Combine schrieb:Fakt ist, dass der Motor ansich das Kunststück ist. Jeder Hersteller kann Kompressoren und/oder Turbos einsetzen. Die Leistung aus einem Sauger zu gewinnen, ist die hohe Ingenieurskunst.
Dazu mal ein Zitat von Maurizio Reggiani (Lamborghini-Entwicklungschef) auf die Frage, warum aufgeladene Motoren bei Lamborghini keine Rolle spielen:
Literleistung:
Corvette ZR1: 104 PS/Liter (mit Kompressor)
Corvette Z06: 74 PS/Liter
Porsche GT2: 147 PS/Liter (Bi-Turbo)
Porsche GT3 RS: 118 PS/Liter
Die Charakteristik der Motoren ist einfach komplett verschieden.
Die höhere Ingenieurskunst in puncto Motorbau liegt meiner Meinung jedoch bei Porsche, da sie die Motoren besser ausreizen ohne Probleme mit der Haltbarkeit zu bekommen. Selbst Lamborghini kommt nicht einmal annähernd an die Literleistung des GT3 RS heran.
Außerdem wollen wir zeigen, dass wir gute Techniker sind. Turbos kommen dann zum Einsatz, wenn man nicht mehr weiterweiß.
Wenn der Motor eben ausgereizt ist, geht man zur nächsten Stufe, der Aufladung über. Hier verwendete Porsche als erster Hersteller VTG-Turbolader an einem Benziner. Turboaufladung widerspricht zwar der Philosophie von Lamborghini, diese aber als Notlösung abzutun, halte ich etwas ungerechtfertig gegenüber einem Hersteller, der aus seinen Saugermotoren mehr rausholt als man selbst.

In meinen Augen ist der Porsche der zeitlose Klassiker, der im Vergleich mit entsprechenden straßenzugelassenen Serienfahrzeugen je nach Modell die entsprechende Referenz im Rennsport darstellt.
Die Corvette hingegen ist die puristische, günstige Alternative dazu. Den Mythos hat sie noch nicht.
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