürchtet ihr denn, dass die Anzahl der Muslime soviel steigen?
Ich mein, falls ihr das befürchtet, wieso glaubt ihr dann auch nicht an Gott?
Das macht doch kein Sinn, ich mein die meisten von euch glauben nicht an Gott oder üben keine Religion aus, aber befürchten eine Sache, woran ihr nicht glaubt.
Verstehe ich einfach nicht. Wenn ihr das dermaßen befürchtet, dann glaubt doch auch an Gott und ihr zieht dann mit...
 
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