Nur Partitionstabelle kaputt?

Plexus

Lt. Junior Grade
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Hallo!

Auch ich könnte eure Hilfe gebrauchen, es geht (wenig überraschend) um die Rettung von einer externen Festplatte.

Zur Festplatte
Es handelt sich um eine 2TB-Platte von Western Digital (Caviar Green). Die hatte ich in dieses externe Gehäuse eingebaut: easyNova PRO-35SUS und sowohl über USB als auch eSATA ohne Probleme genutzt.
Auf der Platte waren im Prinzip nur 2 Sachen: Ein fast 2TB großes Truecrypt-Volume und ein Ordner mit Truecrypt in der Portable Version, mit dem ich das Volume an meinem PC eingebunden habe.
Alles hat wunderbar funktioniert, bis...

Was ist passiert?
Das Volume war eingebunden wie immer und ich habe eine Videoaufnahme angeguckt. Plötzlich friert das Video ein und ich kann nicht mehr auf die Platte zugreifen. Ich wollte die Platte nicht einfach abgeklemmen und hab deshalb den PC runtergefahren und dann erst die externe Festplatte ausgeschaltet. Nach einem Neustart kommt eine Meldung, dass ich die Festplatte erst formatieren müsse, bevor ich sie benutzen kann. Seitdem habe ich die Festplatte nicht mehr angefasst, jedenfalls bis heute.

Was ich bisher gemacht habe
Heute hatte ich endlich die Gelegenheit, die Platte in einen anderen PC einzubauen. Der hat erstmal Ewigkeiten gebraucht, um zu booten. Dann habe ich eine Analyse mit TestDisk gemacht, wobei mir folgendes angezeigt wurde:
1-analyseaudpo.png


Weiter gings mit QuickSearch:
2-quicksearch0xcqv.png


Soweit, so gut. Es gibt ja auch nur eine Partition auf der Platte.
Wenn ich mir aber jetzt die Dateien anzeigen lassen möchte, erscheint folgendes:
3-dateienbwi38.png


Es sieht also so aus, als könnte TestDisk keine Dateien auf der Platte finden.
Wenn ich aber mit GetDataBack einen Scan durchführe, wird mir der Inhalt angezeigt.
Jetzt bin ich mir nicht sicher, was ich machen soll. Bringt es was, mit TestDisk die Partitionstabelle neu zu schreiben? Also hier einfach auf "Write" gehen?
4-writeltdc8.png

Bevor ich irgendwas falsches mache, wollte ich lieber nochmal nachfragen, nicht dass es hinterher schlimmer ist vorher.

Danke schonmal im Voraus für eure Tips!
 
als erstes: wenn die Daten wichtig sind mach ne 1:1 Kopie der Festplatte... egal ob Du nun was siehst oder nicht.
Was nun genau los ist kann ich nicht sagen, aber um zu retten was man eventuell retten kann.
Fragt sich nur wie sich truecrypt verhält???
 
Naja also die Festplatte wird als unformatierter Datenträger angezeigt. Deshalb kann ich auch das Truecrypt Volume nicht einbinden.
Kannst du ein Programm empfehlen, mit dem ich die Kopie erstellen kann?
 
naja das Problem ist ja, das man nicht sicher sein kann vor dem was die Programme anrichten...
deswegen empfiehlt es sich die komplette Oberfläche zu spiegeln.
könntest evtl hdclone versuchen... wird halt nen bissl dauern in der free Edition.

Theoretisch sind die Daten ja noch auf der platte...
 
OK, ich denke das Backup werde ich zuerst mal machen.
Kennt sich jemand gut genug mit TestDisk aus, um mir zu sagen, ob es einigermaßen sicher ist, die Partitionstabelle neu zu schreiben? Oder sind die Daten dann erst recht weg?
 
Hallo Plexus,

Plexus schrieb:
Kannst du ein Programm empfehlen, mit dem ich die Kopie erstellen kann?
Plexus schrieb:
Es handelt sich um eine 2TB-Platte von Western Digital
Ergänzend zu den Hinweisen von Prollpower:
Linuxerfahrene setzen hierfür oft auf "dd". Da es sich um eine Western Digital-Platte handelt, könnte aber z.B. auch die kostenlose WD-Edition von Acronis True Image dafür geeignet sein (Anleitung). Erstelle und verwende unbedingt die Boot-CD und achte darauf, dass das Häkchen bei Sektorkopie gesetzt ist.

Plexus schrieb:
Kennt sich jemand gut genug mit TestDisk aus, um mir zu sagen, ob es einigermaßen sicher ist, die Partitionstabelle neu zu schreiben?
Mit TestDisk nicht, aber z.B. mit Partition Manager. Wenn Du die Sicherung erstellt hast, kannst Du die von TestDisk ermittelten Werte ja mal auf gut Glück in die Partitionstabelle eintragen und sehen, ob es klappt - wenn nicht, dann entfernst Du die Werte einfach wieder. Voraussetzung ist jedoch a), dass die Platte mit "MBR" eingerichtet war und nicht mit "GPT", und b), dass es sich um eine "primäre" Partition handelt.
 
Kennt sich jemand gut genug mit TestDisk aus, um mir zu sagen, ob es einigermaßen sicher ist, die Partitionstabelle neu zu schreiben? Oder sind die Daten dann erst recht weg?
Völlig unnötig - wie der erste Screenshot zeigt, ist diese Information ja immer noch vorhanden.

Klonen/Image der Platte ist zwar eine gute Idee, bei den Symptomen kann das aber mächtig in die Hose gehen.
Erst mal mit CrystalDiskInfo die SMART-Werte ankucken, sind die in Ordnung, dann stünde dem nichts im Wege; Klonen ist dann aber eher sinnnlos, weil man sofort rein lesend mit einem Rettungsprogramm die Daten zu extrahieren versuchen könnte. testdisk zeigt keine Dateien da drinnen an, also ist die entweder neu formatiert worden, alles gelöscht oder ein Filesystemfehler hat es hinweggerafft.

Läuft die Platte aber schon am Zahnfleisch vor lauter Fehlern, dann sollte man sich gut überlegen, wie man die Platte weiter quält und ob sie das auch durchhält. Normale Klonprogramme nuckeln dann nämlich an Fehlstellen ewig herum.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier ist mal ein Screenshot von Crystal Disk Info:

crystal disk info.png

Sieht also so aus, als gäbe es ein Problem mit den "schwebenden Sektoren", was auch immer das heißt. Was würdest du vorschlagen, was ich jetzt machen soll?

testdisk zeigt keine Dateien da drinnen an, also ist die entweder neu formatiert worden, alles gelöscht oder ein Filesystemfehler hat es hinweggerafft.
Ich habe ja mal eine Analyse mit GetDataBack gemacht, und da wurden mir die Dateien angezeigt. Anscheinend sind die also noch vorhanden, ich weiß nur nicht, in was für einem Zustand...
 
Hallo, falls es noch von Interesse sein sollte :

Die Meldung/Aufforderung zum Formatieren des Datenträgers weist bei einer Festplatte/USB-Stick meist auf einen defekten/fehlerhaften Bootsektor[MBR] hin und kann zumeist mit Fdisk ohne Datenverlust wieder hergestellt werden.

Mit "cmd" unter "Ausführen" im Startmenü die DOS-Eingabeaufforderung aufrufen und dann folgendes eingeben :
Fdisk/MBR E:
E: oder ein anderer Buchstabe steht hier für den entsprechenden Laufwerksbuchstaben !
Anschliessend sollte ein Counter von 0% bis 100% hochlaufen, was je nach Laufwerksgrösse unterschiedlich lange dauert . . . FERTIG :freaky:
 
Habe vorhin mit diesem Programm (nach dem Testen verschiedener) http://www.de.quetek.com/RAID_recovery.htm#software , alle Daten meiner 3 TB RAID ohne Fehler wiederherstellen können. Wichtig dabei ist, dass man die aktuellste Version nimmt! Mit der alten 3.2 Version hatte der Probleme (mit dem RAID). Habe für die Wiederherstellung eine Lizenz für umgerechnet rund 80€ bekommen. Sag einfach bei Interesse, du bist Student. Die senden dir dann einen Link zu, wo du ohne Nachweis die Prozente bekommst. Vergiss aber nicht, das Unternehmen ist in den USA. Steuern kommen also rauf (was den Preis von rund 80€ erklärt). Sollten also bei dir wichtige Daten zu retten sein, würde ich lieber investieren als mich lange daran zu quälen oder gar die zu rettenden Daten ganz zu vernichten durch evtl. Experimente mit anderen Dattenrettungsprogrammen.

Glaub mir, die Kohle schmerzte nicht mehr, nachdem ich meine Daten komplett beisammen hatte. Vor allem kostet nur die für mich in diesem Falle wichtige Lizenz für RAIDs knapp 80 Ocken während die normale Version nur 40 kostet + Steuer.
Kannst ja mit der Demo vorab checken, ob das Programm deine Daten auslesen kann. Wenn dies erfolgreich ist, sollte die Wiederherstellung problemlos klappen!
Eine Anleitung findest du dort auf der Webseite (auch im PDF Format).

Hatte zuvor mit GetDataBack und andere Programme derselbigen Firma + gutem Support via Email, die Daten nicht wiederherstellen können. Leider!
 
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