Deliberation schrieb:
Was für ein Possenspiel der Mächtigen und (Einfluß)reichen.
Inwiefern?
Sogar einer von "Den Prinzen", ja das ist wirklich ein Zeichen für gekaufte Politik und übermäßige Einflussnahme durch die Konzerne. Oder wie oder was? Nicht vergessen sei, wer für Gauck Stimmung gemacht hat. Auch die Springer-Presse. Die Presse möchte doch ohnehin den Hype, den Skandal und der Bürger will offenbar Wohlfülpolitik. Ein Mann des Volkes muss her, ausgerechnet was der Köhler schon war, obwohl er davor vieles war nur kein Mann des Volkes. Hirnloses Abfeiern von Floskeln und Skandalen ist das.
Oder möchtest du das Konzept der Wahlmänner kritisieren. Findest du, dass es Unsinn ist, dass zwar die Sitzverteilung nach den Anteilen in den Parlamenten bestimmt wird, aber die Partei dann jemanden auswählt, der zumindest ihnen politisch nahe steht? Oder wen sollen sie hinschicken. Die Grünen haben immerhin Hildegard Hamm-Brücher zur Wahlfrau ernannt, ehemals FDP.
Schlag mal vor, wie denn die Bürger "gecastet" werden sollen, die dann auch nur Repräsentanten sind, also nichts anderes als unsere gewählten Volksvertreter (die in der Mehrheit sowieso dort vertreten sind in der Bundesversammlung, deren Sitzverteilung ohnehin die Wahlergebnisse repräsentiert)) Das "einfach Volk" wird als Konzept nur dann hoch gehalten, wenn man glaubt damit etwas anderes zu erreichen, was die Mehrheit mal gewählt hatte. Meist endet es aber in der Aufregung um eine Pseudo-Beteiligung, die viele gar nicht erst nutzen würden.
Wozu jemanden direkt wählen, der gar keinen Wähler vertritt, sondern vor allem repräsentiert? Der Bundespräsident ist kein Gegenpol zur Regierung, sein Amt ist überhaupt nur sehr begrenzt politisch. Da können wir auch den Bundestagspräsidenten wählen oder den ersten Staatssekretär im Bundesfinanzministerium.