Schweizer verbieten Bau von Minaretten (*Split* Integration in Deutschland)

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Ich darf aber die Meinung und die Gründe kritisieren, die zu der Entscheidung geführt haben? Und sicherlich auch, dass diese Entschädigung aus meiner persönlichen Sicht auch gewisse Grundrechte verletzt, der sich auch die Schweiz verpflichtet hat.

Wenn du der Meinung bist, bestimmte Symbole gehören hier nicht her, dann musst du eben auch definieren, was hier ist, was mit den historischen und weltlichen Symbolen passieren soll, die seit Jahrhunderten Teil der westlichen Welt sind.

Wenn du dann eben sagst, ich weiß zwar nicht ob es so ist, ich kann es auch nicht belegen, aber ich führe dennoch eine Vergleich an, dann ist das ein Vorurteil, was es durchaus zu kritisieren gilt. Selbst wenn das deine persönliche Meinung ist. Und weil du so nah an der Debatte in der Schweiz dran bist, die ebenso mit Vorurteilen geführt wurde, ohne tatsächlich konkrete Probleme anzugehen, maßt man sich an, dich damit über einen Kamm zu schweren.

Du behauptest doch hoffentlich nicht, dass wie die Kirchen verbieten sollten, weil sie schon lange kein kultureller Treffpunkt mehr sind. Das sind die nämlich einfach nicht. Auch die Gläubigen in einer Kirche sind also nur unter sich und die Frage ist, was ich als konfessionsloser Mensch dort finde, außer dem Druck dieser Konfession beizutreten.

Grenzt sich die Kirche ab, wenn sie die vermeintliche und tatsächliche Verunglimpfung ihres Glaubens per Gesetz Einhalt gebieten kann? Ist es vom Volk gewünscht, dass der Staat eine Kirchensteuer einzieht? Wo doch Kirche und Staat laut Verfassung getrennt sind.

Worauf ich hinaus will ist einfach, dass Abgrenzung und Integration sehr wohl beide Seiten betreiben und wo du nur einen Schuldigen ausmachst und ihn einfach per Gesetz das irgendwie verbieten willst, sehe ich zwei und ich sehe, dass selbst wenn das Volk das mehrheitlich entschieden hat (was es nicht hat, rechnerisch haben ca. ein Drittel der Wahlberechtigten zugestimmt), es immer noch ein Irrweg ist.

Nur weil die CDU/DFP-Regierung die Mehrheit hat, ist sie nicht automatisch richtig. respektiert wird das Gesetz dadurch, dass es eingehalten und durchgesetzt wird und nicht dadurch, dass es nicht kritisiert wird.
 
@ HappyMutant

Und welches Grundrecht wird verletzt?
 
Zitat von AeS:
Es ist meine persönliche Meinung das ich Symbole aus dem Islam bei uns im Westen nicht sehen möchte,...

Gottchen, ich dachte wird leben in einem aufgeklärten, toleranten land. So kann man sich irren...

Interessant wäre, warum du keine islamischen Symbole sehen willst? Vlt bist du ja so freundlich und nennst uns deine sicherlich absolut stichhaltigen Gründe dafür...
 
@AeS

Wenn du glaubst, dass der Tag der offenen Tür nur gestellt ist, dann geh doch an "normalen" Tagen in die Moschee. Wo ist jetzt dein Problem?
Du kannst sogar Stichproben machen, so wie es die Wissenschaftler machen. Geh die nächste Woche einmal hin, dann mach 2 Wochen Pause, dann geh nochmal und dann mach Pause etc. Dann kannst du ja sehen wie es ist. Er hat ja nur dir angeboten, falls du so schreckliche Angst haben solltest, dass du an diesem speziellen Tag dorthin gehen kannst, da es an diesem Tag sicherlich sicherer ist.



Seppuku schrieb:
Mehr missachtet im Vergleich zu was?
Wann und wo hatte man denn mehr Freiheit als heute? Einfach einmal in der Geschichte zurück blicken und du wirst sehen, dass diese Anspielung sehr wohl angebracht ist.

Keine Ahnung, das war ja nur eine Frage. Du hast ja selbst gesagt "Scheint irgendwie ein neuer Trend zu sein." Also hast du spekuliert und ich habe auch spekuliert und dabei eine Frage gestellt, d.h. beide Aussagen, d.h. deine und meine sind wertlos. Das ist halt so Bauchgefühl Niveau.

Irgendwie passt das wiederum nicht zu deiner Aussage mit dem Lächeln der Mona Lisa...
Ich kenne kein Bild der Mona Lisa ohne Lächeln, jedoch mehr als eine Moschee ohne Minarett. Was soll also diese maßlose Übertreibung?
Und wie wird also die Freiheit der Religionsausübung durch das Verbot von Minaretten eingeschränkt?

Naja der Vergleich war nur ein Vergleich. Du muss aber sehen, dass die Mona Lisa ein Klacks ist im Gegensatz zu einer Moschee. Die Dimensionen sind ganz verschieden. Eine Mona Lisa hat keine besonderen oder überhaupt keine Umstände, entweder man malt alles gleich ab oder man lässt es. Aber bei einer Moschee ist das ja anders. Man kann ja nicht sagen, na gut wir lassen die Moschee, nur weil man kein Minarett errichten kann. Also lieber eine Moschee ohne ein Minarett als keine Moschee eben.


Im Beitrag #146 habe ich versucht zu erklären wieso es meiner Meinung nach ein Verstoß gegen die Freiheit einer bestimmten Gruppe ist. Es war nie die Rede von Religionsausübung, sondern der Religionsfreiheit.

Man kann auch im Notfall sogar auf der Erde beten. Man kann sogar auch ohne Wasser sich bereinigen für das Gebet. Alles steht im Koran. Das kommt eben auf die Umstände an. Es ist natürlich immer besser wenn man eine Moschee hat und Wasser hat, nein, besser gesagt soll man in einer Moschee beten und sich mit Wasser bereinigen. Nur dann nicht, wenn es gar nicht eben geht.
 
Seppuku schrieb:
Und welches Grundrecht wird verletzt?

Das Thema hatten wir doch schon mehrmals und wir sind uns einig, dass wir uns darüber nicht einig sind. Deswegen der Zusatz "aus meiner persönlichen Sicht".
 
HappyMutant
Für mich sind die Moslems keine schuldigen, ich kenne ja genug Moslems, ich denke jedoch das der Glauben auch in den eigenen vier Wänden praktiziert werden kann.
Der christliche Glaube ist ja nicht "nur" Teil der westlichen, sondern auch Teil der östlichen Kulturen, wurde jedoch dort immer mehr zurück gedrängt, bzw. entschieden sich die Menschen für den Islam, oft aus sehr banalen Gründen.

Die hier entstandenen Symbole, sind Symbole welche mit den Traditionen der hier lebenden Völkern zu tun haben, welche hier seit mehr als 2000 Jahren leben, das ist für mich Kultur.
Diese Minaretten und Moscheen werden jetzt künstlich geschaffen, ohne wie man sieht, das es für die Menschen einen Nutzwert bringt, damals waren diese Symbole oft zum aufzeigen der Macht, es gab für die Menschen eine direkte Bedeutung, ich würde ehrlich angst bekommen wenn der Islam mir seine Macht demonstrieren möchte.

Wer behauptet Deutschland oder die Schweiz haben keine zu schützende Kultur, der muss sich doch eben diese Glaubensfreiheit anschauen, ja auch das ist Kultur dem Volk die freie Entscheidung zu geben (im übrigen ich zahle keine Kirchensteuer und der Staat hat mich dazu auch nicht verpflichtet), der vergleiche unsere Länder mit den islamischen Ländern, oft banale Sachen gehören zur Kultur, nur weil wir nicht überall ein Symbol rauf hauen und alle 5 Minuten uns auf einen Teppich setzen, heißt das doch nicht das wir keine zu schützende Kultur haben.

Du kannst gerne die Beweggründe einiger Menschen kritisieren, jetzt werden aber von der islamischen Welt direkt die Schweizer kritisiert und als Rassisten dargestellt, der Mensch also an sich und nicht die Beweggründe, das entnehme ich der Kritik, ich empfinde das als empörend und die Schweiz sollte sich überlegen mit Ländern Verhandlungen zu führen, welche die Schweizer Bürger so rufschädigen.

Der Islam ist daher anscheinend nicht fähig demokratische Entscheidungen zu akzeptieren, solange das nicht der Fall ist, sehe ich keinen Grund für das schweizer Volk sich über das Verbot Gedanken zu machen.

Wenn jetzt die islamische Welt gekommen wäre, hätte die Entscheidungen akzeptiert, hätte jedoch einen offenen Diskurs darüber angeboten, dann hätte man auch irgendwann noch mal über die Minaretten reden können.
So empfehle ich der Schweiz abzublocken.
Nur weil ein Kind bockig wird, sollte man ihm nicht das Spielzeug kaufen.
 
Die hier entstandenen Symbole, sind Symbole welche mit den Traditionen der hier lebenden Völkern zu tun haben, welche hier seit mehr als 2000 Jahren leben, das ist für mich Kultur.

Also erstens sind das deutlich weniger als 2000 Jahre, aber egal.

Und zweitens: Wenn das nicht fremdenfeinlich ist, was ist es dann? Neu Symbole gehören gefälligst nicht gezeigt, weil sie was tun? Den alten herrliches Symbolen der christlichen Weißen in Europa dan Rang ablaufen, oder was oder wie? Versteh ich net. Glaubst du wir haben hier so nen Kampf der Kulturen, gute/christlich gegen böse/islamisch oder was?
 
hncam schrieb:
Also erstens sind das deutlich weniger als 2000 Jahre, aber egal.

Und zweitens: Wenn das nicht fremdenfeinlich ist, was ist es dann? Neu Symbole gehören gefälligst nicht gezeigt, weil sie was tun? Den alten herrliches Symbolen der christlichen Weißen in Europa dan Rang ablaufen, oder was oder wie?

http://de.wikipedia.org/wiki/Heiliges_Römisches_Reich

Da gibt es weiter unten so eine schöne Animation, welche aufzeigt wie weit dieses Reich um 1000 war, dann haben wir schon mal 1000 von den 2000 Jahren, davor waren natürlich keine Menschen da, alles leer, ratzekahl das ganze oder wie darf ich das verstehen?
Ganz plötzlich waren sie da?

Wer redet von weißen?
Hast du ein ethnisches Problem?

Ich habe ein Problem mit Symbolen die in der westlichen Welt völlig deplatziert wirken, in der Türkei passt alles zusammen, das ist deren Kultur, in der westlichen Welt neben dem Brandenburger Tor eine Minarette?
Welchen Bezug stellst du da her?
Auch zieht man den Menschen einen Schuh über, den sie gar nicht anziehen wollen, wie man an den Schweizern sieht.
 
Da gibt es weiter unten so eine schöne Animation, welche aufzeigt wie weit dieses Reich um 1000 war, dann haben wir schon mal 1000 von den 2000 Jahren, davor waren natürlich keine Menschen da, alles leer, ratzekahl das ganze oder wie darf ich das verstehen?
Ganz plötzlich waren sie da?

Nope, aber so ab 300n Chr bis ca 600n Chr gab es etwas names Völkerwanderung...

Wer redet von weißen?
Hast du ein ethnisches Problem?

Ich nicht, du aber anscheinend schon. Wäre ja auch ein bisschen komisch wenn ich als "Weißer" "Weiße" hassen würde ;)
Ich hab kein Problem, wenn es hier in Deutschland "multikulti" gibt. Hab kein Problem mit Kirchen und Kirchtürmen, Moscheen und Minaretten und Synagogen und auch nicht mit den Leuten die sie besuchen (wobei mMn nach Menschen die glauben einfach zu faul sind um selber zu denken, aber das ist nur meine Meinung).
Das Verbot von Minaretten bringt null und ist sogar eher kontraproduktiv, es sei den man will das Abendland von fremden Symbolen befreien, wobei dann die frage wäre was soll das bringen...

Ich habe ein Problem mit Symbolen die in der westlichen Welt völlig deplatziert wirken, in der Türkei passt alles zusammen, das ist deren Kultur, in der westlichen Welt neben dem Brandenburger Tor eine Minarette?

Wieso wäre das deplaziert? Was stört dich daran? Wäre ein modernes westliches Gebäude auch deplaziert? Oder wäre ein Minarett einfach nur zu ... fremd?
 
Zuletzt bearbeitet:
@AeS: Hmm, wenn "der Westen" demokratisch gewählte Präsidenten absetzt und unter fadenscheinigen Gründen in andere Länder einmarschiert, das ist schon okay. Aber wehe jemand erdreistet sich eine demokratische Entscheidung in Frage zustellen. Weil "der Islam" auch mit einer Stimme spricht.

Sorry, aber solange es nicht mal möglich ist zu differenzieren, inwiefern ist das nur irgendwie verwandt mit der Kultur die man angeblich verteidigt. Aug um Aug, Zahn um zahn, ist ja nun eher alttestamentarisch. Was wir ja auch zurecht als überholte Varianten anderswo kritisieren, nur selber dran halten will sich auch keiner.

Jedenfalls, der offen Diskurs wurde von den Schweizern ja abgelehnt, denn anders ist diese Entscheidung nicht zu interpretieren. Die Frage war nicht könnt oder wollt ihr darauf verzichten, warum nicht und wieso nicht. Sondern es hat eine Mehrheit über eine Minderheit per Gesetz entscheiden. Letztendlich ein Tritt vors Schienbein, aber die Hand reichen sollen bitte dann wieder die anderen. Ich verstehe es einfach nicht. Man rechtfertigt im Nachhinein eine falsche Entscheidung damit, dass die Reaktion darauf wie erwartet waren?

Ich mein offenbar ist es nicht zu ertragen, ist der öffentliche Raum auch so klein, dass zu einer gewachsenen Kultur, die in den 2000 genannten Jahren verdammt viele Änderungen durchgemacht hat, nun die aktuelle Entwicklung nicht widerspiegeln soll. Man glaubt immer noch ernsthaft diese Realität nun damit zu besiegen, in dem man seine Sichtbarkeit einschränkt. Es geht ja wie du auch selber zuerst sagst nicht darum, die "westliche" Kultur zu verdrängen, sondern sich von ihr abzugrenzen. Jetzt hältst du aber vor, es ginge darum, die Kultur als solche zu verdrängen. Und warum ist es nötig, diese Menschen dann auch direkt im Nebensatz wieder zu verunglimpfen,obwohl es null Relevanz zu dem Thema hat. Das ist doch keine sachliche Diskussion.

Es ist schade, dass du so gar nicht auf meinen Argumente eingehst, dass wie gesagt, die europäische Geschichte ganz im Gegenteil nicht von einer stringenten und einheitlichen Entwicklung geprägt war, sondern gerade darüber sehr wohl immer wieder Kriege ausbrachen. Von so Kleinigkeiten wie der europäische Kolonisation und dem Kulturimperalimsus ganz abgesehen. Ist die europäische Kultur so schwach, dass sie von äußerlichen Symbolen zusammengehalten wird, bei der man Angst hat im Schwanzvergleich zu unterliegen. Genau damit machen die Zeitung auf, die deutschen wie die Schweizer. Das Minarett bedroht den Glockenturm, ein Nebeneinander, ein Miteinander ist eine unvorstellbare Vorstellung.

Jedenfalls verwendest du zwar durchaus entsprechende Kulturkampf Argumente, wenn es darum geht deine Meinung zu verteidigen, dass man die Entscheidung der Schweizer nicht kritisieren dürfe, lässt es aber nicht zu, dass man diese Gründe genau der Entscheidung vorwirft. Denn da liegt ja die Crux. es wird versucht einen Kampf zu führen, den man nur dem anderen vorwirft, ja man führt ihn sogar auf die gleiche Art. Man scheint das aber nicht erkennen zu wollen.
 
hncam
http://de.wikipedia.org/wiki/70er#R.C3.B6misches_Reich
Das römische Reich entstand, lange vor deiner Völkerwanderung und du hast recht, nach 1700 Jahren kann sich gar keine Kultur bilden, da haben uns die osmanischen Völker einiges voraus, ich merke das schon, die sind ja sehr Tolerant nach ihrer langen Geschichte.

Ich habe doch geschrieben, es wirkt deplatziert, es gibt keinen Bezug, was hat eine Minarette mit der deutschen Kultur und dem Brandenburger Tor zu tun?

Sind die Deutschen alle Moslems? Sind sie blos offen? Wer hat das Ding da hin gebaut? Ah in Berlin leben ja viele Moslems, die haben ein Problem!
Das würden die Sachen die kommen werden, von Deutschen wie von Ausländern.

Du sagst es doch ein westliches Gebäude, von einem Europäer im Auftrag der Kommunen und der Städte geschaffen, das sich in das Bild der deutschen Kultur passt, daran ist nichts verwerfliches, dasselbe jedoch in Ankara, neben einer Moschee, da könnte ich verstehen, wenn die Türken das verbieten wollen.
Passt einfach nicht rein, stellt keinen Bezug zu dem Volk her.
 
HappyMutant schrieb:
AeS, für dich auch nochmal der Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Orientalisierende_Architektur Nur so von wegen passen und nicht passen und europäischen Stilen. Ist manchmal gar nicht so einfach.

Es ist ein Unterschied mit Elementen zu spielen oder eine tief-religiöse Aussage damit treffen zu wollen.
Ist manchmal gar nicht so einfach das zu verstehen.
Zumal Ausnahmen die Regel bestätigen, du kannst ja gerne noch mal nachschauen wie stark sich z.B. der Klassizismus und die Renaissance sich in unseren Bauwerken niedergeschlagen haben oder die Gotik.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur mal so: die türkische also osmanische Kultur ist viel starker von der byzantinischen also römischen/griechischen Kultur geprägt als die deutsche Kultur von der römsich/griechischen Kultur, zumindest in unter architektonischen Gesichtspunkten

Warum muss es etwas mit der deutschen Kultur zu tun haben um neben dem Brandenburger stehen zu dürfen? Ich fände das gar net mal schlecht.

Die Schweizer haben übrigens nicht abgestimmt, das keine Minarette neben alten Kulturbauten stehen dürfen, sondern das schlicht und einfach keine Minarette mehr nirgendwo in der Schweiz gebaut werden dürfen und sei es im hässlichsten Plattenviertel (kp ob die sowas überhaupt haben^^).

Du sagst es doch ein westliches Gebäude, von einem Europäer im Auftrag der Kommunen und der Städte geschaffen, das sich in das Bild der deutschen Kultur passt, daran ist nichts verwerfliches, dasselbe jedoch in Ankara, neben einer Moschee, da könnte ich verstehen, wenn die Türken das verbieten wollen.

Also ich würde sagen ein steriler hoher Glasbau passt net neben das Tor und hat ebenfalls nix mit deutscher Kultur zu tun und wird trotzdem nicht verboten...

@unter mir
aggressiv-fordernden auftreten
Beispiele?
 
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aber @happy

es waren doch grade die islamischen einwanderer, die diese dikusions-un-kultur hier eingeführt haben. mit ihrem aggressiv-fordernden auftreten, ihrer krassen (in der schweiz sicherlich bis dato unkannten ) abgrenzung von der einheimischen gesellschaft durch kleidung und verhalten. es wird in der schweiz sicherlich ähnlich ablaufen, wie hier auch: "diese" einwanderer verlangen, das sich die einheimische gesellschaft ihnen anpasst.
die frage ist doch: warum hat die migration in der vergangenheit geklappt und heut nimmer?

leider kommen in deinen statements die einwanderer nur als opfer vor, das fällt schon auf

ob es eine lösung gibt, hängt sowieso mehr von den einwandern ab, denn von den europäern
 
@ cerasus

Meine Spekulation beruht auf der Erfahrung, die ich unter anderem auf dieser Plattform gemacht habe.
Die Freiheit wird gebracht bei: Nichtraucherschutzgesetz, Geschwindigkeitsbegrenzung, Promillegrenzen, bei Indizierungen, Alterseinstufungen, hier und noch einigen mehr.

Bei dem Ausstellen Baugenehmigung wird übrigens auch darauf geschaut, ob das neue Gebäude in die Gegend passt. Auch nicht-religiöse Einrichtungen, dürfen nicht das bauen, was sie wollen und ihre Gebäude dürfen auch nur nach bestimmten Vorschriften aussehen. Ein McDonalds hier in Freiburg hat durfte zB kein goldenes M tragen. Ist das auch fremdenfeindlich gegenüber einen amerikanischen Konzern?
Und wenn jetzt die Bevölkerung der Meinung ist, dass etwas nicht in ihr Stadtbild passt und sich dagegen wehrt, wo ist die Tragik (zumal es ja nicht um ein Verbot eines kompletten Gebäudes geht)?


@ hncam

Gottchen, und ich dachte, dass man zumindest die Dinge, die man fordert auch persönlich vertritt...
Auf Toleranz pochen, aber die persönlich Meinung anderer nicht respektieren...
Wenn man für eine gewisse kulturelle Harmonie ist, ist man gleich fremdenfeindlich? Dann bin ich es auch. Bzw dann bin ich eigentlich freund- und fremdenfeindlich.
Ich persönlich finde bestimmte Dinge in gewissen Gegenden unpassend. Ich finde eine christliche Kirche mit westlicher Architektur auf einem orientalischen Marktplatz in der Türkei genauso unpassend wie eine orientalische aussehende Moschee in z.B. einer deutschen Altstadt (in Großstädten mit sowieso verschiedensten Einflüssen, macht es mir z.B. nichts aus).
Und stell dir vor, man hätte nicht das Minarett in der Schweiz verboten, sondern Moscheen an den Stadtrand verbannt. Wären dann alle zufrieden?


@ HappyMutant

Wenn nicht mal das Volk demokratisch über Dinge entscheiden kann, die es selbst betrifft (z.B. wie Dinge in ihrer unmittelbaren Umgebung auszusehen haben), was darf man dann noch demokratisch abstimmen?

walter09 schrieb:
warum hat die migration in der vergangenheit geklappt und heut nimmer?
Hat sie das denn je?
 
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Es ist bedauerlich, dass du meine (und alle anderen) Beiträge nicht liest. Ich habe nirgendwo aggressives Verhalten und Abgrenzung als solche verteidigt. Im Gegeneil mehrmals auch dazu aufgefordert, erstens diese Menschen an Bildung heranzuführen, Straftaten entsprechend zu ahnden und Integration als solche zu fördern. Integriert werden kann nur, wer integriert werden will.

Aber all das erreicht man mit einem Verbot von Minaretten nicht. deren Verbot man wie gesagt überhaupt erst mit anderen, weiterhin völlig legalen Dingen verknüpfen musste, um eine Entscheidung zu bekommen. Das erreicht man auch nicht mit dem Verbot von Kopftüchern. Denn was du ändern musst ist die Einstellungen. Du musst ja gerade die Skepsis abbauen, die verhindert, dass der Staat als höchste Instanz anerkannt wird, das man anders denkende, fremde Menschen nicht anpöbelt und angreift. Toleranz muss natürlich entsprechend in die Sozialisierung einfließen. Das versagen der letzten Jahrzehnte macht es aber so schiwerig, da eine schnelle Änderung zu erreichen.

Stattdessen macht man genau das Gegenteil. Man ändert nicht die Leute, man geht nicht auf sie zu, sondern man sagt, die wollen nicht, deswegen verbieten wir ihnen (und zwar allen, egal ob integriert oder nicht, ob aggressiv oder vorbildlicher Bürger) jetzt irgendwas. Willkürlich im Grunde genommen, denn wie gesagt, das Symbol als solches ist schon fragwürdig zu interpretieren.

Aber wie gesagt, alles schon mehrfach gehabt, von dir weitgehend ignoriert, hier wieder erneut gefragt, was soll es also noch?

@Seppuku: Ähem, du auch? Warum liest denn keiner mehr meine Beiträge? Ich weiß, alles eine Seite zurück ist veraltet, aber ich muss mir ja nun nicht ständig die Finger wund schreiben.

Wenn es um die Ästhetik gegangen wäre, hätte man den Wahlkampf entsprechend geführt. Nochmal, auch das nun schon mehrfach gesagt: es sind die Gründe die ich kritisiere, die Gedanken die dahinter liegen. Wenn du wissen willst, wie das bei einigen so aussieht, schau dir walter09s off-topic-Beiträge an. Das ist einfach keine Art, wie man eine sachgerechte Entscheidung treffen kann, ja auch nicht wie man eine Diskussion führt.
 
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Was ich eben recht schwierig an der ganzen Diskussion ist, das man als ich sag mal liberal denkender Mensch doch sehr schnell in die rassistische Ecke gestellt wird, nur weil man die Schweizer Entscheidung nachvollziehen kann in Teilen etc...

Will jetzt garkeinen Roman hier schreiben, das könnte ich zu dem Thema. Aber klar ist doch das Integration von Migranten nicht gerade gut funktioniert in Deutschland. Bin viel unterwegs in Frankfurt und da fallen mir zwar soweit man das von Außen beurteilen kann viele gut integrierte Menschen auf, aber eben auch nicht.
Deswegen sollte man sich in Deutschland vielleicht mal mehr darauf konzentrieren, was wir ALLE da besser machen können. Ob nun Turm oder nicht, das schränkt meiner Meinung nach die Menschen nicht in ihrem Glauben ein, was aber unsere Gesellschaft stört ist wenn man nicht bereit ist etwas für die Integration zu tun.
 
hncam schrieb:
Nur mal so: die türkische also osmanische Kultur ist viel starker von der byzantinischen also römischen/griechischen Kultur geprägt als die deutsche Kultur von der römsich/griechischen Kultur, zumindest in unter architektonischen Gesichtspunkten

Warum muss es etwas mit der deutschen Kultur zu tun haben um neben dem Brandenburger stehen zu dürfen? Ich fände das gar net mal schlecht.

Die Schweizer haben übrigens nicht abgestimmt, das keine Minarette neben alten Kulturbauten stehen dürfen, sondern das schlicht und einfach keine Minarette mehr nirgendwo in der Schweiz gebaut werden dürfen und sei es im hässlichsten Plattenviertel (kp ob die sowas überhaupt haben^^).

Ja hast du dazu eine Lektüre die man sich zu Gemüt führen kann?
Wäre mir neu, das z.B. das deutsche Volk und die deutschen Bauten so wenig durch die römische Nation geprägt wurden und die osmanischen Völker so stark von ihr.
Was trotzdem nicht versteckt, das es hier kulturelle klare Unterschiede zwischen Osten und Westen gibt.
Diese Unterschiede zeigen sich auch in den Bauten wieder und in der Landschaft und wenn eine Minarette keinen Bezug zum Volk darstellt, dann verstehe ich das ein Volk dagegen ist.
Egal um welches Volk es sich dabei handelt.


hncam schrieb:
Also ich würde sagen ein steriler hoher Glasbau passt net neben das Tor und hat ebenfalls nix mit deutscher Kultur zu tun und wird trotzdem nicht verboten...
Hat aber auch keine tief-religiöse Bedeutung.
 
Seppuku schrieb:
Wenn nicht mal das Volk demokratisch über Dinge entscheiden kann, die es selbst betrifft (z.B. wie Dinge in ihrer unmittelbaren Umgebung auszusehen haben), was darf man dann noch demokratisch abstimmen?
Ähm, in erster Linie wählt man die Volksvertreter, wie in so ziemlich allen anderen demokratischen Staaten. Die Schweiz mit dem direktdemokratischen Schwerpunkt ist eine absolute Ausnahme innerhalb der politischen Systeme, nach der Schweiz kommt in der Richtung erst mal lange nichts. Das hat unter anderem den Grund, dass man von Volksvertretern allgemeinhin annimmt, dass sie weniger anfällig sind für Populisten und Demagogen. Und die direkte Demokratie kann eben nur soweit gehen, bis individuelle Grundrechte beschnitten werden -- Sollen fünf Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was zu Abend gegessen wird?

Direkte Demokratie ist gewiss eine der ethisch höchsten Formen der Demokratie, in der Realpolitik halte ich den Glauben an eine erfolgreiche Umsetzung für naiv (auch die Schweiz hat noch föderale und parlamentarische Elemente, also keine reine Direktdemokratie!), bei kritischen Themen -- die Minarette sind nur der Anfang -- halte ich sie sogar für sehr gefährlich.
 
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