Mindestanforderungen für versch. Anwendungsgebiete?

RentoNM

Cadet 4th Year
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Hallo,

hoffe das ist ok hier solche ehr allgemeine Fragen zu stellen. Ansonsten gerne verschieben.

Ich habe nächste Woche einen Probearbeitstag als Verkäufer in einem Laden für gebrauchte IT-Hardware. Dort werden von Unternehmen aufgekaufte PCs und Notebooks die gewartet und generalüberholt wurden verkauft und ich soll dann eben die Kunden beraten. Dazu muss ich dann natürlich wissen welche Mindestanforderungen eine System je nach Anwendungsgebiet haben sollte. Im bereich Gaming würde ich sagen kenne ich mich da ganz gut aus. Wenn es allerdings um reine office Anwendungen, surfen im Internet und youtube/netflix etc. geht habe ich etwas Nachholbedarf. Habe meine PCs eben bisher immer im Hinblick aufs Gaming gebaut und weiß dementsprechend garnicht so genau was ein PC mindestens können muss um weniger anspruchsvolle Aufgaben noch zu können.

Ich weiß dass Video Streaming selbst in 4k für neuere PCs/Notebooks selbst mit integrierter GPU kein Problem mehr ist, allerdings sind die Geräte die ich Verkaufen soll teilweise schon mehrere Jahre alt und bei manchen bin ich mir garnicht so sicher ob die das alles hinbekommen.

Als Beispiel wird in dem Laden ein Notebook mit i5-3320M CPU und Intel HD Graphics 4000 integrierter GPU angeboten. Würde das reichen um z.B. auf Youtube/Netflix alles in der höchsten Qualität, mit 60FPS ruckelfrei angucken zu können?

Würde mich freuen wenn ihr mir einen generellen Überblick verschaffen könntet welche Mindestanforderungen welche Anwendungsbereiche haben.
Was empfehle ich jemandem der wirklich nur mit Word arbeiten und ab und zu was googeln will?
Was braucht es um Videos in bester Qualität streamen zu können?
Was wenn der Kunde auch Photoshop und Videobearbeitungsprogramme nutzen möchte?

Was denkt ihr allgemein sollte ein PC/Notebook für einen normalen Anwender mindestens können, was fällt euch evtl sonst noch ein worauf man achten sollte bzw. was man einem Kunden raten sollte der einen PC kaufen will?

Vielen Dank schon mal für eure Antworten :)
 
Als aufmerksamer Mitleser des Forums müsstest Du nach sechseinhalb Jahren ja eigentlich so das eine oder andere drauf haben.
Bei einer Intel 4000 Grafikeinheit schmeißt man kurz Google an und schaut, was die kann.

Genau das tun wir hier auch, wenn User mit speziellen Fragen kommen, ob ihre CPU/GPU/Monitor nun dies oder das kann.
Oder man schaut halt kurz in die Spezifikationen laut Bedienungsanleitung.

Bei der Menge an CPUs/GPUs etc., die es über all die Jahre so gibt, wird das kaum jemand wirklich im Kopf haben.
 
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Solche Sachen erfordern Erfahrung und eine grobe Einordnung der Komponenten und ihrer Leistungsfähigkeit, verglichen mit heutiger, aktueller Hardware.

Mal als Beispiel:

Ich habe vor Kurzem in ein 2009er HP-Notebook eine 1 TB SSD verbaut. S-ATA3 war vorhanden und 4 GB RAM auch, aber nur DDR2. Dieser Laptop bzw. Notebook ist nur für Multimedia, bisschen Filme und Youtube gedacht.
Die SSD hat einen ordentlichen Performanceschub gebracht und das System läuft flüssig mit WinX. Es spielt ohne Probleme Blu-Rays ab und erfüllt seine Aufgabe.
Als Prozessor war ein P8600 von Intel verbaut.

Was lernen wir daraus? Ein System ist immer als Ganzes zu betrachten. Eine SSD zum Beispiel kann auch wesentlich ältere Systeme wieder richtig flott machen und auch noch Alltags tauglich werden lassen.

Im Zweifelsfall würde ich es einfach vor Ort mal probieren, um ein Gefühl dafür zu entwickeln.
Ansonsten hilft nur lesen, vergleichen und Tests vergleichen, auch wenn es bei den Altersunterschieden manchmal etwas schwierig werden kann.
 
hamju63 schrieb:
Als aufmerksamer Mitleser des Forums müsstest Du nach sechseinhalb Jahren ja eigentlich so das eine oder andere drauf haben.
Bei einer Intel 4000 Grafikeinheit schmeißt man kurz Google an und schaut, was die kann.

Genau das tun wir hier auch, wenn User mit speziellen Fragen kommen, ob ihre CPU/GPU/Monitor nun dies oder das kann.
Oder man schaut halt kurz in die Spezifikationen laut Bedienungsanleitung.

Bei der Menge an CPUs/GPUs etc., die es über all die Jahre so gibt, wird das kaum jemand wirklich im Kopf haben.

Bin nicht so oft hier im Forum unterwegs. Aber natürlich hab ich einiges mitgenommen. Und gegoogelt hab ich natürlich auch. Daher kam z.B. auch meine Einschätzung dass das alles für moderne Notebooks kein problem ist. Mein Problem ist nur dass das meiste was ich über google so gefunden habe eben aus der Zeit stammt wo die entsprechende Hardware noch relativ neu war und dementsprechend natürlich auch die Anforderungen ganz anders. Etwas zu finden was z.B. die Intel HD 4000 aus heutiger Sicht bewertet ist schon schwieriger. Auf der hompepage von Intel wird 4k z.B. garnicht erwähnt, vermutlich weil das zu der Zeit überhaupt kein Thema war.

Klar kann man sich trotzdem per Google einen groben Überblick verschaffen. Ist aber erstens recht mühsam und zweitens bin ich mir nicht sicher wie realitätsnah sowas dann wirklich ist. Erfahrungsgemäß haben z.B. die von Herstellern angegebenen Mindestanforderungen oft nur wenig mit dem zu tun was ich persönlich als empfehlenswert empfinde. Eine Anwendung mag ja auf einer Hardware zum laufen zu bringen sein, aber ob es dann auch flüssig läuft und so dass ich es einem Kunden empfehlen wollen würde ist eine ganz andere Sache.

Was ich mir von dem Thread hier erhofft hatte sind also mehr oder weniger praktische Erfahrungsberichte. Du hast natürlich recht dass kaum jemand einen kompletten Überblick über Jahre alte Hardware haben wird. Aber es gibt hier bestimmt Leute die noch mit solchen Sachen arbeiten oder gearbeitet haben und mir dann einen generellen Eindruck geben können wie brauchbar die aus häutiger Sicht sind.

Wie gesagt habe ich mich mit dem Thema PC Hardware eigentlich immer nur aus der Sicht eines Gamers beschäftigt. Ein PC mit dem man Zocken kann, kann auch so ziemlich alles andere problemlos. Dementsprechend hatte ich mit den Mindestanforderungen für weniger aufwendige Anwendungen also wenig zutun und mir fehlt es da an persönlichen Erfahrungswerten.

Nordwind2000 schrieb:
Solche Sachen erfordern Erfahrung und eine grobe Einordnung der Komponenten und ihrer Leistungsfähigkeit, verglichen mit heutiger, aktueller Hardware.

Mal als Beispiel:

Ich habe vor Kurzem in ein 2009er HP-Notebook eine 1 TB SSD verbaut. S-ATA3 war vorhanden und 4 GB RAM auch, aber nur DDR2. Dieser Laptop bzw. Notebook ist nur für Multimedia, bisschen Filme und Youtube gedacht.
Die SSD hat einen ordentlichen Performanceschub gebracht und das System läuft flüssig mit WinX. Es spielt ohne Probleme Blu-Rays ab und erfüllt seine Aufgabe.
Als Prozessor war ein P8600 von Intel verbaut.

Was lernen wir daraus? Ein System ist immer als Ganzes zu betrachten. Eine SSD zum Beispiel kann auch wesentlich ältere Systeme wieder richtig flott machen und auch noch Alltags tauglich werden lassen.

Im Zweifelsfall würde ich es einfach vor Ort mal probieren, um ein Gefühl dafür zu entwickeln.
Ansonsten hilft nur lesen, vergleichen und Tests vergleichen, auch wenn es bei den Altersunterschieden manchmal etwas schwierig werden kann.

Interessantes Beispiel, danke. Ist ja wirklich ein etwas älteres Gerät und dass da trotzdem alles flüssig drauf läuft ist gut zu wissen. Dann kann ich Kunden die keine besonderen Ansprüche haben also guten Gewissens auch die preiswerteren Notebooks empfehlen.

Eine SSD würde ich ohnehin eigentlich so gut wie immer empfehlen. Macht das Arbeiten einfach so viel flüssiger und angenehmer, egal was man macht.

Einfach vor Ort mal zu Probieren ist eine super Idee. Ist ja schnell gemacht mal eben ein Video anschmeißen und gucken wie flüssig es läuft und gibt mir auch einen besseren Eindruck als alles was man dazu bei google finden könnte. Die Definitionen von "flüssig" oder "läuft einwandfrei" können sich ja manchmal ganz schön von Person zu Person unterscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine interessante Frage stellst du hier - würde es so einen Laden bei mir in die Nähe geben, hätte ich auch Lust da für ein paar Stunden in der Woche zu arbeiten.

Prinzipiell würde ich als Minimum, Core-i CPU (am besten erst ab Core-i-2xxxX), 8GB Ram und eine SSD ansehen. Damit kann man fast alles machen, was unter Office und Surfen fällt - sprich was die meisten Leute mit ihren Geräten machen. Am besten unter Windows10, zumindest meiner subjektiven Wahrnehmung läuft das etwas flüssiger als Win7 auf den Maschinen - sofern man sich 30-60 Minuten hinsetzt und Bloatware (Candy Crush) deinstalliert und diversen anderen Kram (mit Boardmitteln) abschaltet (was wohl eher weniger Leute machen).
USB 3.0 wäre auch noch ein Argument, du kannst ja mal recherchieren, ab wann die ThinkPad T, HP Elitebooks und Dell Latitude Generationen das verbaut haben.
Grundsätzlich müssen meiner Meinung nach folgende Dinge vorhanden sein, bevor irgendwo aufgerüstet wird: 4GB Ram > SSD > i5 (ggf. auch i3) > 8GB Ram > i7. Geräte mit 2GB Ram mal außen vor gelassen, selbst da würde ich sagen: lieber 2 GB Ram und eine SSD, als 4GB Ram und eine HDD - aber das können wir ja hier mal diskutieren.

Wenn das Budget sehr, sehr knapp ist, also unter 200€ dürften auch 4GB Ram in Ordnung sein. SSD bleibt trotzdem Pflicht, bei dem Preisniveau kommen dann die Core2Duo und Co. auch wieder ins Geschäft. Grundsätzlich sei gesagt, das dieses Budget wohl die unterste Grenze darstellt, wofür man überhaupt ein Notebook bekommt, was alles kann was von einem Notebook erwartet wird. Wer also mit 150€ Budget ankommt, muss diverse Einschränkungen in Kauf nehmen, auf dem Niveau lohnen sich dann jede 20€ mehr.

Bei den Video-Codecs der iGPUs habe ich selber wenig Ahnung, da hilft wohl alles nix und du musst Datenblätter studieren. Die Frage ist dort auch immer, ob Käufer mit so wenig Budget (<300€) Dinge wie wenig stotternde Videos (sprich nicht 60FPS, wobei das Video selbst ja eh weniger FPS hat) überhaupt wahrnehmen, bzw. im Umkehrschluss für neuere Geräte bereit sind mehr Geld aus zu geben.

Bei Kunden im Bildungsbereich kann es ein Vorteile sein, dass die Geräte noch einen VGA-Anschluss haben. Dann wird kein Adapter für die alten Beamer in Uni/Schule/etc. benötigt.

Wenn es darum geht gegenüber Neugeräten in dem Preisbereich von <500€ zu argumentieren, würde ich vor allem Stabilität/Qualität der Gehäuse, Tastatur und Eingabegeräte, tlw. Menge und Art der Anschlüsse (wobei tlw. ein Zweischneidiges Schwer ist), einfach tauschbarer Akku (ggf. sogar Power Bidge) anführen. Zudem ist es bei den Business-Geräten praktisch immer möglich Ram und SSD zu tauschen, bzw. auf zu rüsten, das heißt keiner muss sich mit verlöteten 4GB oder lahmen EMMC Speicher herumschlagen. Kollege Species hat im Guide: Der ideale Office Laptop dazu einiges zusammen gefasst.
Zusätzlich würde ich mit der Umwelt argumentieren: die Neugeräte (in dem Preisbereich) haben nen beschissenen ökologischen Fußabdruck und sind - gerade wenn in der 300€ Kategorie 4GB Ram verlötet sind und keine SSD eingebaut werden kann - Wegwerf-Ware sobald in 2-4 Jahren das Gehäuse durchgenudelt ist. Musst du natürlich einschätzen können, welche Käufer das als Vorteil sehen und welche (immer noch) die Augen verdrehen.


Für die Einschätzung der Gaming-Leistung lohnt sich die Liste: Welche Spiele laufen auf Notebook Grafikkarten flüssig (wenn du sie nicht eh schon kennst). Gerade wenn es darum geht, sehr alte Spiele oder das klassische Sims 3/4 für viele weibliche Kundinnen, Töchter, oder so einzuschätzen, ist die Liste Gold Wert.

Bzgl. Bildbearbeitung, oder praktisch alle Programme die irgendwie nach "mehr Leistung als Office und Surfen", aber "kein Gaming" klingen, würde ich erst mal fragen, wie professionell damit gearbeitet wird und wie oft. Nur rote Augen aus Urlaubsbildern entfernen? Das geht mit jedem Dual-Core, PS mit diversen Ebenen ist schon was anderes. Als Faustregel gilt: wenn jemand sehr wenig Ahnung hat und nach 16GB Ram und einem i7 fragt, braucht sie/er diese Hardware sehr wahrscheinlich nicht. Das derzeit genutzte System kann immer helfen das benötigte einzuschätzen - grundsätzlich finde ich diese Leistungseinschätzung aber nicht so essentiell, da es im Prinzip nur zwei Klassen gibt: Dual-Core oder Quad-Core. Die ganzen Core-i- Dual Core CPUs, sprich mit M oder U am Ende bringen ähnliche Leistung, egal ob da i3, i5 oder i7 vorsteht und auch egal, ob die aus der 2. oder 4. Generation sind. Gleiches gilt für die (M)Q oder HQ CPUs. Wenn jemand Leistung braucht, ist er mit einem älteren Quad-Core besser aufgehoben, als mit einem neueren Dual-Core.

Mein Senf ist recht unübersichtlich geworden, aber vielleicht kannst du ja trotzdem was damit anfangen.
 
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