Regierung plant Steuersenkungen - Umfrage: Totaler Irrsinn oder längst überfällig?

Bundesregierung plant Steuersenkungen: völlig Irre oder längst überfällig?

  • völlig Irre

    Stimmen: 100 73,5%
  • längst überfällig

    Stimmen: 36 26,5%

  • Umfrageteilnehmer
    136
  • Umfrage geschlossen .
_Systemfehler_ schrieb:
Schulden zuhauf zu machen, ohne sie jemals wieder zurückzahlen zu können oder zu wollen ist dumm, nicht andersrum, denn das hält keine Volkswirtschaft auf Dauer aus, schon gar kein Sozialstaat.

Was macht Deutschland denn seit Gründung der BRD? Eine "ausgeglichene Haushaltspolitik" sieht man da nicht, nirgendwo.. doch, vielleicht in paar Gemeinden mit exorbitanten Unternehmenssteuern. Die Sache mit der Steuersenkung und Schuldenabbau ist allerdings gleichsam neoliberale Doktrin. Selbst der "Bund der Steuerzahler" handelt nicht im Sinne der Mehrheit der Bürger, er ist ein Lobbyverband, eng mit der FDP verwoben, gegen den Sozialstaat und zielt auf ein "weniger Staat" (primär weniger Sozialstaat) ab.
 
Steuersenkungen hören wir doch alle gerne, doch Sinn macht sie zur derzeitigen Situation wohl kaum.
Sicher wäre es nett, wenn man endlich mal ein wenig mehr Netto vom Brutto sehen würde , doch was soll eine Steuersenkung da ändern ?
Die krankenkassenbeiträge steigen, die Rentenbeiträge ganz sicher auch bald - spätestens nach der nächsten Wahl und das letzte Wort bei der Mehrwertsteuer und der Mineralsteuer und der Energiesteuer etc pp ist sicher auch noch nicht gesprochen.
Fakt ist - die Kassen sind leer und wie oben schon gesagt wurde, hat jedes neugeborene schon mal eben 27.000 Euro schulden .
Was wir brauchen ist keine Lohnsteursenkung , sondern ein gerechtes Steuersystem.
Während geringverdiener , ihren lohn mit Sozialgeldern aufstocken müssen, merken Gutverdiener gar nichts von gestiegenen Steuersätzen der letzten Jahre.
Ich kann daher nur sagen, ein neues Steuersystem muss her und keine Achterbahnfahrten der derzeitigen Steuern.
Das der Vorschlag von der FDP kommt ist klar, schlieslich stehen sie bei der nächsten Wahl mit dem Rücken an der Wand.
 
So wie es aussieht, ist die Mehrheit bisher der Meinung, dass Steuersenkungen völlig irre wären.
Mal sehen ob sich an diesem Umfragetrend in den nächsten 30 Tagen noch etwas ändert.

Was die Staatsverschuldung angeht, so war Deutschland schon mehrmals pleite. Jeweils nach den beiden Weltkriegen hätte Deutschland Reparationszahlungen leisten müssen, die dem Land aber erlassen wurden. Durch die Wiedervereinigung stiegen die Staatsschulden in den letzten 20 Jahren enorm an.

Im Vergleich zu Italien oder den USA steht Deutschland aber noch gut da. Die jährliche Neuverschuldung liegt unterhalb des BIPs, also unter 100%. Die USA kratzen schon an der 100% Marke und Italien liegt bei etwa 150$. Schaut man sich die Quoten einiger Euroländer an, dürfte klar sein dass die nächste Staatspleite nicht weit enfernt ist.

Die Staatsschulden müssen abgebaut werden, neue Schulden gilt es zu vermeiden.
 
GUG schrieb:
Was die Staatsverschuldung angeht, so war Deutschland schon mehrmals pleite. Jeweils nach den beiden Weltkriegen hätte Deutschland Reparationszahlungen leisten müssen, die dem Land aber erlassen wurden. Durch die Wiedervereinigung stiegen die Staatsschulden in den letzten 20 Jahren enorm an.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Schulden, in Form der Reparation, nicht erlassen, der Vertrag von Versailles ebnete den Untergang der Weimarer Republik. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Ostdeutschland industrielle Anlagen demontiert, aber auch in der französischen und britischen Besatzungszone Reparation gefordert, Stahl und Kohlelieferungen gingen über die Grenzen, im Westen brach der Hunger aus und manch einer erfror weil die Kohlen fehlten. Einzig die USA hielten sich heraus, ab 1953 gab es eine Neuregelung im Westen: Schuldentilgung (Reparation) erst nach der Wiedervereinigung, die Kanzler Kohl clever im Sande hat verlaufen lassen.

Die Wiedervereinigung kostete wahrscheinlich bis heute mehr als sie hätte kosten müssen, zugunsten des Westens wurde im Osten radikal alles, was wirtschaftlich noch einen Wert hatte, gegen die Wand gefahren. Das waren nicht wenige Betriebe, schließlich war ein Teil der DDR Produktion auf den Export ausgerichtet, belieferte westdeutsche Unternehmen oder Händler. Den Rest erledigten Kriminelle, Finanzhaie und Spekulanten, natürlich nebst fataler politischer Entscheidungen, inkl. dem Umtauschkurs zur D-Mark.

Die Schulden der DDR waren trotzdem ein Witz, verglichen mit dem was schon damals die BRD angehäuft hatte. Kreditwürdig war sie allerdings nicht, aufgrund der Strategie unter Reagan, daher die "Pleite".
 
GUG schrieb:
Deshalb sollte der Spitzensteuersatz auch erst später greifen, bei 70.000€ ca.
Durch den höheren Spitzensteuersatz hat man auch mehr Spielraum und mehr Möglichkeiten zur Abstufung.

Hallo? Spitzensteuersatz ab 70.000 €? Da braucht sich keiner wundern über den Fachkräftemangel. Nen Ingenieur beim DAX30 Konzern bekommt zum Berufsstart schon 50.000 € Grundgehalt. Nach ein paar Jahren soll der dann den Spitzensteuersatz zahlen?

Die Steuersätze sollten sich endlich mal an den Reallöhnen des jeweiligen Jahres und nicht an Zahlen von vor 20 Jahren orientieren.
 
Steuersenkung -> Brot und Spiele für den Pöbel ... war das nicht schon im alten Rom so ...

Was macht man, wenn die Masse unzufrieden ist? Man bespaßt sie. Und jedes mal fallen sie darauf herein, wie die Motten auf die Autoscheinwerfer.
 
Wie der Regierungssprecher mitteilte, gibt es zwar Steuersenkungen, aber noch nicht Anfang 2012.
Was das wieder heisst, ist wohl klar: Die Steuern werden kurz vor den Wahlen gesenkt, um die Leute zu veralbern und die miese Regierungspolitik zu kaschieren, die die "Elite" bisher fabriziert hat.
Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass leider wieder sehr viele Leute auf diese Posse reinfallen werden, wie es schon immer der Fall war.

Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Fuchs brachte zu diesem Thema die Senkung der Rentenversicherungsbeiträge und die Senkung der Solidaritätszuschläge (Soli) ins Gespräch.
Er sagt, dass durch das Wirtschaftswachstum ein finanzielles Polster in der Rentenversicherung existieren würde, was man an die Steuerzahler weitergeben könne.

"Ich halte es durchaus für denkbar, dass wir eine Beitragssenkung bei der Rentenversicherung hinbekommen können - wahrscheinlich auch bei anderen Versicherungen", sagte Fuchs. Er argumentierte, bei der Rentenversicherung gebe es inzwischen ein großes Finanzpolster wegen der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt. Das eröffne Entlastungsspielraum.

Unter Umständen könne auch der Solidaritätszuschlag gesenkt werden. Auch dort könnte der Bund ohne Zustimmung der Länder handeln. Dies sei aber nur die zweite Wahl, weil Änderungen dort nicht ausreichend zielgenau den unteren und mittleren Einkommensschichten zugute.

Quelle: tagesschau.de

Na dann. Da wird erstmal wieder gestritten wie im Kindergarten und raus kommt fast nichts. Ein paar Euro Entlastung gibt es dann kurz vor den Wahlen, die man im Portemonaie nicht merkt, weil Strom, Gas und Spritpreise alles wieder auffressen und das Volk freut sich. Also alles wie immer. :lol:
 
Idee ist top. Kalte Progression übles Problem für die Zielgruppe. Aber Rentenbeiträge?
Ich würde ja überall dran gehen, aber dass die Rentenkassen überbezahlt sind, kann man doch nicht ernsthaft behaupten... :rolleyes:

Warum macht man das nicht praktisch: Pendler entlasten. Also Mineralölkonzernen auf die Finger sehen, Pendlerpauschale ab 1km einführen. Das wäre mal sinnvolles Zeichen.
Oder Autobahnmaut einführen. Steuerzahler (Ausfüller der Steuererklärung) bekommen ihre Vignette kostenfrei. Erlöse kommen Straßenbau und Verkehrskosten zu Gute.
 
Zuletzt bearbeitet:
Raus aus der Schuldenfalle

Für mich ist die ganze Steuersenkungsgeschichte ein "Narrenspiel", um dem vermeintlich "dummen Bürger" in die Irre zu führen.

Fakt ist:
1. Wir haben eine immense Staatsverschuldung (1900 Milliarden) mit steigender Tendenz
2. Ein Bundeshaushaltsdefizit von zur Zeit ca. 60 Milliarden, ohne die Bankenrettungsaktionen. Die wurde in Nebenhaushalte verlagert, in den letzten 3 Jahren ca 200-300 Milliarden.
3. Länderhaushaltsdefizite und immens aufgehäufte Schulden der Bundesländer dazu
4. Über 95 Prozent der Kommunen sind im Defizit und häufen weiter Schulden an
5. Wir haben unterschriebene Verträge zum Ausgleich von Staatsdefiziten in der EU, die Kosten sind heute nicht absehbar. Bewegen sich aber in einer Größenordnung von 80-400 Milliarden.

Wir stehen also faktisch unter Kuratel der Banken, den wir befinden uns in der Schuldenfalle. D.h. wir werden immer handlungsunfähiger und unsere Perspektiven werden immer düsterer. Die nachfolgende Generationen sind damit a. A..

Also haben wir im eigentlichen Sinne ein Einnahmeproblem. Das heißt die Steuern sind für einen gewissen Teil der Steuerpflichtigen zu niedrig. Ungefähr 20-30 Prozent Steuereinnahmen müssten zusätzlich generiert werden.

Die Konservativen wissen das genauso gut wie die anderen. Ihr Plan, "das Narrenspiel", ist aber diese zu verhindern und ihr Klientel zu schützen, indem sie von Steuererleichterungen sprechen. Damit lenken sie geschickt vom eigentlichen Thema; Steuererhöhungen ab. Anders ausgedrückt: Ihr Ziel ist es den Fokus auf die Gegenseite zu richten, um eine dringend nötige Diskussion im Keim zu ersticken, nämlich die der Steuererhöhung.

Die Frage ist jetzt; wer soll zahlen bzw. wie sieht ansatzweise der Plan aus?

Die Einkommensgruppen bis ca 100.000 € Jahreseinkommen sind geschröpft genug, hier sprechen wir von ca. 70 Prozent der Bevölkerung. Max Steuersatz heute 42 Prozent ab einem zu versteuernden Einkommen von 52.000 € für Ledige.

Alles darüber, also ab ca 100.000 € Jahreseinkommen für einen Ledigen, sollte zum Wohle der Gemeinschaft mit einem Steuersatz von 50 % belegt werden.
Allerdings sollte, um Steuerminimierungen auszuschließen (Steuersparmodelle, Verlustvorträge, etc.) auch ein Mindeststeuersatz eingeführt werden. Der Mindeststeuersatz sollte ca 25-35 Prozent betragen, alle Verluste etc. können ja auch in die Zukunft vorgetragen werden.

Zusätzlich plädiere ich für die Vermögenssteuer, ab ca 3 Mio Privatvermögen. Und die Steuern für Aktiengesellschaften werden um 20-40 Prozent erhöht.

Von den dann generierten Mehreinnahmen ist dann sicher auch eine Steuererleichterung der unteren Einkommensschichten, die prozentual über die Steuern und Sozialabgaben am stärksten belastet sind, möglich.

P.S. Zur allgemeinen Beruhigung ist fest zu stellen: Die Schulden werden uns alle überleben.
 
@achnu

Was die Vermögenssteuer angeht gebe ich dir Recht. Ich habe erst gestern gelesen, dass Deutschland über 100 Milliardäre und sage und schreibe 924.000 Bargeld-Millionäre hat, was beachtlich ist. Bei der Statistik ist nur das Barvermögen erfasst, Immobilien und Kunst etwa wurden dabei aussen vor gelassen.
Die Zahl der Millionäre steigt quasi jährlich und dort wäre also einiges an Geld zu holen, wenn man die Vermögensstuer wieder einführen würde.
Ich würde aber nicht erst bei 3 Mio Euro ansetzen, sondern schon früher.Das würde der Allgemeinheit auf jeden Fall zugute kommen und den Haushalt entlasten.

Im Ranking der einzelnen Länder behauptete Deutschland Rang drei hinter Japan und den USA. Hierzulande gab es im vergangenen Jahr 924.000 Geld-Millionäre. Das ist ein Plus von 7,2 Prozent. Damit wuchs das Land mit der größten Wirtschaftskraft in der EU stärker als Europas Geldmillionärclub mit seinen durchschnittlich 6,3 Prozent Zuwachs. In absoluten Zahlen gab es 62.000 Reiche mehr als 2009.

Quelle: tagesschau.de

Leider traut man sich dort bisher nicht ran, hoffentlich ändert sich das bald.
 
Die Bild-Zeitung macht für Steuersenkungen und die FDP mobil:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=9877

Die jetzt neu entfachte Steuersenkungsdebatte soll natürlich zunächst einmal einen Ablenkungseffekt von den Ängsten der Menschen vor Belastungen durch die Euro-Krise bewirken.
Im Übrigen folgt diese Kampagne dem seit Jahren verfolgten Grundsatz:
Man tue bei den niedrigsten Einkommen gar nichts, entlaste die niedrigen Einkommen ein klein wenig, damit sie nicht merken, dass die Hauptgewinner die Best- und Besserverdiener sind. Wer hat schon 6.000 Euro im Monat?

Nach aller Wahrscheinlichkeit, sind es gerade diese Besserverdienenden mit 6.000 Euro Bruttoeinkommen, für die „bis zu 1150 Euro mehr im Jahr drin sind“, die wiederum diese Steuerentlastung unmittelbar oder mittelbar über Pensionsfonds in Staatsanleihen anlegen können. Die Besserverdienenden sind also die doppelten Gewinner: Sie werden steuerlich am stärksten entlastet und verdienen noch an den Zinsen, die sie für Kredite an den (um diese Steuersenkungen in Höhe von 9 bis 10 Milliarden) sich zusätzliche verschuldenden Staat kassieren können.

Und wenn dann die Steuereinnahmen konjunkturell wieder einbrechen sollten, dann kann man ja wieder ein „Sparpaket“ auflegen, mit denen man gerade diejenigen schröpft, die von der vorausgegangen Steuersenkung überhaupt nichts hatten, nämlich die Arbeitslosen und die Meisten unter den Rentnern.
 
@godde
/signed

Wenn ich mir die Tabellen so anschaue, dann weiß ich gar nicht was ich mit meinem zukünftigen "Reichtum" anfangen soll.
Vielleicht bestelle ich mir von dem Geld eine Pizza.


Dennoch find ichs gut.
Klingt wenigstens besser als eine Steuererhöhung.
Und auch wenn ich nicht viel davon hab, so kann ich es als Inflationsausgleich ansehen.

Das gegacker der Opposition geht mir aber bei diesem Thema am meisten aufm Sack.
Steuererhöhung - Nein, woll mer net
Steuersenkung - Nein, woll mer net
alles beim alten - Nein, woll mer net
 
Zuletzt bearbeitet:
Godde schrieb:
Die jetzt neu entfachte Steuersenkungsdebatte soll natürlich zunächst einmal einen Ablenkungseffekt von den Ängsten der Menschen vor Belastungen durch die Euro-Krise bewirken.

Dahinter steckt allerdings auch noch das System-Merkel. Unliebsames (neoliberale Einschnitte) vertuschen, verstecken, hinterrücks durchziehen und Lappalien als Merkels größte Erfolge feiern, gleichsam die Nase immer dort in den Wind halten, wo gerade der Populismus Erfolg verspricht. Dass bei den Dingen, die vielen nicht passen, Landtagswahlen abgewartet werden, versteht sich von selbst.
Das Schema verläuft allerdings immer gleich: Think Tanks der Neoliberalen (nebst Propagandaschmieden wie INSM oder den Bund der Steuerzahler), Lobbyisten, Parteistrategen etc. -> Parteiindoktrinierung (bis zur Basis) -> Propagandahilfe wird beim Kaffeklatsch im Kanzleramt mit Friede Springer und Liz Mohn (Bertelsmann) besprochen -> Weichkochen der Bürger durch die Medien -> politische Umsetzung. Das alles nennt sich dann "Meinungsbildung" im Volk :evillol:
Im jetzigen Fall der Steuersenkungen geht es nicht um uns Bürger, den Sozialstaat (der ist ohnehin inzwischen völlig egal geworden), sondern um Machtsicherung, ein Ende der Gurkentruppe FDP würde die Merkel-CDU mit in den Abgrund reissen. Dann käme von Seiten der SPD wahrscheinlich so ein "Finanzexperte" der Seeheimer wie Steinbrück als Kanzlerkandidat ins Rennen, der würde all das genauso machen. :evillol:

Unser Land wird seit nunmehr 21 Jahren ausgeplündert, aber keiner will es wahr haben. Kommt doch heute auch noch Kauder und will die Sozialabgaben senken, später wird dann wieder erzählt, der Staat könne sich das nicht mehr leisten, man solle doch privat Vorsorgen, bis dann irgendwann aufgedeckt wird, was die Privaten mit dem Geld wirklich anstellen und wie wenig dabei für den Bürger übrig bleibt.. :freak:
 
Bei den Lohnempfängern gehören die Steuern/Abgaben/Beiträge MASSIV gesenkt und bei den Unternehmen/Banken/Transaktionen erhöht.

Vieleicht kann so der Spekulation und Auslagerungspolitik ein gewisser Dämpfer verpasst werden.
Jeder Euro der bei den kleinen und mittleren Einkommen nicht besteuert wird, geht 1:1 in die Wirtschaft.

Das riesige Problem sind ja unter anderem die Geldhorter, deren Geld nicht mehr in unsere lokale Wirtschaft fließt.
 
Wieso das denn? Das Problem sind nicht die Geldhorter. Das Problem ist, dass diese Leute Geld horten können. Und viele können erst Geld horten, weil sie prozentual weniger Steuern zahlen, als eben Niedriglohnarbeiter.

Ich wiederhole mich gerne, denn das halte ich für wichtig. Wenn die Steuersätze für alle gleich wären, gäbe es auch gar kein Problem. Eine Beitragsbemessungsgrenze sollte einfach umgekehrt werden. Niedrige Löhne steuerlich begünstigen, indem man Niedriglöhne unter einer bestimmten Grenze nicht besteuert, dafür aber dann ab einem gewissen Satz anfängt hochzuzählen, bis man bei einer magischen Grenze von sagen wir 25% Abgaben sind. Dann ist Ende. Aber eben 25%, die jeder zahlen muss. Nicht bei XY € Steuern hören wir auf. Nahtlos, endlos weiter.

Dann könnten erst gar nicht so viele Horter entstehen, das System wäre "gerechter", aber das wäre ja für die Hochverdiener schlimm, und daher kommt sowas sowieso nicht durch.

Eine Vermögenssteuer halte ich für Unsinn und finde sie sogar als eine Art enteignung! Ich habe mir doch extra etwas aufgebaut (geerbt oder sonstwie bekommen). Da kann doch kein Staat kommen und mir das wieder wegnehmen. Das sehe ich nicht ein (wird ja momentan gemacht, nennt sich Hartz4).

Die Tabelle ist der letzte Hohn, aber ich denke, dass das nur wenige wirklich durchschauen. Nicht dass ich einem Bildzeitungsleser nicht zutraue, aber ich traue den meisten den Satz zu: Na siehse, da hat ja JEDER was von.
 
Kann man sehen wie mal Will den Steuergelder sind sehr wichtig. Mehr als 25% ist eh nie möglich da wir in der EU sind und weniger als 15% (war so weit ich weis so) ist auch nie drin, wegen Richtlinie der EU. Haben alle EU Staaten so, auch Grundvorrausetzung damit man rein darf.

Wichtigste ist eher das erste mal alle Steuern hier im Lande bezahlen und nicht nur Unterschicht, Mittelschicht. Sondern auch Reiche, Beamte ect. Jedes Jahr werden um die 80 Milliarden alleine Steuern hinter zogen.

Volker Pispers - Der Deutsche und seine Steuern mehr muss man dazu nicht sagen^^
 
Zuletzt bearbeitet:
25%
:)
JUHU!
Ich als armer Arbeiter falle mit einem Teil meines Lohns schon in die 42% Stufe bei unserer Jahresprämie.
Bei 3000€Brutto hab ich ca. 1050€ Steuern und Abgaben und der Dienstgeber legt da nochmal das selbe drauf!
Wohin verschwindet das Geld bitte?!

Und von dem was ich bezahle gehen nochmal 20% als MWST an den Staat, beim Benzin 60%.

Der Wahnsinn ist die kalte Progression der Steuerstufen!
Die "stimmte" doch vor 30 Jahren mal.
Seit 1995 sinken in Österreich die Reallöhne, wird in der BRD nicht anders aussehen.
Die Euroeinführung war bei uns eine 40% Inflation über Nacht... zumindest bei Automaten und Billigprodukten.
Schilling vs Euro = 14:1
10 ÖS waren aber quasi über Nacht 1€ an der Kasse...
War das bei DM viel anders?
Da war der Sprung ja 50%....
 
Marius schrieb:
25%
:)
JUHU!
Ich als armer Arbeiter falle mit einem Teil meines Lohns schon in die 42% Stufe bei unserer Jahresprämie.
Bei 3000€Brutto hab ich ca. 1050€ Steuern und Abgaben und der Dienstgeber legt da nochmal das selbe drauf!
Wohin verschwindet das Geld bitte?!

Und von dem was ich bezahle gehen nochmal 20% als MWST an den Staat, beim Benzin 60%.
/QUOTE]


Der Deutsche und seine Steuern

Die FDP, die Schweiz und die Sache mit den Steuern

Besser kann man dies nicht zusammenfassen mehr und etwas Homor ist da auch nicht dabei. Kann man sich alles in Net nachlesen was Volker Pispers da erzählt.
 
@Marius
Wenn alle Angestellten, Selbstständigen, Staatsdiener, Arbeitnehmer 25% bezahlen würde, ja ich denke dass das geht. Vor allem könnte man so die Niedriglöhner durch eine Staffelung noch mehr Entlasten. Nicht die Leute am oberen Ende haben es schwer über die Runden zu kommen, sondern die, die wenig haben. Aber Es ist ja ansich sowieso nur Fiktion, weil ein "gerechtes" System gibt es so oder so nicht.

PS: Viel mehr Leute würden sich freuen wenn wir einfach allen 80 Millionen in Deutschland 100€ in die Hand drücken, dann sind sogar nur 8 Milliarden weg und keine 10! ;)
 
Da würden die Wenigverdiener aber blöd dreinschauen bei 25%!
Die zahlen jetzt nämlich NICHTS("nur" Sozialabgaben) und bekommen Geld zurück vom Finanzamt.
Genau deshalb gibts bei uns ja große Bedenken wegen der Grundsicherung und deren Höhe... als Hilfskraft fährt man nämlich oft besser, wenn man sich in die Soziale Hängematte legt, anstatt jeden Tag um 5 Uhr in der Früh bei Schlecker Regale einzuräumen, oder ähnliches.
 
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