Piraten: Wahlalter auf 12 Jahre herabsetzen, Prozenthürde auf 3% - seid ihr dafür?

12 ist definitv zu jung - enric23 hat hier sehr klug und richtig argumentiert. Auch beim Wählen ab 16 hätte ich aufgrund der heutigen Jugend so meine Bedenken, mal abgesehen davon, dass viele sowieso von dieser Freiheit keinen Gebrauch machen würden, weil sie politisch nicht interessiert sind.

Und ehrlich gesagt würde das Herabsetzen der Prozenthürde auf 3% in Deutschland gar nicht so arg ins Gewicht fallen, da hier meist nur die FDP und die Linke profitieren würden und das auch nur minimal. Die meisten kleinen Parteien in unserem Land sind verschwindend geringe, völlig unbedeutende Zwerge in der politischen Landschaft, die meist nicht einmal auf 1% kommen. Von daher würde sich gar nicht mal so viel ändern. Unser Nachbar Österreich hat immerhin eine Vier-Prozent-Hürde und fährt damit auch ganz gut: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Prozent-Hürde_(Österreich)
 
Die 5%-Hürde hat schon ihre Gründe.
Diese "geringen und völlig unbedeutenden Zwerge" könnten so ganz schnell in sämtliche Parlamente einziehen.
Von einer Aus- oder Herabsetzung profitieren auch Parteien wie die NPD.
Die sitzen trotz 5%-Hürde in "meinem" Landtag. :rolleyes:

Wie sehe das wohl aus, wenn wie die Grenze überall anfassen würden?
 
12 Jahre als Wahlalter? Bei aller Liebe das kann man doch nicht ernst nehmen. Wir durften letztens mal einen Tag die "kleinen" 8. Klässler einen Tag lang unterrichten nach dem Thema "Ältere helfen Jüngeren" und selbst die waren mit ihren circa 14 Jahren schon mit einfachsten Fragen zum Allgemeinwissen völlig überfordert und das an einem Gymnasium...

12 ist einfach definitiv zu früh!
 
Wahlalter 12 finde ich auch Quatsch. Und die 5% Hürde würde ich lassen - funktioniert doch gut. Außerdem wäre dann die FDP überall wieder drin :( ;)
 
eine kompromissidee wäre doch, eine partei muss nicht die 5% hürde schaffen. wenn aber die gewählten selber nicht fraktiosstärke haben, müssen sie sich danach in eine partei eingliedern.

ich merke grade, die idee hapert noch etwas. :D

der eine will diese partei nicht drin haben und der andere die andere nicht und es hat natürlich aus seiner sicht jeder recht. so ganz funktioniert das nicht.^^
 
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wahlalter ab 12:

ja klar, denkt mal darüber nach wie ihr mit 12 ward :D

und die 5% hürde hat ebenfalls eine wichtige funktion

soll der zersplitterung des parlaments entgegenwirken
 
ich würde wahlen für alle zwischen 20 und 70 zulassen - wer nicht wählen geht bekommt eine geldstrafe.
man hat 2 wochen zeit seine stimme abzugeben und kann unter umständen auch schon vorher wählen (zb.: wenn man länger im ausland ist).

das parlament zusammenwürfeln mit nur 50-70% wahlbeteiligten finde ich ausserordentlich undemokratisch.
klar .. demokratie gibt es kaum noch .. aber zumindestens kann man noch parteien wählen.

bin somit für eine wahlpflicht!

kindern und pensionisten würde ich wahlen verbieten - warum?
a) kinder wählen das, was sie von ihren eltern vermittelt/gesagt bekommen - sie entscheiden nicht selber.
b) pensionisten sind zu leicht beeinflussbar .. paar vertreter durchklingen lassen mit bunten broschüren und schon hast du alle pensionistenstimmen.

Zitat von buzz89 Beitrag anzeigen
Das hat die FTP sehr gut bewiesen.
Zitat von buzz89 Beitrag anzeigen
Die FTP hat damals auch gefordert und hat sich recht gut verkauft, als es dann ans regieren ging war alles doch nicht so einfach.

die FTP! darf man nur im alter von 21 wählen :D
ganz stark im kommen ist auch die SLI partei...

Spaß beiseite, ich denke nicht dass ein 12-15 Jähriger sich mit Politik beschäftigt.. habe ich damals auch nicht

mit politik kann man sich gar nicht beschäftigen da 90% gelogen ist, sowie versprechen so gut wie nie nach den wahlen eingehalten werden.
man muss mit der wahl nur den grösstmöglichen schaden minimieren!

ps.: es kommt meist ganz anders als man denkt...
 
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a) kinder wählen das, was sie von ihren eltern vermittelt/gesagt bekommen - sie entscheiden nicht selber.
b) pensionisten sind zu leicht beeinflussbar .. paar vertreter durchklingen lassen mit bunten broschüren und schon hast du alle pensionistenstimmen.

die anderen Altersgruppen lassen sich nicht beeinflussbar? Sind das am Schluss Wahlkämpferinsiderwissen?

wer nicht wählen geht bekommt eine geldstrafe

wenn man die nicht zahlen kann, was dann?

wenn man länger im ausland ist

gibt ja die Möglichkeit der Briefwahl.
 
b) pensionisten sind zu leicht beeinflussbar .. paar vertreter durchklingen lassen mit bunten broschüren und schon hast du alle pensionistenstimmen.

Damit unterstellst du, dass alle Pensionisten dumme und leicht beeinflussbare Menschen sind. Das ist aber bei einem Großteil nicht der Fall. Ich denke daher nicht, dass man ihnen das Wahlrecht entziehen sollte.
 
Stimme hier auch den meisten zu, dass das Wahlalter auf 12 herabzusetzen Schwachsinnig ist. Wenn ich mich noch daran zurückerinnere wie ich mit 12 war, kann ich mir das einfach nciht vorstellen.
 
Darksteve schrieb:
Sag den 12-14 Jährigen sie bekommen ne PS3 oder nen Fußball oder was auch immer und sie werden dich wählen :D
Sag den 18-99 Jährigen, sie bekommen Steuern erlassen und sie werden dich wählen. Auch, wenn sie nicht mal ein Hotel besitzen...


Fetter Fettsack schrieb:
Diese "Meinung" des Volkes führt schnurgerade in den Weg zur Unregierbarkeit. Ob man das als "gut" bezeichnen kann, ich weiß nicht so recht.
Und die Blase, in der wir uns befinden, schwabbelt seit Jahren mit Vollgas gen Wand.
(Wachstum+Mathematik)


guenni11 schrieb:
Genau dies hat zu den vielen Parteien und Regierungsstürzen in der Weimaer Republik geführt. Die 5% Hürde ist extra deswegen eingeführt worden und hat sich bewährt.

-oSi- schrieb:
Die 5%-Hürde hat schon ihre Gründe.
Diese "geringen und völlig unbedeutenden Zwerge" könnten so ganz schnell in sämtliche Parlamente einziehen.
Von einer Aus- oder Herabsetzung profitieren auch Parteien wie die NPD.
Die sitzen trotz 5%-Hürde in "meinem" Landtag. :rolleyes:

Wie sehe das wohl aus, wenn wie die Grenze überall anfassen würden?
Würdest du/ihr das, was in der Weimarer Republik passiert ist, aufs neue Frauenwahlrecht zurückführen?
Die 5% Hürde für die Opposition halte ich für überflüssig. Bei der Regierungsbildung ist sie ja vielleicht berechtigt.

Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen, wer welche Rechte haben sollte, aber ich seh da eh nur zwei Ansätze:
- Wahlrecht für Alle, die wollen und können
- Wahlrecht nach bestandener "Prüfung" (Mathematik, Geschichte, Moral- und Ethikverständnis )
Beim zweiten Ansatz darf vermutlich fast keiner mehr wählen (mich eingeschlossen).

Ich halte jeden, der Wachstum für eine gute Idee hält, für unmündig und bildungsfern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und die Blase, in der wir uns befinden, schwabbelt seit Jahren mit Vollgas gen Wand.

Und inwiefern widerlegt das meine Aussage?
 
Die Wahlbeteiligung ist doch jetzt schon niedrig genug glaub nicht das 12 Järhige da großes Interesse dran finden können.
 
wer nicht wählen geht bekommt eine geldstrafe

Dann wähl ich irgendeinen Quatsch, weils eh nicht juckt - dann ist das Ergebnis natürlich repräsentativ. Dann kann man gleich "Ene-mene-Muh" machen, wer wieviel Plätze im Bundestag bekommt - kommt wohl dasselbe raus.
 
so ein Schwachsinn. 12 Jahre und wählen. Das heisst unsere nächste Bundeskanzlerin Hannah Montana:)

Biite nicht :p
 
Meiner Ansicht nach, sollte man bereits ab 16 Wählen dürfen. Bis dahin sollten dann die (erziehungsberechtigten) Eltern das Recht bekommen für ihre Kinder bei Wahlen abzustimmen. Beispiel: Familie mit Vater, Mutter und 3 Kindern (17, 12, 4). Vater, Mutter und ältestes Kind dürfen für sich abstimmen, die Eltern dürfen zusammen 2 weitere Stimmen abgeben.

5% muss meiner Ansicht nach im jetzigen Wahlrecht auch bleiben, da sonst zu viele Splitterparteien in die Parlamente einziehen. Was die Piratenpartei hier fordert ist für mich totaler Schwachsinn und zeigt nur, dass dort Vollhonks sitzen.
 
Und wie wird sichergestellt, dass die Eltern auch die Wünsche des Kindes beachten? Und wie löst du das Problem, dass Kinder von Politik eigentlich nichts verstehen und somit gar keine sinnvollen Wünsche dazu äußern können (und daher die Eltern nach gusto ihren politischen Launen nachgehen können?)?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Forderungen finde ich teilweise sinnvoll. Die 5%-Hürde sollte man in der Tat absenken. Dass dann mehr Parteien ins Parlament einziehen, finde ich grundsätzlich erstmal positiv. Denn mehr Parteien bedeutet auch, dass mehr verschiedene Meinungen im Parlament repräsentiert sind. Und mehr politische Vielfalt halte ich durchaus für sinnvoll.
Natürlich wird dann unter Umständen die Regierungsbildung und das Regieren ein wenig komplizierter. Aber "Weimarer Zustände" werden deswegen definitiv nicht ausbrechen. Das deutsche Parteiensprektrum ist im Vergleich zu anderen Ländern ohnehin sehr eng gesteckt, da wäre wie gesagt etwas mehr Abwechslung bestimmt von Vorteil.

Das Wahlalter würde ich hingegen nicht ändern.
 
Fetter Fettsack schrieb:
Und wie wird sichergestellt, dass die Eltern auch die Wünsche des Kindes beachten? Und wie löst du das Problem, dass Kinder von Politik eigentlich nichts verstehen und somit gar keine sinnvollen Wünsche dazu äußern können (und daher die Eltern nach gusto ihren politischen Launen nachgehen können?)?

Das sind überhaupt keine Probleme bzw. ist diese Frage absoluter Blödsinn. Eltern bestimmen eh durch die Erziehung ihrer Kinder deren Leben bis ins kleinste Detail, sogar bis hin zum Glauben. D.h. sie können auch die polititsche Verantwortung übernehmen die Wahl für ihre Kinder treffen.
 
Fetter Fettsack schrieb:
und daher die Eltern nach gusto ihren politischen Launen nachgehen können?

Ich finde den Einwand nicht durchdacht.
Logisch ist, dass die Eltern in dem Fall (natürlich) weitere Stimmen für ihre Partei abgeben.
Allerdings ist das auch nichts anderes als die Verantwortung der Eltern gegenüber ihren Kindern. Sie entscheiden, was sie für das beste halten, sprich: Ich wähle sowieso eine Partei, die für meine Familie das beste darstellt. Der Bergmann (wenn es ihn denn noch gibt) wählt dann halt für seine Kinder SPD, der selbstständige Spediteur die CDU, weil er sich dadurch Vorteile für sein Unternehmen verspricht und somit auch seine Kinder abgesichert wären. (Alles aus der Luft gegriffene Beispiele)

Insofern finde ich den Grundgedanken nicht verkehrt: Große Familien hätten mehr Einfluss als kinderlose Ehepaare. Das repräsentiert die Bevölkerung imho besser, als alle unter den Tisch fallen zu lassen, die nicht das 18. Lebensjahr erreicht haben.
 
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