Zwirbelkatz schrieb:
Meine Wissens richtet sich das Seefahrtsrecht nach der Herkunft der Besatzung. Das hat daher mit Deutschland und seinem Rechtssystem nichts zu tun. Abgesehen davon kostet ein Schutz von Frachtern Geld. Gerade in der Transportbranche wird mit jedem Cent gehandelt. Wer soll dafür aufkommen?
Ich habe in den Nachrichten gehört, dass ein Öltanker Öl im wert von 110 Millionen Dollar gebunkert hatte. Schwer vollstellbar, dass es dort auf jedem Cent ankommt.
Zwirbelkatz schrieb:
Das "Problem" hier ist einfach eine krasse soziale Ungleichheit. Es ist doch nur logisch, dass wenn die westlichen "Luxusgüter" durch sehr arme Gebiete gefahren werden, dies Neid und Habgier weckt. Freiwillig morden und klauen diese Diebe bestimmt nicht. Und ein Aufrüsten führt allenfalls zum Aufrüsten der Diebe
Die ist natürlich soweit richtig. In der Regel wird man aus der Not heraus kriminell.
Doch ich glaube nicht das man die Piraterie beseitigen kann wenn man Entwicklungshilfe in der Region gibt um so die armut zu beseitigen.
Gewiss, einige werden die Waffen fallen lassen wenn sie regelmäßiges Einkommen und genug zu essen haben. Doch dann gibts immer noch sehr viele die die Piraterie als lukratives geschäft ansehen. Und du wirst niemals, nicht in 100 Jahren alle Armut aus Somalia vertreiben können. Das klappt ja nicht mal in Deutschland. Es wird daher immer genug Nachschub an freiwilligen Piraten geben.
Versuch doch mal in Sizilien die Mafia aufzulösen indem du ihnen Jobs, Wohnung und essen anbietest^^
Zwirbelkatz schrieb:
Zu den gefährdeten Regionen zählen nicht mehr nur der Golf von Aden und die Küste von Somalia, sondern auch die albanischen Mittelmeergewässer, Marokko, die Karibik und Brasilien. Vor allem wachsende Armut und Arbeitslosigkeit treiben Menschen dort in die Kriminalität. Der anwachsenden Zahl potentieller Piraten steht eine ebenfalls steigende Zahl an Fahrtenseglern aus Wohlstandsländern gegenüber: Allein in der Karibik kreuzen Schätzungen zufolge während der Hochsaison 10.000 Yachten.
Die Jachten interessieren mich nicht. Die müssen dort schließlich nicht kreuzen. Jeder jachtbesitzer kann das Risiko abschätzen und ggf woanders hinfahren.
Anders sieht es bei Öltankern und Frachtern aus.
Ich bin der Meinung, dass eine Schutztruppe an Board die einzigste Lösung ist, welche sich in kurzer Zeit effektiv durchsetzen läßt.
Es ist nun mal schwer eine 30m hohe Boardwand zu erklimmen wenn da nur ein Bewaffneter oben steht. Da müssten die Piraten schon massiv aufrüsten, mit schwerem Kriegsgerät.
Aber ich habe dies nicht zu entscheiden. Offenbar ist es z. Zt. günstiger alle Nase lang ein Lösegeld zu zahlen als effektiv gegen Piraten vorzugehen oder irgendwelche Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Wer weiß denn schon wieviel Söldnertrupps im Nachhinein angeheuert werden um sich das Lösegeld zurück zuholen.
PS:
Chillosoph schrieb:
Quelle: Bild.de
Also mit Vorsicht genießen.
Auch die Bildzeitung wird wohl die Kaperung eines Öltankers nicht erfinden können.