Planug/Migartion 2002 SBS > 2012

Mac_Leod

Captain
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Hallo,

bei der Planung einer neuen Domäne bin ich auf diverse Umsetzungen gestoßen und Suche nach einem guten Mittelweg und vor allem Feedback zu den untschiedlichen Möglichkeiten.

Zuerst der aktuelle Ist Zustand:
Windows Server 2003 SP2 SBS mit Exchange(KMU - 75 Lizenzen) und SharePoint alles einem physischen Server.

Soll Zustand:
Auf der neu laufenden vSphere-Umgebung(drei ESXi-5.5Hosts Angebunden an zwei EQLs) soll der neue DC auf einem Windows Server 2012 laufen.
SharePoint, Exchange und der eigentliche DC sollen mit AD und Co migriert werden. Cals für 80 User sind eingekauft.

In der Nachbarschaft gibt es diverse IT Unternehmen von denen ich mir drei ansehen durfte und jeder macht es anders :(
Nun bin ich am Überlegen welcher Weg der Beste ist.

Variante 1:
DC mit allen Diensten, Exchange + SQL auf einem Physischen Host ohne Redundanz
Variante 2:
2 identische DCs für Redundanz und ein weiterer Physischer Host der für Exchange und SQL verantwortlich ist
Variante 3:
2 DCs, ein virtueller und ein physischer, Exchange(mehr haben die nicht) laufen auf dem virtuellen DC.

Mein erster Gedanke war eigentlich, durch das Essential Kit Plus hab ich genug Server2012 Lizenzen
warum nicht für jeden Server eine extra VM. Also eine VM für jeweils den Domänen Controller, Exchange, SharePoint und einen aktuellen SQL Server.
Die Frage ist, schieß ich mit dem Weg nicht mit Kanonen auf Spatzen? ;) Die Ressourcenverschwendung wäre schon arg hoch oder ist es das Wert und in wie fern werden Dienste die halt nicht auf der Platte laufen ausgebremst.
Welche Sachen sollten auf jeden Fall zusammen in einer Maschine laufen?

Migration:
Hat hier schon mal wer eine Migration eines 2003 SBS Servers durchgeführt? Dazu habe ich auch diverse Fragen :)

viele Grüße
Mac
 
keine davon

1x dc physisch
1x dc virtuell
1x exchange virtuell , nicht der DC !!!
1x virtuell für rest (f&p, gruppenlaufwerke, sql, wsus, ect.pp)


das ist das unterste minimum, wenn du eh genügend lizenzen für virtuelle server hast, dann nutze sie auch.
wichtig ist nur , dass der exchange vom dc weg kommt

http://technet.microsoft.com/de-de/...angerolesondomaincontroller(v=exchg.150).aspx

/edit wenn du lizenzen ja hast:

1x virtuell VMWare Infrastructure Management
1x virtuell Sharepoint
1x virtuell SQL Server
1x virtuell AntivirenServer / und somit auch mailrelay
1x virtuell...
hier kann man theoretisch beliebig weiter machen

Welche Sachen sollten auf jeden Fall zusammen in einer Maschine laufen?
sollten ? keine.. zumindest nicht zwingend

stell dir vor du änderst was kleines an einer vm wo sql , sharepoint , exchange, f&p, wsus ect. drauf läuft.
alleine schon ein reboot der vm klemmt so ziemlich alles für nen paar min. ab.
50 user klingeln eine telefonleitung kaputt weil alles nicht geht.

es kommt halt darauf an , was du an hardware verwendest.

meine esxi hosts haben alle 24 kerne, 192 gig ram und jeweils 8 sas platten, da läuft schon einiges an vm's drauf.

solange du lizenzen hast , die hardware dazu , nutze sie
 
Zuletzt bearbeitet:
Regel 1) DCs (inkl DHCP und DNS) sollten immer ohne weitere Rolle laufen. Ob einen physikalisch oder beide virtuell ist dabei eigentlich völlig egal. Bei uns laufen im EMEA-Raum rund 50 DCs und davon afaik alle als virtuelle Maschine.

Beim Rest muss man schauen.

Exchange, SQL und Sharepoint würde ich jeweils auf eigene VMs legen, fürs das vCenter gilt eigentlich das gleiche.
Datei- und Druckdienste können meines Erachtens auch zusammen mit dem WSUS und dem Malware-Management betrieben werden, dort macht eine weitere Fragmentierung imho keinen wirklichen Sinn mehr und erzeugt nur mehr Arbeit und Overhead für den Hypervisor.

In der IT gibt es meistens mehrere Wege, wie man zum Ziel kommt. Es hat fast alles immer Vor- und Nachteile. Den EINEN WEG gibt es nicht. Bis auf ein paar Grundregeln, was wirklich zu vermeiden ist, gibt es natürlich Variablen.

Früher war ich z.B. auch auf dem Trip, für jede Mini-Applikation oder Rolle eine eigene VM zu basteln. Mittlerweile schaue ich aber schon, dass man das ganze ein wenig einschränkt und einer VM durchaus auch mal mehrere Rollen bzw. Applikationen zuweise.
 
Und bitte beachten, dass in einer HA-Umgebung jeder VM-Host mit so vielen Windows Server Lizenzen ausgestatten sein muss, wie auf dem System laufen könnten. Beispiel: Du hast drei VM-Hosts, auf denen insgesamt sechs Windows-Server 2012 VMs laufen. Du benötigst 9 Windows Server 2012 Standard Lizenzen, da du für jeden Host drei Lizenzen haben musst, um sechs VMs ausführen zu dürfen.
 
Datacenter wird pro CPU lizenziert. ;)

(bei 2012 auch die Standard...)
 
Ich bin Davon ausgegangen, daß evtl. noch welche dazukommen. 3 Hosts für die paar VMs ist etwas überdimensioniert...
 
Hallo und entschuldigt das ich mich jetzt erst melde.

Im Essentials Kit Plus von VMWare sind x beliebig viele Data Center Editionen für den virtuellen Betrieb enthalten.
Die Beschränkung gillt dann für 2 CPUs pro VM das stimmt.

@Soulii

Den Ansatz werde ich wohl bevorzugen.


1x DC
1x exchange
1x Sharepoint
1x SQL
1x AntivirenServer (Eset)

Die Frage ist nun:

Da die komplette Umgebung Redundand ausgelegt ist, nehm ich noch einen physischen DC für den Worst Case oder reicht eine zweite DC VM die auf einem anderen Host läuft wie auch der erste.


Danke für das Feedback
 
Mac_Leod schrieb:
Im Essentials Kit Plus von VMWare sind x beliebig viele Data Center Editionen für den virtuellen Betrieb enthalten.
Die Beschränkung gillt dann für 2 CPUs pro VM das stimmt.
Im Essentials Plus Kit ist keine einzige Windows Server Lizenz enthalten! Die musst du zusätzlich kaufen. Welche und wie viele Windows Lizenzen hast du denn zur Zeit?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mac_Leod schrieb:
Die Frage ist nun:

Da die komplette Umgebung Redundand ausgelegt ist, nehm ich noch einen physischen DC für den Worst Case oder reicht eine zweite DC VM die auf einem anderen Host läuft wie auch der erste.

Die Sache ist doch, ob du diese Redundanz haben möchtest ? Da gibt es keine Best Practice. Ich persönlich bin ein freund von mind. 2 physischen DCs, das ist aber auch nur meine Meinung. Ob du das für sinnvoll erachtest musst du wissen. Die Tipps die du bekommen hast sind sehr gut als Anhaltspunkt, aber eine komplette Anleitung für deine Infastruktur kann dir hier niemand geben.
 
Daniel61 schrieb:
Da gibt es keine Best Practice. Ich persönlich bin ein freund von mind. 2 physischen DCs, das ist aber auch nur meine Meinung. Ob du das für sinnvoll erachtest musst du wissen.

Wir haben mittlerweile alle 46 DCs virtualisiert. Microsoft dagegen empfiehlt 2 physikalische DCs pro Site.

Zwei DCs sollten es bei einer solchen Umgebung meiner Meinung nach schon sein.

Das wichtige ist einfach, ein gutes Backup/Restore und Desaster Recovery Konzept zu haben. Ich habe erst letztes Jahr das Konzept für unsere Umgebung erstellt und beim Testen immer wieder auf Probleme gestoßen, an die man einfach nicht denkt.
 
Evil E-Lex schrieb:
Im Essentials Plus Kit ist keine einzige Windows Server Lizenz enthalten! Die musst du zusätzlich kaufen. Welche und wie viele Windows Lizenzen hast du denn zur Zeit?

Das Kit beinhaltet keinen Microsoft Lizenzen, da hast du volkommen Recht.
Die Lizenzen gab es beim Kauf der Equallogic Paket dazu.

@Daniel61

Ja eine Anleitung war auch nicht gewünscht, sondern nur ein paar Praxis Tipps.
Vielen dank
 
Zuletzt bearbeitet:
Frightener schrieb:
Wir haben mittlerweile alle 46 DCs virtualisiert. Microsoft dagegen empfiehlt 2 physikalische DCs pro Site.

Darf ich fragen was das für eine Umgebung ist mit 46 DCs ? :D Rein interessehalber ...

In unserer Umgebung gibt es 3 DCs, 2 physisch und einen virtuell, aber auch nur weil der migriert wurde von einer phyischen maschine.
 
ja das würde mich auch interessieren ;)
Klingt irgendwie als ob eure Firma Hoster für DCs ist.
 
In der Unternehmenszentrale 'stehen' zwei Root Domain Controller und zwei Child Domain Controller, in den 22 Außenstellen je zwei - einer pro Clusterknoten.

BTW: Da Hyper-V mit Server 2012 AD-less Cluster Bootstrapping kann, wird in jeder Außenstelle einer wegfallen, sobald alle Hyper-V Cluster auf Server 2012 migriert sind.
 
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