Lebensrettende Sofortmaßnahmen (Führerschein Klasse B) - Erfahrungen?

Tambay

Lieutenant
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Juli 2009
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Hallo,

ich weiß nicht so genau, ob ich hier im richtigen Unterforum bin - aber da es auch etwas mit Bildung zu tun hat, setze ich es mal hier rein :p

Geht um den Erste-Hilfe Kurs für den Führerschein (Klasse B).
Den muss ich leider machen, und man hört nicht viel gutes. Es soll sehr langweilig sein, etc.

Wie sind eure Erfahrungen mit diesem Kurs (Erste Hilfe bzw. Lebensrettende Sofortmaßnahmen)?

Problem bei mir ist auch, dass ich diesen Kurs allein machen muss, da ich so kurzfristig im Sommer niemanden auftreiben kann. Überlebt man den Kurs allein überhaupt? :p

Danke
 
Leingweilig ist der nur, wenn du nicht kapierst warum der Pflicht ist und warum du ihn machen sollst.

Mit der Einstellung hoffe ich, dass du nie einem Hilfebedürftigen begegnest.
 
Ich sehe das Problem nicht. Wenn ich helfen müsste, dann würde ich im Rahmen meiner Möglichkeiten natürlich IMMER helfen - sollte selbstverständlich sein.
Ich habe mich da vielleicht falsch ausgedrückt .. es ging mir mehr um den Ablauf, ob es sinnvoll ist, allein oder nicht allein hinzugehen, etc.
Oder schreibe ich irgendwo, dass ich zum Schlafen dahin gehe?

Dass ich den Kurs "leider" machen muss, ist in meinen Augen trotzdem richtig. Ich sehe da einfach nicht, was es bringen soll. Den macht man 1x, und vergisst dann nach Monaten/Jahren den detaillierten Inhalt sowieso, da gesetzlich keine Auffrischung vorgeschrieben ist.
 
Du könntest den Rahmen deiner Möglichkeiten durch diesen Kurs erhöhen.
Und wer hindert irgend einen daran, das Ganze selbst nach einiger Zeit aufzufrischen?
 
Nichts, aber wer macht das? Die Personen kann man an einer Hand abzählen.
Und was bringt es der Gesamtheit, wenn nur eine sehr begrenze Anzahl an/von Personen ihr Wissen auffrischen, und der Rest machts 1x im Leben?
Genau, gar nichts.
Und deswegen ist diese Pflicht-Veranstaltung vor dem Führerschein durchaus hinterfragbar. Natürlich bringt einem das Wissen etwas, das sollte außer Frage stehen. Aber macht es Sinn, dieses Wissen SO zu vermitteln?

Aber, wie gesagt. Ich will nun keine Diskussion über Sinn oder Nicht-Sinn anzetteln. Ich wollte einfach ein paar Erfahrungen in Erfahrung bringen, damit ich weiß, was auf mich zukommt, und damit ich weiß, ob ich warten soll, bis ich nicht allein hin muss.
 
Ich versuche den Kurs spaetestens jedes 2. Jahr zu machen... (Was mir acuh gelingt ;) ), nicht weil ich muss sondern weil ich es will. (Ich hoffe so genug Selbstbewusstsein zu sammeln, das ich mich im Fall des Falles auch traue zu helfen...)
-> Ich finde es auch schade das es keine Pflicht zur Auffrischung der 1. Hilfe gibt, so muss halt jeder selbstverantwortlich handeln. Was in der Praxis leider selten klappt ;)

Das Du Einzeltraining hast, ist sicher ein Vorteil so kannst Du viel mehr Ueben und somit "Erfahrung" sammeln.
 
Ablauf u.a.:

Wie setzt man eine korrekte Unfallmeldung/Notruf ab
Unfall/Fahrzeugabsicherung
Inhalts-Muss vom Verbandskasten, der Pflicht ist.
1. Hilfe bei Blutungen
Schockanzeichen - und Lage (nicht zu verwechseln mit stabiler Seitenlage)
Möglichkeiten die Atemwege frei zu machen
Erkennen von Bewußtlosigkeit
Stabile Seitenlage
Wiederbelebung (-s Möglichkeiten).
 
Tambay schrieb:
Den macht man 1x, und vergisst dann nach Monaten/Jahren den detaillierten Inhalt sowieso

den detaillierten Inhalt wirst du im Schock eh nicht anwenden können.
es geht darum das man grob weiß was man machen muss.

Kommt bisschen Blöd wenn einer ne Kopf wunde hat und du ihm erstmal die Beine Hoch legst.
oder bei der Beatmung immer schön auf den Bauch drückst.


Der Kurs ansich ist recht langweilig.
es wird einiges erzählt, man bekommt nen paar Blutige Bilder zu sehen und dann darf man noch bissel mit Puppen Spielen.
 
Danke schonmal für die ersten Eindrücke.

Habt ihr den Kurs denn allein gemacht, oder mit einem Freund/einer Freundin? Gehe mal davon aus, dass es üblich ist, ein paar Übungen in Partnerarbeit zu erledigen. Wie viel % Praxis wird denn ungefähr bei sein?
Bin, wie gesagt, ziemlich unschlüssig, wie, ob allein oder nicht, ich hingehen soll. Klingt zwar dumm, aber die Frage beschäftigt mich :p
 
Der Großteil ist Praxis, wie Brigitta oben schon den Stoff umrissen hat.
Insgesamt is es ziemlich unspektakulär. Wenn man sich nicht zu doof anstellt hat man das alles in 2 Stunden drin.
Ich hab den Quark 2x gemacht. Inner Schule (10 Klasse) was auch noch für den Führerschein 3 Jahre später durch ging und beim Bund (da etwas ausführlicher inkl Erstversorgung von Brand- und Schusswunden).
Schwer ist das nicht und wenn auch ohne Auffrischung kann man das meiste auch nach Jahren noch.
Ich würde auch jetzt nach 10 Jahren noch ne stabile Seitenlage, Herzdruckmassage oder nen Druckverband hin bekommen.
 
alleine?
wo machst du den denn?

ich hab den damals zu ca. 50zigst bei ich glaube der Feuerwehr gemacht.
das machten die 1x im Monat.

das ding geht 8 Stunden, wenn du da alleine bist, dann rechnet sich das doch niemals,
kost 20 € (?), dafür stellt sich keiner 8 Stunden vorne hin.



oder meinst du nur das du da alleine hin gehst?
Praxis ist eben paar mal Pumpen/beatmen, Stabiele seitenlage, Helm Abziehen, Atmung erkennen, joa das dürfte es sein, wenn du alleine bist, geht das 10 Minuten, seid ihr mehr, dann geht das eben 2-3 Stunden

Partnerarbeit zu erledigen
du sollst da nicht mit deiner Freundin fummeln, sondern lernen Fremden Menschen zu Helfen
also brauchst du da auch keinen Freund/Freundin als Partner sondern machst die übungen einfach mit irgend jemandem.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab mal als ich 17 war den Erste Hilfe kurs gemacht und hat der Lehrer (war auch recht jung viell. hab ich ihm deshalb zugehoert) was sehr schlaues gesagt was ich ich bis heute 8 jahre spaeter nicht vergessen hab:

90% deiner Zeit verbringst du mit Freunden und Familie. Es ist selten das du die erste Hilfe an einem Fremden anwendest. Klar kommt das vor aber ueberleg dir mal: Wenn du auf einem Fest bist oder mit freunden feierst oder wandern gehst: Dann machst du das mit Freunden Familien oder auch Arbeitkollegen. D.h. es ist VIEL Warscheinlicher dass du mit deinem Wissen irgendwann mal jemandem (womoeglich) das Leben rettest der DIR Nahe steht. D.h. du wuerdest es wohl sehr bereuen wenn du "Schuld" dran waerst wenn deinem Familienangehoeren oder Freund etwas passiert was du woemoeglich haettest verhindern koennen --haettest du nur im Erste Hilfe Kurse aufgepasst--

Klar es gibt die klassischen Beispiele wie Autofahren und dann an einen Unfall kommen aber die Meisten Unfaelle passieren nunmal auf der Arbeit oder im Freizeitbereich!
 
Der Threadersteller hat doch recht, der Kurs war zumindest bei mir damals extrem langweilig,
weil der "Dozent" auch nicht sehr motiviert war, was du da lernst sind nur einfache
Basics die zwar leben retten können aber du wahrscheinlich vergisst, oder wenn du
in die Situation kommst hast du so viel stress das du alles durcheinanderbringst etc.
Kommt alles vor. Du tust deiner Umwelt schon etwas gutes wenn du weisst wie man qualifiziert einen Notruf absetzt, nicht mal das bekommen manche Menschen hin,
geschweige denn wissen wo sie anrufen müssen.
 
Habe den Kurs beim DRK gemacht.
War eigentlich für mich nicht nötig, da fertige Ausbildung zum Schulsanitäter (4 Wochenenden).
War gerademal nen paar Monate her, die letzte Auffrischung.
Wurde trotzdem nicht anerkannt (Diskussion hatten wir hier im Forum schonmal).
Dieser Kurs war ein Witz dagegen. Der ging dann durch. Etwas komisch, oder?
 
Klar ist der Kurs nicht das prickelnde und man muß sich aufraffen.
Aber er ist sehr wichtig.
Das ist ja kein Kurs nur für's Autofahren.
Anwenden kann man das überall.

Mein erster Kurs ist jetzt 17 Jahre her.
Vor 2 Jahren habe ich ihn erneut gemacht.
Die Tochter meiner Ex-Freundin musste ihn machen und damit sie nicht allein gehen muß...
Aber ich war erstaunt, wieviel noch bei mir hängen geblieben ist.
 
Ich habe den Kurs damals auch ohne kumpels gemacht und hab die 6 stunden (mitlerweile wohl 8) ohne probleme überlebt. Sind ja schließlich genug andere da und außer in den pausen gibt es eh nicht viel zu reden da man einfach zuhört und sachen selber ausprobiert und da ist es dann vollkommen egal ob ein kumpel mit dabei ist.

Ich muss leider gestehen das ich mich kaum an das erinnere was da gelernt wurde und so sachen wie die stabile seitenlage sich ja in den ~7 jahren auch geändert haben. Da macht man heute ja auch eine neue variante.

Ich kam bisher nie in die situation das ich wirklich jemand ernsthaft meine hilfe brauchte. Aber letzten montag morgen war es schon nah dran. Bin mit dem Auto morgens zur Uni gefahren und beim abbiegen lag da plötzlich eine person auf dem boden und ein anderes auto stand mit warnblinklicht am rand. Die frau hatte aber den krankenwagen schon gerufen und der mann war auch ansprechbar. Er hatte wohl auf den bus gewartet und da hat wohl der kreislauf schlapp gemacht. In dem fall kam ich nur dazu und es wurden kurze zeit später noch mehrere personen die angehalten haben. Aber wäre ich 3-4 minuten eher da hergefahren wäre ich vieleicht die erste person gewesen und wenn ich mir das so vorstelle werd ich nachträglich doch sehr nervös. Hatte mir da eigentlich keine weiteren gedanken mehr drüber gemacht aber nach diesem ereigniss ist mir doch kalr geworden das eine auffrischung nicht schaden kann.

Habe mir daher überlegt den kurs mit meiner schwester zu wiederholen, da sie den eh alle 2 jahre machen muss und im herbst es wieder soweit ist.

Was man genau beim Erste Hilfe Seminar lernt kannste auch beim deutschen roten kreuz auf der website oder einfach bei wikipedia lesen. Bei mir war da damals auch ein sehtest und ein foto mit dabei im seminar preis. Kann mic haber nicht mehr erinner wieviel es genau gekostet hat. Waren so ca. 20 leute.
 
Ich habe den o.g. Kurs im 10. Schuljahr gemacht, der reichte dann noch zum Führersein....
Habe jetzt die letzten Wochen den Erste HIlfe Kurs (8 Doppelstunden) gemacht, da kommt wesentlich mehr Inhalt und bei meinem Ausbilder wars auch nciht langweilig, er hat das ganze recht lustig gestaltet und man konnte gut zuhören.
 
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