Regierung plant Steuersenkungen - Umfrage: Totaler Irrsinn oder längst überfällig?

Bundesregierung plant Steuersenkungen: völlig Irre oder längst überfällig?

  • völlig Irre

    Stimmen: 100 73,5%
  • längst überfällig

    Stimmen: 36 26,5%

  • Umfrageteilnehmer
    136
  • Umfrage geschlossen .

GUG

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526
Hallo liebe CB-Community,


die Bundesregierung erwägt aufgrund von Steuermehreinnahmen in höhe von 10 Milliarden Euro, die Steuern zu senken. Am wahrscheinlichsten ist, dass der sogenannte "Mittelstandsbauch" entschärft wird, also kleine und mittlere Einkommen entlastet werden.
Ebenfalls wahrscheinlich ist der Abbau der "kalten Progression".

Meine Frage an euch: Haltet ihr derzeit eine Steuersenkung für Angemessen oder meint ihr, dass Steuersenkungen vor dem Hintergrund des Abbaus der Staatsverschuldung, jenseits jeglicher Vernunft sind?

Nehmt an der Umfrage teil und erläutert bitte eure Wahl mit einem Kommentar.

Ich persönlich denke, dass die Regierung damit nur der FDP helfen möchte, deren Umfrageergebnisse in den letzten Wochen und Monaten nicht besonders rosig waren.
Die FDP rangiert mit 3% der Wählergunst momentan unterhalb der 5%-Hürde und würde es derzeit nicht in den Bundestag schaffen.

Hintergrund


Die Bundesregierung hat beschlossen, dass für den Bund ab 2016 und für die Bundesländer ab 2020 die sogenannte "Schuldenbremse" gelten soll. Diese gibt vor, dass ab diesem Zeitpunkt keine neuen Staatsschulden mehr gemacht werden dürfen.

Aktuell hat der Bund Steuermehreinnahmen von 10 Milliarden Euro. Diese sollten eigentlich zur Tilgung der Staatsschulden verwendet werden.

Erläuterungen

Mittelstandsbauch: Under dem Mittelstandsbauch versteht man die unverhältnismäßig hohe steuerliche Belastung geringer und mittlerer Einkommen.

Kalte Progression: Die kalte Progression tritt bei Lohnerhöhungen von geringen und mittleren Einkommen auf. Steigt der Bruttolohn um 1% muss man im Schnitt mit einer Steuererhöhung von 2% rechnen. Das Resultat davon ist, dass Lohnerhöhungen durch den Anstieg der Lohnsteuer regelrecht "aufgefressen" werden, so dass man nach einer Lohnerhöhung sogar einen geringeren Nettoverdienst hat als vor der Lohnerhöhung.

Diese Beiden Gegebenheiten sind extrem leistungshemmend und werden seit Jahren von nahezu allen Wirtschaftsexperten stark kritisiert.


Update
Die Regierung plant anscheinend eine Steuererleichterung von 7 Mrd. Euro. Das wären pro Person und Monat ca. 10€, also zu wenig für eine spührbare Erleichterung.

Finanzminister Schäuble ist nach wie vor gegen Steuersenkungen und pocht auf die Sanierung des Staatshaushalts. Ich sag nur: Recht hat er!
 
Zuletzt bearbeitet:
Man wundert sich zumindest über dieses Vorhaben. Überall hört man nur von unendlicher Verschuldung und dem Zwang sparen zu müssen. Und dann kommt plötzlich die Meldung, dass die Regierung Steuern senken will. Natürlich klingt das stark nach Wählerstimmenfang.
Aber im Grunde finde ich es richtig, wenn der Mittelstand entlastet wird. Gleichzeitig müssten dann aber eigentlich die Steuern bei den Reichen irgendwo erhöht werden.
Aber wer blickt da schon ganz durch?! Das tun ja nichtmal die Politiker.
 
Ich finde Einkommenssteuersenkungen völlig richtig, allerdings nur wenn sie durch die Abschaffung der ermäßigten Mehrwertsteuersätze und diverser Steuervergünstigungen (Absetzbarkeit von haushaltsnahen Dienstleistungen...) gegenfinanziert werden und damit für den Haushalt keine zusätzlichen Belastungen verursachen. Noch richtiger fände ich ehrlich gesagt aber eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge, weil gerade diese in den unteren Einkommensbereichen (und die will man ja angeblich entlasten) einen Großteil der Abzüge ausmachen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich ist eine geplante (für den Wählerstimmenfang) Steuersenkungen im Moment gelinde gesagt Blödsinn und unangebracht.
Wir haben gut 1.9 Bio Euro Schulden, was 23.700 € pro Kopf (vom Kind bis zum Greis bedeutet), die die nächsten Generationen nicht mehr abtragen können.
Wir müssen nun kräftig Bürgschaften und Bareinzahlungen in Milliardenhöhe für den permanenten Rettungsschirm berappen etc pp.

Im Moment läuft unsere Wirtschaft auf Hochtouren und es werden direkt Steuergeschenke versprochen, was ist aber, wenn die Wirtschaft wieder stagniert? Das bringt dann wieder mehr Schulden, wo das Geld dann wieder fehlt.

Man sollte lieber dem Lohndumping Einhalt gebieten und breite Mindestlöhne einführen, anstatt einen auf Samariter machen zu wollen. Die unteren Einkommen haben sowieso nichts von den Steuersenkungen, weil sie keine oder kaum Lohnsteuern zahlen. Man sollte lieber die Schweinerei abstellen, dass Familienväter und -mütter trotz Arbeit mit Hartz-IV aufstocken müssen.
Die 10 Mrd an Steuererleichterung würden wir kaum merken, ausserdem würden die mehrfach wieder eingetrieben werden.
Bisher war es doch immer so: Man senkt irgendwelche Steuern, um am anderen Ende Abgaben zu erhöhen, die das mehrfache der Steuersenkungen wieder weggenommen haben. Holt sich der Staat das Geld nicht mehrfach zurück, geht es für erhöhte Gas- und Strompreise, für die Inflation etc wieder drauf.

Das ist alles Wählerstimmenfang, Blenderei und zur Zeit einfach unsinnig, denn das Geld kann man woanders gut gebrauchen, vorrangig für den Schuldenabbau, sonst enden wir auch irgendwann wie Griechenland.
 
Man sollte lieber dem Lohndumping Einhalt gebieten und breite Mindestlöhne einführen, anstatt einen auf Samariter machen zu wollen. Die unteren Einkommen haben sowieso nichts von den Steuersenkungen, weil sie keine oder kaum Lohnsteuern zahlen. Man sollte lieber die Schweinerei abstellen, dass Familienväter und -mütter trotz Arbeit mit Hartz-IV aufstocken müssen.
Die 10 Mrd an Steuererleichterung würden wir kaum merken, ausserdem würden die mehrfach wieder eingetrieben werden.
Bisher war es doch immer so: Man senkt irgendwelche Steuern, um am anderen Ende Abgaben zu erhöhen, die das mehrfache der Steuersenkungen wieder weggenommen haben. Holt sich der Staat das Geld nicht mehrfach zurück, geht es für erhöhte Gas- und Strompreise, für die Inflation etc wieder drauf.

da kann ich nur zustimmen. Zudem werden die nächsten Jahre immer noch mehr Schulden aufgenommen und Zinslast übersteigt diese lächerlichen 10 Mrd bei weitem.
Dann würde diese Steuerntlastung wohl eh erst 2013 kommen Wahlkampfgeplänkel, naja man kann hoffen die FDP verschwindet im Nirvana.
 
Ich halte diese Steuersenkungen für reine Wahlkampftaktik, vor allem da Rösler sie verkündet, bzw. fordert.
Ich kann Wolfgang Schäuble absolut verstehen, wenn er sagt dass Steuersenkungen zum aktuellen Zeitpunkt völlig unangebracht und ilusorisch sind. Ich halte Schäuble für den einzig vernünftigen Politiker in der Regierung und das sage Ich nicht deshalb weil er das Gymnasium in meinem Wohnort besucht hat oder 10km von hier geboren wurde.

Die FDP hat bei den Wahlen 2009 Steuersenkungen versprochen. Schon damals wusste jeder, dass dies ein unhaltbares Wahlversprechen war und Steuersenkungen nicht möglich wären. Momentan steht die FDP bei 3% in den meisten Umfragen und wenn sie weiter solchen Blödsinn fordert, könnte sie selbst von diesem extrem geringen Wert noch abstürzen.

Es sieht einfach zu sehr danach aus, als wenn die Regierung versucht der FDP damit zu helfen.

Ich bin zwar auch der Meinung, dass man die kalte Progression und den Mittelstandbauch abschaffen sollte, allerdings nicht ohne vernünftige Gegenfinanzierung.

Der Spitzensteuersatz müsste wieder auf mindestens 50% angehoben werden, die Reichensteuer sollte schon ab 100.000€ Jahreseinkommen gelten, die "Hotelsteuer" sollte wieder auf 19% angehoben werden, usw.

Was die FDP angeht: Wofür steht diese Partei überhaupt noch? Welche Inhalte vertritt sie?

Ich weis nur dass wir es Rösler zu verdanken haben, dass unser Gesundheitssystem überteuert und ungerecht ist, dass die Pharmaindustrie davon profitiert und der Ärztemangel sich verschärft hat, dass die Beiträge steigen obwohl die Versorgung sich nicht verbessert und dass wir zu hohe Preise für Medikamente bezahlen, dass zu häufig Medikamente verschrieben werden, dass Ärtzte mit Pharmaunternehmen Verträge abschließen und dabei kassieren, dass eine Zwei- oder gar Dreiklassenmedizin am entstehen ist..

Dann dieser Westerwelle, der versucht in die Fußstapfen von Genscher zu treten und dabei über seine zu große Klappe stolpert....

Brüderle, der ständig lallende und dauerbreite Ex-Wirtschaftsminister und jetzige Fraktionsvorsitzende der FDP, den man kaum verstehen kann wenn er spricht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@GUG
Den Reichen nehmen und den Armen geben hat noch nie funktioniert. Eine Anhebung des Spitzensteuersatzes sehe ich daher kritisch, zum einen weil die Vergangenheit gezeigt hat, dass die zusätzlichen Einnahmen in der Regel nicht zur Haushaltskonsolidierung sondern für Wahlgeschenke genutzt wurden und zum anderen, weil der Spitzensteuersatz in Deutschland schon ab ca. 53.000 € Jahreseinkommen fällig wird. Das mag schon ein ganz ansehnliches Gehalt sein, aber meiner Meinung nach noch lange nicht so ansehnlich dass ein Grenzsteuersatz von 50% (+Soli?!) angemessen wäre.
 
Ja, die FDP hat es vor der Wahl versprochen und jetzt muß es umgesetzt werden. Umso mehr, da die CDU mit der FDP ja den Partner hochhalten muß um nicht bei der nächsten Wahl allein da zu stehen.

Aber vielleicht kommt ja wieder sowas wie beim letzten mal dabei heraus, z. B. eine Entlastung aller Einkommen über 250.000 €. Für die armen Reichen ist ja schon lange nichts mehr getan worden.

Fakt ist, unsere Schulden sind viel zu hoch als das wir uns so einen Blödsinn leisten können - umso mehr, als das doch nur wieder eine Einladung ist für die ganzen Stricher-Banker bei den Rating-Agenturen. Geld wird wieder sinnlos verballert anstatt Schulden zu tilgen oder gar die Schuldenaufnahme zu reduzieren.

Wenn eins sicher ist, dann das die Politiker niemals etwas lernen werden......
 
und was hat der Rentner davon der gearbeitet hat und immer brav seine Beträge ?
MwSt senken auf 17.5 % und weg mit der Öko Steuer währe gerecht
 
|MELVIN| schrieb:
@GUG
Den Reichen nehmen und den Armen geben hat noch nie funktioniert. Eine Anhebung des Spitzensteuersatzes sehe ich daher kritisch, zum einen weil die Vergangenheit gezeigt hat, dass die zusätzlichen Einnahmen in der Regel nicht zur Haushaltskonsolidierung sondern für Wahlgeschenke genutzt wurden und zum anderen, weil der Spitzensteuersatz in Deutschland schon ab ca. 53.000 € Jahreseinkommen fällig wird. Das mag schon ein ganz ansehnliches Gehalt sein, aber meiner Meinung nach noch lange nicht so ansehnlich dass ein Grenzsteuersatz von 50% (+Soli?!) angemessen wäre.

Deshalb sollte der Spitzensteuersatz auch erst später greifen, bei 70.000€ ca.
Durch den höheren Spitzensteuersatz hat man auch mehr Spielraum und mehr Möglichkeiten zur Abstufung.

Von welchen Wahlgeschenken redest du? Besonders Reiche haben in der Vergangenheit von solchen Wahlgeschenken profitiert, z.B: als der Spitzensteuersatz von 53 auf 42% gesenkt wurde. Wenn man damit die kalte Progression und den Mittelstandsbauch abschaffen könnte, wäre die Anhebung des Spitzensteuersatzes durchaus gerechtfertigt und würde kaum ein Wahlgeschenk darstellen, sondern es wäre eine längst überflällige Korrektur die dem Binnenkonsum zu Gute kommen würde. Das würde wiederum der Wirtschaft zu Gute kommen, der Konsum würde wieder steigen und der Staat würde durch die Mehrwertsteuer auch profitieren.
 
@am3000
Und was habe ich als Bahnfahrer vom Wegfall der Öko-Steuer? Und wieso sollte man die Rentner entlasten? Die derzeitige Rentner-Generation bekommt mehr raus als sie eingezahlt hat, das wird bei unserer Generation nicht der Fall sein. daher wäre es doch sinnvoll, die jetzige Erwebsgeneration zu entlasten, damit sie privat vorsorgen kann und vielleicht (!) mal ein ähnliches Rentenniveau wie die jetzige Rentner-Generation erreicht.

@GUG
Ich rede von Wahlgeschenken wie die außerplanmäßige Rentenerhöhung oder die längere Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I für Ältere (beides im Vorfeld der Bundstagswahl 2009 auf SPD-Initiative hin umgesetzt und beides durch konjunkturbedingte Mehreinnahmen finanziert, die man besser hätte in die Haushaltskonsolidierung stecken sollen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Find ich in Ordnung. An einen Abbau der Staatsschulden glaube ich sowieso nicht mehr... selbst wenn wir es hier hinkriegen könnten, knickt doch vorher irgendeiner der hochverschuldeten Staaten unter seinen Verbindlichkeiten zusammen und löst damit eine Kettenreaktion aus, die das gesamte Bankensystem und damit alle anderen Länder mit in den Abgrund reißen. Und dann kommt es mit einem großen Knall zu einer Währungsreform.

Sollen die Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen also noch solange mitnehmen was geht. Wobei ich bei Schwarz-Gelb sowieso nicht glaube, dass diese Einkommensgruppen davon profitieren werden.
 
@GUG
Ich rede von Wahlgeschenken wie die außerplanmäßige Rentenerhöhung oder die längere Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I für Ältere (beides im Vorfeld der Bundstagswahl 2009 auf SPD-Initiative hin umgesetzt und beides durch konjunkturbedingte Mehreinnahmen finanziert, die man besser hätte in die Haushaltskonsolidierung stecken sollen).[/QUOTE]

Die Entlastung der Mittelschicht ist schon seit Jahren überfällig und notwendig. Die Reallöhne steigen nicht, Lohnerhöhungen werden von der kalten Progression und der Inflation aufgefressen, der Binnenkonsum stagniert. Würde man die Steuerlast umverteilen auf die höheren Einkommen und geringe und mittlere Einkommen dadurch entlasten, würde man den Binnenkonsum ankurbeln. Das würde Arbeitsplätze schaffen, die Kosten für die Sozialleistungen senken und letztlich auch dafür sorgen, dass der Staat mehr Steuereinnahmen bekommt.

Wenn die Leute wenig verdienen, kaufen sie auch wenig. Das kann nicht im Interesse der deutschen Wirtschaft sein. Daran kann auch der Staat kein Interesse haben.

Nochmal: Ich halte die Abschaffung des Mittelstandsbauchs und der kalten Progression für kein Wahlgeschenk. Ein Wahlgeschenk ist die sogenannte "ermäßigte Hotelsteuer", hinter der die FDP steckt. Von den von mir genannten Maßnahmen würde jeder profitieren. Der ganz normale Angestellte hätte mehr Geld, könnte mehr konsumieren, die Wirtschaft würde durch den erhöhten Binnenkonsum profitieren, könnte Arbeitsplätze schaffen, Unternehmen würden mehr Umsatz und Gewinn machen, der Staat müsste weniger Arbeitslose durchfüttern und würde durch mehr Arbeitnehmer und mehr Konsum mehr Steuern einnehmen, womit er die Staatsschulden konsolidieren könnte.
 
am3000 schrieb:
MwSt senken auf 17.5 % und weg mit der Öko Steuer währe gerecht

Die Geschichte mit der Umsatzsteuer sehe ich genau wie du. Unglaublich, dass auch ausgerechnet die MWS, wodurch der Staat am meisten Steuern einnimmt, die vor allem Unter- und Mittelschicht tragen (!), erhöht wurde und bei Steuersenkungen nie zur Diskussion steht.
Sie müsste umfassend reformiert und gesenkt werden, mindestens um 3%, besser noch mehr, der Binnenwirtschaft würde das auch auf die Beine helfen.

Aber das darf man von dieser Gurkentruppe nicht erwarten, einfach widerlich was die da abziehen wollen.
 
Wenn ich Steuersenkung und FDP in einem Satz lese, brauche ich keine Steuersenkungen. Denn die sind dann, siehe Steuersenkung für Hotels, totaler Schwachsinn.
 
GUG schrieb:
...Kalte Progression: Die kalte Progression tritt bei Lohnerhöhungen von geringen und mittleren Einkommen auf. Steigt der Bruttolohn um 1% muss man im Schnitt mit einer Steuererhöhung von 2% rechnen. Das Resultat davon ist, dass Lohnerhöhungen durch den Anstieg der Lohnsteuer regelrecht "aufgefressen" werden, so dass man nach einer Lohnerhöhung sogar einen geringeren Nettoverdienst hat als vor der Lohnerhöhung. ....

Kannst du hier mal bitte ein Beispiel mit konkreten Zahlen nennen? Meiner Meinung nach gibt es keinen Nettoverlust bei mehr Brutto, oder kannst du das mal erläutern mit einer Rechnung?

Topic: Totaler Unsinn, wir nähern uns einem ausgeglichenen Haushalt und sollten das nicht durch Steuergeschenke verschenken.
 
Totaler Unsinn, wir nähern uns einem ausgeglichenen Haushalt und sollten das nicht durch Steuergeschenke verschenken.

Kannst du mir bitte mal erklären, wo die absoluten Vorteile eines ausgeglichenen Haushaltes liegen sollen.
Es sieht doch so aus, dass die verschiedenen Staaten ihre Schulden sowieso niemals abbezahlen können. Also ist man doch besser bedient, wenn man sich möglichst viel Geld bei anderen leiht und das dann soundso nie zurück zahlt.
Wer in so einer Situation Schulden zurück zahlt, ist doch eigentlich nur dumm.
 
@andiac

Wirklich? Wenn es so wäre wie du es vorschlägst, enden wir auch bald wie Griechenland und das möchtest du nicht wirklich, glaub mir.

Schulden zuhauf zu machen, ohne sie jemals wieder zurückzahlen zu können oder zu wollen ist dumm, nicht andersrum, denn das hält keine Volkswirtschaft auf Dauer aus, schon gar kein Sozialstaat.
 
Ich verstehe das auch nicht. Wenn doch alle Schulden weg WÄREN, dann kann ich mir Gedanken machen wie ich das am Besten unter den Leuten verteile. Ebenso teile ich die Meinung derjenigen hier, die die Beitragsbemessungsgrenze anprangern.

Wieso muss ein Geringverdiener prozentuell mehr bezahlen als jemand mit einem hohen Gehalt? Wo ist da die soziale Gerechtigkeit, die immer proklammiert wird? Entweder sollte es einen festen Prozentsatz geben, den aber dann auch ALLE bezahlen müssen, und damit meine ich auch die Staatsdiener. Wer aus dem Pott holt, sollte seinen Beitrag geleistet haben. Die Renten werden geringer, die Einkünfte der Politiker nicht, die Diäten nicht? Das macht nur Sinn in den Augen eines Abgeordneten. Für alle anderen Menschen hier erschließt er sich nicht.

Ebenso mit den Krankenkassen. Warum nicht alle einzahlen lassen, dafür die Beiträge auf, kA, 10% runter, und dann kann jeder der möchte sich selbst privat Zusatzversichern? Aber das wäre ja nichts für die hohen Löhne, also lieber doch verwerfen.

Endlich mal die Einigkeit, das Recht und die Freiheit für jeden "nach dem Gesetz gleich" behandeln. Dann wäre man auch mit einmaligen Erhöhungen zufrieden weil man weiss, dass alle ihren Teil leisten. Aber so? Ne, immer mehr und mehr Schulden machen, und nächstes Jahr kommt wieder ein Loch und alle schreien: Steuererhöhung, Steuererhöhung. Wie konnte DAS nur passieren?
 
steuern senken und ne millardenbürgschaft für grichenland auflegen.. macht das ne bank macht die bafin die für immer dicht. würde die auch jetzt einsteigen würde der staat sich selber schließen :freak:
ich hoff mal nicht alle im bundesrat sind so realitätsfern wie die herren von der fdp.

fakt ist der rubel rollt prächtig, fakt ist aber auch das bleibt nicht für immer so.
die fdp ist sicher auch für ihre ankündigung vor der wahl die steuern zu senken gewählt worden, da sehen wir ja jetzt was die stunde geschlagen hat.
 
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