Ich beschreibe das mal aus meiner Sicht. Ich wäre einerseits ganz gerne zum Bund gegangen, dann aber auch wieder nicht. Ich finde diese Härte, wie sie sein sollte, gar nicht übel. Ein straffer Tagesplan mit was hinter die Löffel könnte für heutige junge Erwachsene etwas durchaus Gesundes sein. Rückte früher einige Weltbilder ala "null Bock" gerade. Das fehlt nämlich im Vergleich zu früher. Gab es immer, aber früher konnte sich keiner so etwas leisten, wenn er nicht Aussätziger werden wollte.
Froh, ausgemustert worden zu sein wegen einer Tomatenallergie (die ich bestritt, der Arzt aber belegte), war ich aber doch.
Grund: Der Missbrauch der Institution. Ich wollte nicht saufen oder mir von hirnlosen Spinnern, die vermutlich beim ersten Schuss panisch würden, erklären lassen, wie man Krieg führt. Mich hätte einfach das straffe Sportprogramm gereizt. Die Übungen. Die Härte gegen sich und andere.
Nur leider wird Macht beim Bund ja gerne von den kleinen Ausbildern missbraucht. Darauf hatte ich keine Lust.
Eine Berufsarmee kann sich solche Entgleisungen nicht mehr leisten. Jeder Freiwillige wird schön auf den Putz hauen, wenn er von Kameraden misshandelt wird.
Ich denke, dass die Härte schon OK ist. Die Menschlichkeit fehlt(e) hier und dort.