Nossi schrieb:
Es schmerzt mich dass zu sagen, aber ich bin mir gar nicht so sicher, ob ein besserer Bildungsstandard für alle wirklich zielführend wäre. Ich habe eher beobachtet, dass die Abschlüsse die man erwerben kann mit der Zeit eher abgewertet wurden.
Grundsätzlich schöner Beitrag, nur glaube ich nicht dass es auf die höhere Bildungsanstalten bezogen war, oder nicht zum Grossteil.
Es wird nicht plötzlich 70% Akademiker geben, man braucht mehr gut ausgebildete Fachkräfte, sozusagen Durchschnittsverdiener die eine Lehre oder technische bzw. wirtschaftliche Fachschulen abgeschlossen haben.
Derzeit sind wir ja nur noch ein Volk von auswechselbaren Dienstleistern und produzieren immer weniger, das muss ich ändern, dann ist der Betrieb wieder auf seine gut geschulten Arbeite rund Angestellten angewiesen, er wird wieder gut behandelt und damit geht es schlussendlich auch dem dem Betrieb selbst wieder besser.
So gesehen kann ich Sherman's Beitrag viel abgewinnen, du wirst ja nicht die angeborene Intelligenz der einzelnen Menschen beeinflussen können, deshalb braucht es mehr Coaching und das von klein auf, denn es gibt derzeit wahnsinnig viele 17 Jährige die nicht wissen was sie mit 18 machen sollen und das darf es einfach nicht geben.
Bildung ist das Essentielle und ich rede da von Lehren und spezialisierten Fachkräften die laufenden Fortbildungen unterzogen werden wie heutzutage jeder Mechaniker.
Das sind alles gute Durchschnittsverdiener und tragen dazu bei den Mittelstand mit kleineren Betrieben zu erhalten, denn genau dieser war doch immer die treibende wirtschaftliche Kraft bei uns.
man muss aber schon im Kindergartenalter anfangen den Kleinen den Wert von Bildung begreiflich zu machen anstatt sie sogar noch mit einem Ungenügend dauerhaft durchkommen zu lassen.
Wie sonst macht man es dem Nachwuchs begreiflich dass man sich anstrengen muss um etwas erreichen zu können und wie macht man es den Kindern schmackhaft erfolgreich zu sein?
Sicher nicht mit RTL &Co. wo man jeden Tag sehen kann dass Viele noch daran glauben der Strom kommt auch noch gratis aus der Steckdose wenn man 1 Jahr zu Hause sitzt und nichts für die Allgemeinheit leistet.
Mir ist aufgefallen dass die typischen Lehrberufe mehr und mehr von Immigrantenkindern der 2. und 3. Generation aufgenommen werden und die Deutschen und Österreicher in den unproduktiven, ersetzbaren Dienstleistungssektor gehen, als unterbezahlte Ärzte oder Akademiker irgendwo versauern oder die wenigen mit Glück derzeit ins Ausland gehen wo sie für einheimische Firmen dafür sorgen dass die dort ansässigen Billigarbeiter dieser Konzerne ihre Infrastruktur bekommen.
Billiglohnländer hat es immer gegeben und wird es wohl noch lange geben, denn diejenigen die das ändern könnten, sind auch diejenigen die davon profitieren, ein Teufelskreis den nur Politiker mit Rückgrad durchbrechen könnten.
Politiker muss man besser bezahlen,mag unpopulär sein und nicht in den Umverteilungswahn mancher Leute passen, aber sie müssen einem strengerem Ausleseverfahren unterworfen werden um das Pyramidensystem zu durchbrechen und die Politikerlaufbahn bzw. der Posten an sich muss zeitlich begrenzt werden, man bekommt sonst einfach zu viele inkompetente Sesselhocker die in ihrem Leben nie was Anderes gemacht haben und auch nichts anderes arbeiten werden können.
Ich persönlich hoffe dass der neue chinesische und osteuropäische Mittelstand schnell wächst und die Konzerne merken dass es doch langfristig besser ist daheim zu bleiben und dort wieder den Arbeitsmarkt abzugrasen.
Neulich sah ich eine Reportage über ausländische Konzerne die schon wieder aus China abziehen, es sind so ca. 15% aller Betriebe die wieder heimziehen, begründet in der Behördenwillkür, Knebelverträge mit der chin. Regierung und steigende Löhne.
So hat zB der deutsche Getriebehersteller FZ gesagt dass er seine Getriebe in China nicht billiger bauen könnte als in Deutschland, also produziert er nicht dort, sondern exportiert nach Südamerika weil der durchschnittliche chinesische LKW nur ein Drittel von unseren kostet, dafür aber auch nur eine Lebensdauer von 150.000km hat...die Mentalität von Menschen kann man nicht wirklich ändern.
Grundsätzlich bin und war ich immer der Meinung dass derjenige viel haben soll der auch viel arbeitet, wie im amerikanischen System, wo diejenigen die grössten Autos fahren die die dreckigsten Hände haben.
Bei uns ist die Mentalität auch komplett anders, man bringt ja hier kaum jemanden dazu seinen Wohnort für die Arbeit zu ändern oder 1 Stunde in die Arbeit zu fahren, von einfacher Umverteilung halte ich gar nichts, da es harte Arbeit nur bestraft, ich zahle ja jetzt schon 14 Monate Krankenkasse ein, obwohl ich nur 12 Monate im Jahr krank sein kann.