Tonntonno schrieb:
...mineralischer Bauschutt, Holz... der Aushub eines Teiches muss man vorher in den Baukosten einplanen....
Ich komme ja vom Dorf. Diese 3 Materialien konnte man bei uns kostenlos (natürlich nicht LKW-Weise) auf den Recylinghof bzw Kompostieranlage bringen. Wenn du zuviel Erde (oder Grünschnitt), dann fährt man halt 3mal (nicht selber Tag) hin.
Holz hat man sowieso verbrannt, weil jeder nen Kachelofen hatte. Spart wieder 1-2 Tage im Wald.
Aber ich frage mich echt, warum man Erde fachgerecht entsorgen muß? Das ist Natur. wenn ich das irgendwo hinkippe, dann bleibt das Natur und nächsrtes Jahr ist es schon zugewachsen. Natürlich muß man es verteilen, sollte logisch sein.
Auch reinen Bauschutt, ohne Müll, bekommt man super los. Mein Vater hat damit immer Feldwege ausgebessert, meist von seinen Weiher oder die vom Angelverein.
Oder aber von Waldwegen, da gibts auch genug Schlaglöcher. Und im nächsten Winter beim Holz schlagen ist man wieder ne Sorge mehr los.
Also Erde und Bauschutt (im gesunden Mengen) sind für mich natürliche Materialien für die Landschaftspflegge.
Zum eigentlichen Thema kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Wozu gibts denn eigentlich Mülltonnen? Wenn man mal viel Müll hat, dann entweder auf die Deponie oder man teilt sich das auf mehrere Male für die Hausmülltonne auf. So bekommt man das auch weg.
Ich persönlich würde nie auf die Idee kommen, ich lebe mittlerweile in der Stadt, irgendetwas auf die Straße zu werfen. Alle 500m gibts ne Mülltonne. Und wenns mal keine gibt, dann Steck ich das Ding ein.
Mein Bruder, Raucher, steckt sogar seine Zigaretenkippen ein, wenn er zu Besuch bei Bekannten ist und grad kein Aschenbecher rumsteht. Einfach auf den Hof schmeißen ist nicht. Glut abmachen und ab in die Jackentasche damit.
Für mich ist dieses Müllproblem ganz klar ein Erziehungsmangel. Dabei meine ich, dass diese Erziehung nicht von meinen Eltern aus ging. Das war damal ehr die Gesellschaft und Dorfumgebung, die das einen automatisch beibrachte.
Man kannte ja mehr oder weniger seine Nachbarn im Dorf. Schmiß man einfach was weg, dann mußte das einer von denen früher oder später wegkehren (ich auch jeden Samstag).
In der anonymen Großstadt kennt keiner niemanden. Deshalb wirf auch jeder seinen Müll bedenkenlos weg. Sag da mal jemanden, dass er seine Kippe nicht auf die Straße werfen soll.
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Dabei fängt Umweltschutz im kleinen an.