Averomoe
Lt. Commander
- Registriert
- Okt. 2010
- Beiträge
- 1.937
Neulich sprach ich mit einer Atheistin innerhalb meines Familienkreises. Es ging um Spendabilität, um egozentrisches Horchen von Geld. Wir sprachen, und dies ist der Punkt, über das Spenden. Ich fragte sie, wieso ein Mensch spendet.
Sie sagte, weil dies gut ist. Ich fragte sie warum. Sie sagte, weil dies die Welt besser mache, den Menschen helfe. Ich fragte sie, was sie davon hat, dass es anderen besser geht, wenn durch eine Spende es ihr ja finanziell theoretisch schlechter geht, denn ihr Vermögen nimmt ab. Sie sagte, es lohne sich, denn das Gefühl, geholfen zu haben, ist es wert. Ich entgegnete also, dass sie egoistisch ist beim nicht egoistisch sein... Sie wendete sich ab, verstand nicht, was ich meine und sagte, vielmehr seien wir Gläubige ja egoistisch, denn wir machen dies ja nur, um Gott zu gefallen. Ich bejahte und sagte, dass dies sicher der Hauptgrund ist, aber nicht der einzige. Weiterhin sagte ich, das Spenden im allgemeinen immer egozentrisch sei, denn was erhalte ich denn dafür? Sie antwortete, nichts. Ich sagte, du irrst dich. Bist du danach denn nicht glücklicher? Sie bejahte. Warum also nochmal ist das nich egoistisch, fragte ich? Sie schwieg... ich sagte daraufhin:
Tatsächlich ist das Spenden oberflächlich gesehen ein Verlust, scheinbar altruistisch. In Wahrheit tauscht man Geld für das Gefühl ein, etwas getan zu haben, "die Welt ein Stückchen besser gemacht" zu haben. Ist das nicht Egoismus, gekleidet in altruistischen Gewändern?
Daher denke ich, Atheisten (die, die es tun) haben gar nicht das Recht, uns Gläubigen vorzuwerfen, wir seien beim "gute Taten tun" im Kern lediglich egoistisch (Gottes Wohlgefallen) getrieben.... sie sind es nämlich auch, sogar viel mehr als wir.
Bei ihnen ist dies der Hauptgrund, nur merken sie es nicht. Sie verharmlosen, sie verdrängen das Produkt "Glücksgefühl", wie als sei es nicht wert, erwähnt zu werden, dabei ist es ihre treibende Quelle zum "Gutes tun".
Wir hingegen tun dies als erstes um Gottes Willen, stellen also unser eigenes Glücksempfinden darunter. Wahrer Monotheismus.
Kritik, Anmerkungen und Meinungen dazu erwünscht.
Ich möchte hier gar nicht einen Glaubenskrieg anfangen. Ich wünsche nur andere Meinungen dazu zu lesen. Dieses Thema hatten wir nämlich im Philosophieunterricht damals in der Schule. War eine recht interessante Diskussion.
Tariq
Sie sagte, weil dies gut ist. Ich fragte sie warum. Sie sagte, weil dies die Welt besser mache, den Menschen helfe. Ich fragte sie, was sie davon hat, dass es anderen besser geht, wenn durch eine Spende es ihr ja finanziell theoretisch schlechter geht, denn ihr Vermögen nimmt ab. Sie sagte, es lohne sich, denn das Gefühl, geholfen zu haben, ist es wert. Ich entgegnete also, dass sie egoistisch ist beim nicht egoistisch sein... Sie wendete sich ab, verstand nicht, was ich meine und sagte, vielmehr seien wir Gläubige ja egoistisch, denn wir machen dies ja nur, um Gott zu gefallen. Ich bejahte und sagte, dass dies sicher der Hauptgrund ist, aber nicht der einzige. Weiterhin sagte ich, das Spenden im allgemeinen immer egozentrisch sei, denn was erhalte ich denn dafür? Sie antwortete, nichts. Ich sagte, du irrst dich. Bist du danach denn nicht glücklicher? Sie bejahte. Warum also nochmal ist das nich egoistisch, fragte ich? Sie schwieg... ich sagte daraufhin:
Tatsächlich ist das Spenden oberflächlich gesehen ein Verlust, scheinbar altruistisch. In Wahrheit tauscht man Geld für das Gefühl ein, etwas getan zu haben, "die Welt ein Stückchen besser gemacht" zu haben. Ist das nicht Egoismus, gekleidet in altruistischen Gewändern?
Daher denke ich, Atheisten (die, die es tun) haben gar nicht das Recht, uns Gläubigen vorzuwerfen, wir seien beim "gute Taten tun" im Kern lediglich egoistisch (Gottes Wohlgefallen) getrieben.... sie sind es nämlich auch, sogar viel mehr als wir.
Bei ihnen ist dies der Hauptgrund, nur merken sie es nicht. Sie verharmlosen, sie verdrängen das Produkt "Glücksgefühl", wie als sei es nicht wert, erwähnt zu werden, dabei ist es ihre treibende Quelle zum "Gutes tun".
Wir hingegen tun dies als erstes um Gottes Willen, stellen also unser eigenes Glücksempfinden darunter. Wahrer Monotheismus.
Kritik, Anmerkungen und Meinungen dazu erwünscht.

Ich möchte hier gar nicht einen Glaubenskrieg anfangen. Ich wünsche nur andere Meinungen dazu zu lesen. Dieses Thema hatten wir nämlich im Philosophieunterricht damals in der Schule. War eine recht interessante Diskussion.
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Tariq