PDF/X3-Datei erstellen (Freeware) und mehr Fragen

Moorhuhn05

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Hallo,

ich bin einer der Redakteure unserer Schul-Abizeitung.
Mittlerweile haben wir eine gute Druckerei gefunden. Diese stellt bei den Druckdaten aber folgende Bedingungen:

Welche Druckdaten benötigen Sie?
Wir benötigen Ihre Druckdaten im PDF-Format (PDF/X3), Auflösung reicht 300 dpi, bitte unbedingt alle Schriften einbetten. Alle s/w-Seiten in Graustufen, alle Farbseiten im Farbmodus CMYK (nicht RGB!!!). Bei randlosen Druck bitte umlaufend 3 mm Beschnittzugabe anlegen (nicht weißen Rand anlegen, sondern den Fond umlaufend 3 mm über das Endformat DIN A4 layouten).

PDF/X3 - da habe ich den Sinn schon verstanden. Dieses Format ist eine für Drucker optimierte Formateinstellung, da sie einfacher aufgebaut ist als eine normale PDF-Datei.

Bisher habe ich PDF-Dateien immer mit der Freeware PDFCreator erstellt. Unter Einstellungen kann man beim Speichervorgang auch das Format einstellen. Einstellen kann ich z.B. PDF X-Dateien. Aber keine PDF/X3-Dateien.
Die anderen Sachen (Auflösung und so weiter) kann ich unter Einstellungen auch anpassen.

Allerdings muss ich laut den Druckdaten ja eine PDF/X3-Datei erstellen. Deswegen meine Fragen dazu:
1.) Entspricht PDF X im Grunde schon PDF/X3? - Ich denke nicht.
2.) Wie kann ich mit PDFCreator PDF/X3-Dateien erstellen?
3.) Wenn es da nicht klappt, mit welchem Freeware- bzw. günstigem Programm ist dies möglich?

Ich habe auch schon sehr viel gegoogelt, aber noch nichts gefunden, was ich selbst gleich verstanden habe und wollte einfach nochmal direkt hier meine Frage stellen.


Dann habe ich nochmal eine andere Frage:
4.) In welchem (Freeware)-Programm kann ich am besten solch eine Abizeitung erstellen?

Ich wollte eigentlich das ganze jetzt im PowerPoint machen, da ich es erfahrungsgemäß leicht zu bedienen finde. So kann man alle Bilder immer von der Größe schnell anpassen. Zuvor würde ich ein paar Seiten-Vorlagen erstellen. Jedoch ist das Ganze nicht das ordentlichste bzw. ist es viel Arbeit, dass am Ende die Größe und Aufteilung jeder Seite identisch ist, wenn ihr versteht was ich meine.
Mit Scribus habe ich auch schon gearbeitet. Da muss man allerdings alle eingefügten Dateien (Bilder) einzeln meines Wissens nach von der Größe her anpassen, oder? Dies fand ich früher, als ich dort einen Jahreskalender für Verwandte erstellt habe, sehr nervig..

Vielleicht kennt ihr ja eben noch andere super Layout-Programme, oder wie man das nennen kann?!

LG und ich bin mir sehr sicher, dass ihr mir helfen könnt - zumindest war es bisher immer so.

Moorhuhn05
 
1) anstatt PowerPoint könntest du IMPRESS aus dem OpenOffice nutzen - darin befindet sich, wie in allen Tools des OpenOffice, integriert eine gute PDF Export Funktion.

2) DTP Programme sollten eher für diesen Job genutzt werden - sieh dir mal sowas an wie:
- Inkscape
- Ragtime
- Scribus
- VivaDesigner
 
Es gibt eine ganze Reihe von Informationen über das Format und auch wie man es über Freeware-Treiber erstellen kann. Zum Beispiel hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/PDF/X-3

und hier:

http://www.pdfx.info/


Wenn ich - Zeitung in PowerPoint erstellen - lese, drängst sich mir auf, ob Du dich verschrieben hast oder wie kommst Du auf das schmale Brett eine Zeitung mit PowerPoint zu erstellen?


Christine A.
 
So folgendes:

@GlenRothes: Also OpenOffice's Impress habe ich noch bei mir auf dem Laptop gefunden. Aber ich finde es teilweise doch ein wenig komisch. Mich stört vor allem, dass wenn ich die Größe der Bilder verändern will, immer wieder die Breite oder Höhe nicht stimmig ist. Die Breite passt sich nicht immer exakt an die Höhe an, auch wenn ich in den Ecken ziehe.
Das ist bei PowerPoint viel besser!!! Und immer einzeln die Größe der Bilder möchte ich auch nicht wirklich eingeben.

Aber vielleicht weiß ja jemand, wie man bei OpenOffice einstellen kann, dass sich die Größe von Länge und Breite immer gleichmäßig verändern lässt?!



Das gleiche Problem habe ich bei Ragtime. Obwohl ich das eingentlich ganz cool finde..
Scribus kenne ich ja schon (siehe oben). VivaDesigner scheint auch okay zu sein, haut mich aber von den Funktionen jetzt nicht so vom Hocker.
Inkscape ist glaub eher ein Matheprogramm (Geometrie und Statistik). Jedenfalls habe ich nicht rausfinden können, wie man Bilder einfügen kann.

Ragtime gefällt mir am besten, mal davon abgesehen, dass es nur eine 30-tägige Shareware ist - dann muss ich einfach nochmal neu installieren.

Vielen Dank jedenfalls für die Links zu den Programmen! Du hast mir schon sehr geholfen.

@Christine: Den Wikipedia-Artikel kenne ich. Ich habe mittlerweile nochmal bei der Druckerei angerufen und es genügt (ist aber nicht optimal), wenn ich eine PDF X-Datei erstelle und die anderen Anpassungen (Graustufen, Auflösung) vornehme.
Der zweite Link ist interessant. Jedoch brauche ich für die Downloadprogramme Adobe Acrobat Standard oder ähnliche kostenpflichtige Programme, damit diese Funktionen (Plug-Ins?) ausführbar sind.

Also das ganze heißt Abizeitung - ist aber mehr ein Magazin (Heft). Von daher geht das PowerPoint (1 Hochformat-Seite nach der nächsten) schon ganz ordentlich.

Wäre super, wenn mir jemand meine obige Frage beantworten könnte. Danke euch schon mal.
 
Moorhuhn05 schrieb:
Aber vielleicht weiß ja jemand, wie man bei OpenOffice einstellen kann, dass sich die Größe von Länge und Breite immer gleichmäßig verändern lässt?!

Kein Problem - halt einfach die Shifttaste beim Ziehen gedrückt.

Sollte dann in etwa so aussehen:
 

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  • Impress.jpg
    Impress.jpg
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Inkscape ist kein Matheprogramm sondern ein Vektorgrafikprogramm.

Und wieso die Druckerei ein X3 will und dann aber kein RGB zulässt ist auch furchtbar fraglich. Dann können die gleich ein X1 fordern.
Das ist auch kein einfacheres Format, sondern ein Standard der dafür sorgt das zB alle Farben CMYK sind, kein Dokumentenschutz vorhanden ist und die Schrift eingebettet ist. Wieso man das explizit dazu schreibt weiß ich nicht.

Inkscape, Impress und PPT sind vor allem deshalb ungeeignet, da sie kein CMYK
beherrschen. Du wirst das aber zwingend benötigen wenn du kein buntes Schwarz
haben willst und die Druckerei dir das um die Ohren haut.
Als Schule habt ihr Zugriff auf die Adobe Student Editions. Eventuell sollte sich die
Schule mal überlegen ob die 200 Euro für eine Design Standard irgendwo rumliegen.
Ansonsten wäre Scribus wohl das sinnvollste was ihr wählen könnt, unbeachtet
davon das ihr euch tunlichst mit Farbmanagement und Auflösungen beschäftigen solltet.
Einfach da so paar Bilder rumziehen und dann behaupten das wärs wird wohl nicht klappen.
Die Bilder gehören vernünftig getaggt und mit passender Auflösung (Pixel passend zu ppi)
im Layoutprogramm gesetzt.
Viele Funktionen brauchst du auch nicht, die sollen dich auch nicht bedingt "vom Hocker hauen".
Absatz- und Zeichenformate, ein Grundlinienraster, Konturführung und vielleicht Objektstile.
Das ist das grundlegende Handwerkszeug und reicht um eine gute Schulzeitung zu setzen.
Die knuffigen 3D-Effekte oder Transparenzen die das Office erzeugt werden dir eher Probleme
m Druck bereiten als das sie toll sind.
 
Für ein mehrseitiges Dokument wie eine Zeitung benötigst du ein Layoutprogramm. Powerpoint ist ein Presäntationsprogramm. Man sollte für jede Aufgabe das richtige Werkzeug verwenden.
Als Privatuser kannst du dir natürlich kein Adobe InDesign oder Quark XPress leisten. Dort sind Programme wie Ragtime (alte Versionen sind für nicht kommerzielle Nutzung gratis), Scribus (OpenSource) oder auch Serif PagePlus X4 (200 Euro) besser geeignet. Aber du kannst natürlich auch mit Powerpoint arbeiten, die Druckerei wird mit dem PDF die helle Freude haben, selbst wenn du es schaffen solltest ein PDF/X (mit eingebetteten Fonts) damit zu erzeugen.

Edit: Ragtime war bis Version 5.6.5 (2009) für private Nutzung kostenlos, hier kannst du es noch herunterladen:
http://download.freenet.de/buero-un...load-RagTime-5.6.5-privat-deutsch--4009.xhtml
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, dass Du hier ein Ziel mit einem komplett falschen Ansatz verfolgst.

Jede moderne Textverarbeitung, ist PowerPoint und oder Impress - in den geforderten Disziplinen um Lichtjahre voraus - und es ist gerade zu albern, wenn Du an PowerPoint festhältst.


Christine A.
 
@Glen: Vielen Dank für den Hinweis mit der Shift-Taste. Dieser Tipp ist echt Gold wert :)

@morgeco: Das sind die Anforderungen:

• Ihre Druckdaten im PDF-Format (PDF/X3), Auflösung 300 dpi, alle Schriften eingebettet.
• Alle s/w-Seiten in Graustufen, alle Farbseiten im Farbmodus CMYK (nicht RGB).
• Bei randlosen Druck bitte umlaufend 3 mm Beschnittzugabe anlegen (keinen weißen Rand
anlegen, sondern den Hintergrundfond umlaufend 3 mm über das Endformat DIN A4 layouten).
• Bitte nicht jede Seite einzeln als separate Datei anliefern.


Also Scribus gefällt mir schon sehr. Sehr übersichtlich und einfach gehalten, und eigentlich alles wichtige dabei. Eben gerade habe ich gesehen, dass ich die Datei dort zu einer PDF/X3 importieren kann.

Im Scribus gibt's die Funktion, dass ich den Rahmen an das Bild anpasse. Wenn ich ein neues Bild hochlade, ist dies erstmal riesig im Vergleich zur Scribusfläche. Kann ich denn nicht einfach auch andersherum wie bei Ragtime das Bild an die Rahmengröße anpassen, so dass das ganze Bild von der Auflösung kleiner, aber komplett zu sehen ist? Oder meintest du gerade, dass ich exakt dies in Programmen, wie z.Bsp. bei Gimp o. Paint.NET, für jedes Bild einzeln machen sollte?
Oder was meinst du mit "Pixel passend zu ppi"?
Und wie kann ich Bilder taggen bzw. was nutzt mir das konkret? Damit ich die Bilder jederzeit wiederfinden kann? Also der Begriff sagt mir was, habe ich bisher aber noch nie wirklich gemacht.

Ich merke schon, dass ich hier mal wieder bei der richtigen Adresse bin.
Vielen Dank auch dir, für die bisherigen Hinweise.

@ creatix & Christine: Ich denke mittlerweile auch, dass ihr Recht habt. Danke creatix, für den Link!
 
Zuletzt bearbeitet:
@morgeco: Das sind die Anforderungen:
Haste schon oben gehabt, das hab ich schon geschnallt. :D
Ändert trotzdem nix daran das X3 auch RGB zulässt welches
erst beim RIP in der Druckmaschine gewandelt wird.

Oder was meinst du mit "Pixel passend zu ppi"?
Digitale Bilder haben keine physikalische Abmessung sondern nur Pixel.
Die Pixel per inch (ppi) sind das Verrechnungsmaß, das aussagt, wie viele
Pixel pro Inch letzendlich benötigt werden. Die 300ppi sind ein klassisches
Maß in der Druckvorstufe, da ist noch ein Qualitätsfaktor von 2 drin.
Die Layoutprogramme orientieren sich vor allem an dieser "Auflösung"
und platzieren die Bilder entsprechend. Beispiel:
Ein Bild mit 1800x1200 Px bei 300 ppi hat rund 15x10 cm.
Hätte es nur 150 ppi wäre es schon 30x20 cm groß, da die verfügbaren
Pixel nicht so eng gesetzt werden. Und wenn du die üblichen Bilder
einer Digicam direkt setzt haben die idR 72ppi bei den heute üblichen 4000x3000 Pixeln.
Kannste mal grob abschätzen wieso deine Bilder so riesig beim Einfügen sind. ;)
Aufgabe der Bildbearbeitung ist es deshalb auch, die ppi und Pixelmaße korrekt einzustellen.
Um sich der Druckumgebung anzupassen wird häufig auch noch etwas
geschärft, dieser Effekt verloren wenn du die Bilder stark im Layoutprogramm rumvergrößerst/verkleinerst.
Denn das ändert ja wieder die Auflösung in ppi da die Pixel fest sind.

Und wie kann ich Bilder taggen bzw. was nutzt mir das konkret?
Bilder benötigen immer ein Farbprofil, das ist das Tagging in dem Falle. In Adobe wird
mittlerweile der RGB-Workflow für Rastergrafiken (Bilder) benutzt. Die Wandlung
in CMYK erfolgt erst bei der entgültigen PDF-Erstellung aus zB InDesign heraus.
Damit kann man unterschiedliche Anforderungen mit einer Bilddatei bewerkstelligen,
anstatt sich 5 CMYK-Bilder hinzulegen. Und damit das Programm weiß, von welchem
Farbprofil es in was wandeln muss, sind die ordentlich getaggten Bilder notwendig.
Bei Digiknipsen ist es eigentlich fast immer sRGB.

Ihr müsst euch eins bewusst machen. Ihr habt euch vorgenommen eine Zeitung bei
einem normalen Dienstleister der Branche zu drucken. Dementsprechend werdet ihr
zwingend mit den Anforderung ebendieser Branche konfrontiert und müsst die einhalten.
Ihr werdet also bewusst Zeit dahingehend investieren müssen, dass ihr euch mit
den Gegebenheiten und Grundlagen des Umfelds beschäftigt.
Die Ausbildung zum Mediengestalter dauert nicht grundlos 3 Jahre, das ist ein normaler Beruf. ;)
 
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