Kollektivschuld und deutscher Patriotismus

  • Ersteller Ersteller DonMasterChief
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lol das der thread nochmal ausgegraben wurde:D

aber im grunde ist auch alles gesagt.

einer hat seine fantasien endlich mal auf den punkt gebracht, es kommen von den stolzen
immer die selben, absolut und einwandfrei fundierten argumente
und jeglicher geschichtsträchtigen patriotismus legitimation wurde von meinem vorposter
soeben mit einem wunderbaren axiom logisch der boden entzogen.

viel interessanter als definitionsfragen würde ich die frage nach der möglichen aufspaltung in staatlichen und, äh wie formuliere ich es, völkischen patriotismus, finden.
konkreter: wie man kollektivbildende vorgänge, die sich bewusst nach außen und oben abgrenzen, bewerten kann z.b. "wir sind das volk" bzw. inwieweit solche slogans kontextsensitiv sind oder ob sie immer schon das moment der regression in sich tragen.

im übrigen finde ich eine exakte definition von patriotismus nicht nur unwichtig, sondern direkt hinderlich.
patriotismus ist imo ein diffuses durcheinander verschiedener vorstellungen, welches nahtlos in extreme einstellungen abdriftet, bzw. auch nur wenig ausgeprägt auftritt

eine anmerkung am rande: ich denke, dass der begriff der kollektivschuld oft falsch verstanden wird, es geht im die damaligen deutschen, dass heute lebende keine schuld am holocaust tragen, ist logisch, wird imo auch von niemandem behauptet
 
nur eine kurze Anmerkung zu:
h3ld schrieb:
... "wir sind das volk" ...
Dabei gings ja nicht wirklich um patriotismus, sondern darum, dass die "Arbeiter und Bauern" in der Deutschen Demokratischen Republik von der "Diktatur des Proletariats", wo sie doch nach ML-Unterricht-Denkweise das Proletariat waren, im Staat etwas zu sagen haben wollten. Die gesamte Propaganda gab vor, nur das beste fürs Volk zu wollen. Also: "Wir sind das Volk", ... "macht mal was für uns!" ;) Ich glaub Nationlität war bei den Demos nur für einen geringen Prozentanteil der Demonstranten irgendwie bedeutend - auch wenn dieser geringe Prozentanteil fleißig Westfahne schwang.

In Rückblenden wird die "deutsche Einheit" als "Volkseinheit" immer betont, aber ich glaub nicht, dass es für eine Mehrheit wirklich ein Problem geworden wäre, wenn wir heute statt zwei drei deutsche Staaten in der EU gehabt hätten.
 
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