Paypal zieht Geld präventiv ein bei Konflikt

AdmiralAthlon

Cadet 4th Year
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Juni 2006
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121
Hallo Leute,

ich habe ein kleines Problem mit einem Verkauf bei Ebay :

Ich hatte vor Weihnachten einen Laptop bei Ebay verkauft, dummerweise mit Paypal Bezahl-Option. Nun hat der Verkaufer sich bei bir gemeldet, mit der Beschwerde, daß der Artikel nicht der Beschreibung entspricht. Der Laptop hatte bei mir folgenden Defekt: In unregelmässigen Abständen schaltete er sich einfach aus. Dies hatte ich auch detailliert in der Ebay Beschreibung angegeben. Der Käufer behauptet nun, daß der Laptop gar keinen Reaktion mehr zeigt beim Einschalten. Daraufhin hat er Käuferschutz bei Paypal beantragt.

Heute hat Paypal den Betrag von meinem Konto abgebucht. Laut Telefonauskunft von Paypal ist dieses Vorgehen Standard im Rahmen des Käuferschutzes. Der Konfliktfall ist bis zu diesem Zeitpunkt noch offen, es wurde noch keine Entscheidung gefällt!

Sollte sich herausstellen, daß der Käufer kein Recht bekommt, musste ich trotzdem als Verkäufer fast einen Monat auf den Auktionsbetrag verzichten, weil die Rücküberweisung sicher lange dauert.

Ich finde diese Vorgehen unangebracht und auch juritisch nicht sauber solange die Schuldfrage nicht geklärt ist.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?


mfg

Admiral
 
Für den Verkäufer zwar ärgerlich, für den Kunden aber erfreulich, falls man wirklich mal an einen Betrüger geraten sollte.

Ich halte es schon für richtig von PayPal, dass die nicht einfach einer Seite spontan glauben. Das ist ja der Sinn des Käuferschutzes, dass das Geld nicht direkt zum Verkäufer geht.
 
Es ist natürlich im Sinne des Käufers, aber in dem Fall benachteiligt es den Verkäufer. Kann ja auch sien, dass der Käufer zu Unrecht Käuferschutz beantragt.





Deine Anschuldigung mit dem juristisch unsauber kann ich nicht beantworten. Es klingt für mich aber fragwürdig, da hast du Recht.
Aber versuch mal was dagegen zu tun ;D



Wenn man mal davon absieht, dass Paypal Überweisungen vom Paypalkonto zum eigenen Konto seeeeeeeeeeeeeehr langsam durchführt um ordentlich Zinsen auf das Kapital zu erhalten..

Die ganze Firma ist eh eine große Abzockermaschine. Da muss man nur Google ein wenig bemühen.
 
Hat Paypal das Geld von deinem Girokonto abgebucht? Sollte es so sein müsstest du mal in die AGBs schauen, aber IMO ist das nicht zulässig, denn zu hast für diese Abbuchung keine erlaubnis gegeben.

Auch wenn es in den AGBs steht sind diese evtl ungültig.

Ich würde in diesem Fall zu meiner Bank gehen und das Geld zurück buchen lassen und den Fall mit dem Notebook dann aufklären lassen.
 
die AGB`s hab ich mir nicht angeschaut. Aber ich denke nicht, das man ohne geklärte Sachlage hinsichtlich des Verschuldens am Schaden irgendwen belasten darf.

Ich frage mich die ganze Zeit: Wenn der Paypal Käufer zB aus versehen den Laptop vom Tisch fallen lässt, kann er einfach "kauferschutz" reklamieren. Alles was er Paypal glaubhaft machen muss, ist das der Laptop nicht der Beschreibung entspricht. Das sollte nicht schwierig sein, immerhin hat er ihn ja selber runtergschmissen. Ist der Artikel erstmal beim Käufer kann man den Fall des schon bei Ankunft beim Käufer vorliegenden Schaden nicht mehr von dem Selbstverschuldeten unterscheiden :freak:

Der Verkäufer ist immer der dumme....

gut nacht

Admiral
 
Bei Kreditkarten ist das meines Wissens ähnlich: Wenn man mit einer Buchung nicht einverstanden ist, wird die storniert und der verkäufer muß sich selbst mit dem Käufer auseinandersetzen.

Find ich aus Sicht von paypal und der Kreditkartenanbieter durchaus berechtigt, denn sie sind ja nur für die Zahlungsabwicklizung zuständig und halten sich so aus irgendwelchen Rechtsstreitigkeiten raus.

Klar ist es ein Nachteil für den Verkäufer, aber der kann ja selbst entscheiden, ob er diese Zahlungsmethode akzeptiert!
 
Gibt ja auch Fälle wo Leute Käuferschutz beantragt haben, obwohl das Paket wohlweislich bei Ihnen angekommen ist, jedenfalls laut DHL durch das Tracking.
Die behaupten halt, dass sie es nie bekommen haben. Zack.. ist der Verkäufer sein Geld los und sein Konto mit dem restlichen Guthaben ist gesperrt :D
 
Es ist leider für Verkäufer eine ganz schlechte Idee, dem Käufer die Zahlung via Paypal anzubieten. Von den horrenden Gebühren die sie mittlerweile verlangen mal ganz abgesehen: Ich habe auch schon schlechte Erfahrungen mit dem Käuferschutz machen müssen. Für den Sachverhalt hat sich Paypal einen Dreck interessiert, letztlich hat der Käufer Recht bekommen und mir wurde das Geld wieder entzogen.

(Allerdings wurde es zunächst nur von meinem Paypal-Konto abgebucht und ich hatte Zeit genug, das Geld an Paypal zurück zu überweisen. Vor der Klärung des Falls war eine Rücküberweisung auch gar nicht nötig, eine Lastschrift gab es auch nicht, das Paypal-Konto war einfach "nur" im Minus. Warum haben sie denn bei dir vor Klärung des Falles gleich dein Konto belastet?)

Gruß, webbi
 
Ich nutze PayPal genau wegen solchen machenschafften nur zur Bezahlung von Waren.

Ich bin doch nicht so (dumm) und übernehme 1. Gebühren beim Erhalt von Zahlungen und 2. die Gefahr der missbräuchlichen Verwendung des Käuferschutzes.

Also PayPal nur zum bezahlen verwenden!! :)
 
@p2k1
so mach ich das auch :) geht 1a und man geht kein risiko ein...
 
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