SD-Karte als zusätzl. Laufwerk für Programme

Technikfreund

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Lange Fassung

In meinem Laptop ist eine 240 GB SSD verbaut. Linux und Windows teilen sich den Speicherplatz. Nun stehe ich jedoch vor einem kleinen Problem: Auf Linux nutze ich gerne virtuelle Maschinen, und auf Windows Spiele ich gerne Spiele. Der Speicherplatz wird also knapp, und Geld für eine 500 GB SSD möchte ich nicht unbedingt ausgeben.

Ich könnte meine SSD verkaufen und von dem Erlös die neue SSD mitfinanzieren, jedoch lassen sich die Daten auf einer SSD wohl nur umständlich und kompliziert löschen, und ich will nicht, dass die einer wiederherstellt.

Theoretisch ist es möglich, eine SD-Karte mit 64 GB einzustecken, die man dann für Programme nutzen könnte. Ausprobiert habe ich das schon. Für ältere Spiele wie Stronghold Crusader oder Age of Empires 2 ist das von der Performance her sehr gut machbar.

Dieses "Workaround" wäre also eine gute Lösung für arme Studenten wie mich, die aufgrund ihres erhöhten Kaffe-, Bier- und Pizzakonsums nicht so viel Geld haben.

Jedoch habe ich dabei ein schlechtes Gefühl, da man bedenken muss, dass SD-Karten eigentlich nicht für die Verwendung als Programmlaufwerk erdacht wurden, sondern eher für die Massenspeicherung von Daten. Daraus erwächst die Befürchtung, dass das ständige Beschreiben und Lesen der SD-Karte, die mit dem Ausführen von Programmen einhergehen kann, die SD-Karte übermaßen verschleißen lässt. Ist diese Vermutung richtig?

Kurzfassung

Kann man eine SD-Karte als Laufwerk für ausführbare (ältere) Programme wie Age of Empires 2 zweckentfremden, ohne ein zu schnelles Verschleißen in Kauf nehmen zu müssen, oder sind SD-Karten für solche Zwecke generell ungeeignet?
 
Die IOPs einer Speicherkarte sind im Gegensatz zu einer SSD lächerlich, mehr als Datengrab für unwichtige Dinge würde ich so eine Lösung nicht nehmen. Habe sowas bei meinem Tablet im Einsatz, da nur 32GB interner Speicher. Musst dich eben darauf einstellen das die Karte deutlich schneller hinüber ist bei so einem Einsatzzweck. Das Geld wäre in eine größere SSD besser angelegt.
 
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Kurzfassung: Nein. Die hast du so schnell verschlissen das sich am Ende die SSD rechnen wird.
 
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Dban ist meines Wissens nach ein Tool, das eher für HDDs, als für SSDs geeignet ist, oder irre ich da?

EDIT

Auszug aus der DBAN-Website:

It cannot detect or erase SSDs and does not provide a certificate of data removal for auditing purposes or regulatory compliance.
 
Klar geht das. Aber nur für Dokumente Bilder und Videos... Programme würde ich nicht aufspielen.

Allerdings wäre mir für die oben genannten Daten die SD Karte viel zu unsicher... Bei mir hatten gefühlt schon 20 SD Karten Datenverlust.
 
Da braucht man wohl die "Pro" version...

Naja aber mit Diskpart und cleanall sollte das doch auch gehen...
 
Vllt. kannst du ja auch eine externe USB Festplatte nutzen.

1 TB kosten nicht mehr die Welt.
 
Das kannst du seperat einstellen, ich kenne das nicht das eine Platte einpennt.

Ein Verschleiss von einem USB Port? Höchstens mechanisch aber nicht elektisch.
 
Eine 500Gb SSD kostet 60€, das sollte man auch als Stundent mal für eine SSD übrig haben. Wieso machst du dir sorgen um deine Platte, ist sie etwa nicht verschlüsselt?
 
Am besten eine Linux-ISO runterladen(wegen der GPL), so groß wie möglich. Und die so oft auf das leere Laufwerk kopieren, bis es randvoll ist. Dann die Partition löschen (ggf. mit exfat, ext4 oder btrfs neu formatieren) und alles, was der nächste Eigentümer herstellen kann, ist eine Platte voller Linux ISOs. Du könntest dir auch ein lustiges Bild aussuchen, oder einen Film, die Isos sind bezüglich des Kopierrechtes aber unproblematischer.
 
SD-Karten sind maximal als Datengrab zu gebrauchen. Wenn viele Daten gelesen und/oder geschrieben werden müssen, stößt eine SD-Karte schnell an ihre Grenzen.

Kauf dir leiber ne (gebrauchte) HDD und 'nen USB-Controller. Sollte nicht die Welt kosten. Rechne mit einem Gegenwert von 3 Pizzen und einem Sixpack Bier.
 
Habe in meinem Asus EEE 701 Netbook schon vor über 10 jahren eine SD-Karte zur Speicher-Erweiterung benutzt.

Geht für einfache Programme, Musik und so ganz gut - wichtige Dateien würde ich da aber nicht drauf packen.
 
Also wenn Geld wirklich so eine Rolle spielt (und 500 GB SSDs werden einem ja inzwischen hinterhergeworfen), dann würde ich folgendes machen:

Externes 2,5" Gehäuse + 250 GB SSD kaufen und über USB anschliessen. Ist schneller als eine SD-Karte und deutlich haltbarer. Und vom Preis her kommt man jetzt auch nicht so teuer,
 
ghecko schrieb:
Am besten eine Linux-ISO runterladen(wegen der GPL), so groß wie möglich. Und die so oft auf das leere Laufwerk kopieren, bis es randvoll ist. Dann die Partition löschen (ggf. mit exfat, ext4 oder btrfs neu formatieren) und alles, was der nächste Eigentümer herstellen kann, ist eine Platte voller Linux ISOs. Du könntest dir auch ein lustiges Bild aussuchen, oder einen Film, die Isos sind bezüglich des Kopierrechtes aber unproblematischer.

Warum so kompliziert? dd und /dev/random macht das ganze einfacher und schneller.
 
Das geht sehr wohl. Er muss sich nur eine schnelle wie die Sandisk Extreme oder bessere Serie holen und die SD-Karten-Schnittstelle seines NB sollte UHS1, besser 2 oder 3 haben.

Dann reichen die IOPS locker für ältere Spiele aus. Spiele lesen auch mehr, als sie schreiben.

Allerdings kostet eine gute SD-Karte fast so viel wie eine SSD...
 
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Also gut, dann werde ich mir doch eine 500 GB SSD kaufen. Scheint wohl kein billiges "Workaround" zu geben. Ach komm, ich gönne mir direkt 1 TB. Wenn schon, denn schon
 
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