Markenwahn - woher kommt er? Völlige Idotie ?

Naja, nicht jeder geht noch zur Schule. Sobald du auf eigenen Beinen stehst, wette ich, das auch du bereit bist, für gute Klamotten Geld auszugeben. Ob du dann dadurch Arrogant wirst, liegt dann an dir ;)
 
MrPsst schrieb:
So hier noch ein Beispiel für Markenwahn

ipadteuer.png


Der Mist wird irgendwo in China zusammen gebaut

wieso muss ich dann einen anderen Preis als die Amerikaner zahlen.

Wir müssen die Differenz zahlen

Ich seh das überhaupt nicht ein

Dafür musst du dich aber bei den Politikern und diesem unserem Steuersystem bedanken ;)
Und für diese speziellen 515€ statt 499 darfst du dich bei der GEMA bedanken, das sind nämlich genau die 15,60€ die du der GEMA für einen Laptop ohne Brenner zahlen darfst.
Da würde ich mich eher noch bei Apple bedanken das sie die 60 Cent von ihrer marge streichen...

Aber kannst ja mal in die USA Fliegen und da einkaufen, wenn du es dann ordentlich verzollst ist meist nicht mehr viel von der Ersparnis über und wenn du direkt in China kaufst bekommst du einiges garnicht erst ins Land, da irgendwelche TÜV oder CE oder was weisichwas Zertifizierungen fehlen.

Das ist genau wie beim Benzin oder Strom, das ist in Deutschland nicht so viel teurer weil die Konzerne hier alle noch viel böser und raffgieriger sind als die in den Staaten, nein es ist der Staat mit seinem ach so tollem System :kotz:
 
Interessant finde ich den Aspekt (wie auch schon diskutiert) dass eine Marke Identität fördert, und dadurch auch zur öffensichtlichen Erzeugung von unreflektierten Neidgefühlen und Diskriminierung beitragen kann:

* die Apple-Windows-Linux-Benutzer
* die Adidas-Nike etc.Träger
* Playstationkumpels sind besser als XBox oder Nintendokumpels
* die Selbermacher bzw. Strickpulliträger
* die Golferklamottenträger

Das ist eine Entwicklung, die wie ich finde ganz unabhängig von Preisunterscheiden über Ländergrenzen einhergeht. Letzteres ist einfach Landesspezifisch und angepasst. Ist die Ausbeutung in z.B. China Thema hier?
 
Man kann auch Qualität kaufen ohne das groß eine Marke draufsteht und dass zu durchaus vernünftigen Preisen. Ein T-Shirt für 8€ aus einem Laden für Berufsbekleidung ist oftmals besser als ein teures Markenshirt, es steht halt nur nichts drauf, drin steht dann eine Marke die viele noch nie gehört haben, die aber bei z.B. Handwerkern schon seit Jahren geschätzt wird.
 
In einer Gesellschaft, in der Äußerlichkeiten immer wichtiger, andere Werte aber zunehmend an Bedeutung verlieren, muss man sich über die Auswüchse des "Markenbewusstseins" nicht mehr wundern.
 
Um Identität und Abgrenzung geht es, ansonsten würde man nur noch das kaufen was billig und gut ist.

Das die angesprochen Werte mit I und A nicht äußerlich sind erschließt sich denke ich von selbst.
 
Ich denke daß der "Markenwahn" aus einer Mischung von Qualitätsbewusstein a la "made in germany" in Kombination mit Reizüberflutung durch Werbung entsteht. Dazu kommt der Druck der bereits im Kindergarten anfängt wenn da ein paar Kinder bei sind, die von Ihren Eltern mit Markenware ausgestatten werden.

Würde es an deutschen Schulen - ähnlich wie in England - die Schuluniformpflicht geben, würde dieser Druck wohl zumindest ein wenig entschärft werde (imo).
 
Das nicht dein Ernst, oder? Da werfen sich mir folgende Fragen auf (und weil hier der Begriff gleich mit "Klamotten" gesetzt wird, bleiben wir doch bei dem Beispiel):

1.) Was haben Markenklamotten mit Identität & Abgrenzung zu tun? Ein Punk grenzt sich durch seine Kleidung ab, der Träger einer Markenjeans wohl kaum

2.) Machen mich Markenklamotten zu einem besseren (anderen?) Menschen? Wohl kaum, und schon sind wir wieder bei Äußerlichkeiten.
 
Es geht um den ersten Eindruck, ein teurer Anzug oder Markenklamotten lassen dich auf den ersten blick durchaus erfolgreicher = besser erscheinen.

Und ausgrenzen tut sich doch jeder mit allem irgendwo, jede Marke hat ihr image das auf die Träger übertragen wird und so grenzen sich doch alle bei denen aus die mit einer gewissen Gruppe nichts zu tun haben wollen.

1: Edhardy = Assi
2: Lonsdale = Rechte ? (wie nennt man diese typischen lonsdale Träger eigentlich ?)
3: G-Star = Proll
4: RL = Streber
5: Boss = Bonze

Jemand aus Gruppe 4 würde doch jetzt niemals freiwillig jemanden aus Gruppe 2 oder 1 ansprechen , 1 und 2 untereinander wohl auch nicht, gruppe 5 wollte keiner ausser vllt 3 und 4 Ansprechen und so weiter ...

Natürlich sehr überspitzt, nur um das Prinzip zu verdeutlichen, denn übertragbar ist das nicht wirklich da ja z.b. viele Marken ganz unterschiedlich wargenommen werden.


Aber eine Frage, warum gillt Hilfiger hier eigentlich so als Proll Marke ? die Klamotten haben doch eigentlich nur dieses Hilfiger Emplem in 1x0,5cm auf dem Ärmel oder der Brust und das ist ja wohl mehr als dezent.
.
 
estre schrieb:
Wenn ich mir ne neue Jeans kaufe, dann ist es auch immer eine Markenjeans, weil diese mMn besser sitzen und wesentlich hochwertiger verarbeitet sind (Doppelnaht, aufwendige used-Waschung etc..), so einfach ist das ;).....

Davon hab ich leider nie was gemerkt.
Ich hol mir immer paar Jeans aus dem C&A für 30 € oder so, die taugen genau so wie die teuren und halten vor allem genau so lang !
Ich hatte schon mehrere teure und hab da so gut wie keinen Unterschied feststellen können.
Und mal ehrlich, ob beim Schnitt hier und da mal 1 cm mehr oder weniger dran ist oder das bein paar mm länger oder kürzer ist, das intressiert 99% der anderen Leute einfach nen feuchten Furz ;)

T-Shirts taugen die für 10 € aus New Yorker oder H&M auch, wozu soll ich 30 € und mehr für n Tshirt ausgeben ?

Das einzige worauf ich Wert lege sind Markenschuhe da es dort richtig extreme Unterschiede zwischen guten Marken und Billigramsch vom Deichmann gibt.
 
Also ich trag schon seit Jahren immer mal wieder verschiedene Kleidungsstücke von Tommy Hilfiger, ich finde die Sachen sehen einfach meistens richtig Klasse aus. Achte da nicht auf die Marke, solange etwas gut aussieht und in den Geldbeutel passt dann ist es optimal.

Hier in Frankfurt gibt es in MyZeil einen Hollister Store, immer wenn ich da vorbei gehe stehen die Leute da Schlange. Hab mir das einmal angeguckt, finde den Laden absolut bescheuert und die Leute fahren wie verrückt darauf ab und kaufen sich da alles mögliche.
Getopt wird das noch von einem möchtegern Kalifornier an der Tür der einen fragt "How are you ? " in coolem Slang.

Dieser Markenwahn ist echt schlimm.

Hier ein Artikel dazu:

http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21...7A94C62249C461B262~ATpl~Ecommon~Scontent.html
 
2: Lonsdale = Rechte ? (wie nennt man diese typischen lonsdale Träger eigentlich ?)

Lonsdale Jacken habe ich selbst zu Hause;)..diese Marken sind nicht Rechts, da die Marke mittlerweile in Türkischer Hand ist :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Lonsdale war mal rechts benutzt. Consdaple, gibts jetzt, und kuriose Rechtsurteile :)

Wenn jemand hinter seinen Klamotten steht habe ich da nichts dagegen. Ich frage dennoch, wo jetzt z.B. bei Hilfiger der Mehrwert liegt als z.B. bei Karstadt o.ä.
 
Bei solchen Marken wird es sicherlich keinen "Mehrwert" geben ;)..dann müsste man schon zu besseren Marken greifen
 
Ich mache immer wieder die Erfahrung. Bessere Verarbeitung, Material, Exklusivität, Passform, Details und Design, eben das Besondere.
Darum komme ich immer wieder irgendwie auf Markenklamotten zurück, auch wenn ich mich oft gegen die Preise sträube.
Doch am Ende lieber Klasse, statt Masse.
Masse habe ich schon genug im Schrank rum liegen. ^^
 
Naja also ein Hilfiger Hemd ist zweifelsfrei quallitativ deutlich hochwertiger als z.b. eines von H&M oder so...
Allein die Stoffqualität ist schon deutlich besser, weicher, feiner gewebt und nach dem 50 Waschgang immer noch keine Fusseln o.ä , saubere Näte die lange halten und Weis ist Weis.

Auch die Hosen von H&M kann man auf 100m an dem Stoff den die verwenden erkennen, auch die Waschung etc sind nicht so gut und die t-shirts kann man nach 10 mal Waschen wegwerfen da sie sich dann verziehen oder fusselig werden.

Was die Schnitte angeht... und ob das einen Unterschied macht, sogar einen gewalltigen, aber von Leuten die zwischen H&M und Diesel keinen Qualitätsunterschied bemerken kann man auch nicht erwarten das sie es beim Schnitt tun:p
 
Zuletzt bearbeitet:
So sehe ich das eben auch. Wer auf solche Dinge keinen besonders großen Wert legt, wird den Gegenwert und Preis klar nicht sehen und schon gar nicht akzeptieren. Da tuts dann oft auch das günstigere.

Es gibt allerdings auch Leute, die vor allem auf den Namen/das Label selber gesteigerten Wert legen und diesen möglichst auffallend präsentiert sehen wollen. Darin sehe ich wiederum keinen Mehrwert. ^^
Hochwertige Kleidung erkennt man auch ohne auffallendes Label und spürt es auch beim Tragen.
 
milkshaker schrieb:
Das legt sich wieder wenn du erwachsen wirst.
super Antwort. Wenn du noch das "wenn" kursiv gemacht hättest, wärs perfekt. Und natürlich das "du" durch ein "man" ersetzen, aus reiner Höflichkeit. Daher gibts auch immer eine positive Korellation zwischen Markentreue und Rechtschreibfehlern.....quallitativ...

Wobei ich zugeben muß, daß man um die allerbilligsten Kleidungsstücke einen Bogen machen sollte. Da gehen dann recht schnell sämtliche Nähte auf. Habs schon mal bei ner Jacke erlebt, die "nur" 40 Euro gekostet hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Pandora schrieb:
Naja also ein Hilfiger Hemd ist zweifelsfrei quallitativ deutlich hochwertiger als z.b. eines von H&M oder so...
Allein die Stoffqualität ist schon deutlich besser, weicher, feiner gewebt und nach dem 50 Waschgang immer noch keine Fusseln o.ä , saubere Näte die lange halten und Weis ist Weis.

Nur spiegelt sich das nicht im Preis wieder. Es ist billiger, wenn man häufiger günstigere Kleidung kauft und die - wenn sie kaputtgewaschen oder beschädigt ist - dann wieder ersetzt.
Diese Marken mit hoher Qualität und noch höherer Qualität gibt es nur, weil sie ein Statussymbol sind. Die Käufer würden sie auswechseln, wenn man das kleine Markenschildchen entfernen würde, selbst wenn sie noch so angenehm zu tragen sind.
 
Na das stimmt jetzt aber nicht.
Richtig billige Kleidung kann man eigentlich schon nach 10 mal waschen wegschmeißen, da entweder billige nicht farbechte Färbemittel (die u.a. auch toxisch sein können) verwendet werden, da der Stoff nicht 100% Baumwolle, Cashmere oder was weiss ich ist, sondern synthetische Zusätze hat usw.
Hab ich schon alles erlebt: ganze Waschmaschinenladung ruiniert, weil die Farben selbst beim Kaltwaschgang auslaufen, Kleidung geht um mehrere Nummern ein, Jeans leiern nach einmal tragen aus usw. usf.
Das passiert bei Qualitätsware eher seltener (ist aber leider auch hier nicht völlig auszuschließen, deswegen prüfe ich immer, was auf dem Etikett steht, bevor ich etwas kaufe). In Summe ist es also durchaus möglich, dass man weniger ausgiebt. Ich beziehe mich bei Qualitätsmarke allerdings nicht auf irgendwelche überteuerten Designerstücke von D&G oder ähnlichem, sondern ehrer auf z.B. Levis bei Jeans, Timberland, Fred Perry usw.
 
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