Piraten kapern Schiff aus Bremen

"und ich soll mich dann darum kümmern, dass es ihm besser geht [...] In meinen Augen nonsens"

Aber klar: Abknallen...

Ja wenn du das so siehst mit dem Abknallen ist deine Meinung.

Ich will darauf nicht hinaus, aber es ist NICHT meine Aufgabe dass wenn irgendwer oder irgendwas in meiner Umgebung sich befindet wovon Gefahr für MICH ausgeht das Problem grundsätzlich anzugehen, sprich ihm zu helfen. Es ist zwar nett wenn ich es mache aber es ist nicht meine Aufgabe.

In erster Linie geht es mir nur darum: Wie kann ich mich selber davor schützen?

Und die Frage sollte bei den Reedereien auch lauten: Wie können wir unsere Schiffe und Besatzung davor schützen?

Du kannst von denen nicht verlangen dass sie in allen Ländern wo das Schiff langkommt und wo die Gefahr besteht von Piraten attackiert ganz egal aus welchen Gründen (Langeweile, Wirtschaftlich keine anderen Chancen wieso auch immer) sich um die grundsätzliche Problematik kümmern in diesem Land.

Zumal es immer wieder interesant ist dass für Kriegsmaterial komischerweise immer Geld da ist.

Jemand der Messer herstellt und verkaufen möchte, muss dieser jemand dann auch erstmal den Weltfrieden herstellen bevor er anfängt zu verkaufen, immerhin kann es ja sein dass seine Produkte als Waffe missbraucht werden
 
Zitat Lars_SHG: "Und die Meere wurden leergefischt, weil keine Gesetze auf See beachtet wurden und werden (hier stehen die Asiaten an vorderster Front mit ihrem Bedarf, der nicht mehr gedeckt werden kann - aber auch die Futtermittelindustrie, die die Meere ohne Sinn und Verstand ausbeutet)!"

"Sinn und Verstand" ist eigentlich längst bekannt: Gewinne, d.h. mehr Geld, immer mehr Geld!

Zitat MrFreeze: "Die einzige Lösung ist, dass die dort eingesetzten Kriegsschiffe eben zuerst schiessen [... ] Ich weiss, dass ist wieder eine radikale Ansicht und rechtlich natürlich zweifelhaft"

Das hält dich trotzdem nicht davon ab, sie hier zu verkünden. es ist aber auch klar warum: wegen der Nutzen. Na dann, wenn es nützt, will man gar nicht mehr schauen, woher das alles herrührt.

@Rach78
Ist schon klar, ich habe längst verstanden: Du willst dich schützen, dich interessieren nicht die Ursachen der Misere. Dann bist du bei den Verursacher der Misere gut aufgehoben, sie werden dich beschützen bis dir schlecht davon wird. Weil, nämlich, sie dich beschützen, nur weil sie dich benützen. Um es eigentlich klar zu sagen: nicht nur dass entweder du arbeitest und Gewinne für deinen Boss bringst oder du gar der Boss bist, sondern sonst dafür bist, dass dein Staat immer mehr 'Respekt' genießt und politische und ökonomische Macht hat, also du dich dafür benützen lässt.

Und mit dem 'Weltfrieden' ist es so: daran wird seit mindestens 60 Jahre laboriert und es scheint so, je länger an dem Ziel gehalten wird um so nötiger ihn diese Welt braucht. Man kann sich fragen warum ... Könnte es sein, dass den Wölfen die Schafe anvertraut wurden?

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OK, Thread wird nicht geschlossen - die Mods schlafen noch. Also man hat noch Zeit etwas draus zu machen...
 
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Nein, das haelt mich auch nicht von der Verkündung ab. Aber ich hoffe, dass du verstanden hast wie ich es meine.;)
 
@ barista
"Sinn und Verstand" ist eigentlich längst bekannt: Gewinne, d.h. mehr Geld, immer mehr Geld!
Ich hoffe mal das dass ironisch gemeint war!?!
Es ergibt überhaupt keinen Sinn, dass Politiker ihre Erlaubnis im Namen des Volkes geben, dass die Futtermittel-Industrie mit eng-maschigen Netzen das Meer leer fischt inklusive der Brut um damit Futterpellets für die Industrie (Fisch- und Landwirtschaft) herzustellen!

In dem Zusammenhang einem Politiker Verstand zu unterstellen ist eine Beleidigung für jedes Lebewesen Mensch oder Tier! Der einzige Grund ist persönliche Bereicherung oder deutlich formuliert, Korruption!
 
Lars_SHG schrieb:
Aber auch weil Länder wie Somalia ihren eigenen Fischern nicht den Fisch zu gesteht sondern lieber Kasse gemacht hat und anderen Nationen das Fischrecht verkauft hat!
Vermutlich um dann mit dem Geld Waffen zu kaufen mit denen, unter anderem, jetzt die Piraten unterwegs sind (natürlich nicht nur, in Afrika kämpft man ja auch gern mal gegen den Nachbarn oder das eigene Volk).
Das ist ein interessanter und wichtiger Punkt, den du da heraus stellst. In sofern hat Rach78 teilweise Recht, denn "wir" (als westliche Nationen) können kaum dafür verantwortlich sein, dass dort in besagten Ländern selbst noch mal Korruption herrscht. Denn die Korruption könnte potenziell sogar noch bestehen, wenn man es schaffen würde, dass es sehr vielen Menschen sehr viel besser in betroffenen Kriesenregionen ginge. Selbst das würde die Korruption nicht vereiteln, denke ich. Also ist das Problem doppelt, dann aber letztlich von innen und von außen zu betrachten.
 
Ah, ja, jetzt wird es grundsätzlich...

@Lars_SHG
Also gegen das Geschäft mit seinem Ziel Gewinne zu machen hast du überhaupt nichts. Gegen dessen Folgen aber auch wie das Geschäft selbst sich günstige Voraussetzungen schafft wohl... Merkwürdig: das eine ist gut aber das andere ist schlecht. Aber wie das zusammen gehen soll ist wohl ein Wunder... Und die Politik(er) kommen bei dir schlecht weg. Da entdeckst du nur Korruption, wo sie sich um den 'Wohlstand' der Nation kümmern.

Wo ich "Sinn und Verstand" in Anführungszeichen setzte, geht wohl um Ironie, das sollte schon klar sein. Meine Befürchtung ist es, dass selbst die dir nicht zugänglich ist, weil du dich auf die moralische Verfehlung dieser Politiker versteifst, wo es weit und breit nichts anderes gibt als das. Die moralische Verfehlung räumen diese Politiker selbst auf - sie sind selbst die ersten und gnadenlosen Verfechter der sauberen Staatsführung. Du selbst tust nichts anderes, als deren Phrasen zu wiederholen, die nichts bedeuten als: Leute, holt euch die sauberen Politiker - wir sind die, nimmt uns, wir sind die Richtigen!

Das Gesetz des Geschäfts hast du auch nicht verstanden: 'leergefischt' wird immer bevor die Anderen das tun können - beim Geschäfte-machen vertrau keinem, nicht mal deinem Bruder!

Aber das alles geht in Ordnung, was? Korruption aber nicht - da würde ein Geschäftsmann sich tot lachen vor so viel Idealismus.

@Zwirbelkatz
Dass Korruption mit Geschäft zusammen gehört sollte eigentlich klar sein. Den Gedanken kriegt man schon hin. Und wo es viel Geschäft gibt, gibt es viel Korruption - Deutschland kämpft auch da auf für die ersten Plätzen. Wieso redet man aber in diesen kaputten Länder nur von Korruption? Weil es wenig von ihrem Pendant stattfindet, dem Geschäft. Und wieso wenig Geschäft stattfindet? Weil 'Wir' keine Interesse haben, da Geschäfte entstehen zu lassen, sondern 'unsere' Rohstoffen billig haben und vielleicht etwas von unsere anderswo billig produzierten Waren verkaufen wollen. Also brauchen 'Wir' einen Staat der die Leute ruhig und Verhältnisse relativ stabil hält, obwohl er praktisch keine Mittel besitzt, außer der berühmten 'Entwicklungshilfe'. Dass dieser Staat auch mal die Fischereirechte verkauft - unter Druck von 'Uns' oder durch 'Korruption' ist egal! - ist dann kein Wunder.

Aber Hauptsache wir haben die Kompetenz und die Verantwortung da die Ordnung wiederherzustellen. Und deswegen gibt es da viel zu tun...

Also nichts weiter als Geschäft und Imperialismus.
 
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Lars_SHG schrieb:
Die Amis würden tatsächlich am liebsten nur rumballern, am besten mit fern gelenkten Waffen! a) weil die Waffen von den führenden republikanischen Politikern selbst herstestellt werden - und somit an jeder Rakete persönlich verdienen
Welcher führende republikanische Politiker baut denn bitte bei Lockheed-Martin Lenkwaffen? Ich glaube du verwechselst da was mit Halliburton. Auf jeden Aktieninhaber von LM trifft deine Aussage mehr zu.

Fern gelenkte Waffen werden dann eingesetzt, wenn der Einsatz ungelenkter (günstigerer) Waffen eine höhere Gefahr für die teurere Einsatzplattform (Flugzeug, Schiff) bedeuten würde. Und nicht weil man es einfach kann. Es gibt für Doktrinen für sowas, sowohl bei uns wie auch bei dem Rest der NATO-Staaten.
 
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@barista
welche Rohstoffe gibt es denn in Somalia die der pöse pöse Westen ausbeuten will?
Sand? AK47s? Radikale Islamisten?
 
@bex
wenn du aus baristas beitrag nur "der pöse pöse westen" verstanden hast, dann hast du genau gar nichts verstanden.
"der pöse pöse westen" war nie und wird nie alleiniger gegenstand der kritik sein.
wenn du das aber daraus liest, dann ist das zeichen deines unvermögens einen kritikzusammenhang zu verstehen und nicht die individuelle verfehlung baristas.
 
@bex
In einer Diskussion willst du mich nicht verwickeln mit dem Ausdruck 'pöse Westen'. Das wäre auch schwierig, so viel geben deine zwei Zeilen nicht her.

Aber so viel weißt du schon, um, wenn ich Geschäft und Gewinn sage, 'Ausbeutung' zu verstehen. Du bist auch von deinem Lohn abhängig (oder vielleicht noch zu jung dafür) - sonst würdest du nicht hier schreiben - aber du bist überzeugt, dass dein Lohn ein gutes Mittel ist, dein Leben zu bestreiten. Dabei weißt du genau wie alle anderen, dass du deinen Lohn bekommst, weil jemand anders die Gewinne deiner Arbeit erntet. Und jetzt ist das so, dass Gewinne mit deiner Arbeit oder Arbeit anderer in der Welt gemacht werden können, nur wenn hier und anderswo Ruhe herrscht, das nennt sich 'Freiheit und Demokratie'. Und das Fehlen dieser Zustände in Somalia und anderswo ärgert die Macher unserer 'westlichen' Weltordnung. Also Somalia hat ausnahmsweise (bis auf weiteres) keine Rohstoffe, sondern stellt nur ein Ordnungsproblem für die Betreiber der lohnenden Geschäfte - natürlich des Westen.
 
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Piraten kapern schiff aus Bremen. Reeder aus Bremen werden das Schiff auch wieder freikaufen.
 
Ist das die gute oder die schlechte Botschaft? Oder (um es hier auf zwei Sätze zu bringen) wer ist der Gute und wer der Böse?
 
Wer der Böse ist, ist ja nicht schwer herauszufinden. Nichts rechtfertigt den Überfall auf neutrale Schiffe.
 
Zwirbelkatz schrieb:
Meine Wissens richtet sich das Seefahrtsrecht nach der Herkunft der Besatzung. Das hat daher mit Deutschland und seinem Rechtssystem nichts zu tun. Abgesehen davon kostet ein Schutz von Frachtern Geld. Gerade in der Transportbranche wird mit jedem Cent gehandelt. Wer soll dafür aufkommen?

Ich habe in den Nachrichten gehört, dass ein Öltanker Öl im wert von 110 Millionen Dollar gebunkert hatte. Schwer vollstellbar, dass es dort auf jedem Cent ankommt.

Zwirbelkatz schrieb:
Das "Problem" hier ist einfach eine krasse soziale Ungleichheit. Es ist doch nur logisch, dass wenn die westlichen "Luxusgüter" durch sehr arme Gebiete gefahren werden, dies Neid und Habgier weckt. Freiwillig morden und klauen diese Diebe bestimmt nicht. Und ein Aufrüsten führt allenfalls zum Aufrüsten der Diebe

Die ist natürlich soweit richtig. In der Regel wird man aus der Not heraus kriminell.
Doch ich glaube nicht das man die Piraterie beseitigen kann wenn man Entwicklungshilfe in der Region gibt um so die armut zu beseitigen.
Gewiss, einige werden die Waffen fallen lassen wenn sie regelmäßiges Einkommen und genug zu essen haben. Doch dann gibts immer noch sehr viele die die Piraterie als lukratives geschäft ansehen. Und du wirst niemals, nicht in 100 Jahren alle Armut aus Somalia vertreiben können. Das klappt ja nicht mal in Deutschland. Es wird daher immer genug Nachschub an freiwilligen Piraten geben.

Versuch doch mal in Sizilien die Mafia aufzulösen indem du ihnen Jobs, Wohnung und essen anbietest^^


Zwirbelkatz schrieb:
Zu den gefährdeten Regionen zählen nicht mehr nur der Golf von Aden und die Küste von Somalia, sondern auch die albanischen Mittelmeergewässer, Marokko, die Karibik und Brasilien. Vor allem wachsende Armut und Arbeitslosigkeit treiben Menschen dort in die Kriminalität. Der anwachsenden Zahl potentieller Piraten steht eine ebenfalls steigende Zahl an Fahrtenseglern aus Wohlstandsländern gegenüber: Allein in der Karibik kreuzen Schätzungen zufolge während der Hochsaison 10.000 Yachten.

Die Jachten interessieren mich nicht. Die müssen dort schließlich nicht kreuzen. Jeder jachtbesitzer kann das Risiko abschätzen und ggf woanders hinfahren.

Anders sieht es bei Öltankern und Frachtern aus.
Ich bin der Meinung, dass eine Schutztruppe an Board die einzigste Lösung ist, welche sich in kurzer Zeit effektiv durchsetzen läßt.
Es ist nun mal schwer eine 30m hohe Boardwand zu erklimmen wenn da nur ein Bewaffneter oben steht. Da müssten die Piraten schon massiv aufrüsten, mit schwerem Kriegsgerät.


Aber ich habe dies nicht zu entscheiden. Offenbar ist es z. Zt. günstiger alle Nase lang ein Lösegeld zu zahlen als effektiv gegen Piraten vorzugehen oder irgendwelche Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Wer weiß denn schon wieviel Söldnertrupps im Nachhinein angeheuert werden um sich das Lösegeld zurück zuholen.


PS:
Chillosoph schrieb:
Quelle: Bild.de

Also mit Vorsicht genießen.

Auch die Bildzeitung wird wohl die Kaperung eines Öltankers nicht erfinden können.
 
Es haben auch nicht alle Schiffe 30m Freibord (deswegen sind ja auch relativ kleine und langsamere Schiffe bei den Piraten populärer)
Nur wie will man jedes Schiff in diesem unmittelbaren Seegebiet mit einer Sicherheitstruppe austatten? Ich habe keine belastbaren Zahlen bzgl. des Schiffverkehrs gefunden, aber spontan erscheint es mir unmöglich. Auch wenn man sie in irgendeiner Form Lotsenmaessig aufnehmen und abgeben wuerde.

Die Piraten sind ja auch nicht bloed und wuerden ihr Jagdrevier ausweiten. Was ja aktuell auch schon geschieht und Schiffe wesendlich weiter draussen auf der See angegriffen werden. Aktuell sind die Piraten mit RPGs etc. auch nicht grade leicht ausgestattet und dies wuerde sich mit Sicherheit noch verstaerken, wenn die Schiffe bewaffnet wuerden.
Dieses "Wettrüsten" wuerde die Frachtschiffe nur noch mehr gefährden.

Im Grunde ist der Einsatz der (deutschen) Kriegsschiffe in vielen Punkten viel zu lasch (auch wenn es natuerlich einige Erfolge zu verbuchen gibt.).
Als das Schiff meines Vaters im letzten Jahr knapp einem Piratenangriff entkommen ist wurden die Hilfefunksprüche seitens eines Kriegsschiffs nichtmal beantwortet. Ich will nicht unterstellen, dass dieses Verhalten die Regel ist, aber positiv zu bewerten ist es allemal nicht. Und ja: Es war mitten im kritischen Seegebiet und sie sind unter deutscher Flagge unterwegs.
 
Zuletzt bearbeitet:
MR.FReeZe schrieb:
Nur wie will man jedes Schiff in diesem unmittelbaren Seegebiet mit einer Sicherheitstruppe austatten?

Hm, im Konvoi fahren?
Kriegsähnliche Zustände brauchen kriegähnliche Verhaltensweisen.
 
Sofern mehrere Schiffe in einem Konvoi fahren, bieten sie nur noch ein "größeres" Angriffsfeld. Dann kommen die Piraten eben nicht mit 2 Booten, sondern mit 10 und haben gleich deutlich mehr Geiseln.
 
Er meint damit wohl auch das diese Konvois von Kriegsschiffen begleitet werden
 
Achso. Naja, und wer soll das bezahlen? Absolut unlogisch.
 
Nun, 3 Öltanker und 2 Frachter im Konvoi und du hast schnell mal nen Ladewert von 500 Millionen €uro.
Erzähl mich nicht, dass die Reder dabei nur 2,50€ verdienen.


Aber anscheinen ist es doch einfacher und billiger sich gegen solche Überfälle zu versichern als tätsächlich was degegen zu unternehmen.
Bis jetzt jedenfalls noch.
 
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