Regierung plant Steuersenkungen - Umfrage: Totaler Irrsinn oder längst überfällig?

Bundesregierung plant Steuersenkungen: völlig Irre oder längst überfällig?

  • völlig Irre

    Stimmen: 100 73,5%
  • längst überfällig

    Stimmen: 36 26,5%

  • Umfrageteilnehmer
    136
  • Umfrage geschlossen .
NewUser schrieb:
Ich finde die Unternehmen sollten endlich ihre Millionen- bzw. Milliarden-Gewinne anfangen unter der Belegschaft zu verteilen oder aber Externe Dienstleister besser bezahlen!

Ich würde es lieber haben, wenn andere Geldquellen angezapft würden, schließlich ist es der Finanzsektor mit seinen Instituten und Investoren, der Gewinne abgrast und bei Pannen auch noch nach dem Staat ruft. Griechenland wird derzeit nicht für die Griechen gerettet, sondern für das Bankensystem, Unternehmen spielen da eher die zweite oder gar dritte Geige.
 
Ich denke eben, dass bei 45% nicht einfach schluss sein kann. Der Spitzensteuersatz betrug unter Kohl 53% und in den 70ern sogar bei 56%. Ich habe nicht gesagt, dass man Zulagen für Nacht und Wochenendschichten streichen sollte, aber andere Schlupflöcher, mit denen Reiche sich vor den Steuern drücken.
 
sidestream schrieb:
Wenn dir das nicht klar ist, und du lieber auf deinen Glauben beharrst, deine Meinung sei irgendwo richtig und sinnvoll, ohne dies argumentativ unterstützen zu können, ist das natürlich deine Sache unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit. Du bist ja auch nicht bereit, deine Meinung selbst zu unterstützen. Du argumentierst zwar, dass du es nicht für nötig hältst, dich zum Märtyrer zu machen aber so groß kann der Glaube an diese Sichtweise dann ja auch nicht sein. Das solle dann jeder umsetzen aber bitte du nicht zuerst.

Das ist völlig lächerlich. Natürlich habe ich meine Meinung mehr als ausreichend mit Argumenten untermauert. Dennoch: Ich habe nochmal drüber nachgedacht und mir eure Argumente durch den Kopf gehen lassen. Ihr habt recht: Man kann niemanden komplett enteignen - auch wenn ich mich persönlich nicht daran stören würde - aber die Mehrheit in Deutschland möchte das anscheinend nicht. Das kann ich auch verstehen, denn schließlich möchte man ja nicht, dass einem das Eigentum weggenommen wird, für das man geschuftet hat. Trotzdem denke ich, dass ein Erbe ab einer bestimmten Höhe weder der Gesellschaft noch dem Erbenden gut tut. Ich dachte da an eine Summe im Bereich 500.000 bis 1.000.000. Denn erstens werden damit persönliche Gegenstände/Immobilien nicht weggenommen und zweitens kann sich niemand sein Leben lang auf seiner faulen Haut ausruhen. Ich denke, das wäre ein fairer Kompromiss.

Zu dem Vergleich Manager-Arbeiter: Ich finde es richtig, dass der freie Markt die Löhne bestimmt. Wenn ihr auch so viel verdienen wollt, wie ein Manager, dann werdet doch einer. Hohe Löhne stehen für einen Mangel. Wenn jeder Manager wäre, dann wären die Löhne auch nicht mehr so hoch.
 
Scheinbar nicht, wenn alle deine Argumente von mehren Leuten mit Gegenargumenten in einen Bereich geschoben wurden, wo die These nur noch schwer haltbar ist - aber ich will jetzt auch nicht zum Erbsenzähler werden - und ziehst dich dann berufend auf eigene Meinung und so zurück. Wie auch immer.

Lächerlich ist, dass du Wasser predigst und Wein trinkst, sonst hättest du aufgrund deiner Überzegung auch auf dein Erbe verzichtet (wozu es allerdings noch nicht gekommen ist, aber so hast du deine Meinung kund getan) und dem Staat oder einer Wohlfahrt geschenkt. Also kann die Überzeugung ja nicht so groß sein. Wo fängt man am besten an, als bei sich selbst?

Aber ich sehe auch keinen Sinn darin, dass der Staat durch Enteignung irgendeinen sinnvollen erzieherischen Aspekt versprüht. Warum sollen Leute, die unter Umständen ihr Leben lang für die Familie malocht und ein gewisses Erbe aufgebaut haben, einfach alles an den Staat verschenken?

Ich sag dir, wie das abläuft, wenn sowas durchkommt. Jeder teilt sein Zeug zwischen der Famile auf, bevor er drauf geht. Da kannste aber mal schwer von ausgehen und wenn er alle Grundtümer verkauft und jedem nen Koffer mit Geld in die Hand drückt oder irgend ein schweizer Bankkonto oder was weiß ich wo. Die Reichen werden eh Mittel wissen, sowas zu umgehen und da komme ich an den Punkt, wo ich mich frage, was das soll? Zudem können die ja auch einfach auswandern. Woanders gibts auch schönes Wetter und leckere Brötchen.

Alle enteignen, weil es ein paar Pappnasen gibt, wo du nebenbei fast pauschalisierst, dass alle Erben faule Schweine werden? Deine ganze Lebensanstrengung verpufft einfach und deine Familie kriegt nichts, wenn du stirbst? Wie hoch wäre denn der Aneil der verkommenen Faulenzer in der Bevölkerung, die durch Erben so toll leben? Naja gut. Wenn das deine Halbüberzeugung ist, solange dein eigenes Blut nicht fließt, kannst du das natürlich mit der Phrase "Ist halt meine Meinung und die Fronten sind klar gesteckt" abtun.

Erkenne den Sinn der Aktion nicht, ohne dir nahetreten zu wollen.
 
Ok, du hast anscheinend meinen letzten Post nicht gelesen. Ich habe meine Meinung geändert, weil ich ja nicht sturr bin, sondern eure Argumente auch ernst nehme. Also ich sagte:Es wäre sinnvol, nicht mehr als über 1.000.000 Euro zu vererben. In Deutschland gibt es etwa 924.000 Millionäre, also etwas mehr als 1% der Bevölkerung. Von "alle Enteignen" kann also absolut keine Rede sein.

Da ich kein Millionenerbe bin und vielleicht nur einen ganz kleinen Bruchteil davon erbe und das auch noch teilen muss, würde ich nicht mal in diese Kategorie fallen. Außerdem könnte ich - ganz ehrlich - auch darauf verzichten, ich bin kein Mensch, der am Geld klebt.

Das Problem mit der Kapitalflucht hatte ich angesprochen. Mir ging es auch gar nicht darum, zu überlegen, wie das praktisch alles zu bewerkstelligen ist, sondern eher um die grundsätzliche Idee. Jetzt könntest du argumentieren, dass es sinnlos ist, darüber zu debattieren, wenn es sowieso praktisch nicht umsetzbar ist - aber wie gesagt: darum ging es mir nicht.

Einen erzieherischen Effekt möchte ich auch nicht bewirken. Es ist mir eher wichtig, dass ein gewisses Maß an sozialer Gerechtigkeit die Gemeinschaft mehr zusammenschweißt und auch jedem Einzelnen ein besseres Leben ermöglicht.

Und zuletzt weiß ich auch nicht, wie meine Argumente mit Gegenargumenten außer Kraft gesetzt wurden. Die Argumente, die mir wirklich sinnvoll erschienen, habe ich in meinen letzten Post mit einfließen lassen. Argumente wie "das geht einfach nicht" oder "Gerechtigkeit gibt es sowieso nie" lasse ich nicht gelten. Natürlich gibt es hundertprozentige Gerechtigkeit nie. Aber wir könnten ja auch alle Waisenkinder auf der Straße leben lassen - die Welt ist ja sowieso nie gerecht :rolleyes:.
 
Ich habe deinen Beitrag schon gelesen. Aber so richtig eindeutig erschien mir das nicht. Und wo zieht man eine sinnvolle Grenze? 1000000, 500000, 2mio?

Egal, wie es kommt, es wird immer ein aus der Luft gegriffener Wert ohne jeden Zusammenhang sein, den sich irgendjemand ausgedacht hat, so wie du, weil du meinst, dass man nicht mehr als eine Millionen erben sollte.

Die Menschen werden diese "Idee" nicht annehmen. Außer denen, die neidisch sind und den anderen das nicht gönnen. Im Prinzip wird immer noch ein Lebenswerk der vorigen Person einfach enteignet. Und das mit einem Zufallswert als Maßstab.
 
selbst wenn für den bürger ein steuerrückgang in form von 10€ monatlich entsteht, kommt hundert pro in absehbarer zeit dann irgendwas anderes was dem bürger 15-20€ mehr im monat auf die kosten schlägt.. ist doch alles nur augenwischerei.. genauso wie die damalige erhöhung von hartz4, wo dann der empfänger der leistung im endeffekt monatlich 5€ mehr zugesprochen bekam nach 6wöchigen diskussionen..
 
KL0k schrieb:
kommt hundert pro in absehbarer zeit dann irgendwas anderes was dem bürger 15-20€ mehr im monat auf die kosten schlägt.. ist doch alles nur augenwischerei..

Rösler schaute vorletzte Woche bei der Illner ziemlich blöd, als sie ihm vor die Augen hielt, dass seine eigene Gesundheitspolitik jene geplante Steuererleichterung bereits völlig aufgezehrt hat. Folglich wurde die Steuererleichtung bereits ins Gesundheitssystem gesteckt, Klinken, Ärzte, Apotheker und Pharmakonzerne danken, oder auch nicht. :freak:
 
sidestream schrieb:
Die Menschen werden diese "Idee" nicht annehmen. Außer denen, die neidisch sind und den anderen das nicht gönnen. Im Prinzip wird immer noch ein Lebenswerk der vorigen Person einfach enteignet. Und das mit einem Zufallswert als Maßstab.

Bei solchen Themen geht es immer nur um Neid!

In Zeiten von Tarifverträgen mit Tabllengehältern von bis zu 80.000 EUR im Jahr für Studierte ist ein Steuersatz von 42% ab 52.882 EUR nicht mehr zeitgemäß. Früher war es mal so, dass die Höchststeuersätze für Abteilungsleiter, Firmenchefs oder Vorstandsmitglieder galten und nicht für Otto-Normal-Angestellter! Noch ein paar Jahre und wir brauchen keinen Paul Kirchhof mehr, denn dann haben wir den Einheitssteuertarif, da alle die 42% Hürde knacken.

Dann der Punkt Erbmasse - Ehepaar beide Studiert -> 40 Jahre (Rente mit 67) * 60.000 EUR = 2.400.000 EUR. Und da wird hier von 500.000 EUR Erbe gesprochen? Nur mal so zum Vergleich das ist im Osten ne Villa mit Pool und in München grad so eine Eigentumswohnung oder ein Baugrundstück.

Leute bitte mal von tatsächlichen Fakten eines Berufsleben ausgehen und nicht von den Erlebnissen mit 21 Jahren und grad ein Jahr mit der Ausbildung fertig!
 
Steuersenkungen schön und gut, aber woher soll denn das Geld für neue Sanitäre Anlagen oder pädagogische Einrichtungen kommen. Der Staat hat keine andere Einnahme Quelle.
Stattdessen finde ich den Beitrag von NewUser sehr treffend. Das Problem ist, dass sich das Gehaltsgefüge in den letzten 30 Jahren durch den freien Handel extrem verschoben hat.
Im Prinzip müsste man erstmal das gesamt Steuersystem reformieren bzw. umkrempeln.
 
Also ich finde das ist populistischer Wählerfang. Die sollten die Sünden der FDP wie die Hotel und Gaststätten-Steuer-Geschenke der letzten Jahre erst mal wieder Rückgängig machen. Das hat mich wirklich wütend gemacht.
 
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