SSD defekt, aber warum?

Zynicus

Lieutenant Pro
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Hallo,
ich hatte vorhin eine Datensicherung meines Notebooks (ein Acer Swift 3 SF315-41-R4W1) vornehmen wollen. Die hatte auch scheinbar funktioniert, als ich aber zurückkam, stand der Rechner im Windows-Blickpunkt, und es kam keine Maske für die Anmeldung. Wie ich dann festgestellt habe, wurde auch die Backup-Datei nicht geschrieben.
Ich wollte dann mit einem Live-Linux auf meinen Benutzerordner zugreifen, um noch ein paar Dateien herunterzuholen, das Linux konnte aber die Festplatte nicht mounten. Ich habe dann die Festplatte aus dem Notebook ausgebaut und provisorisch in meinen großen Rechner eingesetzt, bekam da aber beim Zugriff auf den Benutzerordner die Meldung, daß ich dessen Rechte übernehmen muß, was aber nicht ging, da die Platte schreibgeschützt wäre. Ich hatte dann versucht, den Schreibschutz (wie bspw. hier beschrieben) mittels Diskpart zu entfernen, ohne Erfolg.
SSD wieder zurück ins Notebook, ich wollte dann einfach so Windows neu installieren. Ich konnte aber die angezeigten Partitionen im Media Creation Tool nicht entfernen, da schreibgeschützt. Jetzt habe ich die SSD wieder im großen Rechner, einmal mit CrystalDiskInfo draufgeguckt, und bekomme dieses Ergebnis:

CrystalDisk Intel SSD.jpg


Keine Diskussion, die Platte ist im Eimer. Was mich allerdings wundert und zu meiner eigentlichen Frage führt: Vor zwei Monaten war sie noch in großartigem Zustand, und jetzt 0 %. Kann mir evtl. jemand, der Erfahrung damit hat, diese Werte zu interpretieren, sagen, was da auf einmal vorgefallen ist?

Weitere Frage: Da ich diese Platte ersetzen muß, muß ich bei obengenanntem Notebook etwas beachten, oder kann ich einfach eine gleicher Größe und Abmaße bestellen?
 
Zynicus schrieb:
Vor zwei Monaten war sie noch in großartigem Zustand, und jetzt 0 %.

Wenn man sich das Bein bricht war das Bein auch vorher im besseren Zustand. ;) Bei SSDs ist es so, der

Totalausfall meldet sich selten an.
 
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das ist es, was der nachteil ist, bei allen sonstigen vorteilen.
ssd´s kündigen ihr sterben oft ned an.
hdd´s: bei allen nachteilen, diesen vorteil haben sie: die kündigen das so gut wie immer recht langfristig an.
 
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Gerade in einem Laptop geht es ansich fix mit Defekten. Schon wegen der Temperaturen im Innern (schlechte Kühlung usw.). Gerade NVME werden schnell richtig warm bei Beanspruchung und scheinbar hat die Datensicherung ihr den Rest gegeben und Speeddrossel durch die SSD hat nix mehr gebracht.

Allein nach dem Umbau steht sie schon auf 47Grad. Im Laptop ging es bestimmt noch höher.
Ergänzung ()

Zynicus schrieb:
Weitere Frage: Da ich diese Platte ersetzen muß, muß ich bei obengenanntem Notebook etwas beachten, oder kann ich einfach eine gleicher Größe und Abmaße bestellen?
Die neue NVME-SSD sollte die selben Spezifikationen haben wie die Defekte.
Also:
PCIe NVMe 3.0 x4-Schnittstelle
M.2 2280 Formfaktor


Bei der Speicher-Größe des Speicherplatzes kannst flexibel sein, falls Du mehr brauchst.
 
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Ich würde die SSD zusätzlich noch mit der Intel SSD-Toolbox überprüfen, CrystalDiskinfo zeigt nicht immer die richtigen Werte an.
 
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Also ich benutze mein 840 evo, und läuft immer noch so wie beim ersten Tag. Ich würde dir das mx500 empfehlen. Das was du kaufen möchtest ist Müll. Meistens schlechte Temperaturen wo dann die Leistung des m2 ssds sich sehr verlangsamt.
 
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Zynicus schrieb:
SSDs können also tatsächlich einfach so von gleich auf jetzt den Geist aufgeben, ohne Vorankündigung?

Wie auch jedes andere elektronische Bauteil.
Eine Grafikkarte fängt ja auch nicht immer an langsam Pixelfehler zu erzeugen sondern plötzlich ist der Monitor schwarz.
 
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Zynicus schrieb:
SSDs können also tatsächlich einfach so von gleich auf jetzt den Geist aufgeben, ohne Vorankündigung?

Kurz und knapp - jepp. Das ist mir schon 2-3 mal passiert. Von jetzt auf gleich gehen die Dinger kaputt. Da

gibt es keine defekten, kaputten Cluster.
 
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Zynicus schrieb:
SSDs können also tatsächlich einfach so von gleich auf jetzt den Geist aufgeben, ohne Vorankündigung?
Kannst mal die OCZ-Besitzer von vor ein paar Jahren fragen.
 
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Das ist das erstemal, daß mir eine SSD verreckt, deshalb bin ich da noch ... unerfahren.
Die Intel SSD-Toolbox hat zwar die SSD-Firmware upgedatet, aber der zustand bleibt unverändert. Ich werde mit der SSD einfach noch so ein bißchen herumexperimentieren, ohne festes Ziel.

Die MX500 scheint es nur als SATA zu geben, die liebe Verblichene war ja eine PCIe. Die Kingston von @Thorque scheint ganz interessant auszusehen (und mit dem Notebook habe ich ja auch nichts forderndes gemacht, muß ich sagen), danach werde ich mich mal umschauen.

Erstmal danke an alle!
 
und dram-cache:)
 
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Danke Leute, aber ich habe die oben empfohlene Kingston schon bestellt. Das Notebook habe ichwirklich nur um ein bißchen zu Surfen und ein paar Daten aufzuschreiben, also nichts anspruchsvolles. Und die alte Intel-SSD war schon superlahm, das fiel aber nur bei Sachen wie Datensicherung usw. auf, nicht im normalen (anspruchslosen) Betrieb.

Was mir gerade bei der defekten SSD auffällt: Ich kann zwar meinen Benutzerordner darauf nicht öffnen wegen fehlender Rechte (siehe mein erster Beitrag), aber ich konnte ihn komplett kopieren, ohne Probleme. Die Daten sind also wieder vorhanden, zusammen mit einer Menge Beifang.
 
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