Spionage bei Druckaufträgen am Arbeitsplatz?

StefZockt

Cadet 4th Year
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Guten Tag zusammen,

es ist vielleicht eine blöde Frage, dennoch interessiert mich das.

Kann der Arbeitgeber kontrollieren, WAS ich drucke, d.h. im Konkreten meine ich den Textinhalt eines Worddokumentes z.B.?

Es geht nicht darum, dass ich Firmengeheimnisse o.ä. mit nach Hause nehmen möchte. Ich verstehe mich gut mit meinem Chef und es geht auch nicht um den Kostenaspekt. Er hat kein Problem damit, wenn wir mal s/w-Ausdrucke für private Zwecke nutzen.

Mir geht es darum, dass ich spontan heute ein paar private Notizen (u.a. Arztbefunde) zu meinem Hausarzt mitnehmen wollte. Mir wäre es unangenehm, wenn es jemand lesen würde.

Der Drucker ist ja hier im Firmennetz intergriert. Könnte ein IT-Fachmann theoretisch mein Dokument irgendwo aufm Server in einem temporären Ordner o.ä. auffinden und den Inhalt lesen?

Danke für Eure Hilfe!
 
Der Drucker speichert normalerweise alle Ausdrucke (und Scans / Kopien) unverschlüsselt intern, da kommt man auch wieder dran wenn man will.
 
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Ja. Kann er meines Wissens.
 
Leider ist Windows so eingerichtet dasser das Druckformat erstmal im "tmp" Ordner zwischenlagert und dann an den Drucker sendet, war immerso.
 
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Okay. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird er keine Kontrollen machen. Wir sind hier ein kleiner Betrieb, der einerseits keinen IT-Fachmann hat, andererseits ist das Umfeld halbwegs familiär. Dennoch gibt es ein paar private Angelegenheiten, die niemanden zu interessieren haben. Danke für Euer Feedback. Dann spare ich mir den Ausdruck ;-)

Auf der anderen Seite würde mich interessieren wo die Datenmenge landet? Das ist doch ein Berg an Daten. Ich rede natürlich von den ausschließlich kopierten sowie aus Software gedruckten Inhalten und nicht von den bewusst archivierten, eingescannten Daten...
Ergänzung ()

emeraldmine schrieb:
Leider ist Windows so eingerichtet dasser das Druckformat erstmal im "tmp" Ordner zwischenlagert und dann an den Drucker sendet, war immerso.
Kann ich diesen Ordner finden und Dokumente manuell löschen?
 
Grundsätzlich lokal an deinem PC / Client, im Drucker und je nachdem wenn noch ein Druckserver dazwischenhängt auch da.
 
Je nach Drucker, kann auch ein Dokument mit einem Passwort versehen werden. Erst nach Eingabe dieses Passwortes am Drucker wird der Druck durchgeführt.

Ob die Dokumente tatsächlich "verschlüsselt" zwischengespeichert werden, ist aber natürlich eine andere Frage.
 
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Frag deinen IT Menschen. In großen Firmen ist es normal das alle Drucke nach Schlagwörtern durchsucht werden, nicht in jeder Abteilung aber Sales und R&D ganz sicher. Du müsstest aber generell schon darüber informiert worden sein, wenn du privat drucken darfst muss sichergestellt sein das persönliche Dokumente vertraulich behandelt werden(DGZVSO und so). Wenn es aber wirklich unangenehme Dinge sind die niemand sehen soll dann würde ich sie generell weder mit ins Büro nehmen noch dort irgendwo digital ablegen oder nutzen.
Ich hab mal nen Lebenslauf gedruckt und saß 30min später bei HR und wurde gefragt was ich denn für Probleme hätte.
 
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floxorius schrieb:
Ich hab mal nen Lebenslauf gedruckt und saß 30min später bei HR und wurde gefragt was ich denn für Probleme hätte.
:D:daumen: Verrückt, aber auch verständlich, dass in großen Unternehmen eine andere Ordnung herrscht.
 
Zusätzlich das Drucker Aufträge gerne abspeichern werden Druckaufträge per Standard unverschlüsselt über das Netzwerk geschickt.
 
@BeBur , hoppala, dann sinds schon DREI Kopien bei einem Ausdruck übers Netzwerk (Minimum).
 
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DenkAnMich schrieb:
Dennoch gibt es ein paar private Angelegenheiten, die niemanden zu interessieren haben.

ohne jetzt zu frech zu klingen aber privates hat nichts am arbeitsplatz zu suchen. im regelfall bezahlt der arbeitgeber seine leute um zu arbeiten und nicht um privates zu erledigen.
 
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floxorius schrieb:
Ist das die Daten-Grund-Zappel-Ver-Schutz-Ordnung? :D

Stimmt schon, wenn du betriebliche Gerätschaften explizit privat nutzen darfst, darf der Arbeitgeber sie auch nicht überwachen. Das muss aber auch nicht absichtlich passieren, wenn dem Arbeitgeber dann mehr oder weniger zufällig ein Ausdruck eines Befundes in die Hand fällt hat man vom Datenschutz ja auch nix mehr. Möchte man das vermeiden druckt man sensible Angelegenheiten lieber zuhause aus.
Ergänzung ()

DarkInterceptor schrieb:
ohne jetzt zu frech zu klingen aber privates hat nichts am arbeitsplatz zu suchen. im regelfall bezahlt der arbeitgeber seine leute um zu arbeiten und nicht um privates zu erledigen.
Das ist immer ein Geben und Nehmen ;) wenn die Mitarbeiter wegen solcher Goodies die Arbeitszeit nicht so eng sehen wenns einmal drauf ankommt dann hat man als Arbeitgeber für einen kleinen Preis viel gewonnen.
 
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Der erste Mitarbeiter der 'auch mal was privat Drucken' und DSGVO im selben Satz sagt ist dann der, bei dem sich alle dafür bedanken dass es kurz danach ein Memo gab, dass privates drucken selbstverständlich verboten ist.

floq0r schrieb:
Das ist immer ein Geben und Nehmen
This. Aber es gibt genug Menschen, die das nicht so ganz verstehen und dann wird aus 'wir machen das so und es funktioniert' ein 'können wir nicht mehr so machen, weil wir die formalen Anforderungen nicht erfüllen können/wollen'
 
@floq0r
In dem Fall wird der AG aber auch darauf verzichten, sich ganz genau anzusehen was seine Leute so alles ausgedruckt haben. Also, entweder vertraue ich meinem AG und drucke auch privates aus, oder ich hab dieses Vertrauen nicht - dann darf ich in der Firma aber auch keine privaten Dokumente ausdrucken. Dieses Vertrauen scheint der TE wohl nicht zu haben, dann kennt er ja jetzt die zu ziehenden Konsequenzen.
 
areiland schrieb:
@floq0r
In dem Fall wird der AG aber auch darauf verzichten, sich ganz genau anzusehen was seine Leute so alles ausgedruckt haben. Also, entweder vertraue ich meinem AG und drucke auch privates aus, oder ich hab dieses Vertrauen nicht - dann darf ich in der Firma aber auch keine privaten Dokumente ausdrucken. Dieses Vertrauen scheint der TE wohl nicht zu haben, dann kennt er ja jetzt die zu ziehenden Konsequenzen.
Wie gesagt, es könnte sein, dass es dem Arbeitgeber in die Hände fällt, ohne, dass er es beabsichtigt hat - auf welche Art auch immer. Und in diesem Fall differenziere ich zwischen sensiblen Gesundheitsdaten und einem Bestellschein fürs Reisebüro.
 
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Ich sehe da auch eher eine Grauzone und wenn ich privat was ausdrucken darf, dann drucke ich mir mal ein paar Texte o.ä. aus aber nicht die Einladung für den Popo-Club Abend im hiesigen Swingerclub.
 
Zuletzt bearbeitet: ('auch')
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floq0r schrieb:
Das ist immer ein Geben und Nehmen ;) wenn die Mitarbeiter wegen solcher Goodies die Arbeitszeit nicht so eng sehen wenns einmal drauf ankommt dann hat man als Arbeitgeber für einen kleinen Preis viel gewonnen.

du hast recht. vermutlich sind eh 90% aller postings hier im forum während der arbeitszeit.
bei mir ist so ein "freies" arbeiten möglich. die arbeit muss am ende des tages erledigt sein und dann ist alles gut.
 
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DarkInterceptor schrieb:
du hast recht. vermutlich sind eh 90% aller postings hier im forum während der arbeitszeit.
bei mir ist so ein "freies" arbeiten möglich. die arbeit muss am ende des tages erledigt sein und dann ist alles gut.
Dann möchte ich auch mal versuchen nicht frech zu klingen ;-)

1.) Mir ging es um den rein technischen Aspekt und nicht um Datenschutz.
2.) Woher willst du wissen, ob ich das nicht während meiner Pausenzeit erledigt habe? Zum Beispiel Smartphone + mobile Daten etc. pp.? Ausgenommen jetzt natürlich das eine Blatt Papier, was ich den AG in diesem Fall gekostet habe. Wow.....
3.) Selbst wenn ich das während der Arbeitszeit gemacht habe. Mein Statement dazu: Ich kenne kaum einen Angestellten, der seine 40 Stunden (+/-), 52 Wochen im Jahr, produktiv durcharbeitet . Solange am Ende des Tages das Ergebnis stimmt, sind zumindest bei uns, hier alle zufrieden.

Und ciao :)
 
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