Ich nehme Posts ernst,nur darum antworte ich ueberhaupt darauf. Nur ich kenne diese Denke in all ihren Variationen und auch das uebliche "du hast nicht verstanden" am Ende kann mich nicht mehr ueberraschen, wobei es eben genau andersrum ist: Du hast nie verstanden und verstehst immer noch nicht, dass du dir deine Realitaet nicht basteln kannst und dass die Stellschrauben, an denen du so gerne rumfummeln wuerdest, damit "alles gut wird", nur in deinem Kopf existieren.
Ich hab aufgezeigt, warum vermeintliche Israelkritik in der dargebrachten Form in Wirklichkeit nichts anderes ist als Antisemitismus im neuen Gewand.
Daran ist auch nichts einfach oder schwer, es ist einfach die selbe alte Leier, die im Eurodisney seit Jahrhunderten rauf- und runtergedudelt wird. Ob die Juden dabei als Heilandsmoerder, Pestuebertraeger, Parasiten, Weltenverschwoerer oder Kriegsverbrecher verkauft werden, ist doch wirklich einerlei.
In Gesellschaften, die von monotheistischen Religionen gepraegt wurden, ist der Antisemitismus unausloeschbar, denn er gehoert bereits zum Grundrepertoire des Glaubens. Und auch wenn sich Europa generell von den Religionen entfernt: 1500 Jahre antisemitischer Praegung sitzen hier in unausrottbar jeder einzelnen Pore der Gesellschaft.
Ich versteh die Vermischung nicht. Islamkritik ist Faschismuskritik, denn Islam ist Faschismus. Durch und durch, bis auf die Knochen. Und so wenig, wie ich mich mit Nazis ueber ihre Ideologie unterhalte, so verweigere ich mich auf dieselbe Weise dem Dialog mit Islamisten. Diese Leute kriegen keinen Fussbreit von mir.
Und dass die Linke mit totalitaeren und faschoisten Ideen seit jeher liebaeugelt, ist keine akademische These ausm Papierkorb, sondern historische Erfahrung. Auch die Nazis waren zur Haelfte naemlich sehr wohl Sozialisten und die feuchten Traeume der Linken haben ihre Verwirklichung in Wirklichkeiten der DDR, Castros Cuba, Stalins Russland und Maos China gefunden. Moegense natuerlich nicht so gerne hoeren, stattdessen wird von "fehlgegangenen Experimenten" gesprochen, eine ganz lausige Ausrede.
Ich hatte es im letzten Post angesprochen, hier mal was ein "Anti-Deutscher" von der Situation haelt:
http://www.youtube.com/watch?v=jtF-PUqV87g. Streitbar, aber von A-Z hoerenswert.
Das tun wir auch. Und da geht auch der Artikel von Sabine Schiffer fehl, der im wachsenden Problembewusstsein gegenueber dem Islam nur ein Ablenkungsmanneuver unserer Machteliten sieht, die der achso unbedarfte Buerger fuer sich ausnutzt, um seinen Frust auf andere abzuladen.
Laecherliche Kuechenpsychologie, aufgeblasen formuliert, in seiner Aussagekraft auf 1,5 Saetze reduzierbar.
Das Bewusstsein fuer unsere "eigenen" Probleme ist sehr wohl vorhanden, was am Unmut ueber "fremde" Probleme, die ploetzlich nun auch noch zu unseren werden sollen, nichts aendert.
Vergessen wir mal nicht, wer am 11. September 2001 an wessen Tuer geklingelt hat, um seine Idee von einer neuen Weltordnugn anzumelden, dann kommt man zur einzig richtigen Einschaetzung darueber, ob die islamische Bedrohung ein Hirngespinst ist, oder nicht.
Und von "euch" wuerde ich mal ein dickes "Danke" an die Islamkritiker wie Broder oder Wilders richten, denn das sind die Leute, die im Gegensatz zur schlafenden und schweigenen Politik sofort den oeffentlichen Diskurs zum Schlachtfeld erklaert haben und eben nicht die vermeintlich natuerlich zu erwartende Gegenbewegung in Form eines Auferstehens christlich motivierter Gewalt.
Gehoert doch dazu. Religioeser Extremismus ist doch spaetestens jetzt mit dem Oslo-Anschlag ins Bewusstsein der Menschen gerueckt.