Notebook mit DBAN gekillt: Besteht Hoffnung?

maxion

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[Erledigt] Notebook mit DBAN gekillt: Besteht Hoffnung?->NEIN!

Beim Löschen der externen USB-Festplatte mit DBAN habe ich Mist gebaut, DBAN hat ca. 2% der internen Festplatte (1TB) gekillt, das System lässt sich nicht mehr booten.
Es ist ein HP Pavilion dv7, Win7 Home Premium 64bit OEM, keine Sicherungen (Win7, HP-Driver u. vorinstallierte SW) vorhanden.

Verzweiflung pur, denn
a) es ist das Notebook meiner gerade verstorbenen Mutter, ihre privaten Daten sind NICHT gesichert (diese Tortur wollte ich mir für den Schluss aufheben) :heul:
b) ich habe viel Zeit aufgewendet, um das Notebook für meinen Bruder (PC-Laie) sauber aufzusetzen (Updates, SW-Installationen usw.), denn zeitgleich ist sein PC "gestorben"
c) dzt. bin ich nicht zu Hause, habe nur beschränkte "Arbeitsmittel": wenig Steckplätze, keine SW bzw. Tipp-Archiv, kein Drive-Link -> kann die HDD nicht ausbauen u. nur mit Boot-Disks arbeiten

Habe Win7-Home runtergeladen: Systemreparatur klappt nicht, könnte nur drüberinstallieren. Das habe ich nicht gewagt, weil evtl. die Daten definitiv weg wären.

Aktueller Stand: DOS-BootCD 6.13 runtergeladen, Analysen durchgeführt (s. Anhang). Bei Deep Search werden System-Partition u.die 2 HP-Partitionen aufgelistet, Größe stimmt in etwa.

Besteht Hoffnung, daß ich mit DOS-Testdisk 6.13 die HDD wieder so hinbekomme, wie sie war? Oder zumind. die Daten retten kann (mit USB-Stick FAT32)?
 

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Zuletzt bearbeitet: (Titel geändert)
Das OS kannst du vergessen. Allerdings kannst du vermutlich 98% der Daten (oder eher mehr, da die Platte nicht zu 100% belegt war) retten, um die Daten wieder zu haben, und das Notebook dann neu zu installieren.
Die schlechte Nachricht zuerst: DBAN ist gründlich. Die 2% sind einfach weg, dein OS wirst du nicht korrekt fixen können.
Nun die gute Nachricht: Die nicht gewiped-ten 98% kann man retten.

1. Baue die HDD aus und hänge sie an einen PC.
2. Besorge dir GetDataBack und eins der vielen Tutorials aus dem Internet dazu.
3. Lass es laufen, und mach, vor allem bei "Step 3" ein Savefile, damit du im Notfall ohne neuen Scan wieder zugreifen kannst.
4. Rette die wichtigen Daten aus diesem Programm (Rechtsklick auf Ordner, Kopieren). Die Sicherung muss auf eine ANDERE HDD erfolgen!!

Die Chancen für Benutzerdaten stehen gut. Die ersten 2% sind Dateisystemeinträge, Bootloader (die 100MB Partition) und vermutlich die ersten Daten von Windows, also keine persönlichen Daten. Diese sollten noch vorhanden sein.
 
Hi,

- wieder so hinbekommen, wie sie war: kann ich mir nicht vorstellen, da ja nicht klar ist, welche Daten auf diesen "2%" gewesen sind.
- Daten retten: ja, der Rest der Daten lässt sich natürlich noch retten / auslesen. Könnte man z.B. mit einer Linux Live CD machen oder die Festplatte in einen anderen Rechner einbauen. Da kommst du nicht drum rum, entweder Live CD und USB-Festplatte, auf die du die Daten schieben kannst oder Festplatte ausbauen und an anderen Rechner hängen.

Nur und alleine mit der DOS-BootCD ohne irgendwas sonst - no way.

@Merle

Die ersten 2% sind Dateisystemeinträge, Bootloader (die 100MB Partition) und vermutlich die ersten Daten von Windows, also keine persönlichen Daten.

Wieso sollte das bei jeder Platte so sein wenn ich fragen darf? Nicht als Provokation sondern ernst gemeint. Kann mir kaum vorstellen, dass das immer so ist.

VG,
Mad
 
ich würd die HDD an einem anderen Rechner anstecken und mit "Pandora Recovery" nach gelöschten Daten suchen...
 
Als erstes mal ein Image auf ne andere Festplatte machen. Und danach die Datenrettung immer erstmal nur am Image versuchen.
 
Danke für euer Feedback ;)
Es bestätigt meine Befürchtungen: DBAN hat binnen 10 sec zuviel zerstört, um das OS wieder herstellen zu können.
Aber ganz gebe ich noch nicht auf. Nur weiß ich nicht, ob ich beim Weitermachen mit Testdisk evtl. noch mehr kaputt machen würde - ich hätte gerne dazu noch ein paar Tipps.

@Merle u. Madman1209
Was genau gekillt wurde, weiß ich nicht. Gefühlsmäßig einzig zu viel an Dateien, die zum Booten des OS gebraucht würden. Und es gab keine 100MB-Partition von Win7 (Home Premium). Das wäre mir aufgefallen, da ich die bei mir (Clean-Install) immer rauswerfe!

@Datenrettung:
Danke für die Hints, die finde ich gut, hatte ich auch im Kopf. Aber wie erwähnt habe ich dzt. weder Tools (Acronis, Live-CD, Drive-Link usw.) noch genug HW, um die 1TB-HDD sichern bzw. ausbauen/anschliessen zu können. Denn wegen der Krankheit meiner Mutter bin ich mit geringer "Ausstattung" schnell losgefahren ...
 
Zuletzt bearbeitet: (Kommentar zu Merle u. Madman1209)
Bei dieser 1TB Platte und der einzigen Partition mit System+Userdaten ist nach 0,34% des DBAN-Laufes Hoffnung=0.
Ab dann ist der Index plattgemacht.
Mit speziellen Rettungstools lassen sich vielleicht noch Fotos etc wiederfinden, eine Wiederherstellung anhand der früheren Ordnerstruktur und Dateinamen ist aber ausgeschlossen.
 
Lass das Laptop liegen, bis du wieder vernünftige Technik hast.
Zur Not kaufe für das Laptop eine kleine Platte, damit dein Bruder das nutzen kannst.

Versuch die Datenrettung, wenn du mehr Ruhe hast.
 
@Madman1209:
Naja, es ist Erfahrungsgemäß fast immer so.
Es muss natürlich nicht so sein.
Aber, wenn man auf eine leere Platte installiert, wird Windows zuerst die HDD formatieren (MFT etc), dann die 100 MB Partition anlegen (die der TE nicht hat), dann eigene Dateien kopieren. Diese werden sicherlich nicht von Anfang an einfach zufällig quer über die Platte gelegt, sondern liegen oft am Anfang.
Also nein, es MUSS nicht so sein. Aber es ist halt relativ wahrscheinlich, dass Nutzerdaten weiter hinten liegen.
Bei 2% stehen die Chancen erfahrungsgemäß gut, noch an Nutzerdaten zu kommen. Also erfahrungsgemäß bezieht sich natürlich nur auf meine Erfahrungen, die aber im letzten Jahr recht viel Recovery beinhaltet haben.
 
Merle schrieb:
Aber, wenn man auf eine leere Platte installiert, wird Windows zuerst die HDD formatieren (MFT etc), dann die 100 MB Partition anlegen (die der TE nicht hat), dann eigene Dateien kopieren. Diese werden sicherlich nicht von Anfang an einfach zufällig quer über die Platte gelegt, sondern liegen oft am Anfang.
Auf der Platte des TE sind vorne 200MB reserviert, die man im testdisk nicht mehr sieht, weil die Partitionierung weg und die MS reserved Bereiche schon überschrieben sind.
Die $MFT liegt 3GiB hinter dem Partitionbeginn (0,34% der Platte), je Million Einträge werden 1GiB verbraucht. Sind die weg, ist es schwierig, in der Datenpampe die Dateien zu lokalisieren und unmöglich, die früheren Namen zuzuweisen.
 
@100MB-Partition
Bei vorinstallierten Systemen (hier ein HP-Notebook Win7 Home Premium OEM) dürfte die evtl. in die Hersteller-Partition integriert sein? Ich sah unter Win und AIDA64 3 Partionen:
a) Systempartiton C
b) HP-Recovery
c) HP-Tools

Da es offensichtlich keine Hoffnung gibt, daß ich das System mit Testdisk wieder herstellen kann, werde ich versuchen, zumind. die Daten zu retten. Entweder mit Testdisk oder Acronis.
Erfahrungsbericht folgt ... später ...
 
Wie gesagt, Acronis weiß ich nicht, aber GetDataBack ist auch recht gut. Dazu brauchst du allerdings ein laufendes Windows, afaik. Also kommts vermutlich atm nicht in Frage für dich. Schaus dir mal an, wenn du Zeit/Lust hast, ist ein gutes Stück Software.
 
Merle schrieb:
Ja das mit den kryptischen Hexnamen kenne ich.
@Ernst@at: Gibts da nicht eine "Backup MFT" irgendwo am Ende? Ich dachte das sei so.
$MFTMirr ist bloss ein Rettungsanker der ersten 4 Einträge bei schiefgegangenen gravierenden Filesystemänderungen, wie zB Verschieben/Größenänderung einer NTFS-Partition, wo auch die $MFT den Platz wechselt und kein Backup der gesamten $MFT. Die liegt nach Neuformatierung unter Win ganz am Anfang der Partition.
Code:
File 0
Master File Table ($Mft)
    $STANDARD_INFORMATION (resident)
    $FILE_NAME (resident)
    $DATA (nonresident)
        logical sectors 6291456-6292479 (0x600000-0x6003ff)
    $BITMAP (nonresident)
        logical sectors 6291448-6291455 (0x5ffff8-0x5fffff)

File 1
Master File Table Mirror ($MftMirr)
    $STANDARD_INFORMATION (resident)
    $FILE_NAME (resident)
    $DATA (nonresident)
        logical sectors 16-23 (0x10-0x17)
Weil die meisten Tools, die sowas auch im Bauchladen haben, diese Datei aber nicht bestimmungsgemäß nutzen, ist dann im Fehlerfall alles im Arsch...
 
Ein Zwischenstand:
@Merle: Mit Acronis TIH kann ich Daten natürlich nicht retten, war ein Denkfehler von mir
@ernst@at: So traurig es für mich ist, Deine düsteren Aussichten werden sich vermutlich bewahrheiten
u. mein Bruder hat sich schon ein NB gekauft

1) habe die Systemplatte auf die ext. HDD geklont, die ich löschen wollte *sic*.
2) auf Systemplatte mit Boot-Testdisk versucht, BSektor (ging angeblich) u. MFT zu reparieren. Sinnlos.
3) Aktuell rennt GetDataBack (mit USB2 u. 1TB eine Geduldsprobe) auf der geklonten Platte. Habe keine Erfahrung mit gbd und kann das Log nicht deuten. Kann mir bitte jemand erklären, was die Einträge bedeuten? Size=0 klingt nicht gut.
 

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Zuletzt bearbeitet:
Warte erstmal einen Tag, bis der Scan fertig ist und speichere den dann ab (Datei/Wiederherstellung speichern). Step2 Screen wird zeigen, was sich da noch alles gefunden hat.
Es wurden der Anzeige nach doch noch $MFT-Einträge im ersten Plattenviertel gefunden, die Frage ist nur, ob die von der zuletzt aktuellen Partitionierung stammen oder irgendwelche uralt-Relikte sind.
 
Ernst@at schrieb:
Warte erstmal einen Tag[...]
Meine emotionale Befindlichkeit kann man sich vorstellen: Alles dauert ewig (bei 1TB), will die privaten Daten meiner Mutter, bräuchte HP-Tools u. Driver, da ich den Rechner verkaufen will (ist quasi neu, Händlergarantie bis 2015)!
Ernst@at schrieb:
Es wurden der Anzeige nach doch noch $MFT-Einträge im ersten Plattenviertel gefunden, die Frage ist nur, ob die von der zuletzt aktuellen Partitionierung stammen oder irgendwelche uralt-Relikte sind.
Uralt-Relikte sollte es nicht geben, denn AFAIK (Erstkonfiguration hat Firma gemacht, OHNE Recovery-CDs zu machen!) wurde an der Partionierung des OEM-Zustandes nichts geändert: Systempartition, 30GB HP-RECOVERY u. xxGB HP-TOOLS.

Frage: Da ich die HDD ja geklont habe, könnte ich mich an der Originalplatte "austoben": Macht es Sinn, mit Boot-Testdisk zu versuchen, die HP-Recovery bootable zu machen? Ich kann dzt. nicht abschätzen, was ich tun soll od. nicht, um es nicht noch schlimmer zu machen
Ergänzung ()

ernst@at hat es plausibel erklärt, das System lässt sich mit Testdisk nicht mehr herstellen. Auch GetDataBack bringt nur eine Vielzahl an Partitionen mit vielen numerierten Ordnern, die meist leer sind bzw. keine privaten Daten enthalten. Die jeweiligen Ordner LostFiles beherbergen Files, die wohl die Fotos meiner Mutter sein könnten, aber (wie der Name sagt), lassen sich nicht öffnen. Ich gebe auf, bin mit den Nerven am Ende.

Sehr traurige Sache, da ich nicht nur meine Mutter, sondern auch ihre privaten Daten (viele Erinnerungen, die mir wichtig gewesen wären) verloren habe. Und zudem auch die HP-Treiber weg sind. Wäre ich nur nicht zu faul gewesen, meine Acronis-Lizenz zu suchen, um die TrueImage -BootDisk zu brennen.

WARNUNG: Vor der Anwendung der DBAN-BootDisk unbedingt sichern, denn bei mir hatte die F10-Taste zum Löschen der externen HDD nicht funktioniert u. ich habe entnervt "autonuke" gewählt!
 
Frage: Da ich die HDD ja geklont habe, könnte ich mich an der Originalplatte "austoben": Macht es Sinn, mit Boot-Testdisk zu versuchen, die HP-Recovery bootable zu machen? Ich kann dzt. nicht abschätzen, was ich tun soll od. nicht, um es nicht noch schlimmer zu machen
Mit dem Klon kannst Du ja noch massenweise andere Recovery/undelete Tools ausprobieren, welche sich bei der Suche auf die signifikanten Beginnsequenzen verschiedenster Dateitypen spezialisiert haben.

Mit testdisk sollte sich zumindest der MBR mit der Partitionierung wieder herstellen lassen, der benötigt wird um mit der BIOS-Funktion "auf Auslieferungszustand zurücksetzen" dann von der Recovery-Partition die Systempartiton restoren zu können - damit sollte auch wieder Zugriff auf all die Treiber & Tools vorhanden sein.
 
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