Motorola will Handy nur vollständig reparieren

R1s1k0

Lt. Junior Grade
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Schönen guten Tag,

wahrscheinlich ist diese Frage ziemlich besonders, aber vielleicht kann mir ja jemand helfen, der schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
Mein Motorola Razr hat noch ein paar Monate Garantie. Mittlerweile ist der Audioausgang kaputt und das Handy erkennt keine SIM-Karten mehr. Außerdem hat es einen Sprung im Glas oberhalb des Touchscreens, welcher für mich aber kein Problem darstellt.

Ich hab das Handy dann zu DATrepair geschickt (nachdem ich mit dem Motorola Supprt gesprochen habe) und gesagt, dass sie den Audioausgang und das SIMproblem bitte reparieren sollen.
Als Antwort habe ich erhalten, dass die Werkstatt das Handy nur komplett reparieren darf und ich, (da ich ja keinen Garantieanspruch habe) bei einer Reparatur auf jeden Fall das Display bezahlen müsste. Das wären dann ca. 130€...

Der Motorola Support hat mir das daraufhin auch nochmal bestätigt.

Als letzten Versuch, bevor ich mir was andere überlegen muss, wollte ich fragen ob ihr schonmal eine Erfahrung damit gemacht habt, oder einen Tipp für mich habt. Falls ihr noch was wissen wollt, fragt einfach.

Liebe Grüße
 
Ich kenne es vom Samsung Repair Partner in Österreich, das vorgehen ist da ähnlich.

Wirklich was dagegen machen kannst du nicht, der Reparaturpartner hat auch seine Vorgaben und darf das Gerät eben nur voll funktionsfähig wieder aus der Reparatur geben.
 
Ich würde es noch woanders hinschicken, zahlen musst du so oder so.

Handy Labor in Hamburg ist eine gute Anlaufstelle, sind recht günstig und flott.
 
Da es sich ja hier um Garantie und nicht Gewährleistung handelt kann das ja der Hersteller so halten wie er will...
Bei Gewährleistung würde mich aber auch interessieren wie es dann abläuft :)

Edit: Es gibt ja auch Hersteller die in der Garantie austausch Geräte anbieten, also würden sie dein Gerät im Normalfall reparieren was in deinem Fall eben mit Mehrkosten (Kaputtes Display) verbunden ist.
 
Ich vermute ein rechtliches Problem. Ich weiß, dass zum Beispiel ein Hersteller von Bohrmaschinen, nehmen wir mal Makita, ein Gerät entweder komplett repariert, oder es demontiert in Einelteilen zurückschicken muss.
Also angenommen, das Gehäuse hat nen kleinen Riss, Maschine funktioniert aber ansonsten einwandfrei. Du schickst es ein aber die Reparatur ist dir doch zu teuer. Dann bekommst du das Gerät in einer Kiste in tausend Einzelteilen zurück.
Warum? Weil das Gerät mit gerissenem Gehäuse nicht der VDE Norm entspricht. Durch den Riss im Gehäuse könntest du einen elektrischen Schlag bekommen, sollte ein Kabel von innen an das Gehäuse kommen. Ist dem so, zeigst du den Raparaturbeleg vor und sagst "Makita ist Schuld, die haben mir das Gerät in einem nicht sicheren Zustand zurück geschickt". Schmerzensgeld usw.
Damit das nicht passieren kann, muss da Gerät vom Hersteller in einem nicht funktionsfähigen Zustand zurück geschickt werden, oder nach Vorschrift repariert sein.

Ich vermute, ähnlich wird es bei dir auch sein. Entweder das Gerät ist 100%-ig in Ordnung, oder es wird gar nicht repariert. Sonst schneidest du dich am gesprungenen Glas, und die Firma ist schuld, denn das hätte die Fachwerkstatt merken müssen.
 
Das gleiche Spiel hatte ich mit V*** und meinem alten Nokia Handy. Das hatte ne Macke mit dem Empfang. Eingesand. Antwort war:
"Es sind Kratzer auf dem Display. Diese sind von ihnen zu verantworten. Da wir das Handy nicht Teilreparieren können senden wir ihnen hiermit ihr Handy zurück".
Damals war das Handy noch etwa 40 Euro wert weshalb ich darauf verzichtet habe. Aber im allgemeinen glaube ich nicht, dass es rechtens ist, einen Gewährleistungsfall damit abzuwimmeln, dass man nur einen Teil zu verantworten hat. Siehe auch:
http://www.frag-einen-anwalt.de/Gewaehrleistung-Handy---f202119.html
 
Das wird vielleicht auch nen anderen Grund haben.

Wenn du sagst nein, Display so lassen, und es reist weiter beim öffnen des Gerätes müssen sie es auf eigene Kappe tauschen....wenn sie von anfang an sagen sie reparieren es nur komplett, kann das Display beim öffnen kaputt gehen wie es will, kommt ja eh n neues rein.
 
Sicher ist das rechtens, wenn man die Hersteller Garantie in Anspruch nimmt. Die kann der Hersteller so gestalten, wie er es will.

Anders ist bei der Gewährleitung. Dann geht das Handy zum Händler und Du als Kunde musst dann aber auf der anderen Seite nach weisen, das der zu reklamierende Defekt schon beim Kauf bestand.

Und genau in diesem Dilemma steckt der TE jetzt.

Eine Seite Namens, Frag-einen-Anwalt. Sicher, wenn ich einen Anwalt frage, so unterstützt er mein Vorhaben immer. Egal wie sinnig es ist. Er verdient an mir.
 
Zitat wie folgt:

Ich hab das Handy dann zu DATrepair geschickt (nachdem ich mit dem Motorola Supprt gesprochen habe) und gesagt, dass sie den Audioausgang und das SIMproblem bitte reparieren sollen.
Als Antwort habe ich erhalten, dass die Werkstatt das Handy nur komplett reparieren darf und ich, (da ich ja keinen Garantieanspruch habe) bei einer Reparatur auf jeden Fall das Display bezahlen müsste. Das wären dann ca. 130€...

Der Motorola Support hat mir das daraufhin auch nochmal bestätigt.



Motorola hat Dir auch noch einmal bestätigt dass es nur komplett repariert erden kann, oder was hatten sie Dir vorher bestätigt?

In solchen Fällen wenn doch immer schriftliche Bestätigung, ansonsten...aus die Maus.

Denke weniger dass das eine rechtliche Sache ist, ein Personenschaden wird bei dem Sprung im Glas ja nicht zu erwarten sein, oder steht es scharfkantig vor?^^

Denke eher dass es a little bit Profit am Rande ist, wenn ein Gerät schon ins Haus kommt? Tankstellenprinzip, da macht man das Geld ja auch mit dem Shop und nicht mit der "Hauptleistung."

Sehe hier eher die Gefahr, dass es aufgrund des Sprungs noch heißt...Fallschaden, was die anderen Mängel ja auch begründen könnte, und das nicht ohne Recht?

Also wenn Du an dem Teil hängst....sei froh wenn DU bei dem Glasschaden den Rest auf Garantie bekommst, haben beide Seiten dann Ihren Einstrich dran gemacht, oder schau in der Tat, wie der Vorposter sagt, ob DU alternativ alle 3 Makel andernorts für <130.- Tacken gemacht bekommst und verzichte auf die Restgarantie?



EDIT:

Hintenrum wie x-traxion den Denkweg geht ist natürlich auch nicht verkehrt.^^

Wobei der Wareneinsatz für die reparierende Seite bei nem Brocken Gorilla Glas der ersten Serie natürlich gen NN ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
punkrockfan schrieb:
Zitat wie folgt:

Motorola hat Dir auch noch einmal bestätigt dass es nur komplett repariert erden kann, oder was hatten sie Dir vorher bestätigt?

Sehe hier eher die Gefahr, dass es aufgrund des Sprungs noch heißt...Fallschaden, was die anderen Mängel ja auch begründen könnte, und das nicht ohne Recht?

Mir wurde bestätigt, dass das Handy nur komplett repariert werden kann.

Mhh, das könnten sie natürlich theoretisch auch. Ist hier aber nicht der Fall, da das Display das neueste Problem ist.^^

Na gut. Vielen Dank an alle!
Habt ihr vielleicht noch gute Tipps was günstige Werkstätten angeht?

Liebe Grüße
 
Dass Dir DAT repair für ein nicht repariertes Gerät an die 15 Euro berechnet, Versand inklusive/exklusive weiß ich gerade nicht, haste aber schon gelesen.

Den 20er rum plus das neue versicherte Porto dazu solltest schon mit einkalkulieren in die neue Werkstatt, plus Garantieverlust für...wie lange?...Restzeit?

Nur am Rande, für die Kalkulation.^^


W Support hat früher Motorola gemacht, nun auf Garantie nicht mehr, eventuell als freie Werkstatt gegen cash aber nach wie vor?

Einfach mal googlen, sitzen in Berlin/Brandenburg da rum.
 
Hört sich so an, als würden die das Handy tauschen. Hatte mal bei meinem DesireHD einen totenpixel und einige Kratzer auf der Rückseite. Bekommen hab ich eines ohne Kratzer oder sonst was. Haben wohl nur mehr die IMEI neu drangeflasht und das alte als Ersatzteilspender genommen oder sonst was.
 
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