Ok, du hast anscheinend meinen letzten Post nicht gelesen. Ich habe meine Meinung geändert, weil ich ja nicht sturr bin, sondern eure Argumente auch ernst nehme. Also ich sagte:Es wäre sinnvol, nicht mehr als über 1.000.000 Euro zu vererben. In
Deutschland gibt es etwa 924.000 Millionäre, also etwas mehr als 1% der Bevölkerung. Von "alle Enteignen" kann also absolut keine Rede sein.
Da ich kein Millionenerbe bin und vielleicht nur einen ganz kleinen Bruchteil davon erbe und das auch noch teilen muss, würde ich nicht mal in diese Kategorie fallen. Außerdem könnte ich - ganz ehrlich - auch darauf verzichten, ich bin kein Mensch, der am Geld klebt.
Das Problem mit der Kapitalflucht hatte ich angesprochen. Mir ging es auch gar nicht darum, zu überlegen, wie das praktisch alles zu bewerkstelligen ist, sondern eher um die grundsätzliche Idee. Jetzt könntest du argumentieren, dass es sinnlos ist, darüber zu debattieren, wenn es sowieso praktisch nicht umsetzbar ist - aber wie gesagt: darum ging es mir nicht.
Einen erzieherischen Effekt möchte ich auch nicht bewirken. Es ist mir eher wichtig, dass ein gewisses Maß an sozialer Gerechtigkeit die Gemeinschaft mehr zusammenschweißt und auch jedem Einzelnen ein besseres Leben ermöglicht.
Und zuletzt weiß ich auch nicht, wie meine Argumente mit Gegenargumenten außer Kraft gesetzt wurden. Die Argumente, die mir wirklich sinnvoll erschienen, habe ich in meinen letzten Post mit einfließen lassen. Argumente wie "das geht einfach nicht" oder "Gerechtigkeit gibt es sowieso nie" lasse ich nicht gelten. Natürlich gibt es hundertprozentige Gerechtigkeit nie. Aber wir könnten ja auch alle Waisenkinder auf der Straße leben lassen - die Welt ist ja sowieso nie gerecht
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