keshkau schrieb:
...Da soll ein persönliches Telefonat plötzlich kein Privatgespräch mehr sein. ....
In dem Gespräch wurde über Politik und Postenbesetzung gesprochen, das weicht von einem persönlichen Telefonat wie der Erkundigung nach dem allgemeinen Wohlergehen doch etwas ab, oder?

Und wenn es um Posten und Politik geht, dann hat das Wählvolk (nicht Stimmvieh) ein Recht, darüber informiert zu sein.
Ok, hier war eine Seite ein Fake (und die andere eigentlich auch), aber Y hatte sachlich auf die Besetzung der Position reagiert, das ist in dem Fall eine poltische Aussage.
keshkau schrieb:
...Aber wenn die ganze Welt den Telefonaten von Frau Ypsilanti lauschen kann, dann geht das in Ordnung.....
Ja, weil sich zwei Volksvertreter (hier ja nur einer, obwohl, eigentlich keiner) sich am Telefon über die Belange der Poltitk und somit über die Belange der Bürger unterhalten. Und das sollte gerne öffentlich sein, schließlich hat der Wähler ein Recht zu erfahren, was abgesprochen wird. Vor allem dann, wenn es so locker und Kollegial zur Sache geht wie in dem Gespräch. War ja mal ein Lehrstück in Sachen Politik und Kumpelei in der Partei. Ich wusste z.B nicht, das die sich so locker dutzen und beim Vornamen nennen. Hätte das jemand so vermutet? Mir war das neu, finde ich eigentlich recht sympathisch.
Und wie gesagt, der SPD würde es als Partei des Volkes, als demokratisches Instrument, in seiner Nähe zum Volk gut tun, diese Geschichte nicht nach den Buchstaben des Gesetzes reglementieren zu lassen. Warum wird so ein Tamtam gemacht? Klar, die Bürger dürfen ausspioniert werden, aber sobald mal ein Telefonat eines Politikers an die Öffentlichkeit gerät, macht die SPD die große Welle. Es sind ja nun mal keine Geheimnisse rausgekommen, keine Pläne zu Militär oder Wirtschaft, da hätte das Ganze eine ander Relevanz und wäre vom Initiator wohl auch anders gesteuert worde.
keshkau schrieb:
...Da trifft es mit Menschen, die nicht nur meckern, sondern sich politisch engagieren, „garantiert nicht die Falschen“.
Na, wenn du Frau Y, die Lügenbaronin der Nation, als politisch engagiert bezeichnest, dann beleidigst du alle anderen Menschen, die sich politisch engagieren.
keshkau schrieb:
...Anders ausgedrückt: Man hält sich selbst mit der Übernahme von Verantwortung zurück, wählt Leute, die einem die politische Arbeit abnehmen sollen, stempelt sie alle pauschal zu Gaunern und Verbrechern ab und spricht ihnen dann noch grundlegende Rechte ab. ...
Nein, man übernimmt Verantwortung als "Stimmvieh" durch seinen Gang zur Wahlurne und wählt die Person oder die Partei, die einen als richtig erscheint. Aber was folgte? Plötzlich hat sich jemand (nennen wir sie Y) um 180 Grad gedreht und alle politische Arbeit und Verantortung vergessen und hat sich selbst zur Gaunerin und Verbrecherin abgestempelt, so wie keshkau es gut beschrieben hat, nur hätte er dabei die Y im Auge behalten sollen

Damit wurde der Wähler nachträglich zum Stimmvieh, dem Hornochsen an der Wahlurne. In der Presse hieß es sogar "größte aller Wahllügen". Das nennst du politisch engagiert? Und jetzt kommen ihre Anwälte. Das nenne ich politisch aktiv und engagiert. Eigentlich nicht!
Fazit (IMO): das ganze Telefonat veröffentlichen. Sollte Y was peinliches gesagt oder wieder mal gelogen haben, im guten Glauben, es dem Münte vorgegaukelt zu haben, dann sollte sie dazu stehen, denn sie hat somit eigentlich eine offizielle Aussage getätigt, im guten Glauben an den richtigen Gesprächspartner, etwas anderes konnte sie zu dem Zeitpunkt nicht annehmen.