Ist die "härte" der Bundeswehr noch zeitgemäß?

Sicher, is klar...
Und diese Erfahrung nimmst du woher?
Deckt sich nämlich nicht wirklich mit den Erfahrungen, die ich beim Bund gemacht hab oder irgendjemand den ich kenne... aber was wissen wir schon.
 
mypass schrieb:
Menschenwürde und Bundeswehr ist ein Widerspruch. Die Befehlshaber wollen keine Menschen und schon gar keine, die denken

Die Zeiten in denen Links und rechts die Menschen in Schützengraben liegen und der mit der Größeren Masse gewinnt, sind vorbei.

Heutzutage hast du kleine Spezialisierte Trupps, da kann man auch keine Idioten gebrauchen!
z.b. die Funk Infrastruktur ist nicht mal eben so Aufgebaut, da müssen viele Trupps zusammenarbeiten und jeder muss wissen was er da tut!
 
die frage ist falsch gestellt. die frage sollte lauten "ist die weichheit der heutigen jugend noch zeitgemäß?"
ich war (gute 12 jahre her) bei der bundeswehr und ich war ausbilder. in dieser zeit gab z.b. es beschwerden von rekruten darüber, dass sie im mai (!) durch einen kniehohen (!) bach laufen und dann wieder in die kaserne laufen mussten. während meiner grundausbildung hab ich mich über sowas gefreut. aber ich bin früher auch noch rausgegangen zu spielen und bin nicht vor der playstation versauert.

mal abgesehen davon, dass viele junge leute heute eine körperliche leistungsfähigkeit haben, die gegen null tendiert, sind die meisten auch noch geistig dermaßen "weichgespült", dass es nicht mehr feierlich ist. dieser trend zeigt sich auch deutlich in der normalen arbeitswelt. viele auszubildende sind nicht mehr belastbar, bei belastung (und ich rede hier nicht von stress) steigen sie mental aus.

@topic

die gorch fock ist ein schiff der marine, die zukünftige offiziere ausbilden soll. führungskräfte, auf die sich in der zukunft untergebene verlassen werden, vielleicht in situationen, in denen menschenleben davon abhängen, dass diese führungskräft die nerven behalten und richtige entscheidungen treffen. meiner meinung nach sollten die OA, die dort "gemeutert" haben (ob es wirklich so war, weiss man ja nicht), sofort vom lehrgang ausgeschlossen werden.
 
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In einem sind wir, die gedient haben, uns wohl einig. Der Anteil der kämpfenden Truppe innerhalb der Bundeswehr ist eher klein.
Dieses falsche Bild, dass die Meisten von der Bundeswehr haben, hängt wohl mit den Märchen zusammen die von Leuten erzählt werden, die selbst nicht viel zu melden hatten.

In der ersten Linie ist Soldat zu sein ein Beruf wie jeder andere. Unterschieden wird er nur durch das Aufgabengebiet, die Tätigkeiten, die Risiken und den Umfang der Rechte und Pflichten im Einsatz.

Für mich persönlich war nicht alles toll beim Bund, aber die AGA(allgemeine Grundausbildung) war nicht das schlimmste.
Du lernst dich dort auch selbst kennen(ich bin über 50 Runden auf der 400m Bahn gelaufen, besser als Sex, weis jeder läufer).
Die Dienstpflicht und der Umfang des Dienstes machen manche Dinge eben unumgänglich(60 km mit 15 kg Gepäck).
Du sollst durch dass gezielte heranführen an Stresssituationen lernen damit umzugehen.

ABER: Ich wurde von meinen Ausbildern nicht gequält! Wenn du nicht willst, meld dich krank und spiel nicht mit. Deine Entscheidung.

[Ich schließe mich hier godapol an, wenn ein unfähiger Führer Untergebene im Stich lässt, weil Er/Sie zu zart angefasst wurde, nicht richtig ausgebildet wurde... In so einer Armee will ich nicht dienen!]

Viel schlimmer war das Arschloch von Spieß das ich dann 1 1/2 Jahre später hatte.
Menschlich gesehen, und so muss man den Bund betrachten, ist es Firma mit 200.000 Mitarbeitern und da sind halt auch ein Paar Arschlöcher dabei.
Diese Menschen mit einer negativen Grundhaltung sind dann meist die Personen die die Kontrolle verlieren.

Mir kann auch keiner erzählen dass er sich mit allen versteht, und "Macht" nicht ausnutzt(zu welchem Zweck sei dahin gestellt). Es ist also sehr leicht nach zu vollziehen.
Ich hab das selbst erlebt und es ist halt ein verdammt schmaler Grat.

Den Fall auf der Gorch Fock würd ich der Staatsanwaltschaft überlassen.
Die Bild dem Mülleimer, und die Grünen auf den 3. Platz(da wo Sie sich seit nunmehr 20 Jahren befinden).

Jeder Versuch sich auf dem Rücken von Toten zu profilieren ist nur noch erbärmlich.
 
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Den Beitrag kann ich voll unterschreiben...
Ansonsten hatten auch einen Ausbilder, der meinte sich da als harte Sau profilieren zu müssen aber alle anderen inkl. Spieß, Chefetage usw waren extrem umgänglich und immer fair.
 
Das ganze wird doch wieder extrem aufgebauscht, von Journalisten und Politikern gleichermaßen.
Ich kann mich noch gut an den "Skandal" um die Aufnahmerituale bei den Gebirgsjägern in Mittelwald erinnern...
Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten das damit ganz gezielt der Bundeswehr geschadet werden soll !

Man merkt doch immer wieder das fast nur ungediente bzw. ein paar frustrierte GWDL'er schlecht über die Bundeswehr reden.
Ich schließe mich godapol voll und ganz an, das Problem ist eher die Weichheit der heutigen Jugend.
Wem der Drill in der Grundausbildung zu schon zu hart ist, der ist wohl in 99% der Fälle einfach zu unsportlich oder hat den Sinn einer militärischen Ausbildung nicht verstanden.
Wirklich hart geht es nur in wenigen Einheiten zu und dort sind meist nur Leute die genau wissen was sie erwartet...

Was genau nun auf der "Gorch Fock" auch immer vorgefallen ist, ich sehe darin bis jetzt keinen Skandal. Was es mit der angeblichen Meuterei auf sich hat...warten wir ab und sehen wir dabei zu wie sich Journalisten und Politiker auf den Vorfall stürzen...
 
Die Bundeswehr besteht eigentlich nur aus Rumsitzen. Da ist überhaupt nix mehr hart.

Wie es schon gesagt worden ist, sind die meisten jungen Leute einfach zu weich. Es ist ja auch eine Armee und keine Kuschelgruppe im Kindergarten...

Wer zu einer richtig harten Einheit gehen will, geht zur Fremdenlegion. Die Ausbildung ist auch den Spezialeinheiten anderer Länder tlw. zu hart. ;)
 
http://www.focus.de/politik/deutsch...zt-gorch-fock-kommandanten-ab_aid_592609.html


Den Kapitän entlassen noch bevor dieser in Deutschland ankommt und angehört werden kann. Die Gorch Fock macht sich nämlich erst am 4. Februar auf den Weg nach Deutschland.
Naja, soll sich jeder selber was dazu denken.

Wiggum schrieb:
Das ganze wird doch wieder extrem aufgebauscht, von Journalisten und Politikern gleichermaßen.

Eine interessante These ist auch, dass FDP, Grüne und Co geziehlt die Sache aufbauschen bzw solche Vorfälle herbeisehnen um den zweifellos sehr beliebten Politiker Guttenberg zu Schaden. Da ist jedes Mittel Recht, wehe dieser Kerl könnte Kanzler werden.


Ich bleibe bei meiner Meinung zu diesem Thema. Die Armee ist kein Ponyhof. In ein paar Bereichen der Bundeswehr geht es sehr hart zur Sache. Dazu zählt sicherlich auch die Gorch Fock.
 
Den Kapitän entlassen noch bevor dieser in Deutschland ankommt und angehört werden kann. Die Gorch Fock macht sich nämlich erst am 4. Februar auf den Weg nach Deutschland.
Naja, soll sich jeder selber was dazu denken.
politik nicht mehr und nicht weniger
ich finds schade das aus diesem unglücksfall deutlich mehr opfer hervorgehen
der kapitän und die angeblichen meuterer
 
Warum musste die Frau eigentlich ungesichert den Mast hoch klettern?
Ich denke, das ist doch die eigentliche Frage bei dem Drama.
Und da finde ich, ist es nicht notwendig, dass ein Offiziersanwärter ungesichert klettern muss, wenn es denn auch gesichert und damit auf sicherem Wege geht.
 
Geht es ja nicht...
Das Problem ist, das Aufentern muss schnell gehen, sehr schnell. Sonst ist unter Umständen die Sicherheit des ganzen Schiffes gefährdet.
Daher wird erst gesichert, wenn die einzelnen Rahen erreicht sind, an denen die Segel befestigt sind.
 
Was heißt "notwendig"... es ist halt Teil der allgemeine seemännischen Ausbildung. Dazu gehört nicht nur Kurse und Positionen berechnen sondern auch das aktive segeln des Schiffes.
Das Aufentern ist Teil dieser Aufgabe, es ist zwar freiwillig aber ich denke man kann erwarten, dass jeder es zumindest mal versucht.
Man kann natürlich in Frage stellen, ob eine Segelausbildung in einer modernen Marine nötig ist. Allerdings geht es ja eh weniger um das segeln lernen, das ist hier Mittel zum Zweck (muss deswegen aber natürlich auch gelernt werden), es geht darum den angehenden Offizieren die Grundlagen der Seefahrt, des Lebens auf Schiffen, der Mannschaftsführung unter Druck, dem Arbeiten im Team mit alles dazugehörigen Arbeiten etc. beizubringen. Das dafür eben ein Segelschulschiff her hält, ist natürlich auch eine Frage der Tradition.
und wie gesagt, während des Aufenterns ist halt ne Sicherung nicht möglich, die Klettern ja im Grunde n Netz hoch, wenn die sich dann praktisch in jeder Schlinge einhaken wollten, brauchen die ne halbe Stunde um da hoch zu kommen. Bis dahin kann das Schiff drei mal gekentert sein, wenn der Wind plötzlich dreht.

Hier mal ne Doku zum Leben und Arbeiten auf der GF.
http://www.youtube.com/watch?v=V0kh8hJakSA
 
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Wenn´s freiwillig ist, dann hat Druck da aber nichts zu suchen. Darum genau geht es ja bei dem Vorfall. Da muss ungemein viel Druck ausgeübt worden sein.

Irgendwie passt das nicht zusammen. Einerseits soll die Aufgabe freiwillig sein. Andererseits wurde damit gedroht, die Offizierskarriere an den Nagel hängen zu müssen.
 
Natürlich herrscht da Druck... da muss Druck herrschen.
Die sollen ja ganz bewusst an ihre körperlichen und psychischen Grenzen gebracht werden, nur so erreicht man, das die später, wenn es drauf ankommt, nicht unter Druck zusammenbrechen.
Da kann man nicht sagen, ja dann halt nicht, wenn du dich unwohl dabei fühlst. Die müssen es auf jeden Fall versuchen und wenn dazu Druck nötig ist, dann ist dazu Druck nötig.
Wenn die dann trotzdem sagen, es geht nicht, dann is das was anderes als wenn sie von vornherein sagen ich lass es lieber weil ich glaube das wird nix...

Überleg mal... hast du damals in der Schule freiwillig Sachen gelernt, die dir überhaupt nicht gefallen haben und wo du auch nicht glaubtest, dass du sie jemals brauchst? Eher nicht... dazu brauchtest du auch Druck, durch den Lehrer, die Eltern, die Klausuren....
 
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Schule ist aber auch nicht freiwillig.
Hier geht es um ne freiwillige Angelegenheit. Das ist ein Unterschied. Das kannst du doch nicht abstreiten.

Wenn du jemandem damit drohst, bei Zuwiderhandlung den Offizierstitel ad acta legen zu müssen, hat das nichts mehr mit Freiwilligkeit zu tun.
 
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andiac schrieb:
Wenn du jemandem damit drohst, bei Zuwiderhandlung den Offizierstitel ad acta legen zu müssen, hat das nichts mehr mit Freiwilligkeit zu tun.

...eben doch !
Schließlich zwingt die Bundeswehr niemanden dazu Offizier zu werden.
Ich kann mich ja auch nicht als SaZ verpflichten und mich dann weigern an der Schießausbildung (Gefechtsschießen, ROE-Schießen ect.) teilzunehmen mit der Begründung das mir das zu gefährlich sei...
Wenn man mir dann sagt das es mit dem SaZ wohl nix wird ist das doch wohl logisch und hat nichts mit "ungemein viel Druck ausgeübt" oder "wurde damit gedroht" zu tun oder ?
Das man dann von den Kameraden verarscht wird ist wohl auch klar, ein gewisser Gruppenzwang herrscht eben überall und ist vom Militär sogar erwünscht bzw. wird gezielt gefördert !
 
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Nun ja, eine gewisse "Freiwilligkeit" ist das A und O bei der Bundeswehr.
Klar kann man sich in Berufung auf sein Gewissen oder Ängste allen verweigern und trotzdem seinen Dienst durchziehen. Nur wird der Dienst dann an der Schuhausgabe stattfinden. Mann hat sich schießlich durch sein Verhalten dafür qualifiziert.
Ebenso wird man kein Kommando auf einem Schiff bekommen, wenn man auf der Gorch Fock nicht aufentern wollte.

Ich mach mir ehrlich gesagt große Sorgen um unsere Bundeswehr. Vor allem um unser internationales Ansehen. Bisweilen sind wir immer noch gern geschätzte Bündnisspartner. Aber nicht Aufgrund unseres unabdingbaren Kampfgeistes, sondern in erster Linie wegen unserer technischen Ausrüstung.
Der ECR-Tornado ist halt noch bei diversen Einsätzen gerne gesehen.
Ebenso können wir auf unsere Marine mit ihren Schiffen und U-Booten stolz sein.
Nur inwiefern läßt sich dieses Ansehen noch Aufrechterhalten wenn man mit solchen Problemen wie die aktuellen kämpfen muß?
 
Wenn du jemandem damit drohst, bei Zuwiderhandlung den Offizierstitel ad acta legen zu müssen, hat das nichts mehr mit Freiwilligkeit zu tun.

Ja ich weis nicht ob das ein Grund seinen kann. Aber ich finde schon das so eine Verweigerung auch eine Gewisse Schwäche ist, die sich später auch in Führungsschwäche enden kann. Und das braucht man bestimmt nicht bei Offizieren.

Ich fand die "Drohungen" die man in den Medien lesen konnte jetzt nicht so tragisch. Sondern eher als Motivation den inneren Schweine-Hund zu überwinden.


Was ich als größeren Skandal empfinde ist die Meuterei, wegen dem Unfall. Sorry auch wenn das nur eine Ausbildung war, muss ein Soldat besonders ein Offizier die Nerven behalten und nicht gleich weglaufen oder den Dienst einstellen zu wollen, wenn ein Kamerad stirbt. Das gehört leider dazu zum Soldaten leben.


Ich finde die Bundeswehr nicht hart, ich glaube aber auch das die Bundeswehr bestimmt auch zu dem moderatesten Armeen der Welt gehört. Guckt euch doch mal die Russische US oder Chinesische Armee an, was dort mit Rekruten gemacht wird, das ist hart.
 
Diese "Drohungen" gehen aber leider nicht mehr in userer politische korrekten Medienlandschaft durch.
Wenn dies so weitergeht, dann bin ich klar für eine Abschaffung der Bundeswehr.
Wo kommen wir da denn hin wenn wir unsere Offiziere nur noch mit Samthandschuhen anfassen dürfen?
 
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