Privates Auto geschäftlich nutzen Beteiligung der Firma?

phoenix430

Lt. Commander
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Sollte es zu diesem Thema bereits einen Thread geben bitte ich dies zu entschuldigen. Ich habe auf die schnelle keinen passenden Thread gefunden.

Ich bin angestellter in einer IT Firma und nutze meinen eigenen PKW auch dür die Dienstfahrten. Bisher erhalte ich nur pro gefahrenen KM 0,30€. Jetzt habe ich aber folgendes gelesen und aufgeschnappt:
Üblich wäre zu den 0,30€ die ich pro KM erhalte eine monatliche Beteiligung zu meinem Fahrzeug in Höhe xyz (wertverlust etc. Vorteil der Firma das sie mir keinen Wagen kaufen muss etc.) und das die Firma die kosten der Vollkaskoversicherung trägt --> ansonsten müsste ich mein privates Fahrzeug nicht geschäftlich nutzen.

Meine Frage kann diese Punkte jemand bestätigen bzw. wie ist es bei euch geregelt? Die Frage geht jetzt an die jenigen die KEINEN Firmenwagen haben sondern für Dienstfahrten ihren privaten PKW nutzen.
 
Was heißt üblich für dich?
Üblich ist gar nix. Wenn du nur ganz ganz selten den privaten Wagen dienstlich nutzt.. sagen wir für 3 Reisen im Jahr und die Firma dir 30 Cent zahlt.. Das deckt wesentlich mehr als die Benzinkosten ab, allerdings nicht die kompletten Aufwendungen wenn man Reinigung/Versicherung/Wertverlust/Inspektionen dazurechnet.

Dennoch. Warum sollte der Arbeitgeber dir dann noch monatlich einen festen Betrag dazugeben? Dann kann er auch gleich Dienstwagen verteilen.

Wie ist es denn bei den anderen Mitarbeitern in deiner Firma? Üblich gibt es hier nicht sondern das ist von Firma zu Firma verschieden.
Es müssen ja auch nicht 30 Cent sein. Die sind es nur oft, weil die Firmen sich an den Steuerbeträgen orientieren.

Ich kriege auch keinen Fixbetrag, allerdings mehr als 30 Cent.
 
Bei uns in der Firma erhält man ebenfalls "nur" die Kilometerpauschale, wenn man mit dem privatem Auto fährt. Man kann aber alternativ immer einen Leihwagen bestellen, das ist von der Firma auch ausdrücklich gewünscht.
 
Deswegen meine Frage ob es üblich ist oder nicht. Also ich fahre pro Woche sicher mind. 200KM geschäftlich. Genau darum geht es ja wenn mirdie Firma keinen Fixbetrag zahlt monatlich als Zuschuss hat die Firma einen Vorteil und ich einen Nachteil. Vorteil der Firma sie braucht sich keinen Firmenwagen zu kaufen. Nachteil für mich Wertverlust,Verschleiß etc.
Ich hatte das eben aufgeschnappt das es eben so eine Regelung gibt --> war mir aber nicht sicher ob dies üblich ist oder nicht.

Die Größe der Firma beträgt 5 Mitarbeiter also eine kleine Firma --> bei uns fährt bisher jeder mit seinem eigenen PKW einen Firmenwagen bzw. die Möglichkeit einen Firmenwagen zu nutzen gibt es nicht.

Die Frage ist halt ob mich die Firma "zwingen" kann meinen privaten PKW zu nutzen --> Hier ist die Antwort Nein, aber bevor ich das Gespräch suche würde ich gerne wissen wie es bei anderen aussieht die Ihren privaten PKW hernehmen.
 
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Sämtliche Kosten sind bereits in den 0,3€ pro km enthalten. Du hast also keinerlei Nachteil.
 
Die Frage ist halt ob mich die Firma "zwingen" kann meinen privaten PKW zu nutzen --> Hier ist die Antwort Nein, aber bevor ich das Gespräch suche würde ich gerne wissen wie es bei anderen aussieht die Ihren privaten PKW hernehmen.
"Zwingen" können die Dich sicherlich nicht, aber wie kommst Du zu Deinen Kunden wenn Du Deinen Wagen nicht zur Verfügung stellst, Fahrrad? Sie können Dich auch nicht zwingen dort zu arbeiten, evtl legen Sie Dir dann eben nahe den Job zu wechseln. Was steht denn in Deinem Arbeitsvertrag, ist eine "betriebliche Nutzung" darin vereinbart worden? Versuch es doch mal mit Reisekosten/Spesen zusätzlich zu den Benzinkosten.
 
Streng genommen sind es ja nicht meine Kunden, sondern die der Firma. Eine "betriebliche Nutzung" ist eim Arbeitsvertrag nicht vereinbart worden. Mir ging es auch Primär zu erfahren wie es bei euch so läuft bevor ich das Gespräch suche. Also ob Ihr alle "nur" die KM Pauschale bekommt oder eben noch zusätzliche Leistungen.
 
Ab '20 Kilometern im Jahr bekommen wir wahlweise ein "Vielfahrerfahrzeug" wobei einem dann Kosten von ca. 600-700 Euro im Monat entstehen.

Wer weniger fährt kann entweder seinen privaten PKW (auch 30 Cent / KM) nehmen oder bei einer Dienstfahrt zu Sixt gehen... Wobei wir dann die Mietgebühr und das Tankgeld "vorstrecken" müssen (also per Kreditkarte) und erst mit der Reisekostenabrechnung erstattet bekommen...

Naja 200 Kilometer pro Woche zusätzlich aufs eigene Auto draufschubbeln würde ich nicht unbedingt machen, außer es wäre so ein alter Audi A80 ohne Kasko und mit 300.000 KM auf dem Buckel :-) Dann könnte man ggf. sogar Gewinn machen.
 
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Nein ist kein alter Audi A80 sondern ein Mercedes C270 T-Modell. Werde mal mit meinem Chef sprechen --> Danke für eure Antworten.
 
phoenix430 schrieb:
Üblich wäre zu den 0,30€ die ich pro KM erhalte eine monatliche Beteiligung zu meinem Fahrzeug in Höhe xyz (wertverlust etc. Vorteil der Firma das sie mir keinen Wagen kaufen muss etc.) und das die Firma die kosten der Vollkaskoversicherung trägt --> ansonsten müsste ich mein privates Fahrzeug nicht geschäftlich nutzen.

Meine Frage kann diese Punkte jemand bestätigen bzw. wie ist es bei euch geregelt?

Nein, üblich ist eine zusätzliche Beteiligung an den Kosten definitiv nicht. Aus eigener Erfahrung kenne ich nur die 0,30€ pro KM. Als ich vor einigen Jahren noch mit einem alten Corsa rumgefahren bin, hat sich das richtig gelohnt ;) Wenn Du wirklich soviel fährst und meinst, dass die Kosten Deine Unkosten nicht decken, würde ich an Deiner Stelle mal ganz freundlich mit Deinem Chef drüber reden. Vielleicht überzeugst Du ihn und kannst etwas mehr vereinbaren. Allerdings: Für 100 km bekommst Du ja schon 30 €. Bei einem Verbrauch von sagen wir einfach mal 8 Litern Super, betragen die Benzinkosten Pi mal Daumen 12 €. Da sind noch 18 € für Verschleiß usw. übrig. Ich denke, das sollte meistens ausreichen, es sei denn, Du fährst einen Hummer...
 
Die waren kosten liegen irgendwo zwischen 60 bis 80 Cent je Kilometer (abhängig vom Fahrzeugtyp). Für 30 Cent würde ich nicht mit dem eigenen Auto fahren. Es klingt zwar verlockend dafür kurzfristig Bargeld zu bekommen, aber mit Reparaturen/Instandhaltung und Wertverlust bist Du bei Weitem höher.

Ich würde Dir entweder eine kilometerabhängige Beteilung Deines AG empfehlen, also zumindest 50 oder besser 70 Cent je Kilometer. Falls er dies ausschlägt, solltest Du nicht mehr mit Deinem Privatwagen fahren (dann braucht den halt jetzt immer Deine Lebensgefährtin oder sonst wer). Dann hat der AG immer noch die Möglichkeit Dir einen Firmenwagen zur Verfügung zu stellen oder Du fährst halt bald Bahn + Taxi. Das habe ich auch so gemacht, als mein Dienstwagen kaputt ging und ich vorläufig ohne auskommen musste.

Ergänzung: Wie gesagt, die genannten Kilometerwerte hier sind total Bullshit, kein Auto unterhälst Du mit 30 Cent, seidenn Du hast Deinen eigenen Acker, auf dem Du Biosprit anbaust, mit dem Du Deine Schrottkarre befüllst, für die sich nicht einmal mehr eine Kaskoversicherung lohnt. Sonst hast Du alleine einen Wertverfall auf dem Auto von mindestens 5000 Euro pro Jahr.

Und natürlich zahlen "ordentliche" Unternehmen mehr, entweder generell oder wenn man sie darum bittet bzw. erhält man sonst halt einen Dienstwagen.
 
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Sir Humpton schrieb:
Die waren kosten liegen irgendwo zwischen 60 bis 80 Cent je Kilometer (abhängig vom Fahrzeugtyp). Für 30 Cent würde ich nicht mit dem eigenen Auto fahren. Es klingt zwar verlockend dafür kurzfristig Bargeld zu bekommen, aber mit Reparaturen/Instandhaltung und Wertverlust bist Du bei Weitem höher.

Ich würde Dir entweder eine kilometerabhängige Beteilung Deines AG empfehlen, also zumindest 50 oder besser 70 Cent je Kilometer. Falls er dies ausschlägt, solltest Du nicht mehr mit Deinem Privatwagen fahren (dann braucht den halt jetzt immer Deine Lebensgefährtin oder sonst wer). Dann hat der AG immer noch die Möglichkeit Dir einen Firmenwagen zur Verfügung zu stellen oder Du fährst halt bald Bahn + Taxi. Das habe ich auch so gemacht, als mein Dienstwagen kaputt ging und ich vorläufig ohne auskommen musste.

Ergänzung: Wie gesagt, die genannten Kilometerwerte hier sind total Bullshit, kein Auto unterhälst Du mit 30 Cent, seidenn Du hast Deinen eigenen Acker, auf dem Du Biosprit anbaust, mit dem Du Deine Schrottkarre befüllst, für die sich nicht einmal mehr eine Kaskoversicherung lohnt. Sonst hast Du alleine einen Wertverfall auf dem Auto von mindestens 5000 Euro pro Jahr.

Und natürlich zahlen "ordentliche" Unternehmen mehr, entweder generell oder wenn man sie darum bittet bzw. erhält man sonst halt einen Dienstwagen.

Alles schön und gut, aber wie er eingangs erwähnte, arbeitet er in einem Unternehmen mit 5 Mitarbeitern. Ich gehe nicht davon aus, dass ein so hoher regelmäßiger Umsatz vorhanden ist, dass man mal eben hier und da einen Dienstwagen (auch nicht per Leasing) springen lassen kann und es gerade deshalb nicht tut.

Meiner Ansicht nach musst du einfach in den sauren Apfel beißen und dein Auto weiterhin dienstlich nutzen oder dich wegbewerben.
 
Ash1983 schrieb:
Alles schön und gut, aber wie er eingangs erwähnte, arbeitet er in einem Unternehmen mit 5 Mitarbeitern. Ich gehe nicht davon aus, dass ein so hoher regelmäßiger Umsatz vorhanden ist, dass man mal eben hier und da einen Dienstwagen (auch nicht per Leasing) springen lassen kann und es gerade deshalb nicht tut.

Meiner Ansicht nach musst du einfach in den sauren Apfel beißen und dein Auto weiterhin dienstlich nutzen oder dich wegbewerben.

eben! Und "totaler Bullshit" sind die Wert absolut nicht. Lass Dir keinen Quatsch erzählen und Dich nicht verrückt machen. Du hast bereits ein Auto, d.h. Du zahlst ohnehin bereits Steuern und Versicherung und Ölwechsel usw. sind so oder so irgendwann fällig. Auch wenn Du nur wenig fahren würdest. Was mit den 30c abgegolten werden soll, sind die Benzinkosten und der zusätzliche Verschleiß. Ist ja nicht so, dass Öl, Bremsen usw. sich ausschließlich bei dienstlichen Fahrten abnutzen...
 
Lies deinen Arbeitsvertrag. Wenn du dort unterschrieben hast das du anfallende Fahrten mit deinem Privatauto machst hast du Pech. Ansonsten mit deinem Chef reden das er entweder ein Fahrzeug für dich least oder bei Bedarf anmietet. Wenn nichts drin steht im AV wegen Auto dann kann dich dein Chef nicht zwingen ein Auto zu haben auf der anderen Seite ist er aber verpflichtet dir die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen die du benötigst deinen Job zu machen.
 
Danke mit so einer Resonanz habe ich nicht mehr gerechnet! Wir sind ein kleines Unternehmen und bisher stand ein Dienstagen auch nicht zur Diskusion. Von der 1% Regelung habe ich schon gehört, betrifft mich aber erst dann wenn ich das Fahrzeug auch privat nutze --> was ich ja nicht tun werde da ich bereits ein Auto besitze.
Wie Sir Humpton bereits angemerkt hat geht es mir darum das mitnichten die 0,30€ meine Kosten decken. Klar habe ich die Benzinkosten raus aber das wars dann auch schon. Mit jedem zusätzlichem KM fällt mein Wert des Autos und der verschleiß erhöt sich. Klar habe ich auch verschleiß ohne Dienstfahrten aber da ich ohne diese Dienstfahrten weniger fahren würde, hätte ich auch einen geringeren Verschleiß.
Wie oben bereits geschrieben in meinem Arbeitsvertrag steht nichts bezüglich dem Fahrzeug drin --> weder das ich mein privates nutzen soll/muss noch das ich einen Firmenwagen erhalte.

Ich werde jetzt das Gespräch suchen --> Danke an alle für eure Resonanz :daumen::schluck:
 
Du machst da irgendwo einen Rechenfehler, denke ich.

Mit 0,30 Euro pro Kilometer bekommst Du doch deutlich mehr als die reinen Benzinkosten erstattet.
Eben genau auch die von Dir angesprochenen anderen Kosten mit.

Wenn Du schlau bist, nutzt Du die Regelung zu Deinen Gunsten aus und schaffst Dir einen kleinen sehr sparsamen Wagen an.
 
Ich würde mir für die Fima nie extra ein Auto anschaffen. Das rechnet sich nicht. Womöglich noch als Zweitwagen? Das Problem ist ja u.a. auch das Problem der Versicherung. Du machts einen Unfall und die Kasko springt ein. Schon steigt deine Versicherungsprämie usw. Ich denke das wäre deutlich der falsche Weg. Wenn ein Auto für den Job notwendig ist und es wurde nichts anderes vereinbart ist es Sache der Firma sich darum zu kümmern. Man kann ja solange mit Bus und Bahn zum Kunden fahren. Die Tickets müsste die Firma aber auch bezahlen.
 
30 Cent decken die Kosten ab bei einem Wagen der kaum noch Wertverfall hat.

Also Versicherung, Wartung, Teil des Verschleiß, Benzin.

Wenn man sonst auch einen Wagen hätte und viel fährt, lohnt das gerade noch, da man damit zumindest die Fixkosten, die sonst auch angefallen wären (Versicherung/Steuer) auf jeden Fall abdeckt.



In meinem Fall lohnt das z.B. so nicht richtig, da ich den Wagen zu 90% dienstlich nutze und ohne Dienst auch kein Auto gekauft hätte sondern einfach immer Taxi/Öffis fahren würde. Allerdings kriege ich auch wesentlich mehr als 30 Cent.

Sobald der Wagen noch merklichen Wertverlust hat, kann man das bei 30 Cent knicken. ADAC kalkuliert meiner Meinung nach einigermaßen verlässlich die KM Kosten. Da ist man in den ersten 4 Jahren nie unter 30 Cent. Selbst bei ganz ganz günstigen Kleinwagen nicht. Ein Vernünftiges Auto fängt eher bei 45 Cent an.
 
ich wäre froh über die 30ct/km... wenn ich beruflich unterwegs bin, kann ich mich zwischen a) 20ct/km mitm eigenen auto und b) anreise 1. klasse deutsche bahn entscheiden - und ich nehme immer (!) das auto... warum? weil ich für kein geld der welt mit der bahn fahren würde! :)
 
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