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Oktanius
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Irische Datenschutz-Behörde legt ersten Bericht zu „facebook.com“ vor! Erster Erfolg der österr. Studenten gegen Facebook!
Die irische Datenschutzbehörde hat nach 22 Anzeigen der österreichischen Studentengruppe („europe-v-facebook.org“) eine umfangreiche Betriebsprüfung von „Facebook Ireland Ltd“ durchgeführt. Dabei wurden zwei mehrtägige Untersuchungen in Facebook’s Europazentrale in Dublin durchgeführt. Ein erster Bericht liegt nun vor:
Bericht. Die Ergebnisse des Berichts decken sich über weite Strecken mit den von uns angezeigten Vergehen gegen den Europäischen Datenschutz. Wir sind überaus glücklich über diesen ersten Schritt:
- Facebook muss den über 40.000 Nutzer, die eine Kopie der Datensätze verlangt haben alle Daten herausgeben. Inklusive z.B. den Gesichtserkennungsdaten und allen anderen im Hintergrund gespeicherten Daten.
- Facebook muss seine Datenschutzrichtlinien in vielen Punkten ändern und verbessern.
- Facebook darf Nutzerdaten nur noch beschränkt für gezielte Werbung verwenden.
- Die Datennutzung von „Social Plug-Ins“ wie zB. der „Like-Button“ darf nur mehr sehr eingeschränkt vorgenommen werden. „Tracking“ von Nutzern mittels des „Like-Buttons“ darf nicht (mehr) vorgenommen werden.
- Die Nutzerbilder dürfe nicht mehr für die Werbung gewisser Produkte eingesetzt werden, wenn der Nutzer nicht ausdrücklich zustimmt.
- Die Nutzer müssen eine Möglichkeit erhalten Daten wirklich zu „löschen“. Bisher wurden gelöschte Daten weiter von Facebook behalten.
- Nutzer dürfen nicht mehr ohne deren Zustimmung zu Gruppen hinzugefügt werden.
- Inaktive oder deaktivierte Profile müssen gelöscht werden wenn der Nutzer lange Zeit nicht mehr online war.
- Von IP-Adressen welche via Social-Plugins gesammelt werden müssen die letzten die Zahlen gelöscht werden.
- Eingaben im „Suche“-Feld auf Facebook müssen nach maximal 6 Monaten gelöscht werden.
- Wenn Nutzer die Werbungen anklicken darf diese Information nicht länger als 2 Jahre gespeichert werden.
- Nutzerdaten müssen gelöscht werden wenn die Registrierung auf facebook.com nicht zu Ende geführt wurde.
- Bei Anwendungen („Applications“) dürfen die Nutzer Daten von Dritten (z.B. Freunden) nur noch limitiert an die Anwendung weiterleiten.
- Bei Anwendungen („Applications“) muss Facebook die Datenschutzbedingungen des Anbieters überprüfen.
- Die Gesichtserkennung auf Facebook wurde illegal aktiviert. Alle Nutzer müssen nun erneut zustimmen.
- Facebook muss sicherstellen, dass Mitarbeiter nur die Daten zu Gesicht bekommen die für ihre Arbeit unbedingt notwendig sind. Bisher gibt es kein solches System bei Facebook.
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---> http://europe-v-facebook.org/DE/MELDUNG_DE.pdf
Wie sieht eure Meinung zu den Erkenntnissen der irischen Datenschutzbehörde aus?