Laptop im Betrieb runtergefallen - was tun?

Monodome

Lieutenant
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Jan. 2008
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Hallo,

der Laptop einer Kollegin ist während des Betriebs von jmd. beim Vorbeigehen vom Tisch runtergefallen. Alles lief weiter wie bisher. Es handelt sich um eine HDD und keine SSD.

Wenn die HDD ohne Murren weiterläuft und keine Geräusche von sich gibt dann sollte sie doch kein Headcrash oder sonstige physikalische Mängel von dem Sturz davon getragen haben oder? Falles es hilft: Laptop war ein T400 von Lenovo aber ohne dieses "Absturz"-Tool das die HDD irgendwie abschalten soll bei freiem Fall o.ä.
Gibt es ein Tool zur Überprüfung ob die HDD wegen des Vorfalls in Kürze schlapp macht o.ä.?

Datensicheruung wurde vorgenommen.

Danke vorab für eure Hilfe :)
 
Wenn alles funktioniert, ist doch alles gut! Kannst die HDD testen mit zig Programmen, aber es wird kein Programm wissen, ob deine Festplatte durch einen vorherigen Fall iwann kaputt geht, wäre physikalisch sehr schwierig zu "berechnen"...
 
Smart Daten z.b. mit Crystal Disk Info auslesen. Wenn alles okay ist, hat man natürlich immer noch keine hundert prozentige Garantie, aber kann zumindest etwas beruhigter sein.
 
oelchenpoelchen schrieb:
Wenn alles funktioniert, ist doch alles gut!

Ja wenns so einfach ist - gut :lol:

Danke für den Tipp mit Crystal!
 
Aufjedenfall mal ein Backup machen, wobei man das eh immer machen sollte.
 
:D Wollen wa's doch einfach hoffen!
 
Die S.M.A.R.T.-Werte der HDD mit CrystalDiskInfo auslesen.

Und sollte es nicht sowieso für dich Standard sein, die Daten die sich auf der HDD des Notebooks befinden, sichern.
 
Monodome schrieb:
...aber ohne dieses "Absturz"-Tool das die HDD irgendwie abschalten soll bei freiem Fall...

Man braucht solche Tools auch nicht, denn die Festplatten haben diese Funktion in ihrer Firmware eingebaut.
Beim Freifall werden die Köpfe geparkt und dadurch der Aufschlag der Köpfe auf die Platteroberfläche verhindert.
Offensichtloch hat das Kopfparken auch funktioniert, denn sonst würden es jetzt Fehler angezeigt ("Neu zugewiesene Sektoren", "Unkorrigierbare Sektoren").

Auf jeden Fall würde ich einen Backup machen, aber das macht ihr im Betrieb hoffentlich sowieso regelmäßig.

für die Zukunft ein Ratschlag an die "Kollegin":
"Mach doch deine Bluse zu", dann sind die Kollegen auch nicht so abgelenkt.
 
Bolko, nicht alle HDDs haben einen G-Sensor, aber die meisten 2.5" HDDs haben den zum Glück. Wenn die Datensicherung vorhanden ist und die Platte problemlos läuft, einfach immer schön weiter sehr zeitnah die Daten sichern und die S.M.A.R.T. Werte beobachten, am Besten CrystalDiskInfo so einstellen, dass es mti dem Start von Windows automatisch auch startet, dann warnt es auch, wenn sich ein kritischer Wert ändert.

HDDs können schon einen Schaden nehmen, wenn man sie nur hart auf den Tisch knallt, aber sie überleben manchmal auch so einen Sturz unbeschadet, da steckt man nicht drinne.
 
Bolko schrieb:
für die Zukunft ein Ratschlag an die "Kollegin":
"Mach doch deine Bluse zu", dann sind die Kollegen auch nicht so abgelenkt.

Würde ich nicht machen. Solche Kommentare führen heute leicht mal zu Abmahnungen wegen sexueller Belästigung...

Aber Backups soll sie immer machen, die Kollegin. Auch wenn das Laptop nicht runterfällt!
 
highks schrieb:
Aber Backups soll sie immer machen, die Kollegin.

Das kommt auf die Firmenpolitik an.
Eigentlich ist es fahrlässig, wenn jeder Mitarbeiter selber für Backups sorgen muss.
Besser wäre es, wenn Backups automatisch regelmäßig erfolgen, sofern das Laptop am Firmennetzwerk angeschlossen ist.

Aus Sicherheitsgründen sollte auch nicht jeder USB-Sticks oder externe Festplatten an Firmencomputern anschließen dürfen, um erstens Vireneinschleusung zu verhindern und zweitens um den Diebstahl von Firmendaten zu verhindern.
 
hdd2.PNGhdd1.PNG

Hier die Werte. Die 160er ("gut") ist die System-HDD und die 320er ("unbekannt) ist eine im Einschublaufwerk als Datensicherung/-erweiterung.
 
Bei der 320er ("unbekannt) wäre ich vorsichtig, deren S.M.A.R.T. Werte wurden offenbar nicht korrekt übertragen, es fehlen auch die Grenzwerte. Passen die Betriebsstunden überhaupt? Es sind ja viel weniger als bei der 160GB Platte. Die Daten würde ich auf jeden Fall noch mal anderweitig sichern und prüfen, ob sie überhaupt stimmen. Das keine G-Sensor Fehler vermerkt ist, wundert etwas, oder war das Notebook beim Sturz ausgeschaltet?
 
Normal sollten sie das mehr oder weniger gut vertragen. Wen ich sehen was z.B. bei DHL mit den Paketen wo Platen drin sind machen...

Mir ist auch son mal eine 2,5" im Betrieb runter gefallen im externe Gehäuse, sie läuft wie eh und je.

Das unbekannt kann davon kommen, weil CrystalDiskInfo immer (ich glaube 120sec.) Zeit braucht bis es alles richtig gelesen hat, da zeigt es auch schon mal "unbekannt" an, oder das eine 2 Jahre alte Platte 150.000 Betriebsstunden hat.
 
Eine Sache ist es, wenn die Platten im ausgeschalteten und geparkten Zustand runterfallen, aber es ist eine andere Sache, wenn sie im Betrieb solchen Belastungen ausgesetzt sind. Letztlich kann man das nie vorhersehen, es kann einmal gut gehen, ein anderes mal ist die Platte aber dann auch zerstört.
 
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