Lohnt sich der Kauf von besseren Switches, bspw. managed?

Jongleur666

Lt. Commander
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Hi, ich bin etwas unzufrieden mit meinem LAN. Selbst Videoübertragungen vom Server auf das TV (innerhalb des LANs) ruckeln manchmal, trotz Gigabit Netzwerk. Aktuell habe ich zwei Fritzboxen die mit einem langen Kabel verbunden sind, eine der beiden stellt die DSL-Verbindung her. Daran hängen jeweils seeehr alte und sehr günstige 5-Port Gigabit Switches. Die Teile habe ich im Verdacht.

Bringt es mir spürbare Vorteile, wenn ich jetzt z.B. auf Managed Switch von Cisco umsteige? Das Teil hat ja noch massig Funktionen, in die ich mich erst mal rein arbeiten müsste.
 
Nö. Telekom Magenta TV benötigt IGMPv3 aber das spielt beim verschieben von Dateien keine Rolle.

Prinzipiell würde ich den Fehler im allgemeinen Setup suchen und nicht in den Switchen.
 
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Ich habe die Erfahrung gemacht: Die Investitionen in etwas höherwertige Hardware hat die Netzwerk Geschwindigkeit und Latenz gesenkt. Ich hatte bis dahin auch nur billige Switches im Dienst. Jetzt habe ich den Switch im Keller(Server) gegen einen von Cisco getauscht. Das merkte man schon, wobei ich keine Messung durchgeführt habe
 
Glaskugelmodus an:

Wenn die Fritzboxen beide ganz alt sind, kann es durchaus sein, das sie den Durchsatz nicht schaffen.
Um das zu verbessern würde ein unmanaged Giga-Switch im LAN reichen.
 
Wenn nicht einer der Switches defekt ist, wird das keinen echten Unterschied machen. Was hast du denn für Übertragungsraten, wenn du mal Daten vom Server ziehst? Wenn da alles ok ist würde ich das Problem eher beim Fernseher oder generell der eingesetzten Lösung zum Videos schauen suchen. So viel Last, dass Quality of Service und Co. nötig sind, herrscht in einem normalen LAN eigentlich nicht.
 
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Ich habe kein Telekom Magenta. Wie such ich denn allgemein solche Fehler im Netzwerk?
Ergänzung ()

Wiedergabegerät ist ein aktuelles AppleTV. Daran wirds eher nicht liegen.
 
Bringt i.d.R. nix, das Problem liegt vielleicht eher an der Verkabelung selber oder der Switch kann z.B. nicht mit Multicast umgehen und eine Videoübertragung flutet das ganze LAN (entscheidend ist wie der Server verteilt, nicht der Client).
Würde erstmal - ohne dass jegliche Videoübertragung im LAN - messen wieviel Durchsatz überhaupt zwischen den Clients möglich ist. Das geht z.B. mit einer grossen Datei übertragen oder mit dem Tool iPerf (Packetgrösse auf 128 KB stellen) - idealerweise müsste so um die 900 - 950 Mbit/s bekommen.
 
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@umax1980
Die Latenz in einem Netzwerk was man so als herkömmlich/Häuslich bezeichnen würde ist über Netzwerkkabel 0-1ms. Mit jedem absoluten popel Switch. Da ändert ein toller Cisco absolut 0 dran.
 
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Über wie viele Endgeräte reden wir hier überhaupt? Und wie sieht dein Heimnetzwerk überhaupt aus? Es wäre ja nicht das erste mal dass der Fernseher selbst der Übeltäter ist. Diese Smart-TVs sind ja im Grunde auch nur Computer aber dafür mit schlechter, alter Software die nur leidlich Updates bekommen...
 
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sorry, wenn ich sowas lese: das spürt man schon aber Messungen habe ich keine gemacht...
das dürfte reiner Placebo Effekt sein, da hat man (relativ viel) Geld investiert und das MUSS ja etwas gebracht haben. Das gibt es in jedem Bereich.

Klar, wenn man ein RIESIGES Netzwerk hat, dann kann man durch geeignete Strukturen, für die dann eben auch die geeigneten Switches erforderlich sind, etwas heraus holen. Da dürften aber selbst "ambitionierte Heim-Netze" sehr weit entfernt sein.

allerdings bin ich ein großer Freund von zumindest "einfachen" managed Switches, die heute ja kaum noch mehr kosten als die ganz einfachen. Das liegt daran, dass man da eben schnell mal gucken kann, was auf dem Netz los ist und gegebenenfalls Fehler recht schnell finden.
solange aber alles in Ordnung ist, wird man keinen Geschwindigkeitsgewinn feststellen können
 
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Ist denn in den beiden Fritzboxen eingestellt, dass die dortigen Ports mit Gigabit betrieben werden sollen?
Ansonsten könnten sie ja auf "eco" stehen = 100 MBit/Sek.
 
ich persönlich setze keine unmanaged Switche mehr ein

Grund dafür ist aber nicht ein mehr an Leistung, sondern u.a. die vereinfachte Fehleranalyse (zudem brauch ich hier noch VLANs, LWL und so Zeug, was in billig-Switchen nicht enthalten ist)

Ob es jetzt gleich nen 8-Port Switch für über 80€ sein muss halte ich aber für fraglich. Ein günstiger D-Link, Netgear oder HP der SmartManaged ist, würde meiner Meinung nach reichen. Ob es jetzt direkt an Deiner Situation etwas ändert glaube ich nicht, aber Du könntest evtl. herausfinden, ob Du sehr viele Fehler auf einzelnen Ports hast.

Könntest Du einen Netzplan zeigen. Zudem genauer welche Hardware Du einsetzt.
 
Einen managed Cisco Switch würde ich niemals privat anschaffen. Cisco hat dermaßen Security flaws, da wird dir übel. Erst gestern kam wieder die Meldung über neue Cisco Lücken. Seitdem spielen sie auf Cisco Telefonen Doom:https://www.theregister.co.uk/2020/02/05/cisco_cdpwn_flaws/

Cisco hat ein Betriebssystem ios. Willst du Dich da reinarbeiten? Würd ich nur machen, wenn du später einen Job als Netzwerkadmin suchst.

So einen Switch als Lösung für stockende Videos zu nehmen ist grober Unfug.
 
Das Netzwerk sieht momentan so aus:

Fritzbox 6360 (Internetzugang) (4 Port) --> Synology 718+ NAS, Fritzbox 7390, Switch 1 (5-Port)
Switch 1 (5-Port)
--> Netzwerkdrucker, Laptop, Philipps Hue,
Fritzbox 7390 --> Amazon FireTV, AppleTV, Switch 2 (5-Port), Switch 2 (5-Port), Fritzbox 6360
Switch 2 (5-Port) --> Panasonic TV, PS4, PS3, Fritzbox 7390
Ergänzung ()

Wishbringer schrieb:
Ist denn in den beiden Fritzboxen eingestellt, dass die dortigen Ports mit Gigabit betrieben werden sollen?
Ansonsten könnten sie ja auf "eco" stehen = 100 MBit/Sek.
Ja, das habe ich bereits gecheckt. 👍🏻
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist denn die Reihenfolge beim Aufbau aufgrund räumlicher Gegebenheiten so feststehend?
FB6360<->FB7390<->SW2 (z.B. wegen Leitungswege und WLAN-Ausleuchtung?!)

Ansonsten empfehle ich:
FB6360<->SW2<->FB7390

Besser wäre noch:
die beiden Switche direkt an der FB6360 anzuschließen, ebenso die FB7390,
alle Clients direkt hinter den beiden Switchen anzuschließen
(NAS, Laptop, ATV, FTV, PTV, PS3, PS4)
und die Servicedienste (Hue, Drucker) hinter der FB7390

Ist da eigentlich irgendwas per WLAN angeschlossen?

Weiterhin:
Ist die 7390 korrekt als LAN-Client angeschlossen oder hast Du da irgendein WAN-LAN-NAT eingerichtet?

Wenn es räumlich passt, sollte man auch diese ganzen Mini-Switche verzichten und lieber einen 8/16/24er-Port-Switch nehmen, an dem alles hängt.
 
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Nur um's als Fehlerquelle auszuschließen:
  • Alle Kabel und alle Stecker sind unbeschädigt? (Auch nicht geknickt o.ä.)
  • Die Verbindung zwischen den beiden FB ist mit einem hochwertigen Kabel hergestellt?

Bei welcher "Wegstrecke" ist das LAN denn besonders langsam?
Falls es die Strecke
- Syno -> FB6360 -> FB7390 -> Switch 2 -> TV (bzw. FTV/ATV)
ist, kannst Du mal testen ob es sich mit
- Syno -> Switch 2 -> TV (bzw. FTV/ATV)
anders verhält?
 
erstmal genau analysieren was denn überhaupt das Problem ist!
wir hatten hier erst kürzlich das Thema, dass ein Stecker nicht richtig fest in der Buchse saß und so das Netzwerk instabil gemacht hat.
und wie der Zufall es will, hatte ich genau dasselbe hier auch gerade!
vom Laptop/WLAN aus (mit Macbook und Vaio probiert) war das Internet "eigentlich" OK aber einige Seiten hakten und ich hatte einen wahnsinnigen Lag beim tippen auf einer remote SSH Session, ich konnte "sudo" tippen und das "s" wurde erst angezeigt nachdem ich das "o" getippt hatte, wieder mit beiden Laptops und auf zwei verschiedenen Servern probiert, immer dasselbe. Mit USB/Firewire Ethernet Adapter und Kabel war SSH auf einmal wieder normal schnell.
damit war für mich klar (voreiliger Schluss...), dass ja das WLAN das Problem sein muss. Aber irgendwann hing dann auch eine Webseite (per Ethernet, kein WLAN im Spiel).
???
ich hatte kurz vorher die Fritzbox mal senkrecht an die Wand gelehnt, um zu sehen ob sie das Neben (Wohn) Zimmer dann besser "ausleuchtet", hatte aber nichts (reproduzierbares) gebracht und ich habe sie wieder normal aufgestellt. Dabei muss der Stecker vom Netzwerkkabel zum Switch "verrutscht" sein und das hat die Probleme verursacht! Fest rein gesteckt und alles läuft wieder (das Kabel habe ich trotzdem getauscht, damit das nicht wieder passiert).

und nochmal zum Thema "teure Switches" (und Kabel...):
ich habe hier mal Beispielsweise die Messungen in dem Netzwerk hier. Dabei habe ich eine 3GB Datei zwischen einem alten VAIO Convertable mit 10€ NoName USB-Gigabit Adapter und einem Baytrail NUC (extrem Stromspar Mini PC) hin und her kopiert. Dazwischen liegen 3 (in Worten: DREI) Switches in Reihe, alle von der eher günstigen bis billigen Sorte, ein Zyxel GS1100-16 und zwei Netgear JGS524E (einmal V1 und der andere V2). Als Netzwerkkabel verwende ich grundsätzlich nur UNgeschirmte UTP Kabel, um mir nervige Brummschleifen zu ersparen. Zum Laptop habe ich ein 10m Flach-Kabel genommen, das für solche Fälle bereit liegt und sich am einfachsten "ausrollen" lässt. Die anderen Kabel sind teilweise fertig, viele aber selbst gecrimpt. Immer alles vom Billigsten, einfaches Kabel, einfache Stecker, läuft.

die Datei ist genau 2990355136 Bytes groß und das Kopieren hat über mehrere Versuche immer um die 25s gedauert, das sind 114MByte/s!!!
das ist ein Wert, den ich selber erst gar nicht glauben wollte, aber ich habe das mehrfach kontrolliert, eine andere Datei (ähnlicher Größe) genommen und ich liege immer weit oberhalb der 100MB/s und das wird während des Kopierens von Windows auch so angezeigt.
Trotz der drei Switches liegt der Ping (über 100 gemittelt) bei ziemlich genau 1ms mit minimalen Abweichungen nach oben und unten (max 1,2ms).
jetzt frage ich: was sollen teure Switches denn hier noch schneller machen?!?

hier noch ein Bild vom "Aufbau":
VAIO2NUC.png
 
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Wishbringer schrieb:
Ist die 7390 korrekt als LAN-Client angeschlossen oder hast Du da irgendein WAN-LAN-NAT eingerichtet?
This!
Die 7390 schafft kein Gigabit LAN-to-WAN.
Wenn die Verbindung zur 6360 in LAN1 der 7390 steckt, musst Du den Modus IP Client verwenden und nicht Internet über LAN1. Vielleicht hast Du ungewollt eine Routerkaskade gebaut.
Lösung: https://at.avm.de/service/supportan...A-CH/3244_FRITZ-Box-als-IP-Client-einrichten/
oder Verbindung über LAN2 herstellen und der 7390 eine IP Adresse im Subnetz aber außerhalb des DHCP Bereichs der 6360 geben.
 
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