Kollektivschuld und deutscher Patriotismus

  • Ersteller Ersteller DonMasterChief
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Bist du stolz auf Deutschland?


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    402
Ich soll ruhig bleiben und gleichzeitig hinnehmen, angeblich die Hautpquellen meiner Diplomarbeit nicht gelesen zu haben? Du bist lustig....

LOL

Sei es drum, nicht jeder kann forengerecht schreiben, zumal innerhalb von fünf Minuten.

Unter Punkt 3 stellst Du viele Fragen, aber lieferst keine Antworten.
Ist das gewollt oder nur, um mehr Text zu schreiben? Die Diskussion darf nämlich schon mal etwas abschweifen - so wäre das in freine Foren, dachte ich eigentlich...

Die eigenen Gedanken zum Thema xy sind ja schön und gut, aber irgendwo ist es auch möglich, die nicht-eigenen Gedanken anderer zum Thema xy gut zu finden.
Oder eben nicht, wie man möchte.
So, und ich möchte mich in ein zwei Aussagen eben auf wissenschaftliche Definitionen einiger
sehr fähiger Soziologen des 20.Jahrhunderts stützen - so what?

Man will hier übrigens nicht ausschließlich nur eigene Argumente oder Theorien tauschen etc. die man selbst formuliert hat, sondern hauptsächlich Meinungen, so wie es in Foren so üblich ist. Das ist jedenfalls meine Intention, mich hier zu äußern - meine Meinung.
Jeder hat darf eine haben und dise äußern und andere sind frei, sich dazu ebenfalls zu äußern, diese zu lesen oder einfach etwas anderes zu tun.

Wenn in meinen Beiträgen das eine oder andere mit Wissenschaft begründet wird, ist das kein Aufruf, das eigene Denken einzustellen, sondern meine Art, zu schreiben, dass ich der gleichen Meinung bin, wie Herr xy. Abgesehen davon gibt es natürlich wissenschaftliche Wahrheiten zu der einen oder anderen Sache, die man einfach mal gut finden kann oder nicht.

Ich verstehe aber Deinen Einwand zu meiner Aussage dazu;-)

Jeder hat eben andere Ansichten und der eine kann sie gut rüberbringen und der andere bräuchte zwanzig Seiten für seine Begründung.
Das wäre jedoch nervig zu lesen und gehört nicht in ein Freizeitforum hinein - leider.
 
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@chancaine,
du klingst doch etwas angefressen, warum eigentlich, wenn jeder, wie du schreibst, seine Meinung haben und äußern darf.


Zum Thema selbst bleibt mir zu sagen, dass es durch aus legitim ist auf das was wir als Volk geleistet haben und leisten stolz zu sein, wer sich dafür schämen will Bitte!

Kollektivschuld als solche gibt es für mich im Zusammenhang mit den Untaten unserer Vorfahren nicht. Welches Land oder Volk kann dann noch ohne Schuld sein?

Also immer locker bleiben, das Leben ist schön.
 
Man will hier übrigens nicht ausschließlich nur eigene Argumente oder Theorien tauschen etc. die man selbst formuliert hat, sondern hauptsächlich Meinungen, so wie es in Foren so üblich ist. Das ist jedenfalls meine Intention, mich hier zu äußern - meine Meinung.

Ganz kurzer Einwurf und zur allgemeinen Klarstellung: wir wollen exakt jenes vermeiden, dass nur gegenseitig "Meinungen" an die virtuellen Köpfe geschleudert werden. Wir wollen explizit, und das ist auch Gegenstand der PuG-Regeln, dass hier mit Argumenten und Fakten diskutiert werden soll. Wenn man das eigentlich nicht möchte und der gegenseitige Austausch nicht von Interesse ist, weil die eigene Meinung oder der persönliche Standpunkt so wichtig bzw. wichtiger als der explizite Gegenstand der Diskussion ist, der schreddert zwangsläufig das Thema.
 
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Ich hoffe ich kann die beiden Zitate so stehen lassen. Sind ja auch ne Weile alt und will zu allen nen bisschen was sagen und was anmerken.

©ћ٥٥ŧεя© schrieb:
aiman abdallah,
Es ist sehr einfach mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen und ihnen die Schuld für gewisse Dinge zu geben. In der heutigen Zeit und im relativ Sicheren Deutschland wo so gut wie alles mit Rechten Dingen zugeht, behauptet der Bürger, dass er damals alles ganz anders gemacht hätte. Der Deutsch Bürger aus dem 20 Jahrhundert hätte sich damals gegen Hitler gestellt. Die Menschen heutzutage sind ja so tapfer. Man hört immer, „ich hätte“ „würde“ das und jenes anders machen. Meiner Meinung nach haben solche Leute nur eine große Klappe und nichts dahinter. Das bedeutet, wenn es wirklich darauf ankommt, dann verkriechen sie sich in den dunkelsten Ecken wo sie niemand sehen kann. Ich bin der Meinung, dass man so eine Situation wie damals im 3. Reich erst einmal erleben sollte, bevor man dicke Sprüche klopft. Heutzutage ruft man die Polizei wenn man bedroht wird und innerhalb 3 Minuten sind sie da. Damals hat hat man dem Menschen eine Waffe an den Kopf gehalten wenn man was zuviel gesagt hat. Da kam niemand zur Hilfe, weil die Polizei u.s.w. auf Hitlers befehl handelten.

Die Leute die sagen sie hätten sich damals dagegen gestellt haben wirklich nur die große Klappe. Der Deutsche Bürger schweigt und nimmt hin was die "Obrigkeit" sich ausdenkt. So wie vor über 65 Jahren.
Man heme doch nur mal Frankreich und Griechenland. Dort wird auf die Straße gegangen wenn Ihnen die Politik nicht passt.
Wann wird mal in Deutschland demonstiert richtig? Nur wenn die Neonazis nen Aufmarsch machen, was in dem Fall auch richtig ist. Nur mehr wird nicht gemacht. Wie viele demonstieren heute noch gegen die Hartz-IV Reform?

©ћ٥٥ŧεя© schrieb:
Heutzutage kann man sich praktisch alles erlauben. Man darf sagen was man will und zu wem man will. Im Schlimmsten Fall bekommt man eine Anzeige wegen Beleidigung oder sonst was. Damals hingegen wurde so etwas im schlimmsten Fall mit dem Tod bestraft. Damals stand z.B. ein Familienvater vor der Wahl. Entweder erhebt er sich gegen Hitler und verliert im schlimmsten Fall seine ganze Familie oder, er steht zu Hitler, unterstützt dadurch zwar eine Straftat wie du es geäußert hast, aber dafür wird es seiner Familie gut gehen. Zumindest eine gewisse Zeit. Wenn es wirklich darauf ankommt, dann denkt jeder nur an sich und seine Familie. Ich bin mir zu 100% Sicher, dass wenn du vor der Wahl stehen würdest, Du und Deine engste Familie oder ein ganzes Dorf in irgendeinem Ausland, dass du dich für das Dorf entscheiden würdest ohne mit der Wimper zu zucken.

Sie sogenannte Freiheit gibts es auch nicht wirklich. Das wurde mir auch von einigen Leuten bestätigt die 40 Jahre älter sind als ich (in der DDR aufgewachsen). Früher durften sie nicht Richtung Westen aus politischen Gründen. Heute können sie es aus Geldgründen nicht. Die Freiheit von Hartz IV liegt darin dem Ämtern alle seine Einkünfte vorzuweisen. Wenn das nicht ein gläserner Bürger ist.

chancaine schrieb:
@AeS:
Ich teile die meisten Deiner Äußerungen.
Allerdings würde ich gerne eine Kleinigkeit anmerken:
Die Nürnberger Prozesse haben eines ganz klar festgestellt:

Es gibt KEINE Kollektivschuld des deutschen Volkes!!!

Heute wird aus Nazuverbrechern ein ganzer Rummel gemacht. Man denke an den neulich verhafteten (weiß grad en Namen nicht). Er war Wachmann in einem KZ. Aus welchen Grund bekommt er eine Höhere Strafe aufgebrummt als die damaligen Größen bei den Nürnberger Prozessen?
Aus welchen Gründen auch immer, könnte er sich da "verwillig" als Wachmann gemeldet haben. Ich persönlich wurde es auch lieber vorziehen Leute zu bewachen als an eine Front zu kommen um dort zu sterben oder verstümmelt zu werden. Vorallem wie oben geschrieben. Wenn man nicht gehorcht kann auch mal schnell die eigene Familie durch ein "Zufall" umkommen.

Er wird es wohl am besten wissen und wil ihn nicht in Schutz nehmen.
 
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Floletni schrieb:
Sie sogenannte Freiheit gibts es auch nicht wirklich. Das wurde mir auch von einigen Leuten bestätigt die 40 Jahre älter sind als ich (in der DDR aufgewachsen). Früher durften sie nicht Richtung Westen aus politischen Gründen. Heute können sie es aus Geldgründen nicht. Die Freiheit von Hartz IV liegt darin dem Ämtern alle seine Einkünfte vorzuweisen. Wenn das nicht ein gläserner Bürger ist.

Och bitte nicht wieder so ein unsinniges, relativierendes "Jetzt sind wir aber auch nicht freier."
Freiheit wird i.d.R. nicht durch Geld definiert. Freiheit bedeutet nicht Garantie von Konsum sondern schlicht die Gewährleistung einer größtmöglichen individuellen Entfaltung. Ich kann mir auch keinen Ferrari kaufen und fühle mich deshalb nicht unfrei. Freiheit bedeutet aber auch Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Da hapert es bei Vielen jedoch.
Das eine Sozialgemeinschaft mit Regeln immer auch in gewissem Maße einschränkend wirkt, liegt wohl auf der Hand, ist aber etwas ganz anderes, als z.B. eine ideologische oder religiöse Unfreiheit.

MFG
 
Wie sagte es der lustigste Mensch unserer Zeit:

Das Reisen dürfen nicht automatisch Reisen können bedeutet, das hätte denen (den ossis) auch jeder Sozialhilfeempfänger in der alten BRD sagen können.
 
"Die Freiheit von Hartz IV liegt darin dem Ämtern alle seine Einkünfte vorzuweisen. Wenn das nicht ein gläserner Bürger ist."

@Floletni:
Höre ich da Bestürztheit raus, dass man als Hartz4-Empfänger nicht nach Lust und Laune arbeiten gehen kann und der Staat trotzdem zahlt?
 
Zitat e-ding: "Freiheit wird i.d.R. nicht durch Geld definiert."

Was heißt hier in der Regel? Als Ideal ist die Freiheit 'frei' von jeglicher Bestimmung. Dafür ist sie auch gleich tautologisch: Ich mache was ich will, ich bin frei. Aber dann ist man immer frei. Nur im Knast ist man nicht ganz frei, aber immer noch frei genug, um zu denken, was man will.

Praktisch ist die Freiheit immer durch Geld definiert. Einer der Geld hat ist frei Gewinne in der ganzen Welt zu machen. Einer der keins hat ist frei zu sehen, wie er zurecht kommt mit dem Lohn, das er für seine Dienste am Gewinn des Anderen bekommt.

Was in den Gedanken durchgestrichen ist, ist es immer das Praktische in Namen des Idealen:

Zitat: "Freiheit bedeutet nicht Garantie von Konsum "

... weil dann das Ideale praktisch würde, als schlichte Bedürfnisbefriedigung. Damit ist bereits ausgesprochen, dass die Güter nicht für diese Bedürfnisbefriedigung - wie uns die Wirtschaftswissenschaft lehrt - sondern für einen ganz anderen Zweck produziert werden.

Zitat: "sondern schlicht die Gewährleistung einer größtmöglichen individuellen Entfaltung"

Das wäre also der gute Zweck.

Zitat: "Ich kann mir auch keinen Ferrari kaufen und fühle mich deshalb nicht unfrei."

Der Ferrari war auch nicht gemeint. Der Bezug auf Ferrari verrät aber einen anderen Gedanke: Wenn diese Leute die Freiheit hätten, sich etwas frei zu wünschen, würden alle einen Ferrari nehmen und, da sonst nichts produziert werden würde, alle verhungern. Gegen solche dummen Menschen hilft dann nur die kapitalistische Wirtschaftsweise.

Zitat: "Freiheit bedeutet aber auch Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Bei der Behauptung muss ich mich immer fragen, wer da angesprochen wird. Die Leute mit dem vielen Geld (und viel Freiheit!) bestimmt nicht. Sie übernehmen Verantwortung für Arbeitsplätze. Oder die Politiker: sie opfern sich und übernehmen Verantwortung für das Land und die Nation. Angesprochen sind gerade die kleinen Leuten, die dafür nichts können, und die Verhältnisse hinnehmen wie sie halt sind, sie sollen Verantwortung für sich selbst übernehmen. Sie sollen ihr Leben als getrennt von allem, was mit ihnen als Unselbstständigen und Abhängigen veranstaltet wird, als ihr eigenes Versagen nehmen: Man hätte mehr daraus machen können, man ist frei, also selber schuld. (Jetzt könnte man sich aber ganz frei der größtmöglichen individuellen Entfaltung verschreiben)

Zitat: "Da hapert es bei Vielen jedoch"

Was wiederum kein Wunder tut ...

__________

Zitat corto: "Das Reisen-Dürfen nicht automatisch Reisen-Können bedeutet, das hätte denen (den ossis) auch jeder Sozialhilfeempfänger in der alten BRD sagen können"

corto, sei nicht so kurz (ital. corto = kurz, knapp) und verrate uns, wer der lustigste Mensch unserer Zeit ist...
 
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Ich bin froh, dass ich in Deutschland leben darf. Mehr nicht.
 
Lieber Cat, danke für deinen erfrischenden Beitrag. Eine Katze muss sich immer ganz kurz fassen und sonst machen die Argumente einen ziemliche müde. Um aber den Sinn deiner kryptischen Aussage herauszustreichen schicke ich hier zu deinem letzten Beitrag in einem anderen Thread:
Cat schrieb:
Eine tolle Gesellschaft in der wir heute leben. Hier arbeiten Leute länger als sie müssen und wehren sich nicht, weil sie Angst haben gekickt zu werden.
Da bin ich deiner Meinung, das ist eine tolle Gesellschaft. Wie ist es mit dem Patriotismus, vielleicht machen die Leute das alles aus Patriotismus?
 
Na ja das ist bei den Japanern auch nicht anders

Solang der Chef noch da ist, geht man nicht nach Hause ;)
 
barista schrieb:
Oder die Politiker: sie opfern sich und übernehmen Verantwortung für das Land und die Nation.

Aha, deshalb sehen die immer so abgezehrt und leidend aus.:D
 
@ julian

Na ja, interessanter wäre es, ob du selbst etwas zu sagen hättest. Z.B. vielleicht die Schreibfehler bemerken - immerhin die Deutsche Sprache, Patriotismus ist gar nicht so einfach, nicht wahr?

(Also hier für alle Patrioten: weis = ich weiß, du weißt (ach, Komma vor dem Nebensatz auch vergessen!); Erungenschaften = Errungenschaften; das = dass; ziemlig = ziemlich; Grob genommen = Grob gesagt; Highthek = Hightech; geschweiste = geschweißte)
starki1 schrieb:
schöne Eröffnung muss ich sagen.

Zitat: "Ich habe den Film zwar nicht gesehen weis aber halbwegs worum es geht."

Halbwissen hat auch nur Vorteile ... Übrigens: Der Film hat mit dem Gedanke des Beitragserstellers eine ganz komische Verbindung: Etwas hat ihn am Film gestört, der Pianist war ein Jude.

Zitat: "Ja ich bin stolz auf Deutschland. In Deutschland gab es 2007 mehr als 25000 neue Patentanmeldungen"

Die meisten dieser Patentanmeldungen gehören den großen Konzernen. Sie haben auch am meisten Leute entlassen, also vorübergehend oder endgültig zu Arbeitslosen gemacht oder vorzeitig in Rente geschickt. Da die Patente tolle Entdeckungen sind, die die Produktivität steigern, Kosten reduzieren und Leute entbehrlich machen, ist es anzunehmen, dass viele Anderen auch ihre Arbeit durch die Anwendung der Patente verloren haben.

Zitat: "wir sind weltweit führend was die produktion von Spezialstählen angeht und sind mitführend in der Chemischen Industrie. Grob genommen kann man sagen das D in so ziemlig jeder Highthekindustrie mitmischt..... und das sind nur ein Paar Beispiele."

Ja, mit all dem Zeug verdient man eine Menge Geld und dann hat man in der Welt eigenes zu sagen. Wer wäre denn nicht stolz, als ein Nichts in so einem Land zu leben? Das wahre Gesicht des Patrioten kann man aber erleben, wenn die Erfolge seiner Nation sich nicht einstellen, wie er sich so wünscht. Dann entdeckt er, wer daran schuld ist und geht radikal dagegen vor.

Zitat: "Was unsere Schuld betrifft kann ich nur sagen das es leider passiert ist. Wir dürfen es wie du sagst nicht vergessen und werden es auch nicht. Alle Länder haben richtig Dreck am Stecken nur wir waren leider die letzten die etwas getan und verloren haben."

Dass alle Dreck am stecken haben ist aber kein Grund, es danach zu fragen, warum machen die Staaten so etwas, sondern ein Grund einfach nur dafür zu sein, also die beste Voraussetzung, dass der Mist nicht aufhört. Aber was viel wichtiger ist: Bloß nicht verlieren!

Zitat: "Ach ja und an alle die nur über Deutschland herziehen das es Ihnen hier nicht gefällt, das alles Mist ist und das es ja in anderen Ländern viel besser ist: Niemand hält euch auf auszuwandern. Aber da das die wenigsten machen kann es hier ja garnicht so schlecht sein."

Was dir gar nicht auffällt: Wer den Stein aus dem Weg nicht wegräumt, stolpert noch mal drüber. Du bist nicht der erste, der die Emigration der Unerwünschten ermöglicht hat - zuerst. Dann war irgendwann zu spät. Die es nicht konnten oder es nicht ernst nahmen, sind auch in den Zug gestiegen, aber auf den Kosten des Reiches und ohne Rückfahrt.
 
Zuletzt bearbeitet:
barista schrieb:
Als Ideal ist die Freiheit 'frei' von jeglicher Bestimmung. [...]
Praktisch ist die Freiheit immer durch Geld definiert.

Freiheit als Ideal ist leider nie das Ende. Bedingungslose Freiheit, also absolute Uneingeschränktheit in Denken und Handeln führt zur Anarchie und Anarchie in Folge zu Sozialdarwinisnmus.

Praktische Freiheit bedeutet nicht die Garantie der Befriedigung aller Bedürfnisse, ob sie nun Ferrari, Reisen in alle Welt oder Konsum heissen. Freiheit beschreibt lediglich einen Zustand nicht eingeschränkter Möglichkeiten. Damit ist Freiheit m.E. eben keine Geldfrage.
Freiheit mit Gleichheit und Gleichheit mit Gerechtigkeit gleichzusetzen ist jedoch in meinen Augen nicht der richtige Weg.

Entscheidungen haben in praktisch freien Gesellschaften größere Auswirkungen, als in Gesellschaften, die Grenzen enger stecken und damit weniger Raum für Fehlentscheidungen aber auch weniger Raum für individuelle Entwicklungen lassen. Selbstverantwortung ist damit in freien Gesellschaften wichtiger. Das soll nicht implizieren, dass ein "Versagen" in Freiheit immer selbst verschuldet wurde, persönliche Entscheidungen, neben anderen Faktoren, sich jedoch stärker auswirken.

MFG
 
Irgend etwas hast du falsch verstanden:

1. Ideal
: Die Freiheit ist nicht mein Ideal.
2. Praktisch: Ich will die Freiheit nicht praktisch werden lassen. Freiheit ist nichts gutes, schon deswegen, weil sie dir dem Recht nach gewährt ist und weggenommen werden kann. Ökonomisch ist Freiheit ein produktives Verhältnis der Menschen zueinander, die ihre praktische, arbeitsteilige Abhängigkeit in ihrer gegenseitigen Schädigung erleben. Damit sind sie (die Menschen) in aller Ewigkeit verdammt, ihre Schädigung gleich und gerecht zu verteilen (Gleichheit und Gerechtigkeit).
3. Selbstverantwortung ist das Pendant der Freiheit, also siehe 1.
4. Entscheidungen sind funktionelle Eingriffe für die ewige Herstellung/Wiederherstellung der Gleichheit und Gerechtigkeit in Gesellschaften, die auf Freiheit gründen, also siehe 2.

Patrioten ist die Freiheit der höchste Wert. Ihre Nation verwirklichen die Freiheit in Begriff des Staates. Staaten bestreiten ihre Freiheit, indem sie andere Staaten klein halten, unterordnen und notfalls mit Krieg disziplinieren. Die freisten Menschen (und Patrioten) sind die Amerikaner, da USA das mächtigste Land.
 
@barista

Nur damit ich dich richtig verstehe: Du sagst also, dass du die Freiheit nicht praktisch (oder wirklich(?)) werden lassen willst, weil sie einem nur durch ein bestimmtes Recht (in diesem Fall das Recht der bürgerlichen Gesellschaftsordnung) gewährt wird. Freiheit in der bürgerlichen Gesellschaft ist demnach für die einen, wie du richtig sagst, Freiheit Gewinne zu machen und Kapital zu investieren, sowie auf der anderen Seite für die Mehrzahl der Menschen die Freiheit selbst zu entscheiden in welches "unfreie" Arbeitsverhältniss sie einstimmen wollen. Soweit kann ich folgen und würde auch beipflichten.

Nur ist meine Frage: Wenn du sagst, dass du Freiheit nicht willst, dann meinst du doch nur den Begriff 1) der bürgerlichen Freiheit, sowie auch 2) den Begriff der abstrakten Freiheit wie etwa Hegel sie in der Rechtsphilosophie § 149 + Zusatz meint oder?
Oder lehnst du den Begriff der Freiheit in egal welcher Ausprägung ab? Weil dann wäre der von Marx angestrebte "Verein freier Menschen" (MEW 23, S. 92) eine Art Tautologie sofern ich mich nicht täusche.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die USA und die westliche Länder die Freiheit in der Welt verwirklichen, ist wichtig zu verstehen, was da verwirklicht wird und nicht Verfehlung des Begriffs zu bemängeln. Das machen die 'Zivilgesellschaften' schon lange - ohne Erfolg.

Der "Verein freier Menschen" ist nicht mal formell eine Tautologie. Sie werden frei indem sie sich von Sachzwängen, von der Herrschaft der von ihnen selbst produzierten Verhältnisse befreien. Die bürgerliche Freiheit zerfällt in die rechtliche Freiheit, die keine ist da gewährt und die ökonomische Freiheit, die keine ist da Sachzwang der Konkurrenz. Damit wäre es klar, wo Hegels Freiheit fällt ('Rechtsphilosophie' ...)
 
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e-ding schrieb:
Och bitte nicht wieder so ein unsinniges, relativierendes "Jetzt sind wir aber auch nicht freier."
Freiheit wird i.d.R. nicht durch Geld definiert. Freiheit bedeutet nicht Garantie von Konsum sondern schlicht die Gewährleistung einer größtmöglichen individuellen Entfaltung. Ich kann mir auch keinen Ferrari kaufen und fühle mich deshalb nicht unfrei. Freiheit bedeutet aber auch Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Da hapert es bei Vielen jedoch.
Das eine Sozialgemeinschaft mit Regeln immer auch in gewissem Maße einschränkend wirkt, liegt wohl auf der Hand, ist aber etwas ganz anderes, als z.B. eine ideologische oder religiöse Unfreiheit.

MFG

sidestream schrieb:
"Die Freiheit von Hartz IV liegt darin dem Ämtern alle seine Einkünfte vorzuweisen. Wenn das nicht ein gläserner Bürger ist."

@Floletni:
Höre ich da Bestürztheit raus, dass man als Hartz4-Empfänger nicht nach Lust und Laune arbeiten gehen kann und der Staat trotzdem zahlt?

Ihr zwei wart noch nicht in dieser misslichen Lage. Aufgrund von Gesundheitlichen Probleme ist mein Vater arbeitlos. Leider werd ich mit zur Bedarfgemeinschaft gezählt. Wenn er nicht zwei Minijobs hätte, könnte man behaupten das er nicht sein Hintern bewegen würde. Bis in den späten Abend noch arbeiten und frühs um 3 aufstehen um dann bei Wind und Wetter Zeitung zu verteilen, macht nicht jeder.
Klar das Freiheit in der Regel nicht mit Geld definiert wird, nur im normalen Leben grenzt grad Geld ein Teil der Freiheit ein. Von Ferraris und Prosches hat keiner geredet. Unsere Familie muss sich 3 mal überlegen ob wir ins Kino gehen können.

SO wieder zurück zum Thema. Über den Sinn und Unsinn von Hartz IV wird woanders geredet.
 
Zuletzt bearbeitet:
sry Barista, hab es jetzt erst gelesen..

Das Zitat stammt von Volker Pispers, der mmn der beste Kabarettist Deutschlands ist.
 
Floletni schrieb:
SO wieder zurück zum Thema. Über den Sinn und Unsinn von Hartz IV wird woanders geredet.

Es hat niemand über Hartz IV gesprochen, jedoch über den Vergleich von Freiheit in der DDR und Heute.

MFG
 
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